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Thema: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

  1. #1
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Sohn steckt jetzt voll drin. Seit 3 Tagen haben wir hier die Hölle. Sobald etwas nicht nach seinem Wunsch geht, führt er sich auf wie ein Wilder. Wir mußten am Wochenende sämtliche Unternehmungen abbrechen, er war schwer zu händeln. Gerade eben ist es eskaliert, er fing an mich zu beißen, hat nicht aufgehört, also wollt ich ihn ins Bett stecken. Beim fertig machen hat er dann geschlagen, an meinen Haaren gezogen und mich gekratzt. Immer sobald ich ihn wieder losgelassen haben. Und nun ist es passiert und ich hab ihn auf die Finger gehauen, es war ein Reflex, trotzdem war es total scheiße. Ich bezweifel zwar, das er es gemerkt hat, da er grad voll im wüten war, trotzdem hätte dies niemals nicht passieren dürfen!

    Ich merke selber, dass ich so wütend werde, das wir uns gegenseitig hochschaukeln. Und am Ende geht dann gar nix mehr. Da hilft nur Abstand reinbringen. Ich habe versucht mit ihm zu reden, aber er ist ja erst 3. Der Gesprächserfolg dauert nie lange an. Ich habe aber irgendwie das Gefühl, er kann in diesen Situationen nicht raus aus seiner Haut, genau wie ich. Er kommt dann auch oft und entschuldigt sich, das er mich "geärgert" hat, er will das nicht. Ebenso entschuldige ich mich. Aber auf Dauer ist das auch irgendwie keine Lösung

    Vorher hab ich immer alles versucht mit Humor zu lösen, aber im Moment gelingt mir das nicht, bzw. sehr schwer. Bringt mich mal wieder in die Spur, ich hocke hier wie ein Häufchen Elend und überlege wie ich in solchen Situationen das Ruder rechtzeitig rumreissen kann. Sowas wie heut, darf nicht mehr passieren

  2. #2
    Yoga123 ist offline Member
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Sohn steckt jetzt voll drin. Seit 3 Tagen haben wir hier die Hölle. Sobald etwas nicht nach seinem Wunsch geht, führt er sich auf wie ein Wilder. Wir mußten am Wochenende sämtliche Unternehmungen abbrechen, er war schwer zu händeln. Gerade eben ist es eskaliert, er fing an mich zu beißen, hat nicht aufgehört, also wollt ich ihn ins Bett stecken. Beim fertig machen hat er dann geschlagen, an meinen Haaren gezogen und mich gekratzt. Immer sobald ich ihn wieder losgelassen haben. Und nun ist es passiert und ich hab ihn auf die Finger gehauen, es war ein Reflex, trotzdem war es total scheiße. Ich bezweifel zwar, das er es gemerkt hat, da er grad voll im wüten war, trotzdem hätte dies niemals nicht passieren dürfen!

    Ich merke selber, dass ich so wütend werde, das wir uns gegenseitig hochschaukeln. Und am Ende geht dann gar nix mehr. Da hilft nur Abstand reinbringen. Ich habe versucht mit ihm zu reden, aber er ist ja erst 3. Der Gesprächserfolg dauert nie lange an. Ich habe aber irgendwie das Gefühl, er kann in diesen Situationen nicht raus aus seiner Haut, genau wie ich. Er kommt dann auch oft und entschuldigt sich, das er mich "geärgert" hat, er will das nicht. Ebenso entschuldige ich mich. Aber auf Dauer ist das auch irgendwie keine Lösung

    Vorher hab ich immer alles versucht mit Humor zu lösen, aber im Moment gelingt mir das nicht, bzw. sehr schwer. Bringt mich mal wieder in die Spur, ich hocke hier wie ein Häufchen Elend und überlege wie ich in solchen Situationen das Ruder rechtzeitig rumreissen kann. Sowas wie heut, darf nicht mehr passieren
    Ganz ruhig, alles wird gut ;-). Und beißen und schlagen lassen muss man sich sicherlich nicht von seinem Kind.
    Am besten links liegen lassen, den Raum verlassen oder was auch immer. Und ich bin sowieso der Meinung, daß ein Klaps in Ausnahmefällen keinem Kind schadet.

  3. #3
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Schlagen ist nicht gut, nein. Das sollte möglichst nicht wieder passieren. Aber wenn dich das jetzt so mitnimmt, bist du ganz gut gefeit, dass es nicht wieder passiert.
    Dass man als Mutter auch mal austickt und nicht pädagogisch wertvoll handelt finde ich normal und auch nicht schlimm. Nur so lernen die Kinder doch, was "echte" Beziehung ist. Dass andere Menschen Grenzen haben. Und wenn ihr euch danach entschuldigt lernt das Kind auch noch, wie man eine verfahrene Situation wieder gerade biegt. Sei nicht so streng mit dir. Du darfst auch explodieren. In der Trotzphase auch häufiger. Kein Problem, solange ihr auch andere Facetten des Familienlebens habt. Und erfahrungsgemäß kommen auch wieder harmonischere Zeiten.
    Martha74, freesie, Tonks77 und 3 anderen gefällt dies.

  4. #4
    Avatar von samm0513
    samm0513 ist offline addict
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Schlagen ist nicht gut, nein. Das sollte möglichst nicht wieder passieren. Aber wenn dich das jetzt so mitnimmt, bist du ganz gut gefeit, dass es nicht wieder passiert.
    Dass man als Mutter auch mal austickt und nicht pädagogisch wertvoll handelt finde ich normal und auch nicht schlimm. Nur so lernen die Kinder doch, was "echte" Beziehung ist. Dass andere Menschen Grenzen haben. Und wenn ihr euch danach entschuldigt lernt das Kind auch noch, wie man eine verfahrene Situation wieder gerade biegt. Sei nicht so streng mit dir. Du darfst auch explodieren. In der Trotzphase auch häufiger. Kein Problem, solange ihr auch andere Facetten des Familienlebens habt. Und erfahrungsgemäß kommen auch wieder harmonischere Zeiten.
    Wann? :-(

  5. #5
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von samm0513 Beitrag anzeigen
    Wann? :-(
    Bei uns haben wirklich schwierige Phasen immer nur ein paar Wochen gedauert.

  6. #6
    Avatar von Pietje
    Pietje ist offline Trümmerlotte
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Sohn steckt jetzt voll drin. Seit 3 Tagen haben wir hier die Hölle. Sobald etwas nicht nach seinem Wunsch geht, führt er sich auf wie ein Wilder. Wir mußten am Wochenende sämtliche Unternehmungen abbrechen, er war schwer zu händeln. Gerade eben ist es eskaliert, er fing an mich zu beißen, hat nicht aufgehört, also wollt ich ihn ins Bett stecken. Beim fertig machen hat er dann geschlagen, an meinen Haaren gezogen und mich gekratzt. Immer sobald ich ihn wieder losgelassen haben. Und nun ist es passiert und ich hab ihn auf die Finger gehauen, es war ein Reflex, trotzdem war es total scheiße. Ich bezweifel zwar, das er es gemerkt hat, da er grad voll im wüten war, trotzdem hätte dies niemals nicht passieren dürfen!

    Ich merke selber, dass ich so wütend werde, das wir uns gegenseitig hochschaukeln. Und am Ende geht dann gar nix mehr. Da hilft nur Abstand reinbringen. Ich habe versucht mit ihm zu reden, aber er ist ja erst 3. Der Gesprächserfolg dauert nie lange an. Ich habe aber irgendwie das Gefühl, er kann in diesen Situationen nicht raus aus seiner Haut, genau wie ich. Er kommt dann auch oft und entschuldigt sich, das er mich "geärgert" hat, er will das nicht. Ebenso entschuldige ich mich. Aber auf Dauer ist das auch irgendwie keine Lösung

    Vorher hab ich immer alles versucht mit Humor zu lösen, aber im Moment gelingt mir das nicht, bzw. sehr schwer. Bringt mich mal wieder in die Spur, ich hocke hier wie ein Häufchen Elend und überlege wie ich in solchen Situationen das Ruder rechtzeitig rumreissen kann. Sowas wie heut, darf nicht mehr passieren

    Tief durchatmen und Euch "trennen" - also räumlich jetzt... Das half uns zumindest meistens...

    Und ja, man fühlt sich scheiße und es ist auch kein Weg - aber Schaden trägt er auch nicht davon...
    http://www.smiliemania.de/smilie132/00001934.gif "Mama, wenn Leute A-A zu Kacke sagen, finde ich das Scheiße!"

  7. #7
    Avatar von Schnuppe108
    Schnuppe108 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Schlagen ist nicht gut, nein. Das sollte möglichst nicht wieder passieren. Aber wenn dich das jetzt so mitnimmt, bist du ganz gut gefeit, dass es nicht wieder passiert.
    Dass man als Mutter auch mal austickt und nicht pädagogisch wertvoll handelt finde ich normal und auch nicht schlimm. Nur so lernen die Kinder doch, was "echte" Beziehung ist. Dass andere Menschen Grenzen haben. Und wenn ihr euch danach entschuldigt lernt das Kind auch noch, wie man eine verfahrene Situation wieder gerade biegt. Sei nicht so streng mit dir. Du darfst auch explodieren. In der Trotzphase auch häufiger. Kein Problem, solange ihr auch andere Facetten des Familienlebens habt. Und erfahrungsgemäß kommen auch wieder harmonischere Zeiten.
    Dieser krasse Wechsel macht mir so zu schaffen, wir haben vorher ganz toll zusammen gekocht, er hat mitgeholfen und es hat richtig Spaß gemacht. Dann gegessen und als Betthupferl Kikaninchen gekuckt und dabei gekuschelt. Und dann *bumm* Schalter umgelegt und das Drama ging los. Ich kenn mich ja nicht aus, aber ist das "normal" ?

  8. #8
    Avatar von samm0513
    samm0513 ist offline addict
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Bei uns haben wirklich schwierige Phasen immer nur ein paar Wochen gedauert.
    Ja, bei uns auch und zwar immer wenn ich denke: oh, das ist jetzt alles so schön. .. da erwacht das kleine monster in meinem Kind.

  9. #9
    Avatar von samm0513
    samm0513 ist offline addict
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    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Zitat Zitat von Schnuppe108 Beitrag anzeigen
    Dieser krasse Wechsel macht mir so zu schaffen, wir haben vorher ganz toll zusammen gekocht, er hat mitgeholfen und es hat richtig Spaß gemacht. Dann gegessen und als Betthupferl Kikaninchen gekuckt und dabei gekuschelt. Und dann *bumm* Schalter umgelegt und das Drama ging los. Ich kenn mich ja nicht aus, aber ist das "normal" ?
    bei uns ist es auch so...

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Wie schafft man es die Trotzphase zu überstehen?

    Prima mit deinen Schuldgefühlen, dann weiß Dein sohn ja gleich wie er weitermachen kann, wie er die Mutti so richtig treffen kann.
    Kinder gehen an die Grenzen, sie wollen Grenzen spüren. Im Kindergarten war mal einer von der Erziehungsberatungsstelle zum Thema Trotzphase und der meinte, dass gerade die Kinder von den pädagogisch korrekten Eltern, die alles 150%ig richtig machen wollen, oft die ärgsten Trotzkinder hätten. die hätte er dann in seiner Beratungsstelle und oft hätte sich das dann schon sehr stark hochgeschaukelt. Denn die Kinder wollen an die Grenzen und die Eltern texten sie mit zu, versuchen mit ihnen irgendwas auszuhandeln und viele Kinder sind da einfach noch zu klein dafür. Kinder sind keine Vertragspartner - werden aber oft von den Eltern so behandelt.

    Ja, wir hatten auch Phasen, da musste ich mit Nr. 2 Unternehmungen abbrechen. War blöd, aber nicht zu ändern. Und ich habe dann immer sehr schnell abgebrochen, weil ich wusste es geht nicht mit dem Brüllzwerg. Und er hatte dann sehr langweilige Tage zuhause.... Und ja, mir ist gelegentlich die Hand ausgerutscht, weil ich einfach nicht mehr konnte, weil ich diese stundenlange Schreierei einfach nicht mehr ertragen konnte. Was man beim Säugling noch hinnimmt, geht beim 3-4jährigen irgendwann nicht mehr. Ja Nerven durchgegangen, ist so. Aber Schuldgefühle? Nö, ich bin kein Pädagogikroboter.

    Und irgendwann wirds besser. Bei Nr. 2 war das so um den 6. Geburtstag rum. So lange hat er gebraucht um aus dem Trotzen rauszukommen um sich auf Verhandlungen einzulassen, dass man auch mal etwas anderes bekommt und dafür aber auf etwas anderes verzichtet und nciht rumschreit, nur weil man mit den damit verbundenen Emotionen nicht klarkommt. Gut es wurd vorher schon besser, aber so prinzipiell fiel ihm das schwer.
    Und als Eltern muss man das einfach aushalten diese Zeit. Es ist nur eine Phase - wirklich!

    Allerdings, schlagen, hauen, kratzen des Kindes - da war bei mir Nulltoleranz und er wurde quasi sofort entfernt und musste ins Zimmer. Hört sich hart an, aber ich lass mir nicht alles gefallen. Und wer mich haut, der sollte zusehen, dass er Land gewinnt und ruck zuck in sein Zimmer verschwindet. Da ist bei mir persönlich eine Grenze einfach überschritten, da kann ich gar nicht mehr geduldig reagieren. Andere Mütter ertragen das besser - ich nicht.

    Komischerweise hat Nr. 1 die Trotzphase komplett ausgelassen - der holt jetzt in der Pubertät einiges nach....

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