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Thema: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

  1. #61
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Das war nicht der Fall, lies nochmal: Zu Beginn war der Kontakt ca. aller 6 Wochen, die Aufgabe der Pflege kam da, als die Mutter eine häufigere Besuchsregelung forderte und gerichtlich zugesichrt bekam. Im Artikel steht nichts davon, dass diese Zeitspanne auch noch "erlebt" wurde - ich habe es so verstanden, dass mit dem Gerichtsurteil bei den Pflegeeltern die Pflege vorbei war.
    ich sag ja, ich kann das nicht nachvollziehen, dass man ein Kind abgibt aufgrund einer gerichtlichen Regelung.
    Was ich aber beispielsweise sehr wohl nachvollziehen könnte wäre, dass das Kind nach Besuchskontakten regelmässig so durch den Wind ist, dass es für Familie nicht tragbar ist.

    Und ich glaube, die allerwenigsten Familien machen es sich leicht, ein Pflegekind abzugeben. Ich habe das im engen Freundeskreis erlebt und weiß, wie hart es diesen Familien fiel. Ausnahmen bestätigen sicher auch da die Regel

  2. #62
    _phantomias_ Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    doch, alle 14 Tage bei einem Dauerpflegekind ist eindeutig zu viel. Es geht ja nicht darum, dem Kind seine leiblichen Eltern vorzuenthalten. Aber das Kind soll die chance haben, auf DAUER in der Pflegefamilie zu leben. Wenn Du dann 14tägig einen Besuchskontakt hast, dann reisst es das Kind jedesmal raus.......
    Wenn diese Pflegeeltern ein Dauerpflegekind mit der Möglichkeit zur Adoption wollten, dann sind denen allerdings alle 14 Tage Kontakt zuviel.

  3. #63
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Wetterwachs Beitrag anzeigen
    für 2! stunden. ich bitte dich. pflegekinder sind nun mal nicht adoptivkinder, sie haben noch eine ursprungsfamilie, die ein teil ihres lebens sein soll, wenn möglich. das muss einem klar sein.
    ja, und für manches Kind sind auch 2 Stunden alle zwei Wochen zu viel.
    Und für manche nicht.
    Für Dauerpflege aber definitiv!

  4. #64
    _phantomias_ Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    ich glaube nicht, dass Pflegeeltern das erwarten.......
    Ich habe keine Ahnung, wie eine Pflegefamilie genau abläuft, aber selbst ich erwarte, dass dafür gesorgt wird, dass leibliche Eltern und Kontakt weiterhin regelmäßig Kontakt haben. Alle acht Wochen ist für mich schon nicht mehr regelmäßig.
    Ehrlich gesagt, erwarte ich doch von jemandem, der sich um Pflegekinder kümmern will, dass er das auch voraussetzt. Ansonsten sollte man sich lieber gleich um eine Adoption bemühen und "nicht notgedrungen auf ein Pflegekind ausweichen".

  5. #65
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von _phantomias_ Beitrag anzeigen
    Wenn diese Pflegeeltern ein Dauerpflegekind mit der Möglichkeit zur Adoption wollten, dann sind denen allerdings alle 14 Tage Kontakt zuviel.
    ich glaube, die wenigsten von Euch hier wissen, wie es einem Kind geht, das mehrere Beziehungsabbrüche hinter sich hat, mehrfach aus der Familie herausgenommen wurden, und wie es dem Kind dann geht, wenn es sich in der Pflegefamilie eingelebt hat.
    Keiner will dem Pflegekind seine leiblichen Eltern nehmen. Niemand.
    Es geht darum, alles zu tun, was für das Kind gut ist. Und für die meisten bedeutet es zum ersten Mal in ihrem Leben, eine sichere Basis zu haben.
    Und für viele Kinder ist jeder Besuchskontakt emotional extrem belastend.
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  6. #66
    Friesenstern ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Wetterwachs Beitrag anzeigen
    für 2! stunden. ich bitte dich. pflegekinder sind nun mal nicht adoptivkinder, sie haben noch eine ursprungsfamilie, die ein teil ihres lebens sein soll, wenn möglich. das muss einem klar sein.
    Ich kenn diese Situationen nur aus Lehrerinnensicht. Die Pflegekinder aus meiner letzten Schule waren tagelang nicht zu gebrauchen, wenn sie wieder bei ihren Familien waren. Aggressiv, sehr schnell ablenkbar, einfach völlig "durch den Wind". Was das für die Kinder und Pflegeeltern bedeutet, kann ich nur erahnen.Ob diese Vorgehensweise immer zum Wohle des Kindes ist, möchte ich bezweifeln.

  7. #67
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Schaut mal hier:Chemnitz: Aus der Traum vom Pflegekind - Freie Presse

    Was meint ihr dazu??
    Wer nicht akzeptieren kann, dass leibliche Eltern und Kind das Rech auf Umgang haben, wem da schon "alle zwei Wochen" zuviel ist ... der sollte kein Pflegekind aufnehmen. Echt, mein Mitleid mit dem Kind ist groß, mein Mitleid mit den Pflegeeltern tendiert gegen null.
    Waldwilja und -WhippingWillow- gefällt dies.

  8. #68
    _phantomias_ Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    In Sachen Pflegefamilie kennst du dich sicherlich gut aus, das stelle ich gar nicht in Frage.

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    ....Keiner will dem Pflegekind seine leiblichen Eltern nehmen. Niemand.......
    Aber das stimmt doch wohl nun wirklich nicht. Wenn diese Pflegeeltern ein Dauerpflegekind mit dem Ziel Adoption suchen, dann geht es doch sehr wohl darum, dem Kind irgendwann die leiblichen Eltern zu nehmen. Denn nach einer Adoption sind die Pflegeeltern nun mal die Eltern und niemand anderes mehr.
    So, und wenn dann eine Pflegefamilie merkt, dass die Mutter mehr Kontakt will und diesen sogar einklagt, dann macht das so, wie das dort in der Zeitung geschildert wird, doch wohl zuerst mal den Eindruck, dass die das Kind wieder loswerden wollen, weil eine Adoption mit einer solchen leiblichen Mutter wohl kaum in Frage kommt (schließlich muss diese einer Adoption zustimmen).

    Das Besuchskontakte für alle extrem belastend sind, setze ich sogar voraus. Da wird sicherlich schließlich einiges im Argen liegen, sonst wäre das Kind schließlich nicht in einer Pflegefamilie.
    An der Aufgabe kann eine Familie sicherlich scheitern und das nicht schaffen. Das stelle ich gar nicht in Frage. Aber hinterher rumzujammern, weil das Kind wohl doch nicht so passte, wo man doch lieber eine Adoption hätte, das finde ich herzlos und nichts anderes. Da kann man nur hoffen, dass die Familie kein neues Kind bekommt, weil das könnte sonst schließlich auch wieder nicht passen. :(
    Geändert von _phantomias_ (26.10.2012 um 20:07 Uhr)
    rastamamma und -WhippingWillow- gefällt dies.

  9. #69
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von _phantomias_ Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung, wie eine Pflegefamilie genau abläuft, aber selbst ich erwarte, dass dafür gesorgt wird, dass leibliche Eltern und Kontakt weiterhin regelmäßig Kontakt haben. Alle acht Wochen ist für mich schon nicht mehr regelmäßig.
    Ehrlich gesagt, erwarte ich doch von jemandem, der sich um Pflegekinder kümmern will, dass er das auch voraussetzt. Ansonsten sollte man sich lieber gleich um eine Adoption bemühen und "nicht notgedrungen auf ein Pflegekind ausweichen".
    ich finde, das darf man nicht an Wochen festmachen, sondern an den kindlichen Bedürfnissen. Und an nichts anderem

  10. #70
    Friesenstern ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    ich glaube, die wenigsten von Euch hier wissen, wie es einem Kind geht, das mehrere Beziehungsabbrüche hinter sich hat, mehrfach aus der Familie herausgenommen wurden, und wie es dem Kind dann geht, wenn es sich in der Pflegefamilie eingelebt hat.
    Keiner will dem Pflegekind seine leiblichen Eltern nehmen. Niemand.
    Es geht darum, alles zu tun, was für das Kind gut ist. Und für die meisten bedeutet es zum ersten Mal in ihrem Leben, eine sichere Basis zu haben.
    Und für viele Kinder ist jeder Besuchskontakt emotional extrem belastend.
    Ja, damit hast du wahrscheinlich Recht.
    Ich bewundere euch für euren Mut und eure Kraft!

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