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Thema: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

  1. #131
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!


  2. #132
    frauphoenix ist offline newbie
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    13.01.2013
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    42

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Wintersonne2011 Beitrag anzeigen
    Jepp- nennt sich ja im Fall von Suchtkranken Co-Abhängigkeit...

    Nur, Gefühle habe ich noch. Momentan versuche ich zu sortieren, welcher Art diese sind.

    Reine Liebe? Oder doch eher Mitleid?

    Ich bin hin- und hergerissen...

    ich habe meinen verlassen trotz das ich ihn liebte, jedoch ging es mir durch seine scheiß alkoholsucht so schlecht und das wollte ich unserem sohn nicht antun.

    mir half das ich bei einer psychologin war.

    warum an etwas festhalten, dass einen kaputt macht?

  3. #133
    Avatar von fancy
    fancy ist offline Carpal Tunnel
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    4.955

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von orfanos Beitrag anzeigen
    Sehe ich komplett anders! Ich kann niemand anderen für meine Gefühle verantwortlich machen. Es geht um seine Bewertung, nicht um die Partnerschaft. Er muss erstmal sich selbst besser kennenlernen. Muss merken, dass er ungünstigen Denkmustern anhängt.

    Partnerschaft kann unterstützen, aber nicht helfen.

    Orfanos
    Stimmt alles was du schreibst bis auf das 'erstmal'. Das Problem der Einzeltherapie ist im guenstigsten Fall, dass der Partner zwar notwendige Schritte erfolgreich allein macht, der andere Partner aber ausgeschlossen wird von wichtigen Entwicklungen. Im unguenstigsten Fall ist er ueberhaupt nicht motiviert sich ueberhaupt besser kennenzulernen.

    Wintersonnes Mann hat doch ueberhaupt kein Problem bzw. er haelt sich ja ganz standhaft ueber der Wasseroberflaeche, er tut ja schon alles. Was das fuer ihn positive Verhalten fuer den Rest der Familie bedeutet das dringt nicht echt zu ihm durch. Darum braucht er ja auch nur alle 4 Wochen zur Therapie. Er hat keinerlei intrinsche Motivation.

    "Durch die Begegnung mit dem anderen lerne ich mich selbst kennen."

    Der 'andere' kann der Therapeut sein, viel effektiver ist es, wenn es der Partner ist. Wenn man Familientherapie macht und hierzu zaehle ich auch die Paartherapie werden starke Energiequellen angebohrt. Der Therapeut begleitet das Paar dabei sich darueber bewusst zu werden, was das eigene Verhalten, die unguenstigen Denkmuster mit dem anderen, dem 'Liebsten' macht.

    Sie lernen sich aufeinander zu beziehen und was das Verhalten des einen fuer den anderen bedeutet. Er hilft den Partnern ihre Gefuhele und Beduerfnisse in Worte zu fassen, die der andere hoeren kann und er hilft hierauf persoenlich zu reagieren. Allen Menschen ist der Wunsch wertvoll, von Bedeutung fuer seine Naechsten zu sein gegeben. Das macht sich die Therapie zu nutze.

    Das heisst nicht, dass waehrend einer Paartherapie nicht auch Einzelgespraeche stattfinden.
    "Ich begriff nicht, dass Kinder manchmal deshalb so laut schreien, dass die Nachbarn kurz davor sind, das Jugendamt zu rufen, weil man die falsche Sorte Nudeln zum Abendessen gekocht hat. Mir war nicht klar, dass sich die Atemuebungen, die Frauen bei Kursen zum Thema natuerliche Geburt lernen, erst dann wirklich auszahlen, wenn das Kind schon lange auf der Welt ist." aus Alfie Kohn: Liebe und Eigenstaendigkeit - Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung

  4. #134
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Wintersonne2011 Beitrag anzeigen
    Natürlich ist so eine Entscheidung nicht davon abhängig zu machen, was eine Forumsgemeinde dazu sagt, aber so ein paar Denkanstöße sind ggf. hilfreich- jedenfalls um die eigenen Gedanken zu ordnen....

    Jetzt hast du über 100 Posts des Tenors "Klar, trenn dich!" bekommen (die Zweiflerin ausgenommen), sodass ich jetzt mal einen Gegenpart einnehme. Du wolltest ja Denkanstöße.

    1. Ich lese kaum was über deine Gefühle für deinen Mann - die finde ich aber entscheidend.
    2. Dein Mann ist nicht schwer depressiv, sondern kann offensichtlich sein Leben händeln - er hat einen sicheren Beruf, ein sicheres Einkommen, er ist auch weitgehend, schreibst du irgendwo, ein liebevoller Vater. Das ist nicht wenig.

    3. Mir fällt schon sehr auf, dass du auch depressiv bist. Das bringt mich auch zu der Überlegung, inwieweit ihr euch da in eurer depressiven Neigung gegenseitig bedingt. Beispiele aus dem Thread: Dein Mann schiebt dir die Verantwortung für seine Depressivität zu. Du machst seine Erkrankung verantwortlich, dass du unglücklich bist. Du willst, dass er was ändert - Medikamente nimmt, regelmäßig in Therapie geht usw. Du hast lange Zeit Panik beim Gedanken an eine Trennung bekommen. Du fragst deinen Sohn, wie er eine Trennung sehen würde.
    Das klingt alles nicht nach gutem Kontakt zu selbst bei euch Erwachsenen und nicht nach klaren Verantwortungsbereichen in eurem familiären System. Wenn das so ist, dann leistet das imho Depressionen Vorschub. Es könnte also auch ein Weg sein, dass du lernt, besser für dich zu sorgen, den Kontakt zu dir selbst zu pflegen und dich unabhängiger von deinen Mann und seine Stimmungen machst, also der Frage nachgehst: "Wie kann ich mir mein Leben so gestalten, dass ich mich wohl fühle, auch wenn mein Mann (leicht) depressiv ist?"
    Es kann sein, dass so ein Prozess dich schließlich in die Lage versetzt, dich wirklich zu trennen. Es kann aber auch sein, dass er ausreichend Impulse an deinen Mann gibt, damit er mehr Verantwortung für sich übernehmen kann.
    Es gibt doch dieses Buch mit dem Boulevard-Titel "Liebe dich selbst, und es ist egal, wen du heiratest". Das ist natürlich arg plakativ, aber es steckt schon auch ein Funken Wahrheit drin.
    Geändert von Frau_in_Blau (08.04.2013 um 16:38 Uhr)
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  5. #135
    -aslan- ist offline Member
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Wintersonne2011 Beitrag anzeigen
    Naja, so erklärt er sich eben, dass er depressiv geworden ist.

    Bevor er mich kennengelernt hat, wäre er SO nicht gewesen.
    Spätestens da würd ich gehen.
    Das ist ja schon ne unterirdiche Aussage zu jemandem, der gesund ist aber noch zu jemanden, der
    selbst Depressionen hat ?

  6. #136
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Wintersonne2011 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich stimme ich Dir zu.
    Aber es ergab sich aus der Situation, dass hier ein Mega-Zoff zwischen Mann und Sohn herrschte, der (ich war dabei) eindeutig durch den nicht vorhandenen Geduldsfaden meines Mannes entstanden war.
    Unser Sohn war - berechtigt- völlig fertig, weil er gar nicht mehr weiß, was er wie sagen darf und kann...

    Er wollte von mir sozusagen einen Ausweg aus diesen Situationen, von denen es eben zu viele gibt. So ergab sich das nach und nach (also die Chance, sich durch Trennung, wieder besser zu verstehen).
    Na ja, für ein Kind wird die Trennung der Eltern nie ein Ausweg aus solchen Situationen sein.
    Vor allem ist es wichtig, Trennungsgedanken nicht mit seiner Problematik mit euren Streitigkeiten in Verbindung zu bringen, denn dann besteht das Risiko, dass bei ihm ankommt, dass ihr euch seinetwegen trennt ("Mama und Papa trennen sich, weil ich gesagt habe, ich halte den Streit nicht aus") und das wäre fatal.

    Wichtig ist, dass du und dein Mann eure Verwicklung mit euer beider Depression klar bekommt.

  7. #137
    Avatar von shioril
    shioril ist offline träumende Sturmjägerin
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Scheint ja ein weit verbreitetes Muster zu sein.
    Nicht unbedingt.

    Ich bin ebenfalls an Depression erkrankt und gebe meinem Mann sicherlich nicht die Schuld daran.

    Ich bin in Therapie, nehme Antidepressiva und habe einen Vorstellungstermin in verschiedenen Kliniken für einen Stationären Aufenthalt, da es aktuell nicht besser wird.

    Ich versuche alles, um wieder gesund zu werden, für meinen Sohn und meinen Mann da zu sein. Ich käme nicht mal ansatzweise auf die Idee, ihm die Schuld an meiner Situation zu geben.

    Ich bin der Meinung, dass man durchaus einen depressiven Partner verlassen darf, wenn dieser keine Einsicht zeigt (sprich, dass er ohne Medikamente und einer regelmäßigen therapeutischen Behandlung keine Besserung findet) und noch dazu seinem Partner die schuld an der Depression gibt.

    Ein an beide (Wintersonne und Chilanga). Ich würde Euch die Gesundung Eurer Partner wünschen, aber wenn sie kein Einsehen haben und an ihrer Gesundung arbeiten, dann würde ich Konsequenzen ziehen.

    PS: Auch meine Geduld ist nicht vorhanden und wenn ich merke, dass ich für die Situation überreagiere, entziehe ich mich ihr, sofern mein Mann da ist und übernehmen kann bei unserem Sohn, ansonsten muss ich dennoch kurz die Szene verlassen und tief durchatmen und dann nochmal an die Sache rangehen. Das macht mich echt fertig.
    shioril
    mit Duracell-Hase 2010
    und Maus 2014

  8. #138
    Avatar von orfanos
    orfanos ist offline Legende
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von fancy Beitrag anzeigen
    Stimmt alles was du schreibst bis auf das 'erstmal'. Das Problem der Einzeltherapie ist im guenstigsten Fall, dass der Partner zwar notwendige Schritte erfolgreich allein macht, der andere Partner aber ausgeschlossen wird von wichtigen Entwicklungen. Im unguenstigsten Fall ist er ueberhaupt nicht motiviert sich ueberhaupt besser kennenzulernen.

    Wintersonnes Mann hat doch ueberhaupt kein Problem bzw. er haelt sich ja ganz standhaft ueber der Wasseroberflaeche, er tut ja schon alles. Was das fuer ihn positive Verhalten fuer den Rest der Familie bedeutet das dringt nicht echt zu ihm durch. Darum braucht er ja auch nur alle 4 Wochen zur Therapie. Er hat keinerlei intrinsche Motivation.

    "Durch die Begegnung mit dem anderen lerne ich mich selbst kennen."

    Der 'andere' kann der Therapeut sein, viel effektiver ist es, wenn es der Partner ist. Wenn man Familientherapie macht und hierzu zaehle ich auch die Paartherapie werden starke Energiequellen angebohrt. Der Therapeut begleitet das Paar dabei sich darueber bewusst zu werden, was das eigene Verhalten, die unguenstigen Denkmuster mit dem anderen, dem 'Liebsten' macht.

    Sie lernen sich aufeinander zu beziehen und was das Verhalten des einen fuer den anderen bedeutet. Er hilft den Partnern ihre Gefuhele und Beduerfnisse in Worte zu fassen, die der andere hoeren kann und er hilft hierauf persoenlich zu reagieren. Allen Menschen ist der Wunsch wertvoll, von Bedeutung fuer seine Naechsten zu sein gegeben. Das macht sich die Therapie zu nutze.

    Das heisst nicht, dass waehrend einer Paartherapie nicht auch Einzelgespraeche stattfinden.
    Kann so sein, wenn die Beziehung an sich sehr gut ist und beide unbedingt daran festhalten wollen. Diesen Eindruck hatte ich bei der TE nicht unbedingt.

    Außerdem glaube ich nicht, dass jeder unbedingt für andere bedeutsam und wertvoll sein will. Die meisten sicher, aber nciht alle.

    Orfanos
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken..

    J. W. von Goethe

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