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Thema: Einzelkind wider Willen?

  1. #1
    Avatar von Sturmauge79
    Sturmauge79 ist gerade online übersinnlose Fähigkeiten
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    Unglücklich Einzelkind wider Willen?

    Seit ich denken kann, wollte ich gerne immer zwei Kinder haben. Mein Sohn ist jetzt 14 Monate alt, ein echter Sonnenschein und im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern wirklich "pflegeleicht".
    Trotzdem ist das eingetreten, was man sich kaum vorstellen kann, solange man noch kinderlos ist: Eigentlich alles hat sich verändert, einiges nicht zum positiven.

    Vor allem mein Mann kommt damit schlecht klar, bei ihm kommen auch noch gesundheitliche Probleme dazu, bei mir starke Schlafstörungen. Meinem Mann fehlt vor allem: Zeit! Für uns als Paar, für seine Hobbys, vor allem Zeit, um sich um seine Gesundheitsprobleme zu kümmern. Und gerade WEIL er weiß, dass das nunmal normal ist mit einem kleinen Kind, will er kein Zweites.

    Ich verstehe ihn in vielen Punkten, zum Teil habe ich genau die gleichen Bedenken. Ich hätte Angst, dass wir uns verlieren, wenn Kind Nr. 2 auch noch Zeit und Energie beansprucht und womöglich "schwieriger" wäre als mein Kleiner. Dinge, die gegen ein zweites Kind sprechen.

    Trotzdem kann ich mit dem Gedanken nicht abschließen, kann von den Babysachen nichts weggeben oder aussortieren. Oft denke ich, was wir wohl für "Schwächlinge" oder schlecht organisierte Menschen sind, wenn unser Leben mit _einem_ Kind schon so aus den Fugen gerät und frage mich, warum so viele andere das scheinbar problemlos hinkriegen.
    Ich selbst habe einen 6 Jahre jüngeren Bruder, mein Mann ist Einzelkind. Ich würde auch meinem Sohn sehr ein Geschwisterkind wünschen, aber wenn, dann mit deutlich kleinerem Altersabstand als in meinem Fall. Einfach ein paar Jahre abwarten, ob mein Mann seine Meinung ändert, ist also auch keine Option.

    Im Moment empfinde ich so, dass ich einen Lebenstraum loslassen muss, was ich noch nicht kann. Und ich hadere ganz schön damit. Statt die Zeit mit meinem wunderbaren Sohn also jetzt besonders zu genießen, bin ich oft traurig, dass ich all die tollen "ersten Male" nie wieder mit einem Kind erleben kann. Und das, wo ich das selbst gar nicht um jeden Preis will. Schon ein bisschen verrückt.

    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Oder bei zwei und mehr Kindern: ist euch da je in den Sinn gekommen, so sehr ihr eure Kinder auch liebt, dass ihr euch bei einer Zeitreise anders entscheiden würdet?

    Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll.
    One person's crazyness is another person's reality.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Wir haben 2 Kinder und von Momentaufnahmen abgesehen, würde ich das auch wieder so machen. Wäre ich psychisch anders aufgestellt, würden es vielleicht sogar 4 werden.

    Trotzdem finde ich auch Einzelkindschicksale nicht bedauernswert Bei meiner Großen habe ich schon häufiger das Gefühl, dass sie als Einzelkind vielleicht sogar glücklicher geworden wäre. Und der Gedanke, dass ich meiner Großen ein Geschwisterkind "schenken" würde, kam mir auch nicht. Ich erwarte auch nicht, dass die beiden ein Herz und eine Seele sind. Es war UNSERE Entscheidung, 2 Kinder zu haben.

    Was die Anstrengung betrifft - abgesehen von der Säuglingszeit muss das mit 2 Kindern nicht schwieriger sein. Das ruckelt sich i.d.R. mit der Zeit. Also, im Moment (sie sind beide noch nicht SO alt) macht es vom Zeitfaktor her für mich kaum einen Unterschied, ob nun eines oder zwei. Vielleicht habe ich mich einfach auch zu sehr daran gewöhnt
    Allerdings gehen sie auch noch nicht zur Schule und wir haben keine großen Rumfahrereien mit Hobbys und Kinderbesuchen.

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    Seit ich denken kann, wollte ich gerne immer zwei Kinder haben. Mein Sohn ist jetzt 14 Monate alt, ein echter Sonnenschein und im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern wirklich "pflegeleicht".
    Trotzdem ist das eingetreten, was man sich kaum vorstellen kann, solange man noch kinderlos ist: Eigentlich alles hat sich verändert, einiges nicht zum positiven.

    Vor allem mein Mann kommt damit schlecht klar, bei ihm kommen auch noch gesundheitliche Probleme dazu, bei mir starke Schlafstörungen. Meinem Mann fehlt vor allem: Zeit! Für uns als Paar, für seine Hobbys, vor allem Zeit, um sich um seine Gesundheitsprobleme zu kümmern. Und gerade WEIL er weiß, dass das nunmal normal ist mit einem kleinen Kind, will er kein Zweites.

    Ich verstehe ihn in vielen Punkten, zum Teil habe ich genau die gleichen Bedenken. Ich hätte Angst, dass wir uns verlieren, wenn Kind Nr. 2 auch noch Zeit und Energie beansprucht und womöglich "schwieriger" wäre als mein Kleiner. Dinge, die gegen ein zweites Kind sprechen.

    Trotzdem kann ich mit dem Gedanken nicht abschließen, kann von den Babysachen nichts weggeben oder aussortieren. Oft denke ich, was wir wohl für "Schwächlinge" oder schlecht organisierte Menschen sind, wenn unser Leben mit _einem_ Kind schon so aus den Fugen gerät und frage mich, warum so viele andere das scheinbar problemlos hinkriegen.
    Ich selbst habe einen 6 Jahre jüngeren Bruder, mein Mann ist Einzelkind. Ich würde auch meinem Sohn sehr ein Geschwisterkind wünschen, aber wenn, dann mit deutlich kleinerem Altersabstand als in meinem Fall. Einfach ein paar Jahre abwarten, ob mein Mann seine Meinung ändert, ist also auch keine Option.

    Im Moment empfinde ich so, dass ich einen Lebenstraum loslassen muss, was ich noch nicht kann. Und ich hadere ganz schön damit. Statt die Zeit mit meinem wunderbaren Sohn also jetzt besonders zu genießen, bin ich oft traurig, dass ich all die tollen "ersten Male" nie wieder mit einem Kind erleben kann. Und das, wo ich das selbst gar nicht um jeden Preis will. Schon ein bisschen verrückt.

    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Oder bei zwei und mehr Kindern: ist euch da je in den Sinn gekommen, so sehr ihr eure Kinder auch liebt, dass ihr euch bei einer Zeitreise anders entscheiden würdet?

    Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll.
    Geändert von einspluseinsist4 (15.03.2013 um 21:33 Uhr)

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    Seit ich denken kann, wollte ich gerne immer zwei Kinder haben. Mein Sohn ist jetzt 14 Monate alt, ein echter Sonnenschein und im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern wirklich "pflegeleicht".
    Trotzdem ist das eingetreten, was man sich kaum vorstellen kann, solange man noch kinderlos ist: Eigentlich alles hat sich verändert, einiges nicht zum positiven.

    Vor allem mein Mann kommt damit schlecht klar, bei ihm kommen auch noch gesundheitliche Probleme dazu, bei mir starke Schlafstörungen. Meinem Mann fehlt vor allem: Zeit! Für uns als Paar, für seine Hobbys, vor allem Zeit, um sich um seine Gesundheitsprobleme zu kümmern. Und gerade WEIL er weiß, dass das nunmal normal ist mit einem kleinen Kind, will er kein Zweites.

    Ich verstehe ihn in vielen Punkten, zum Teil habe ich genau die gleichen Bedenken. Ich hätte Angst, dass wir uns verlieren, wenn Kind Nr. 2 auch noch Zeit und Energie beansprucht und womöglich "schwieriger" wäre als mein Kleiner. Dinge, die gegen ein zweites Kind sprechen.

    Trotzdem kann ich mit dem Gedanken nicht abschließen, kann von den Babysachen nichts weggeben oder aussortieren. Oft denke ich, was wir wohl für "Schwächlinge" oder schlecht organisierte Menschen sind, wenn unser Leben mit _einem_ Kind schon so aus den Fugen gerät und frage mich, warum so viele andere das scheinbar problemlos hinkriegen.
    Ich selbst habe einen 6 Jahre jüngeren Bruder, mein Mann ist Einzelkind. Ich würde auch meinem Sohn sehr ein Geschwisterkind wünschen, aber wenn, dann mit deutlich kleinerem Altersabstand als in meinem Fall. Einfach ein paar Jahre abwarten, ob mein Mann seine Meinung ändert, ist also auch keine Option.

    Im Moment empfinde ich so, dass ich einen Lebenstraum loslassen muss, was ich noch nicht kann. Und ich hadere ganz schön damit. Statt die Zeit mit meinem wunderbaren Sohn also jetzt besonders zu genießen, bin ich oft traurig, dass ich all die tollen "ersten Male" nie wieder mit einem Kind erleben kann. Und das, wo ich das selbst gar nicht um jeden Preis will. Schon ein bisschen verrückt.

    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Oder bei zwei und mehr Kindern: ist euch da je in den Sinn gekommen, so sehr ihr eure Kinder auch liebt, dass ihr euch bei einer Zeitreise anders entscheiden würdet?

    Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll.
    Ich würde dir tatsächlich raten, die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen, sondern euch wirklich noch etwas Zeit zu lassen...
    Geändert von Legolas70 (15.03.2013 um 21:34 Uhr)
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  4. #4
    Avatar von papillon
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    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Mir ging es viele Jahre nicht gut damit. Einige deiner Sätze könnten von mir sein. Ich wollte immer mehrere Kinder (habe selbst 3 Geschwister, mein Mann hat 2 Geschwister), ich hatte immer nur gehört, wie arm doch Einzelkinder seien, weil sie keine Geschwister zum Spielen haben. Mir kam nie der Gedanke, dass ich einmal nur 1 Kind haben würde. Da ich aber nach der Geburt unseres Sohnes sehr schwer krank wurde, haben mir die Ärzte dringend von einem 2.Kind abgeraten.

    Wie gesagt, ich litt lange Zeit sehr darunter, besonders auch deshalb, weil viele "wohlmeinende" Menschen damals immer wieder fragten, wann denn nun das 2. käme. (so eine Frage ist anderen Müttern wahrscheinlich völlig egal. Für mich war's jedes Mal Salz in den Wunden, weil ich ja selbst damit nicht glücklich war).

    Unser Sohn ist mittlerweile 16 Jahre, wohlgeraten, wir sind sehr zufrieden mit ihm :-)
    Ich hab mich mit der Zeit abgefunden damit, dass es kein zweites Kind geben wird. Und ich bin draufgekommen, dass es auch viele Vorteile haben kann, wenn man nur ein Kind hat - angefangen von einfacherer Urlaubsplanung, über altersgerechtes Vorlesen und Spielen, bessere finanzielle Möglichkeiten, etc.
    Natürlich, wenn ich wählen könnte, würd ich mir nach wie vor wünschen, dass es zumindest ein zweites Kind gäbe, aber jetzt ist es auch so gut, wie es ist.
    Und unser Sohn hat nie unter seinem Einzelkind-Status gelitten, hat sich nie Geschwister gewünscht (er hat eh unzählige Cousins und Cousinen, was dazu führte, dass er als Kleinkind sagte "Babys sind blöd, sowas will ich nicht"). Das hat es mir schon ein bisschen leichter gemacht.

    So ging es mir, ich weiß nicht, ob dir das in irgendeiner Weise helfen kann.
    Ich bin dankbar, dass ich ein so wunderbares Kind habe, Einzelkind hin oder her.

    Lg,
    papillon

  5. #5
    Avatar von Sturmauge79
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    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von einspluseinsist4 Beitrag anzeigen
    Wir haben 2 Kinder und von Momentaufnahmen abgesehen, würde ich das auch wieder so machen. Wäre ich psychisch anders aufgestellt, würden es vielleicht sogar 4 werden.

    Trotzdem finde ich auch Einzelkindschicksale nicht bedauernswert Bei meiner Großen habe ich schon häufiger das Gefühl, dass sie als Einzelkind vielleicht sogar glücklicher geworden wäre. Und der Gedanke, dass ich meiner Großen ein Geschwisterkind "schenken" würde, kam mir auch nicht. Ich erwarte auch nicht, dass die beiden ein Herz und eine Seele sind. Es war UNSERE Entscheidung, 2 Kinder zu haben.
    Bedauernswert ist ein Einzelkind sicher nicht zwangsläufig. Mein Mann ist wirklich das beste Beispiel, dass das Klischee vom verwöhnten Prinzen ohne Empathie, aber mit maßloser Selbstüberschätzung nicht zutreffen muss. Trotzdem sehe ich bei so vielen unserer Bekannten, wie schön es für die Kinder ist, mit Geschwistern aufzuwachsen. Klar, auch dafür gibt es keine Garantien, die gibt es ja nie im Leben.
    asali gefällt dies
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  6. #6
    Gast

    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    Oft denke ich, was wir wohl für "Schwächlinge" oder schlecht organisierte Menschen sind, wenn unser Leben mit _einem_ Kind schon so aus den Fugen gerät und frage mich, warum so viele andere das scheinbar problemlos hinkriegen.
    Viele ?

    Du beliebst zu scherzen. Hast du dir mal die Scheidungsrate grade in den ersten 3 Jahren mit einem Kind angesehen ?
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  7. #7
    Avatar von Sturmauge79
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    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von Legolas70 Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Mein Mann ist niemand, der vorschnelle Entscheidungen trifft oder ein"heute hüh-morgen hott"-Typ ist. Eigenschaften, die ich sonst toll finde, in diesem speziellen Fall aber gerne anders hätte.
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  8. #8
    Avatar von Mairegen
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    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Ich bin keine Einzelkindmutter - dazu kann ich also nichts sagen.

    Aber an eurer Stelle würde ich einfach noch etwas abwarten. Es drängt euch doch keiner, das Thema nun schon endgültig zu entscheiden. Dein Sohn ist doch noch so klein.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Ich möchte eigentlich gerne noch ein zweites Kind, mein Mann EIGENTLICH auch.
    Aber es ist ähnlich wie bei Euch, mein Mann würde das gesundheitlich nicht packen.

    So habe ich entschieden: Lieber ein Kind und einen wenigstens großteils gesunden und psychisch "beieinander" Papa, als 2 Kinder und ein psychisch desolates und von Panikattacken geplagtes Nervenbündel als Mann, der seinen Kindern auch nicht wirklich Vater sein kann.

    Es tut verdammt weh, aber so ist es besser für alle.

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    Seit ich denken kann, wollte ich gerne immer zwei Kinder haben. Mein Sohn ist jetzt 14 Monate alt, ein echter Sonnenschein und im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern wirklich "pflegeleicht".
    Trotzdem ist das eingetreten, was man sich kaum vorstellen kann, solange man noch kinderlos ist: Eigentlich alles hat sich verändert, einiges nicht zum positiven.

    Vor allem mein Mann kommt damit schlecht klar, bei ihm kommen auch noch gesundheitliche Probleme dazu, bei mir starke Schlafstörungen. Meinem Mann fehlt vor allem: Zeit! Für uns als Paar, für seine Hobbys, vor allem Zeit, um sich um seine Gesundheitsprobleme zu kümmern. Und gerade WEIL er weiß, dass das nunmal normal ist mit einem kleinen Kind, will er kein Zweites.

    Ich verstehe ihn in vielen Punkten, zum Teil habe ich genau die gleichen Bedenken. Ich hätte Angst, dass wir uns verlieren, wenn Kind Nr. 2 auch noch Zeit und Energie beansprucht und womöglich "schwieriger" wäre als mein Kleiner. Dinge, die gegen ein zweites Kind sprechen.

    Trotzdem kann ich mit dem Gedanken nicht abschließen, kann von den Babysachen nichts weggeben oder aussortieren. Oft denke ich, was wir wohl für "Schwächlinge" oder schlecht organisierte Menschen sind, wenn unser Leben mit _einem_ Kind schon so aus den Fugen gerät und frage mich, warum so viele andere das scheinbar problemlos hinkriegen.
    Ich selbst habe einen 6 Jahre jüngeren Bruder, mein Mann ist Einzelkind. Ich würde auch meinem Sohn sehr ein Geschwisterkind wünschen, aber wenn, dann mit deutlich kleinerem Altersabstand als in meinem Fall. Einfach ein paar Jahre abwarten, ob mein Mann seine Meinung ändert, ist also auch keine Option.

    Im Moment empfinde ich so, dass ich einen Lebenstraum loslassen muss, was ich noch nicht kann. Und ich hadere ganz schön damit. Statt die Zeit mit meinem wunderbaren Sohn also jetzt besonders zu genießen, bin ich oft traurig, dass ich all die tollen "ersten Male" nie wieder mit einem Kind erleben kann. Und das, wo ich das selbst gar nicht um jeden Preis will. Schon ein bisschen verrückt.

    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Oder bei zwei und mehr Kindern: ist euch da je in den Sinn gekommen, so sehr ihr eure Kinder auch liebt, dass ihr euch bei einer Zeitreise anders entscheiden würdet?

    Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll.

  10. #10
    Avatar von Pietje
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    Standard Re: Einzelkind wider Willen?

    Zitat Zitat von Sturmauge79 Beitrag anzeigen
    An die Einzelkindeltern: Wie geht es euch mit der Entscheidung, ein Einzelkind zu haben? Habt ihr sie je bereut? Wart ihr euch als Paar einig oder hat einer mehr darauf gepocht?
    Bei uns war es einfach keine Frage, ob es ein 2. geben wird oder nicht, da ich 39 war, als ich unseren Sohn bekam...
    Ich wollte nie ein Einzelkind haben, mein Mann auch nicht - jetzt haben wir es nach vorangegangener Fehlgeburt und heute sind wir einfach nur dankbar, daß dieses eine Kind bei uns sein darf...

    Manchmal werde ich schon etwas wehmütig, auch mein Mann wollte zwischendurch noch ein zweites Kind... Aber wir kommen immer wieder zu dem Ergebnis, daß es für uns einfach zu spät ist, ein 2. Kind zu bekommen - so schön es auch wäre...
    http://www.smiliemania.de/smilie132/00001934.gif "Mama, wenn Leute A-A zu Kacke sagen, finde ich das Scheiße!"

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