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  1. #1
    Gast

    Standard Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Kaum geht das Schuljahr wieder los, geht auch das Drama wieder los . Ohne euch jetzt weiter mit Details zu langweilen, wäre ich froh über Erfahrungsberichte über Klassensprünge in der Grundschule. Gerne auch von denen mit älteren Kindern.

    Bei uns ginge es aktuell von einem Sprung von der 2 in die 3 unterm Jahr.

    Kongnitiv kein Thema, feinmotorisches Thema wäre die Schreibschrift, die mein Kind noch nicht kann und das wichtigste überhaupt: das Soziale.

    Nachdem ich selber eine doofe Sprungerfahrung gemacht habe, bin ich eher dagegen eingestellt, aber das ist nur mein beschränkter Horizont und aktuell leidet mein Kind unter der Situation. Und bevor ich jetzt mit der Lehrerin rede (die einem Sprung übrigens überraschend offen gegenüber steht), brauche ich erstmal Zeit, meine Gedanken zu sortieren.

    Also, her mit euren Erfahrungen. Ich bin jetzt erstmal weg, aber später nochmal online.
    Geändert von Nice2have (17.08.2012 um 16:42 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Nice2have Beitrag anzeigen
    Kaum geht das Schuljahr wieder los, geht auch das Drama wieder los . Ohne euch jetzt weiter mit Details zu langweilen, wäre ich froh über Erfahrungsberichte über Klassensprünge in der Grundschule. Gerne auch von denen mit älteren Kindern.

    Bei uns ginge es aktuell von einem Sprung von der 2 in die 3 unterm Jahr.

    Kongnitiv kein Thema, feinmotorisches Thema wäre die Schreibschrift, die mein Kind noch nicht kann und das wichtigste überhaupt: das Soziale.

    Nachdem ich selber eine doofe Sprungerfahrung gemacht habe, bin ich eher dagegen eingestellt, aber das ist nur mein beschränkter Horizont und aktuell leidet mein Kind unter der Situation. Und bevor ich jetzt mit der Lehrerin rede (die einem Sprung übrigens überraschend offen gegenüber steht), brauche ich erstmal Zeit, meine Gedanken zu sortieren.

    Also, her mit euren Erfahrungen. Ich bin jetzt erstmal weg, aber später nochmal online.
    Die Lehrerin ist das "Problem" dann los.
    Also da würde ich nicht viel drauf geben.

    Egal wie, ohne Probeunterricht würde ich gar nichts machen.

    Unser Sohn bekam öfter von Seiten der Schulen das Angebot zu springen, hat es aber nie wahrgenommen. Der große Unterschied zu euch: Er litt nicht.

    Meine Erfahrung als Beobachterin:
    Wenn gesprungen wird, ist der Leidensdruck eh schon so groß, dass das Springen als befreiend empfunden wird.
    Es wird allerdings immer mehr darauf geachtet, die Schüler in ihrem Jahrgang zu fordern und zu fördern um die Nachteile des Springens zu umgehen.
    Springen ist meistens die letzte Karte, die gezogen wird.

    Bei G8 würde ich mir das auch genau überlegen.

  3. #3
    Avatar von Stolluba
    Stolluba ist offline Flotte Studentin
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Nice2have Beitrag anzeigen
    Kaum geht das Schuljahr wieder los, geht auch das Drama wieder los . Ohne euch jetzt weiter mit Details zu langweilen, wäre ich froh über Erfahrungsberichte über Klassensprünge in der Grundschule. Gerne auch von denen mit älteren Kindern.

    Bei uns ginge es aktuell von einem Sprung von der 2 in die 3 unterm Jahr.

    Kongnitiv kein Thema, feinmotorisches Thema wäre die Schreibschrift, die mein Kind noch nicht kann und das wichtigste überhaupt: das Soziale.

    Nachdem ich selber eine doofe Sprungerfahrung gemacht habe, bin ich eher dagegen eingestellt, aber das ist nur mein beschränkter Horizont und aktuell leidet mein Kind unter der Situation. Und bevor ich jetzt mit der Lehrerin rede (die einem Sprung übrigens überraschend offen gegenüber steht), brauche ich erstmal Zeit, meine Gedanken zu sortieren.

    Also, her mit euren Erfahrungen. Ich bin jetzt erstmal weg, aber später nochmal online.
    Warum wird überhaupt über einen Sprung nachgedacht? In welcher Form "leidet" Dein Kind unter der Situation? Gibt es Alternativen (Klassenwechsel, Einzelförderung)?

    Unser Sohn ist zum Halbjahr von 1 nach 2 gesprungen, ohne Vorbereitung und sehr schnell entschlossen. Er hat verweigert, die Schule bot uns nur den Sprung an als Lösung.
    Ich bin selber absolut KEIN Freund von Sprüngen, weil ich die Problematik vor allem im Sozialen sehe.
    Letztlich haben wir das Ziel - Kind sollte wieder freiwillig und ohne "Schmerzen" zur Schule gehen - zwar erreicht, aber "erfolgreich" würde ich es dennoch nicht nennen. Er kam in der neuen Klasse nie wirklich an, hat keine engeren Kontakte zu Mitschülern und wurde immer als "der Kleine" gesehen und behandelt.
    Die Leistungen waren ok, aber eben auch nicht mehr, was zu Problemen mit einigen Lehrern führte. In deren Köpfen gab es nur "wer springt muss möglichst sofort wieder 1er schreiben". Hier war aber der Schulfrust so groß das es nur für durchschnittliche Noten ohne aktives Arbeiten für die Schule reichte.

    Wäre ich heute nochmal in der Situation, ich würde wohl mehr versuchen den Sprung zu verhindern, gäbe es keine Option würde ich aber auch wieder springen lassen. Das kommt sehr darauf an was für Möglichkeiten vorhanden sind.

  4. #4
    tanja73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Nice2have Beitrag anzeigen
    Also, her mit euren Erfahrungen. Ich bin jetzt erstmal weg, aber später nochmal online.

    Wir haben uns dagegen entschieden, allerdings war das Kind eh schon als Kannkind mit knapp 6 (Geb. Ende August) eingeschult worden und - und das war der Hauptgrund- sie "litt" nicht, im Gegenteil sie hatte eine tolle Grundschullehrerin, die ein super Händchen hatte, ihr viel extra Futter gegeben hat bzw. sie teilweise eben auch einfach beschäftigt (zum Teil auch mit unterrichtsfremden Dingen) und bei der Stange gehalten hat.
    Ein reines "sie würde das gut schaffen" war für uns kein ausreichendes Argument.

    Wenn "Leidensdruck" besteht und die Lehrkraft nicht fähig oder nicht willig ist, das entsprechend zu begleiten/auszugleichen, würde ich es aber machen, meist gibt es ja eh erst eine Probezeit in der neuen Klasse, es finden Gespräche statt etc..
    Tanja
    http://foto.arcor-online.net/palb/alben/47/792647/120_6165633137633961.jpg

  5. #5
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Nice2have Beitrag anzeigen
    Kaum geht das Schuljahr wieder los, geht auch das Drama wieder los . Ohne euch jetzt weiter mit Details zu langweilen, wäre ich froh über Erfahrungsberichte über Klassensprünge in der Grundschule. Gerne auch von denen mit älteren Kindern.

    Bei uns ginge es aktuell von einem Sprung von der 2 in die 3 unterm Jahr.

    Kongnitiv kein Thema, feinmotorisches Thema wäre die Schreibschrift, die mein Kind noch nicht kann und das wichtigste überhaupt: das Soziale.

    Nachdem ich selber eine doofe Sprungerfahrung gemacht habe, bin ich eher dagegen eingestellt, aber das ist nur mein beschränkter Horizont und aktuell leidet mein Kind unter der Situation. Und bevor ich jetzt mit der Lehrerin rede (die einem Sprung übrigens überraschend offen gegenüber steht), brauche ich erstmal Zeit, meine Gedanken zu sortieren.

    Also, her mit euren Erfahrungen. Ich bin jetzt erstmal weg, aber später nochmal online.
    Ich habe hier beide Versionen:

    Nr.1 sprang von der 3. in die 4., weil sie sich nur noch langweilte (und weil in der 4. ihre damals beste Freundin saß...). Sie wollte so schnell wie möglich die GS hinter sich lassen und endlich aufs Gym. Vom Stoff kein Problem, die neue Klasse nahm sie problemlos auf (mit einem der Mädel ist sie heute noch - jetzt dann 10.Klasse - in der Klasse und befreundet) und sie fiel nie auf, weil sie sehr groß ist und auch im Kopf deutlich weiter als viele Altersgenossen.

    Nötig war es damals im Endeffekt, weil sie in einer sehr leistungsschwachen großen Klasse mit hohem Ausländeranteil war (29 Kinder, die Hälfte nicht-deutscher Hintergrund mit entsprechenden Sprachproblemen) und die Lehrerin zwar gewillt gewesen wäre, zu versuchen, diese Diskrepanz abzufangen, aber schlichtweg die Zeit nicht hatte.

    Bei Nr.1 war die Entscheidung richtig.


    Nr.2 war in der 3. ähnlich "auffällig", hatte aber das Glück, in einer kleinen (18 Schüler) und sehr homogen-leistungsstarken Klasse zu sein UND dazu noch eine schulpsychologisch gebildete Lehrerin, die individualisierten Unterricht machte und somit jedes Kind da abholte, wo es stand. Da musste der Maxi die Nebensätze im Deutschen noch mal schreiben, die Vanessa bekam ein Arbeitsblatt zum Thema Groß- und Kleinschreibung und Nr.2 schrieb derweil ein Referat.

    Wenn Unterricht SO läuft :liebe:, dann ist es überhaupt kein Problem, Kinder mit sehr unterschiedlichen Leistungen in einer Klasse zu haben, daher haben wir bei Nr.2 einen Sprung noch nicht mal in Erwägung gezogen. Und das war auch richtig so.



    Ich sehe den Klassensprung als eine Kapitulation der Schule und im Endeffekt ein Armutszeugnis, dass dem Kind kein adäquater Unterricht angeboten werden kann (was bei leistungsschwachen Schülern ja durchaus geht mit Förderstunde Deutsch, Zusatzstunde Lesen, einer Matheförderung etc.). Und leider ist es auch so, dass manche Lehrer erwarten: na, wenn das Kind so toll ist, dann muss es ja in der neuen Klasse auch gleich wieder alles können.

    Das KANN so sein (und war es bei uns auch), aber das ist nicht die Regel und vor allem: darum geht es ja nicht.



    Was will Dein Kind denn?
    Worauf willst Du warten?

  6. #6
    tanja73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    e Lehrerin, die individualisierten Unterricht machte und somit jedes Kind da abholte, wo es stand. Da musste der Maxi die Nebensätze im Deutschen noch mal schreiben, die Vanessa bekam ein Arbeitsblatt zum Thema Groß- und Kleinschreibung und Nr.2 schrieb derweil ein Referat.

    Wenn Unterricht SO läuft :liebe:, dann ist es überhaupt kein Problem, Kinder mit sehr unterschiedlichen Leistungen in einer Klasse zu haben, daher haben wir bei Nr.2 einen Sprung noch nicht mal in Erwägung gezogen. Und das war auch richtig so.
    So war es bei Tochter auch.

    Ich könnte heute noch Kniefälle vor der Lehrerin machen :liebe:.
    Tanja
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  7. #7
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Nice2have Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Ich persönlich habe keine direkte Erfahrung damit, obwohl ich durchaus schon Kinder hatte, die es locker geschafft hätten, und wo es streckenweise notwendig schien. Aber wenn Schule gehen zum Problem wird, muss man eben sehen, welcher der bestmögliche weitere Weg ist.

    An Springen ängt halt weit mehr dran, als nur anspruchsvolleren Lehrsttoff zu haben. Im Gegenteil, ich finde, ein Kind, das eine schnelle Auffassungsgabe hat, hat die ja auch in der nächsten Klasse - irgendwann ist es dann wieder unterfordert? Und dann?
    In vielen Fällen sind schlaue Kinder emotional auch nicht weiter als ihre Altersgenossen. Grade emotional wäre ein Wechsel aber äußerst fordernd.

    Welche anderen Möglichkeiten gäbe es denn? Wie gesprächsbereit / mehrarbeitbereit ist die Lehrerin? Wie ist die Klassenstruktur? Wie gut ist das Kind eingebettet in der Gruppe? Wie sieht das in der ev. nachfolgenden Klasse aus?
    Welche Möglichkeiten habt ihr außerhalb der Schule? ...
    NACH dem Springen zu sagen, es wäre anders besser gewesen, ist halt immer schwierig.

    Und das Kind fragen ... weiß nicht, ob ich das tun würde. Kinder wollen schnell was - die Tragweite erfassen sie aber definitiv nicht.

  8. #8
    tanja73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von herregud Beitrag anzeigen
    Und das Kind fragen ... weiß nicht, ob ich das tun würde. Kinder wollen schnell was - die Tragweite erfassen sie aber definitiv nicht.


    Haben wir nicht gemacht, ich bin sehr sicher, SIE hätte das damals gewollt, aber kann man das mit gerade 6 Jahren überblicken?

    Ich bin z.B. nicht mal sicher, ob die Kinder das bei der Wahl der weiterführenden Schule überblicken.
    Ich gebe zu, Tochter war da durchaus von uns beeinflusst und das würde ich auch wieder so machen.
    Geändert von tanja73 (17.08.2012 um 18:49 Uhr)
    Tanja
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  9. #9
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Meine sind auch in der GS-Zeit gesprungen - v.a. um den bestehenden Vorsprung bei Einschulung irgendwie halbwegs passend zu machen. Es war sozusagen der beste Kompromiss. Sie sind körperlich klein, fallen dadurch immer auf und jeder erinnert sich dadurch, dass sie jünger sind. Es bleibt also ein Durchhangeln, wobei die Großen sehr froh sind, dass die GS nun (ein Jahr eher) rum ist. Mal sehen wie es auf dem Gym wird, die Pubertät kommt noch.
    Und ja, besonders problematisch ist es für unseren Sohn - die Hierarchie unter Jungs wird sehr stark nach körperlichen Gesichtspunkten entschieden, er braucht ungefähr die doppelte Standfestigkeit und Selbstvertrauen, um sich nicht unterkriegen zu lassen. Leider.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Klassensprung in der Grundschule - Erfahrungen?

    Zitat Zitat von tanja73 Beitrag anzeigen


    Haben wir nicht gemacht, ich bin sehr sicher, SIE hätte das damals gewollt, aber kann man das mit gerade 6 Jahren überblicken?

    Ich bin z.B. nicht mal sicher, ob Kinder die das bei der Wahl der weiterführenden Schule überblicken.
    Ich gebe zu, Tochter war da durchaus von uns beeinflusst und das würde ich auch wieder so machen.
    da bin ich sicher: das tun sie NICHT
    am schlimmsten finde ich aber immer das Argument, dass das Kind vorzeitig eingeschult werden soll, weil es da ja so dringend hin will - ja nona, wenn da alle Großen sind

    (aber das ist jetzt eigentlich nicht das Thema)

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