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Thema: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

  1. #11
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Pietje Beitrag anzeigen
    Tief durchatmen und Euch "trennen" - also räumlich jetzt... Das half uns zumindest meistens...

    Und ja, man fühlt sich scheiße und es ist auch kein Weg - aber Schaden trägt er auch nicht davon...
    Ja das hoffe ich!

    Er schläft jetzt, in seinem Zimmer. Ich war noch so wütend, das ich ihn nicht ins Familienbett gelegt hab. Aber ich bin kurz bevor er weggedämmert ist, nochmal rein und hab ihn gestreichelt und geküsst. Damit er nicht mit diesem schlechten Gefühl in den Schlaf fällt Ich hoffe er hat es gespürt. Ich werd ihn nachher aber mit ins Schlafzimmer nehmen.
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  2. #12
    Avatar von Pietje
    Pietje ist offline Trümmerlotte
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Dieser krasse Wechsel ... aber ist das "normal" ?

    Ja, ist es - leider... Und das macht es für uns Erwachsene auch so schwer...
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  3. #13
    Avatar von Philina2000
    Philina2000 ist offline Gevespert
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Sohn steckt jetzt voll drin. Seit 3 Tagen haben wir hier die Hölle. Sobald etwas nicht nach seinem Wunsch geht, führt er sich auf wie ein Wilder. Wir mußten am Wochenende sämtliche Unternehmungen abbrechen, er war schwer zu händeln. Gerade eben ist es eskaliert, er fing an mich zu beißen, hat nicht aufgehört, also wollt ich ihn ins Bett stecken. Beim fertig machen hat er dann geschlagen, an meinen Haaren gezogen und mich gekratzt. Immer sobald ich ihn wieder losgelassen haben. Und nun ist es passiert und ich hab ihn auf die Finger gehauen, es war ein Reflex, trotzdem war es total scheiße. Ich bezweifel zwar, das er es gemerkt hat, da er grad voll im wüten war, trotzdem hätte dies niemals nicht passieren dürfen!

    Ich merke selber, dass ich so wütend werde, das wir uns gegenseitig hochschaukeln. Und am Ende geht dann gar nix mehr. Da hilft nur Abstand reinbringen. Ich habe versucht mit ihm zu reden, aber er ist ja erst 3. Der Gesprächserfolg dauert nie lange an. Ich habe aber irgendwie das Gefühl, er kann in diesen Situationen nicht raus aus seiner Haut, genau wie ich. Er kommt dann auch oft und entschuldigt sich, das er mich "geärgert" hat, er will das nicht. Ebenso entschuldige ich mich. Aber auf Dauer ist das auch irgendwie keine Lösung

    Vorher hab ich immer alles versucht mit Humor zu lösen, aber im Moment gelingt mir das nicht, bzw. sehr schwer. Bringt mich mal wieder in die Spur, ich hocke hier wie ein Häufchen Elend und überlege wie ich in solchen Situationen das Ruder rechtzeitig rumreissen kann. Sowas wie heut, darf nicht mehr passieren


    Ich kenn das. Nr. 1 ist noch nicht ganz draußen und Nr. 2 ist mittendrin!

    Hier gilt wie für so vieles ab Geburt: *esistnureinephaseesistnureinephaseesistnureinepha seoooohhhmmmmmm*

    Jedes Kind ist unterschiedlich und so gibt es auch kein Patentrezept, wie du in der Autonomiephase deines Kindes am besten reagierst. Manche Kinder brauchen ganz viel Zuwendung und Aufmerksamkeit, wenn sie sich in so eine Sackgasse hineinmanövrieren, manche brauchen einfach ihre Ruhe und müssen ihre Wallungen voll ausleben, andere finden da am besten mit Ablenkung raus.....du wirst das ausprobieren müssen, indem du dein Kind beobachtest und auf es eingehst, dann wirst du bald merken, womit ihr am besten fahrt.

    Wenn ihr euch hochschaukelt, ist das natürlich kontraproduktiv. Ich habe von Haus aus auch eher einen aufbrausenden Charakter, aber ich musste lernen, dass ich mich in solchen Situationen meinen Kindern gegenüber echt zusammenreißen und zurücknehmen muss - das erfordert sehr viel Selbstbeherrschung für mich, aber je gelassener ich bleibe, um so konstruktiver verläuft so eine Auseinandersetzung dann. Mir hilft da, dass ich mir sage, dass ich die Erwachsene bin und die Verantwortung habe, ich habe einen enormen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber meinen Kindern, also sollte ich mich auch entsprechend verhalten. Auch hilft mir der Gedanke daran, dass sie sich ja in dem Moment auch selbst elend fühlen - be kind to unkind people, they need it the most.

    Im übrigen bin ich überzeugte Demokratin - auch im Umgang mit meinen Kindern. Und damit fahre ich bisher eigentlich ganz gut.

    Zitat Zitat von Yoga123 Beitrag anzeigen
    Ganz ruhig, alles wird gut ;-). Und beißen und schlagen lassen muss man sich sicherlich nicht von seinem Kind.
    Am besten links liegen lassen, den Raum verlassen oder was auch immer. Und ich bin sowieso der Meinung, daß ein Klaps in Ausnahmefällen keinem Kind schadet.


    *michaufdiefingersetz*
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  4. #14
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Dieser krasse Wechsel macht mir so zu schaffen, wir haben vorher ganz toll zusammen gekocht, er hat mitgeholfen und es hat richtig Spaß gemacht. Dann gegessen und als Betthupferl Kikaninchen gekuckt und dabei gekuschelt. Und dann *bumm* Schalter umgelegt und das Drama ging los. Ich kenn mich ja nicht aus, aber ist das "normal" ?
    Ja, ist normal. Bei vielen Kindern zumindest.
    Ich finde die Theorie mit den Entwicklungsschüben ganz plausibel. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es bei uns immer kracht und reibt, wenn in den Kinderköpfen was passiert. Und dann können sie plötzlich was Neues und es kehrt erstmal wieder Ruhe ein.
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  5. #15
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von samm0513 Beitrag anzeigen
    Ja, bei uns auch und zwar immer wenn ich denke: oh, das ist jetzt alles so schön. .. da erwacht das kleine monster in meinem Kind.

    Ok, das beruhigt mich ein bißchen. Genau so ist es hier auch, momentan gilt: Je schöner der Tag, desto schlimmer der Abend

  6. #16
    Avatar von Pietje
    Pietje ist offline Trümmerlotte
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Ok, das beruhigt mich ein bißchen. Genau so ist es hier auch, momentan gilt: Je schöner der Tag, desto schlimmer der Abend

    Das war hier auch so... Und oft wars die Müdigkeit, die ihm einen "Trotzstreich" spielte...
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  7. #17
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Versuche deinen Humor wieder zu finden, das macht Trotzphasen leichter.

    Es ist doch nur ein kleiner 3jähriger, der gerade nicht anders kann, als das Rumpelstilzchen zu geben.

  8. #18
    Avatar von Philina2000
    Philina2000 ist offline Gevespert
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Dieser krasse Wechsel macht mir so zu schaffen, wir haben vorher ganz toll zusammen gekocht, er hat mitgeholfen und es hat richtig Spaß gemacht. Dann gegessen und als Betthupferl Kikaninchen gekuckt und dabei gekuschelt. Und dann *bumm* Schalter umgelegt und das Drama ging los. Ich kenn mich ja nicht aus, aber ist das "normal" ?
    Keine Ahnung, was "normal" ist, aber ich kenn das jedenfalls. Von jetzt auf nachher, und genauso schnell kann es auch wieder vorbei sein.
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  9. #19
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Ja, ist normal. Bei vielen Kindern zumindest.
    Ich finde die Theorie mit den Entwicklungsschüben ganz plausibel. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es bei uns immer kracht und reibt, wenn in den Kinderköpfen was passiert. Und dann können sie plötzlich was Neues und es kehrt erstmal wieder Ruhe ein.
    Die Erzieherin in der Krippe meinte neulich auch, sie habe das Gefühl, er macht grad einen Sprung. Er ist auch in der Krippe irgendwie nicht so entspannt wie sonst. Er ist irgendwie unzufrieden, mit sich und allem. Könnte also durchaus sein, das es daran liegt *hoff*
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  10. #20
    Gast

    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Dieser krasse Wechsel macht mir so zu schaffen, wir haben vorher ganz toll zusammen gekocht, er hat mitgeholfen und es hat richtig Spaß gemacht. Dann gegessen und als Betthupferl Kikaninchen gekuckt und dabei gekuschelt. Und dann *bumm* Schalter umgelegt und das Drama ging los. Ich kenn mich ja nicht aus, aber ist das "normal" ?
    Ja, das ist normal.

    Mir hilft es, damit umzugehen, wenn ich mir klar mache, dass das Kind mich nicht angreifen will.
    Das Kind wütet nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil es irgendwas tun will, was es nicht kann/darf oder einfach nicht weiß, wohin es mit seinen Gefühlen soll.
    Ihm geht es ja schlecht dabei.
    Und es arbeitet sich nur an dir ab. Es will dir nichts Böses. Aber du bist die Person, die es am besten kennt, wo es seine Gefühle zeigen kann und wo es sich sicher fühlt.

    Das wird wieder!

    Ich bin ja Freundin des Spiegelns.
    Ich sagte dann immer was wie "Du bist jetzt stinksauer, ich merk´s."
    Bei meinen Großen (6 und 7) hatte das zur Folge, dass sie schon relativ bald in der Lage waren, ihre Gefühlslage zu verbalisieren. Damit wurden die Ausbrüche seltener und moderater.

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