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Thema: "Bauchmama"

  1. #31
    Avatar von suzimausi
    suzimausi ist offline Tickerqueen des Ere

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von UschiBlum Beitrag anzeigen
    Ich wurde von anderen Lesben schon gefragt, ob ich die Bauchmama bin, da wäre ich am liebsten kreischend weggerannt....Ich mag den Begriff überhaupt nicht, und wer es unbedingt wissen will, kann auch einfach fragen, wer das Kind zur Welt gebracht hat. Als würde das einen Unterschied machen...Nee, ich find in unserem Fall passt das gar nicht, wir sind einfach zwei Mütter.

    Waldwilja, ich würde einem Kind nie sagen, dass es nicht gewollt war, selbst wenn es so war. Je nach Kind wird es sich sein Leben lang fragen, warum seine leibliche Mutter es für so hassenswert gehalten hat, dass sie es weg gab.

    warum sollte ein kind so etwas denken, wenn man ihm altersgerecht die umstände erklärt, das es bei anderen eltern ( oder mutter ) aufwächst ?
    und es gibt ja auch adoptivkinder die zu ihrer leiblichen mutter kontakt haben

  2. #32
    Avatar von Lacustris2
    Lacustris2 ist offline und wieder auf Anfang ...

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Lacustris2 Beitrag anzeigen
    Nein. Zum einen war unser Sohn schon 6 Jahre alt, als er zu uns kam. Zum anderen hat er keinerlei Interesse an seiner Herkunftsfamilie, trotz deren Kontaktversuche. Er fühlt sich ganz und gar uns zugehörig. Den Begriff kenne ich aber schon.
    Ich sollte dazu noch erwähnen, dass wir die leiblichen Mutter immer mit ihrem Vornamen tituliert haben.

  3. #33
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Für ganz kleine Kinder ist das ein Erklärungsversuch. Ich finde das Wort nicht völlig blöd. Bei vielen Pflegekindern ist die Tatsache, dass sie von der Frau geboren wurden, das Einzige, was sie auf positive Weise verbindet.

    Hier ist es die Mutter wenn über ihre leibl. Mutter gesprochen wird, aber wenn sie über mich sprechen, dann reden sie über mich auch als ihre Mutter. Für Außenstehende nicht immer einfach, aber sooo oft ist sie auch nicht Thema, meist phasenweise, vor allem um den Geburtstag herum.

    Ich denke, durch das Leben, den Umgang (oder das Fehlen dieses) ergeben sich die Namen und solange sie nicht abwertend sind, nimmt man die, die das Kind bevorzugt.

  4. #34
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von UschiBlum Beitrag anzeigen
    Nein, lügen würde ich auch nicht. Es muss doch etwas dazwischen geben, was alles offen lässt, oder?
    Ich würde vielleicht sagen, "ich weiß nicht, was sie dazu gebracht hat, dass sie dich abgegeben hat. ....Wir wissen es nicht, aber was ich weiß ist, dass ich so froh darüber bin, dass du und ich uns gefunden haben." Ich würde da so neutral wie möglich bleiben.

    Kinder fragen da schon nach. Wenn nicht das eigene, dann deren Freunde (also wenn man einen großen Unterschied sieht, man kein Geheimnis aus der Ado macht oder wie bei uns, wenn es zwei Mütter gibt.)
    Offen bleibt sowieso vieles, gerade wenn sie nicht nachfragen können.
    Ich habe immer so ehrlich wie möglich geantwortet und erklärt. Es ist schmerzhaft und schwer zu verstehen warum eine Mutter nie nachfragt, sie sich nicht interessiert, was aus ihrem Kind geworden ist. Aber was sie davon abhält, das kann ich nur versuchen zu verstehen.
    Es gibt nun einmal Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern können/wollen. das ist eine Tatsache, gibt es nicht so selten, überall, auch im Tierreich /damit vergleicht meine eine Tochter es oft, wenn sie hört, dass ein Tier seine Jungen nicht annimmt, dann sagt sie, dass das wie bei ihrer Mutter ist. Ihr tun dann beide leid.
    Sie hat phasenweise ein großes Bedürfnis darüber zu sprechen. Das sie auch einen Vater haben muss, ist ihr erst ziemlich spät aufgefallen. Über den kann ich noch weniger erzählen.

    Die andere interessiert sich kaum bis gar nicht für ihre leibl. Eltern, außer das sie manchmal sauer ist, weil sie ihr ihre Behinderung verdankt.

    Ich finde es einfach wichtig offen und ehrlich zu sein, was nicht heißt, dass die Kinder jedes Detail kennen müssen.
    Und vor allem ist es wichtig, dass sie immer und jederzeit darüber reden können, ohne Angst zu haben einen zu verletzen (und wenn man sie mit Floskeln abfertigt, merken sie das sehr schnell).

  5. #35
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Waldwilja Beitrag anzeigen
    Ist es besser wenn ich sage: ja Deine Mama wollte Dich wirklich gerne sie hatte nur durch ihr schicksal keine Chance usw? Und stellen wir uns vor, das Kind sucht die dann auf und sie reagiert dann ganz schlimm. Das ist auch nicht besser. Ich würde das Thema bei einem kleinen Kind möglichst ganz lassen. Aber einem großen Kind /Jugendlichen kann ich doch keine Geschichte von der tollen Mutter auftischen.Besonders wenn das Kind vielleicht unter schrecklichen Bedingungen gelebt hat, oder im Container entsorgt wurde . Was soll man da sagen?
    Meine weiß, dass ihre Mutter sie nicht ordentlich versorgt hat, weil sie es selber von ihrer Mutter nicht gelernt hat und keine Hilfe angenommen hat, weil sie nicht verstanden hat, dass sie es lernen muss, etwas ändern muss, wenn sie das Kind behalten will.
    Das wird dann oft von vielen Seiten durchgekaut.

  6. #36
    Schnuggimaus ist offline Alemannin

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Malopafime Beitrag anzeigen
    Es gibt doch hier Eltern von Pflege- und Adoptivkindern, benutzt ihr diesen Ausdruck? Ist der etabliert? Ich bin neulich darüber gestolpert und finde ihn "gewöhnungsbedürftig".
    Ich würde gerne mal hören, wie Eure Erfahrungen dazu sind? Wenn ihr den Begriff benutzt, was sind Eure Beweggründe?
    Meine Meinung dazu werde ich natürlich später auch noch etwas weiter ausführen.

    Wir nutzen ihn selbst nicht.
    Allerdings hat unsere knapp 3-jährige diesen Begriff selbst in den Raum geworfen, sie spricht dann von der Mama, die sie im Bauch hatte.
    Si alla Vita!


  7. #37
    Schnuggimaus ist offline Alemannin

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Waldwilja Beitrag anzeigen
    Ist es besser wenn ich sage: ja Deine Mama wollte Dich wirklich gerne sie hatte nur durch ihr schicksal keine Chance usw? Und stellen wir uns vor, das Kind sucht die dann auf und sie reagiert dann ganz schlimm. Das ist auch nicht besser. Ich würde das Thema bei einem kleinen Kind möglichst ganz lassen. Aber einem großen Kind /Jugendlichen kann ich doch keine Geschichte von der tollen Mutter auftischen.Besonders wenn das Kind vielleicht unter schrecklichen Bedingungen gelebt hat, oder im Container entsorgt wurde . Was soll man da sagen?

    Eine Adoption ist mM nach ein sehr großer Liebesbeweis ans Kind.
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    Si alla Vita!


  8. #38
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Schnuggimaus Beitrag anzeigen
    Eine Adoption ist mM nach ein sehr großer Liebesbeweis ans Kind.
    Wenn sie freiwillig geschieht...
    Ich finde es auch eher als Beweis für mütterliche Sorge/ vielleicht auch Liebe, wenn eine MUtter, die erkennt, dass sie nicht für das Kind sorgen kann/will - den entscheidenen Schritt wagt. Besser als verwahrlosen lassen oder misshandeln und keinerlei Hilfen annehmen wollen...
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    Silm

  9. #39
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende

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    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Schnuggimaus Beitrag anzeigen
    Eine Adoption ist mM nach ein sehr großer Liebesbeweis ans Kind.
    Wer sich dazu entscheidet macht sich das sicher nicht leicht, will das Beste fürs Kind und es ist sehr schade, dass derjenige dann irgendwie in der gleichen Schublade wie diejenigen landen, die ihre KInder vernachlässigen und misshandeln.
    Das ist ein riesengroßer Unterschied!
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  10. #40
    freesie Gast

    Standard Re: "Bauchmama"

    Zitat Zitat von Waldwilja Beitrag anzeigen
    Ist es besser wenn ich sage: ja Deine Mama wollte Dich wirklich gerne sie hatte nur durch ihr schicksal keine Chance usw? Und stellen wir uns vor, das Kind sucht die dann auf und sie reagiert dann ganz schlimm. Das ist auch nicht besser. Ich würde das Thema bei einem kleinen Kind möglichst ganz lassen. Aber einem großen Kind /Jugendlichen kann ich doch keine Geschichte von der tollen Mutter auftischen.Besonders wenn das Kind vielleicht unter schrecklichen Bedingungen gelebt hat, oder im Container entsorgt wurde . Was soll man da sagen?
    Meine Tochter war noch keine 3 Jahre alt, als sie wissen wollte, warum sie nicht bei ihrer leiblichen Mutter lebt; das Thema war von Anfang an kein Geheimnis.
    Das kannst du nicht einfach "ganz lassen".

    Übrigens sagen wir ihr immer, dass L. sie liebte und zur Welt gebracht hat, dass sie aber nicht in der Lage war (was stimmt, das Warum wird immer ausführlicher erklärt mit den Jahren), sich um ihr Kind zu kümmern und deswegen das Jugendamt gebeten hat, eine Familie für das Kind zu suchen.

    Das ist ja auch die Crux für meine Tochter:
    Sie war erwünscht (von uns), ihre leibl. Mutter hat sie nicht gehasst, aber auch nicht gewollt.
    Enat gefällt dies

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