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Thema: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

  1. #21
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Wintersonne2011 Beitrag anzeigen
    Jepp- nennt sich ja im Fall von Suchtkranken Co-Abhängigkeit...

    Nur, Gefühle habe ich noch. Momentan versuche ich zu sortieren, welcher Art diese sind.

    Reine Liebe? Oder doch eher Mitleid?

    Ich bin hin- und hergerissen...
    Kannst du dir vielleicht für dich Hilfe holen?
    Also zu einer Beratungsstelle gehen, kann durchaus auch eine Paarberatung alleine sein, mit dem Hausarzt reden, dir ein paar Stunden Therapie holen? Einfach um für dich klarer zu werden und mit jemand der professionell zuhört zu reden.

    Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschliessen:
    Das ist dein Leben, sieh zu, dass du für dich sorgst - und für euer Kind. Auch demgegenüber hast du eine Verantwortung
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  2. #22
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!


  3. #23
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Mir schon klar. Aber sowas hör ich mir doch nicht mehr als ein Mal an, oder?
    ich vermute mal, der Satz ist nicht als "DU bist an MEINEM Zustand schuld!!!!!!!!" in den Raum geworfen worden, sondern hat sich langsam rausfiltern lassen

  4. #24
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Bitte??
    Naja, so erklärt er sich eben, dass er depressiv geworden ist.

    Bevor er mich kennengelernt hat, wäre er SO nicht gewesen.

    Das stimmt aber rational gesehen nicht- jedenfalls hat das mal eine alte Bekannte, die ihn schon seit Kindertagen kennt, gesagt.
    (Ich habe mich mit ihr im Laufe der Jahre angefreundet und sie auch mal direkt gefragt, wie er früher gewesen ist....- ich kenn' ihn ja wirklich erst seit knapp 14 Jahren und da war er schon Anfang 30).

    Ich habe ja auch schwarze Zeiten hinter mir und - wie gesagt- einen einfachen und sonnigen Charakter habe ich wirklich nicht...
    Nur, ich habe an mir gearbeitet- nicht zuletzt, um meinem Kind eine Mutter mit nach oben gebogenen Mundwinkeln und kein Trauerkloß zu sein...

    Die Denkweise, dass andere Schuld an seiner Unbill haben, zieht sich durch sein Leben. Es sind immer die anderen Mitmenschen- er reagiert nur auf (negative) Aktionen....

  5. #25
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von catweazle Beitrag anzeigen
    Das verbitte ich mir!

    Soll ich edtieren?? mach ich
    catweazle gefällt dies

  6. #26
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    3.770

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Mein Vater ist auch schwer psychisch krank. Er hat neben Depressionen auch noch eine Angst- und Zwangsstörung. Und ja, ich hätte vollstes Verständnis, würde meine Mutter ihn verlassen! Er hat Phasen, in denen es unerträglich für sie ist. Alles dreht sich nur um ihn, selbstverstänlich sind auch wir als Familie zum Teil für seine Situation verantwortlich. Medikamente nimmt er ebenfalls nicht, Termine beim Facharzt erfolgen eher sporadisch.

    Meine Eltern habe eine sehr harte Zeit hinter sich, die Trennung stand mehrmals im Raum. Meine Mutter hat es allerdings nie durchgezogen, aus "Pflichtgefühl". Denn sie ist selber chronisch krank und in den schlimmen Jahren war er immer für sie da und hat sich zudem um mich gekümmert (ich bin nicht sein leibliches Kind).

    Momentan hat sich die Lage entspannt, die beiden haben wieder einen guten Umgang miteinander, Papa ist stabil.

    Trotzdem, es ist für Angehörige wirklich hart, das alles mitzumachen! Wenn Du bei ihm bleibst, such dir unbedingt therapeutische Unterstützung, oder geh in eine Angehörigengruppe. Aber da Dein Kind noch klein ist (ich war ja schon erwachsen und aus dem Haus), mußt du es schützen und da wäre eine Trennung sicher nicht verkehrt.

    Keks und Kaffee nehm ich, für dich einen:

  7. #27
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von chilanga Beitrag anzeigen
    Bei mir war "darf man das" auch ein sehr schwerwiegender Grund, dass ich immer hoffte, dachte, glaubte, es geht irgendwie doch.
    Ich vermute bei meinem Mann eine Depression, vor allem, nachdem sein Bruder sich das Leben nahm.
    In seiner Familie ist es auch eine verbreitete Krankheit.
    Aber: er geht nicht zum Arzt. Ich würde ihn angeblich krank machen.
    Ich bin jetzt an dem Punkt, dass ich denke: ICH lasse mich davon aber nicht weiter kaputt machen. Jeder ist für sich selber verantwortlich und ich schaffe gerade mal, für mich und das Kind zu sorgen.
    Und diese Verantwortung für uns beide hat jetzt die Oberhand; ich muss zusehen, dass wir beide gesund bleiben und auf uns schauen.
    Mehr kann ich nicht machen, aber das ist schon verdammt viel. Schafft nicht jeder.
    Ich will wieder ausgeglichen und fröhlich sein ohne das Damoklesschwert der Launen (welche haben wir denn heute?!) meines Mannes.
    Wir haben genügend "durch Dick und Dünn" durch, da brauche ich nicht noch mehr davon, zumal ich sehe, dass es keine dauerhafte SOnnenseiten geben wird. Seit Jahren hat sich nichts wirklich gebessert, sondern die Kurve zeigt einen unaufhaltbaren Abwärtstrend.
    Und ich will nicht die nächsten 30,40 Jahre so leben.
    Scheixxe.
    Willkommen im Club

  8. #28
    Sascha ist offline Urgestein
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    13.06.2002
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von chilanga Beitrag anzeigen
    Bei mir war "darf man das" auch ein sehr schwerwiegender Grund, dass ich immer hoffte, dachte, glaubte, es geht irgendwie doch.
    Ich vermute bei meinem Mann eine Depression, vor allem, nachdem sein Bruder sich das Leben nahm.
    In seiner Familie ist es auch eine verbreitete Krankheit.
    Aber: er geht nicht zum Arzt. Ich würde ihn angeblich krank machen.
    Ich bin jetzt an dem Punkt, dass ich denke: ICH lasse mich davon aber nicht weiter kaputt machen. Jeder ist für sich selber verantwortlich und ich schaffe gerade mal, für mich und das Kind zu sorgen.
    Und diese Verantwortung für uns beide hat jetzt die Oberhand; ich muss zusehen, dass wir beide gesund bleiben und auf uns schauen.
    Mehr kann ich nicht machen, aber das ist schon verdammt viel. Schafft nicht jeder.
    Ich will wieder ausgeglichen und fröhlich sein ohne das Damoklesschwert der Launen (welche haben wir denn heute?!) meines Mannes.
    Wir haben genügend "durch Dick und Dünn" durch, da brauche ich nicht noch mehr davon, zumal ich sehe, dass es keine dauerhafte SOnnenseiten geben wird. Seit Jahren hat sich nichts wirklich gebessert, sondern die Kurve zeigt einen unaufhaltbaren Abwärtstrend.
    Und ich will nicht die nächsten 30,40 Jahre so leben.
    Scheint ja ein weit verbreitetes Muster zu sein.
    Sascha
    das war ja wohl individualtaktischer Nonsens

    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

  9. #29
    Lynn01 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    cosima und Wintersonne2011 gefällt dies.

  10. #30
    Gast

    Standard Re: Den depressiven Partner verlassen- "darf" frau das?!

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Kannst du dir vielleicht für dich Hilfe holen?
    Also zu einer Beratungsstelle gehen, kann durchaus auch eine Paarberatung alleine sein, mit dem Hausarzt reden, dir ein paar Stunden Therapie holen? Einfach um für dich klarer zu werden und mit jemand der professionell zuhört zu reden.

    Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschliessen:
    Das ist dein Leben, sieh zu, dass du für dich sorgst - und für euer Kind. Auch demgegenüber hast du eine Verantwortung
    Danke für Deine Worte.

    Ich spiele auch schon mit dem Gedanken, mich mal quasi objektiv beraten zu lassen.

    Die Erfordernis, eine richtige und längerfristige Therapie zu machen, sehe ich, ehrlich gesagt, nicht.

    Ich habe Jahre der Therapien hinter mir- mir geht es eigentlich ja gut. Ich kann mit meiner Depression umgehen.

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