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Thema: Sorgerecht für unverheiratete Väter

  1. #1
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Kann man als unverheirateter Vater auch ein Jahr nach der Geburt das Sorgerecht beantragen, auch wenn die Kindsmutter unbekannt verzogen ist?

    Wenn ja, wie?

  2. #2
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Jugendamt und Familiengericht sind da zuständig.

    Das Sorgerecht kann man zu jedem Zeitpunkt beantragen.

    Und es ist unabhängig davon, wo die Mutter mit dem Kind lebt.

    Es der Mutter mitzuteilen und durchzusetzten ist dann vielleicht ein Problem aber es ist unabhängig vom Sorgerecht selbst.

    Ich würde jetzt erstmal warten wie das mit der Adresse wird und dann zu einem Fachanwalt für Familienrecht gehen und mich beraten lassen.

  3. #3
    Mimi5 ist offline Veteran
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    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    allo,

    für so etwas gibt es Anwälte für Familienrecht.

    Wenn die Mutter unbekannt verzogen ist, will sie wahrscheinlich keinen Kontakt zwischen Vater und Kind und schon gar kein gemeinsames Sorgerecht.

    Gegen ihren Willen ist das nur schwer durchzusetzen, aber es ist nicht von vornherein ganz unmöglich.

    Mimi

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Zitat Zitat von Mimi5 Beitrag anzeigen
    Gegen ihren Willen ist das nur schwer durchzusetzen, aber es ist nicht von vornherein ganz unmöglich.
    Das stimmt nach den neuesten Urteilen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichtes (?) so nicht mehr.
    Wenn das gemeinsame Sorgerecht nicht völlig gegen das Kindeswohl ist, kann der Vater dieses auch bekommen, selbst wenn die Mutter damit nicht einverstanden ist, da das Familiengericht dann dem Antrag in der Regel auch zustimmen muss.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Ja, da muß er per Anwalt ans Familiengericht wenden. Über das Einwohnermeldeamt kommt er an die Adresse.
    Umgangsrecht hat er eh.
    Sorgerecht ist bis aufs Aufenthaltsbestimmungsrecht völlig überbewertet.

    Was verspricht er sich von der gemeinsamen Sorge?
    Zitat Zitat von Maumau Beitrag anzeigen
    Jugendamt und Familiengericht sind da zuständig.

    Das Sorgerecht kann man zu jedem Zeitpunkt beantragen.

    Und es ist unabhängig davon, wo die Mutter mit dem Kind lebt.

    Es der Mutter mitzuteilen und durchzusetzten ist dann vielleicht ein Problem aber es ist unabhängig vom Sorgerecht selbst.

    Ich würde jetzt erstmal warten wie das mit der Adresse wird und dann zu einem Fachanwalt für Familienrecht gehen und mich beraten lassen.

  6. #6
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    19.08.2004
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    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Zitat Zitat von Mimi5 Beitrag anzeigen
    allo,

    für so etwas gibt es Anwälte für Familienrecht.

    Wenn die Mutter unbekannt verzogen ist, will sie wahrscheinlich keinen Kontakt zwischen Vater und Kind und schon gar kein gemeinsames Sorgerecht.

    Gegen ihren Willen ist das nur schwer durchzusetzen, aber es ist nicht von vornherein ganz unmöglich.

    Mimi
    Falsch.
    Das Kabinett hat die Rechte von Vätern gestärkt: Unverheiratete Väter sollen künftig schneller und einfacher ein gemeinsames Sorgerecht durchsetzen können - notfalls auch gegen den Willen der Mutter, wenn das Wohl des Kindes dem nicht entgegensteht.
    Kabinett stärkt Sorgerecht unverheirateter Väter | tagesschau.de
    Liebe Grüße

    Sofie

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Kann man als unverheirateter Vater auch ein Jahr nach der Geburt das Sorgerecht beantragen, auch wenn die Kindsmutter unbekannt verzogen ist?

    Wenn ja, wie?
    Vor dem Antrag auf das gemeinsame Sorgerecht ist zu klären, wer als Kindesvater beim Standesamt eingetragen ist.
    Steht da "Vater unbekannt", hat er keine Chance, das Sorgerecht mit zu bekommen. Dann muss er vorher eine Vaterfeststellungsklage erheben. Dies kann er nur mit Jugendamt und einem Anwalt fürs Fam.recht.

    Wenn die Mutter weiterhin drauf besteht, das der Vater unbekannt ist, kann er einen Vaterschaftstest beantragen.
    Diesem muss die Mutter nicht zustimmen.
    Dann hat er kein Recht auf das gemeinsame Sorgerecht.

    Sie kann aber jederzeit Unterhaltsvorschuß beantragen und bezieht diesen 72Monate lang. Wenn sie da angibt, Vater unbekannt, braucht dein Bekannter keinen Unterhalt zu zahlen.

    Ist er beim Standesamt eingetragen, und sie hat das alleinige Sorgerecht, kann sie hin ziehen wohin sie will.

    Wenn sie sich irgendwo anmeldet braucht sie bloß eine Auskunftssperre beantragen und schon bekommt er keine Auskunft mehr.

  8. #8
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Zitat Zitat von Malve1 Beitrag anzeigen
    Vor dem Antrag auf das gemeinsame Sorgerecht ist zu klären, wer als Kindesvater beim Standesamt eingetragen ist.
    Steht da "Vater unbekannt", hat er keine Chance, das Sorgerecht mit zu bekommen. Dann muss er vorher eine Vaterfeststellungsklage erheben. Dies kann er nur mit Jugendamt und einem Anwalt fürs Fam.recht.

    Wenn die Mutter weiterhin drauf besteht, das der Vater unbekannt ist, kann er einen Vaterschaftstest beantragen.
    Diesem muss die Mutter nicht zustimmen.
    Dann hat er kein Recht auf das gemeinsame Sorgerecht.

    Sie kann aber jederzeit Unterhaltsvorschuß beantragen und bezieht diesen 72Monate lang. Wenn sie da angibt, Vater unbekannt, braucht dein Bekannter keinen Unterhalt zu zahlen.

    Ist er beim Standesamt eingetragen, und sie hat das alleinige Sorgerecht, kann sie hin ziehen wohin sie will.

    Wenn sie sich irgendwo anmeldet braucht sie bloß eine Auskunftssperre beantragen und schon bekommt er keine Auskunft mehr.

    Warum sollte der Vater nicht auf der Geburtsurkunde eingetragen sein?
    Die Eltern und das Kind haben schließlich zusammen gelebt.

    Und ja, die Mutter kann zwar eine Auskunftssperre beantragen, dann bekommt ein Privatmensch die Adresse nicht.
    Aber das Jugendamt/Gericht bekommt die Adresse trotzdem.

  9. #9
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Zitat Zitat von -Fionn- Beitrag anzeigen
    Ja, da muß er per Anwalt ans Familiengericht wenden. Über das Einwohnermeldeamt kommt er an die Adresse.
    Umgangsrecht hat er eh.
    Sorgerecht ist bis aufs Aufenthaltsbestimmungsrecht völlig überbewertet.

    Was verspricht er sich von der gemeinsamen Sorge?
    ich kenne diesen Fall ja nicht aber Sorgerecht bedeutet auch, dass der nicht-mit-dem-Kind-zusammen-lebende-Elternteil ein Recht auf Auskunft über das Kind hat. Z.B. was Krankheiten/Arztbesuche und Schulleistungen angeht. Und er hat ein Recht darauf mitzuentscheiden, zB. wenn es um medizinische Behandlungen oder die Schule (Stichwort weiterführende Schule) geht.

    Das sind so die entscheidenden Punkte die den AEs in meinem Umfeld immer wieder sauer aufstoßen. Weil da doch noch jemand ist der mitreden möchte. Solange man sich einig ist, ist das ja kein Thema. Aber oft ist man sich eben nicht einig. In einer intakten Beziehung muss man dann einen Kompromiss finden, wenn man sonst keinen Wert auf ein gutes Miteinander legt ist das eine gute Gelgenheit einen Kleinkrieg zu führen.
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  10. #10
    Gast

    Standard Re: Sorgerecht für unverheiratete Väter

    Ja, und wenn das vor Gericht geht, geht es fast immer nach den Wünschen der Person, bei der das KInd seinen Lebensmittelpunkt hat.
    Der muß sich ja drum kümmern und kann nicht gezwungen werden, etwas gegen seinen Willen zu tun.
    Deswegen ist die gemeinsame Sorge ja überbewertet.

    Zitat Zitat von Maumau Beitrag anzeigen
    ich kenne diesen Fall ja nicht aber Sorgerecht bedeutet auch, dass der nicht-mit-dem-Kind-zusammen-lebende-Elternteil ein Recht auf Auskunft über das Kind hat. Z.B. was Krankheiten/Arztbesuche und Schulleistungen angeht. Und er hat ein Recht darauf mitzuentscheiden, zB. wenn es um medizinische Behandlungen oder die Schule (Stichwort weiterführende Schule) geht.

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