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Thema: Kommunion ja, Kirche nein

  1. #21
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Ich weiß schon, warum ich diese Monokultur so grottig finde. Ist ja noch schlimmer als hier.
    Ja. Mittlerweile wohnen wir in der Stadt und ich würde nicht mehr taufen lassen. Hier spielt das keine Rolle, da es genug andere Angebote gibt.

  2. #22
    Avatar von sannimanni
    sannimanni ist offline trekkie
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
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    Puh. Und ich dachte bisher, WIR wohnen ländlich... Bei uns werden alle Kigaplätze über die Kommune vergeben, egal, ob konfessioneller KiGa oder nicht. Und an kirchlichen Veranstaltungen hätte (und hat in Einzelfällen) unser ungetauftes Kind immer ohne das kleinste Problem teilnehmen können...
    Captain, es gibt eine grundlegende und sehr wertvolle Aussage in der Wissenschaft, sie ist ein Zeichen von Weisheit und lautet: Ich weiß es nicht. (Data)

  3. #23
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
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    in so ein Kaff hätte ich z.B. nicht ziehen können.
    Als wir wegen des Jobs umzogen, hatten wir die Wahl zwischen dem Ort, in dem die Firma ihren Sitz hat, und der Kreisstadt. Abgesehen davon, dass die Kreisstadt für uns Großstadtpflanzen sowieso mehr zu bieten hat (Sportvereine, Musikschule, Bücherei, ÖPNV etc.), war es mir eben auch wichtig, nicht nur zwischen dem evangelischen und dem katholischen Kindergarten wählen zu müssen.

    Es ist wirklich übel, dass in vielen Kommunen solche Angebote ausscließlich über die Kirchen laufen - mit soviel Druck durch fehlende Auswahl wird der Nachwuchs rekrutiert. Mit Überzeugung hat das nichts zu tun - und der gemeine Steuerzahler finanziert das auch noch mit *schäum
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  4. #24
    Avatar von Wir.und.Ihr
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Ich ging vor fast 30 Jahren schon aus den selben Gründen zur Kommunion, nach denen scheinbar auch Zwackl ihren Jungen schickt / gehen lässt: "Was sollen denn die Leute sagen?" Vorbereitungsgottesdienste hab ich geschwänzt, ich erinnere mich noch an den Spielplatz, auf dem ich immer ausgeharrt habe. Meine Eltern sind selbst keine Kirchgänger, aber wie das so ist... das Kind muss, weil ""man das so macht". Ich hatte auch kein großes Fest oder so, Kuchen essen bei Großmutter, das war's. Firmung war das gleiche Spiel, nur dass ich einen - in meinen pubertären Augen - höchst wertvollen Freibadtag dafür opfern musste (und in einen hässlichen Faltenrock gesteckt wurde ). Aber danach war ich frei und trat aus dem Verein aus

    Also rein vor meinem Hintergrund sage ich: weiter so, wenn wir die Kirchen weiter marginalisieren wollen.
    Das Internet, unendliche Weiten...
    https://thefpl.us/

  5. #25
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Francie Beitrag anzeigen
    Ja und so lange niemand genug Mumm hat "Nein" zu sagen, ändert sich auch nichts. Das hat schon etwas mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun.

    es hat auch etwas mit Erpressung zu tun: wenn die Neinsager keine Alternative haben, aber auf den Kindergartenplatz angewiesen sind, wird es schwer.
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  6. #26
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Francie Beitrag anzeigen
    Ja und so lange niemand genug Mumm hat "Nein" zu sagen, ändert sich auch nichts. Das hat schon etwas mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun.
    Es ist doch etwas anderes, für sich selbst zu sagen, dass man damit nichts am Hut hat, das habe ich immer getan. Aber sein Kind vom kompletten Sozialleben ausschließen ist ne andere Nummer. Was hat das mit meinem Selbstbewusstsein zu tun?

  7. #27
    Avatar von xantippe
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Och, gelegentlich wird einem sogar empfohlen, das Kind taufen zu lassen, um Konflikte zu vermeiden. Wir sind dem Rat nicht gefolgt und haben die Konflikte ausgetragen.
    ich war ja auch ein ungetauftes Heidenkind (und das obwohl mein Großvater Pfarrer war) und bin dann in ein erzkatholisches Dorf verfrachtet worden... Meine Eltern hatten mir immer erklärt, dass ich mir selber aussuchen könne ob ich mich mal taufen lassen will oder nicht. Naja und als dann (fast) alle um mich rum mit ihren Kommunionsvorbereitungen anfingen, ging ich eben zu meinen Eltern und erklärte ihnen, dass ich jezt katholisch werden wolle. Die müssen ganz schön entsetzt gewesen sein haben sich aber nichts anmerken lassen sondern mich gefragt WARUM ich das denn möchte. Ich habe dann wohl ganz ehrlich geantwortet, dass ich auch so ein schönes Kleid haben will. Naja und dann haben sie mir eben gesagt, dass sie das gut verstehen, aber dass ein Kleid kein Grund dafür ist, sich für eine Religion zu entscheiden. Aber weil sie meinen Wunsch verstanden haben, sind wir in die nächstgrößere Kreisstadt gefahren und ich durfte mir im sauteuren Kindermodenladen (in dem wir sonst nie waren) ein (Sommer-) Kleid aussuchen. Danach wollte ich dann auch nicht mehr katholisch werden
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  8. #28
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von antin Beitrag anzeigen
    in so ein Kaff hätte ich z.B. nicht ziehen können.
    Als wir wegen des Jobs umzogen, hatten wir die Wahl zwischen dem Ort, in dem die Firma ihren Sitz hat, und der Kreisstadt. Abgesehen davon, dass die Kreisstadt für uns Großstadtpflanzen sowieso mehr zu bieten hat (Sportvereine, Musikschule, Bücherei, ÖPNV etc.), war es mir eben auch wichtig, nicht nur zwischen dem evangelischen und dem katholischen Kindergarten wählen zu müssen.

    Es ist wirklich übel, dass in vielen Kommunen solche Angebote ausscließlich über die Kirchen laufen - mit soviel Druck durch fehlende Auswahl wird der Nachwuchs rekrutiert. Mit Überzeugung hat das nichts zu tun - und der gemeine Steuerzahler finanziert das auch noch mit *schäum
    Hinziehen würde ich da auch nicht. Damals hatte ich keine andere Wahl.

  9. #29
    Avatar von xantippe
    xantippe ist offline Vorsicht Zicke!
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    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Vassago Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Krass! Selbst in den 70ern konnte ich in einem erzkatholischen Kaff den (katholischen) Kindergarten besuchen und mit den anderen zu Kirchenfesten gehen obwohl ich ungetauft war! Und es lief auch viel soziales Miteinander über die Sportvereine...
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  10. #30
    Gast

    Standard Re: Kommunion ja, Kirche nein

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    Weil's grad passt (ich wollt das eh schon vorige Woche fragen, jetzt ist mir Zwackl dazwischengerutscht)

    Meint ihr, die "soziale Verpflichtung" zur Erstkommunion ändert sich demnächst? Oder ist das schon der Fall?

    Vor 2 Wochen war in unserer Pfarre Vorstellungsmesse für die Erstkommunionkinder, 24 waren es diesmal. Zwei Sonntage später - in jeder Sonntagsmesse maximal 3-4 Kinder davon. Meine Tochter war im Vorjahr, ich erinnere mich noch, dass es doch erwünscht war, dass die Kinder öfter am Gottesdienst teilnehmen als bloß "alle heiligen Zeiten mal". Sie waren auch immer eingebunden, es gibt ein Vorbereitungsthema, das sich z.B. durch die ganze Fastenzeit zieht, man darf je nach Interesse Fürbitte vorlesen, am Altar mithelfen (Kerzen beim Evangelium bringen/halten und solche Sachen halt). Insgesamt gibt sich das Vorbereitungsteam sehr viel Mühe, die Messen interessant zu gestalten. Nicht falsch verstehen, wir sind nicht jeden Sonntag in der Kirche, verlangt auch nur der Pfarrer der Nachbarpfarre, wo es Kommunion nur gegen gestempelte Gottesdienstbesuchskärtchen gibt (kann man ja auswärts auch abstempeln lassen). Aber dass so wenige sind, fiel mir gerade heuer im Vergleich zu den Vorjahren extrem auch. Da waren auch nicht immer alle, aber doch die Hälfte, halt immer abwechselnd.

    Hatte dann vor einigen Tagen ein Gespräch mit einer Mutter eines Erstkommunionkindes, die - sinngemäß - meinte, ihretwegen würde einfach der Erstkommunionstag genügen, den ganzen Chi-Chi vorher braucht weder sie noch ihr Kind. Ich war nicht auf Diskussion eingestellt, aber ich frag mich doch, warum man dann mitmacht. Oder auch, dass ein Kind erst mit Schulbeginn getauft wurde und vom weiteren Bekanntenkreis ein Taufpate gesucht werden musste, der zum Kind nicht so viel Bezug hat, weil auch die Eltern und näheren Verwandten aus finanziellen Gründen aus der Kirche ausgetreten waren.

    Warum sind da wirklich so viele noch mit dabei, obwohl - zumindest meinem Empfinden nach - schon so viele nichts mehr mit Kirche als Institution oder gar Kirchgang am Hut haben? Wie gesagt, Ausgangsfrage: ob sich das wohl in den nächsten Jahren / Jahrzehnten ändert oder macht noch die nächste Generation mit, weil das Fest so schön ist?
    Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann sich das ändert. Ich lebe in einer Umgebung, in der kirchliche Feste nur noch gefeiert werden, wenn es einen Bezug zur Kirche gibt. Viele Kinder hier sind nicht getauft. Meine Tochter war in ihrer Klasse die Einzige, die zur Kommunion ging. Dann ist das alles ganz anders. Viele Traditionen "drumherum" fallen dann auch weg.

    Der Kommunionunterricht fand bei uns übrigens am Sonntagmorgen statt und die Kinder nahmen am ganzen Gottesdienst oder einem Teil des Gottesdienstes teil. Trotzdem gab es viele Kinder, deren Eltern eben nicht in der Kirche saßen.

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