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Thema: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

  1. #81
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Pietje Beitrag anzeigen
    Doch, am kindlichen Wohlergehen, finde ich... Aber vielleicht meinst Du das ja mit "Bedürfnissen"...
    ja, das meinte ich
    Pietje gefällt dies

  2. #82
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Was hier vielleicht aber langfristig angedacht sein kann. Eine Mutter, die vielleicht nicht mehr abhängig ist, kann vielleicht ihr Kind irgendwann wieder selber betreuen. Ein intensiverer Kontaktwunsch ihrerseits war ja vorhanden. Ich habe keinen Grund gefunden, warum der Junge seine Mutter nicht sehen sollte... auch wenn dies sicherlich eine zusätzliche Belastung für die Pflegefamilie würde. Wenn es aller 14 Tage nicht geht, kann man hoffentlich nochmal entscheiden lassen, aber deswegen das Kind wieder rausreißen?? Den Kontakt zur Mutter hat das Kind ja jetzt weiterhin.
    ich kann das in dem geschilderten Fall auch nicht nachvollziehen, weil es eben für das Kind einen weiteren Beziehungsabbruch darstellt. Finde ich furchtbar :(

  3. #83
    _phantomias_ Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    auch bei Ado gibt es ja unterschiedliche Varianten, auch da gibt es die Möglichkeit, den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu erhalten.
    Ja, Kontakt erhalten ist das möglich, aber sicher nicht spätestens alle acht Wochen, wenn die Adoptiveltern im Grunde keine Lust dazu haben.
    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    An der Konstellation "Dauerpflegekind, nicht neugeboren, bestehende Besuchskontakte, Ziel Ado" habe ich übrigens generell Zweifel, das wäre extrem unwahrscheinlich. Eben weil die leibliche Mutter zustimmen müsste.
    Eine leibliche Mutter die sogar vor Gericht geht, um mehr Kontakt zu bekommen, wird doch wohl kaum einer Adoption zustimmen. Daher wird in der Konstellation sicherlich noch so einiges nicht gepasst haben, was in dem Artikel nur nicht so erwähnt wird.

  4. #84
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    Du kannst Scheidungskinder nicht mit Pflegekindern vergleichen. Pflegekinder leben nicht ohne Grund nicht bei den leiblichen Eltern, haben alle Dinge erlebt, die so dramatisch sind/waren, dass sie nicht bei den leiblichen Eltern verbleiben können.
    Was glaubst Du, wie es vielen dieser Kinder geht, was sie empfinden, wenn sie so einen engen Kontakt haben?

    Wir sprechen hier ja von Dauerpflege und nicht von Kindern, die zeitnah wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückgeführt werden
    Viele Scheidungskinder sind auch durch den Wind, wenn sie vom Besuchswochenende kommen. 2-3 Tage nach neuen (oder keinen?) Regeln, materiellen Überfluss und eventueller Beeinflussung gegen das andere Elternteil... Traumatisiert werden die da auch. Sollen für ein elternteil Partei ergreifen, dürfen nichts Falsches erzählen usw.
    Die Pflegekinder haben sicher mehr mitgemacht. Aber auch Scheidungselternteile haben da einiges auszuhalten (inklusive der "Drohung" bei dem anderen elternteil leben zu wollen)
    -WhippingWillow- gefällt dies

  5. #85
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    Du kannst Scheidungskinder nicht mit Pflegekindern vergleichen. Pflegekinder leben nicht ohne Grund nicht bei den leiblichen Eltern, haben alle Dinge erlebt, die so dramatisch sind/waren, dass sie nicht bei den leiblichen Eltern verbleiben können.
    Was glaubst Du, wie es vielen dieser Kinder geht, was sie empfinden, wenn sie so einen engen Kontakt haben?

    Wir sprechen hier ja von Dauerpflege und nicht von Kindern, die zeitnah wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückgeführt werden
    Ich kenne Kinder, die in Dauerpflege (bzw. im Heim) sind - und den Kontakt mit ihren Eltern WOLLEN.

    Die Tochter einer Nachbarin, demnächst 15 und seit vier oder fünf Jahren im Heim, wird jetzt nach Schulabschluß (bei uns nach 9 Jahren) "nach Hause" zurückkehren, weil sie das möchte - und sie in dem Alter auch kein Richter mehr dran hindert, wieder zu ihrer Mutter zu ziehen. Die jüngeren Geschwister (die übrigens einmal im Monat Fr - So da sind) wird sie im Heim zurücklassen. Sie will heim.

    Was empfinden wohl viele dieser Kinder überhaupt, wenn man sie ihren Eltern wegnimmt und ihnen Pflegeeltern vorsetzt, zu denen sie dann "Mama" und "Papa" sagen dürfen/sollen .... während die Mutter zur "Bauch-Mama" wird? Ob das so gesund ist?
    Loussy und Nick0815 gefällt dies.

  6. #86
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    ich kann das in dem geschilderten Fall auch nicht nachvollziehen, weil es eben für das Kind einen weiteren Beziehungsabbruch darstellt. Finde ich furchtbar :(
    So sehe ich es auch. Vielleicht ging wirklich die Überlegung ein, dass das Kind nie zur Adpotion freigegeben wird und dieser Gedanke spielte auch eine Rolle (auf diese Idee bin ich erst durch die Antworten hier gekommen)

  7. #87
    freesie Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich kenne Kinder, die in Dauerpflege (bzw. im Heim) sind - und den Kontakt mit ihren Eltern WOLLEN.

    Die Tochter einer Nachbarin, demnächst 15 und seit vier oder fünf Jahren im Heim, wird jetzt nach Schulabschluß (bei uns nach 9 Jahren) "nach Hause" zurückkehren, weil sie das möchte - und sie in dem Alter auch kein Richter mehr dran hindert, wieder zu ihrer Mutter zu ziehen. Die jüngeren Geschwister (die übrigens einmal im Monat Fr - So da sind) wird sie im Heim zurücklassen. Sie will heim.

    Was empfinden wohl viele dieser Kinder überhaupt, wenn man sie ihren Eltern wegnimmt und ihnen Pflegeeltern vorsetzt, zu denen sie dann "Mama" und "Papa" sagen dürfen/sollen .... während die Mutter zur "Bauch-Mama" wird? Ob das so gesund ist?
    Das hängt von vielen Faktoren ab.

    Ich kenne Kinder, die gerne Kontakt haben und damit gut zurechtkommen, ich kenne welche, die eine völlig unbekannte leibl. Mutter verklären, ich kenne welche, die lieber zur ihnen bekannten leibl. Mutter ziehen wollen, ich kenne welche, die keinen Kontakt mehr zur Herkunftsfamilie wollen (konkret fällt mir ein Fall ein, da wurde das Kind sexuell missbraucht, aber es gibt dennoch begleiteten Besuchskontakt, den das Kind nicht möchte - es muss dennoch hin).

  8. #88
    Nick0815 Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Schaut mal hier:Chemnitz: Aus der Traum vom Pflegekind - Freie Presse

    Was meint ihr dazu??
    Ich weiß nnicht, 2 h alle 2 Wochen ist doch wohl erträglich.
    Sie müßten sich ja nicht anfreunden.
    Aber das ein 4 jähriger angeblich Papa und Mama und Bauchmama sagt, von sich aus ?
    Glaub ich nicht klingt eher so, für mich,
    als ob sie die Mutte am liebsten aus dem Leben des Kindes verbannen wollen
    und da es nicht geht, wird er wieder abgeschoben.
    Nee, hoffe, die bekommen kein "Ersatzkind".

  9. #89
    _phantomias_ Gast

    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von freesie Beitrag anzeigen
    Auch bei einer Inkognito-Adoption musst du mit den leiblichen Eltern leben.
    ...............
    Aber nicht mit regelmäßigem Kontakt und Besuch und schon gar nicht alle zwei Wochen, das hatte ich jetzt vor allem damit gemeint.

    Das die Herkunftsfamilie nicht vergessen wird und ein Thema bleibt, das finde ich sehr gut. Ich habe als Jugendliche mal eine andere Jugendliche kennen gelernt, die hat das erst mit 13 erfahren, dass sie adoptiert war und das stelle ich mir so schrecklich für das Kind vor.

  10. #90
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Pflegekind zurückgeben - wie seht ihr den Fall?

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    sprichst Du allgemein oder nur für diesen geschilderten Fall?

    Wenn Du es allgemein meinst, reg ich mich auf , weil Du Pflegeeltern unterstellst, dass sie es als "zu viel" empfinden. Vielleicht empfinden sie es aber als "zu viel" für das Pflegekind, weil sie nach einem Besuchskontakt merken, wie es dem Kind danach geht?
    Ich spreche auf den geschilderten Fall bezogen.

    Dass ein Kind, das alle sechs Wochen seine Mama sehen darf, danach durch den Wind ist, halte ich für normal - mit sowas muss man rechnen, wenn man Pflegeelter werden will, genauso muss man damit rechnen, dass die Mutter häufigere Kontakte möchte, und das Kind eventuell auch.

    Alle zwei Wochen für zwei Stunden - das ist gar nichts (diesmal spreche ich allgemein). Wenn das Kind KEINEN Besuchskontakt möchte, die Mutter das Kind gefährdet (es in eine Drogenwohnung mitnimmt etc), dann ist die Lage eine andere. Aber nur, weil das Kind nachher durch den Wind ist? Die Lehrerin meines Sohnes konnte an seinem Verhalten ablesen, ob sein Vater oder seine Schwester gerade im Land waren - er war unausstehlich. Kontaktverbot angebracht? Oder ist es gescheiter, zu akzeptieren, dass Kind halt durch dieses und jenes aus der Bahn geworfen werden können, und es meine Aufgabe als Elter ist, sie drauf vorzubereiten, diese Situationen irgendwann so zu lösen, dass sie "auf dem Boden bleiben"?
    -WhippingWillow- gefällt dies

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