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Thema: Kommunion ja, Kirche nein

  1. #101
    opus ist offline Muddi h.c.
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
    Dann habe ich kein Selbstbewusstsein und bin verlogen.
    Ich habe mein Kind taufen und an der Kommunion teilnehmen lassen, weil es sonst massive Nachteile gehabt hätte. Ich hätte es einfach grausam gefunden, meinem Kind das anzutun wegen meiner Überzeugung, die ja im Übrigen nicht die meines Kindes sein muss.
    Was das mit mangelndem Selbstbewusstsein und Unehrlichkeit zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
    Du weißt schon, was Taufe bedeutet und du erinnerst dich, was du feierlich gelobt und versprochen hast?

    Ich versuche ernsthaft, Verständnis aufzubringen, aber du hast gelogen und du hast deinem Kind gezeigt, dass man vermeindlichen Vorteilen zuliebe, sein Mäntelchen nach dem richtigen Wind hängen darf. Ferner lernt es, dass man den religiösen Gefühlen seiner Mitmenschen gegenüber keine Achtung bezeugen muss.

    Und überhaupt, welche Nachteile sollen das denn sein? Das Kind kommt trotzdem in den Kindergarten (an einer geschlossenen kirchlichen Kindergartengruppe hätte ich eher kein Interesse), Freizeitaktivitäten bieten neben den Kirchen auch Sport- und Musikvereine an, in der Schule wird überhaupt nicht danach gefragt.

    Was soll das?

  2. #102
    Winterlicht ist offline enthusiast
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen

    Warum sind da wirklich so viele noch mit dabei, obwohl - zumindest meinem Empfinden nach - schon so viele nichts mehr mit Kirche als Institution oder gar Kirchgang am Hut haben? Wie gesagt, Ausgangsfrage: ob sich das wohl in den nächsten Jahren / Jahrzehnten ändert oder macht noch die nächste Generation mit, weil das Fest so schön ist?
    Manchmal passieren Dinge im Leben, die nicht entweder schwarz oder weiß sind.

    Zwei Menschen lernen sich kennen und lieben, sie heiraten. Der eine ist katholisch, der andere konfessionslos aus Überzeugung. Sie wohnen in der Nähe der katholischen Großfamilie. Es kommen Kinder. Einer der Elternteile hält nichts von der Kirche, dem anderen ist es wichtig, auch wegen seiner Verwandtschaft. Wer entscheidet? Was ist die richtige Entscheidung?

  3. #103
    jellybean73 ist offline Legende
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von opus Beitrag anzeigen
    Du weißt schon, was Taufe bedeutet und du erinnerst dich, was du feierlich gelobt und versprochen hast?

    Ich versuche ernsthaft, Verständnis aufzubringen, aber du hast gelogen und du hast deinem Kind gezeigt, dass man vermeindlichen Vorteilen zuliebe, sein Mäntelchen nach dem richtigen Wind hängen darf. Ferner lernt es, dass man den religiösen Gefühlen seiner Mitmenschen gegenüber keine Achtung bezeugen muss.

    Und überhaupt, welche Nachteile sollen das denn sein? Das Kind kommt trotzdem in den Kindergarten (an einer geschlossenen kirchlichen Kindergartengruppe hätte ich eher kein Interesse), Freizeitaktivitäten bieten neben den Kirchen auch Sport- und Musikvereine an, in der Schule wird überhaupt nicht danach gefragt.

    Was soll das?
    ich bin getauft, kommuniziert (sagt man das so?) und gefirmt.
    weder war ich jemals gläubig noch bin ich es heute.
    meien familie war nach außen hin gläubig, nach innen keinen deut.
    ich bin schon lang ausgetreten aus der kirche, meine tochter ist trotzdem getauft.

    natürlich hab ich (als kidn und jugendliche) an allen feierlichkeiten, an denen die anderen beteiligt waren, auch teilgenommen.
    weil eben alle teilgenommen haben.
    die kirche lebt(e) auch viel von gewohnheiten.
    dass menschen mitgemacht haben bzw. es noch immer tun ,bei div. feierlichkeiten, bei der messe, aus ritualgründen, aus gewohnheitsgründen, weil sie ausgeschlossen worden wären, wenn nicht, "ausgerichtet" durch die (dorf)gemeinschaft.
    Geändert von jellybean73 (06.03.2013 um 17:30 Uhr)

  4. #104
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Mein Sohn wollte nicht zur Kommunion (Unterricht hat er sich 2-3x angeschaut). Gut. Dann ging er nicht
    Liebe Grüße

    Sofie

  5. #105
    Avatar von Stolluba
    Stolluba ist offline Flotte Studentin
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Meine ungetauften Kinder haben beide einen kirchlichen Kindergarten besucht, gehen in die Jugendgruppe der evangelischen Kirche und zur Jugendgruppe des katholisch orientierten Hilfsdienstes, Freizeit- und Ferienspiele über die Kirche sind hier genausowenig ein Problem.
    Mich hat in all den Jahren NIE jemand bei der Anmeldung nach einer Taufbestätigung gefragt.

  6. #106
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von opus Beitrag anzeigen
    Du weißt schon, was Taufe bedeutet und du erinnerst dich, was du feierlich gelobt und versprochen hast?

    Ich versuche ernsthaft, Verständnis aufzubringen, aber du hast gelogen und du hast deinem Kind gezeigt, dass man vermeindlichen Vorteilen zuliebe, sein Mäntelchen nach dem richtigen Wind hängen darf. Ferner lernt es, dass man den religiösen Gefühlen seiner Mitmenschen gegenüber keine Achtung bezeugen muss.

    Und überhaupt, welche Nachteile sollen das denn sein? Das Kind kommt trotzdem in den Kindergarten (an einer geschlossenen kirchlichen Kindergartengruppe hätte ich eher kein Interesse), Freizeitaktivitäten bieten neben den Kirchen auch Sport- und Musikvereine an, in der Schule wird überhaupt nicht danach gefragt.

    Was soll das?
    Ich habe nicht gelogen, habe das sogar mit dem Pfarrer vorher besprochen, was Voraussetzung ist und was nicht. Ich denke, der kann das besser beurteilen als Du.

    Ich habe meinem Kind auch nicht beigebracht zu lügen. Bis zu einem gewissen Alter hat er an Gott geglaubt, später ist er zu einer anderen Überzeugung gelangt. Ebenso beim Respekt. Was Du da aus meinen Äußerungen rauslesen willst, ist echt erstaunlich. Es gibt glücklicherweise viele Wege, Respekt und Toleranz zu vermitteln, und was bei meinem Sohn dabei rausgekommen ist, kann sich sehen lassen.

    Die Nachteile habe ich bereits geschildert.

    Ich finde, mein Kind wegen meiner Überzeugung leiden zu lassen egoistisch und es ausschließlich meine Überzeugungen kennenlernen zu lassen engstirnig. Und nun?

    Was genau soll da mein Vergehen sein?

  7. #107
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht

  8. #108
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht gelogen, habe das sogar mit dem Pfarrer vorher besprochen, was Voraussetzung ist und was nicht. Ich denke, der kann das besser beurteilen als Du.

    Ich habe meinem Kind auch nicht beigebracht zu lügen. Bis zu einem gewissen Alter hat er an Gott geglaubt, später ist er zu einer anderen Überzeugung gelangt. Ebenso beim Respekt. Was Du da aus meinen Äußerungen rauslesen willst, ist echt erstaunlich. Es gibt glücklicherweise viele Wege, Respekt und Toleranz zu vermitteln, und was bei meinem Sohn dabei rausgekommen ist, kann sich sehen lassen.

    Die Nachteile habe ich bereits geschildert.

    Ich finde, mein Kind wegen meiner Überzeugung leiden zu lassen egoistisch und es ausschließlich meine Überzeugungen kennenlernen zu lassen engstirnig. Und nun?

    Was genau soll da mein Vergehen sein?
    Sorry für's stalken, aber ich bin bei diesem Thema ganz bei dir!

  9. #109
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    Warum sind da wirklich so viele noch mit dabei, obwohl - zumindest meinem Empfinden nach - schon so viele nichts mehr mit Kirche als Institution oder gar Kirchgang am Hut haben? Wie gesagt, Ausgangsfrage: ob sich das wohl in den nächsten Jahren / Jahrzehnten ändert oder macht noch die nächste Generation mit, weil das Fest so schön ist?
    Das Fest IST schön Und hier in der Großstadt fragt auch heute kein Mensch mehr nach der Konfessionszugehörigkeit. Und ja, natürlich wird das christliche Milieu immer kleiner.

    Ich finde es übrigens immer lustig bei den Antworten zu diesem Thema, dass ausgerechnet die agnostische oder atheistische Fraktion hier eine so hohe Überzeugungsstrenge von Kirchenmitgliedern und -nutzern verlangt. Da ist sie dann den hardcore-Kirchlern wie Meisner und Co. gar nicht unähnlich, die wollen ja auch nur kochfeste Rechtgläubige in ihren Reihen.

    Ich sehe das entspannter. Es gibt Fundamental-Christen und es gibt solche, die keine Lust haben, sich vom Papst vorschreiben zu lassen, was katholisch sein darf. Es gibt Leute, die einen bei religiösen Themen aus dem Stand totschwafeln und solche, bei denen Bindung und Interesse ganz diffus und locker sind. Es gibt Leute, die suchen religiöse Unterstützung oder sind intellektuell an theologischen Themen interessiert und solche, denen das wurscht ist, die aber politisch oder sozial oder kunsthistorisch die Existenz der Kirche gut finden. Oder die Gemeinschaft suchen, soziales Leben, Strukturen im Jahreskreis, Traditionen. Und es gibt alles mögliche dazwischen. Und oft genug wechseln Menschen im Laufe ihres Lebens auch ihre Position in diesem Kontinuum.

    So - und wer wollte jetzt entscheiden, welche dieser Haltungen "moralisch" okay ist und welche nicht?
    Nicht mal die Una Sancta, der ja nicht vieles zu blöd ist, kommt auf die Idee, eine Art Gewissens-Prüfung vor solchen Festen durchzuführen, um zu entscheiden ob ein Kind darf oder nicht.
    Schlüsselsucher, zwackl und Anna36 gefällt dies.

  10. #110
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von opus Beitrag anzeigen
    Du weißt schon, was Taufe bedeutet und du erinnerst dich, was du feierlich gelobt und versprochen hast?

    Ich versuche ernsthaft, Verständnis aufzubringen, aber du hast gelogen und du hast deinem Kind gezeigt, dass man vermeindlichen Vorteilen zuliebe, sein Mäntelchen nach dem richtigen Wind hängen darf. Ferner lernt es, dass man den religiösen Gefühlen seiner Mitmenschen gegenüber keine Achtung bezeugen muss.

    Und überhaupt, welche Nachteile sollen das denn sein? Das Kind kommt trotzdem in den Kindergarten (an einer geschlossenen kirchlichen Kindergartengruppe hätte ich eher kein Interesse), Freizeitaktivitäten bieten neben den Kirchen auch Sport- und Musikvereine an, in der Schule wird überhaupt nicht danach gefragt.

    Was soll das?
    Hey opus, in Rom ist ein Job frei. Die suchen da bestimmt jemanden, der moralisch so sattelfest ist wie du
    jellybean73 gefällt dies

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