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Thema: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

  1. #1
    Avatar von Delphinmama
    Delphinmama ist offline Kugelrund
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    Standard Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Hallo ihr Lieben,

    lang, lang ists her, ich war bei euch hie rnie oft, aber doch mal ab und zu. Meine kleine Tochter Luisa ist im April geboren und ich war hier täglicher Besucher, gerade im Schwangerschaftsguide.
    Das gleiche gilt für meinen Sohn Amelio. Er wird drei und damals habe ich mich ebenfalls in der Schwangerschaft hier mit vielem belesen... demnach soviel zur Vorstellung.

    Jetzt zum Thema und ich hoffe ich darf euch um Rat bitten:

    Es geht um meine Mutter. Vorweg muss ich euch dsagen, dass ich Einzelkind bin, in meiner Kindheit hatte ich dadurch viele Vorteile, aber auch Nachteile.Außerdem hätte ich gern Geschwister, mit denen ich mich austauschen könnte.
    Meine Mutter ist etwas "speziell". Daran sollte der Mann, der mich gezeugt hat, nicht ganz unschuldig sein, denn er schlug sie, betrug sie, trank Alkohol, war Fußballfan der Extralative und alles andere als ein guter Ehemann. Sie trennte sich von ihm, als ich fünf Jahre alt war, lernte meinen jetzigen Papa (Stiefvater) kennen und kurz darauf starb mein Erzeuger an einem Schlaganfall und Organversagen bzgl. seines Alkoholkonsumes.
    Mein Papa ist für mich der Beste und wundervollste Mensch der Welt. Er fing meine Mama in schlechten Zeiten auf, war zu mir immer liebevoll, wie ein Vater eben und erzog mich mit Werten und Normen. Ihm habe ich wirklich viel zu verdanken, was meine Erzziehung und Bildung angeht, ich habe mir Vieles bei ihm abgeguckt und er war und ist mir eine Art Idol.

    Nach 18 Jahren Ehe trennten sie sich, weil meine Mutter der Meinung war, sie würde dieses Leben langweilig finden. Sie hatten inzwischen ein Haus gekauft (ich war damals 14) und auch mein Opa (mütterlicherseits) zog mit ein. Als dieser 2006 an Nierenkrebs stand, warf es uns alle aus der Bahn, denn er war ein liebenswerter Mensch. Ich war inzwischen ausgezogen und plötzlich standen meine ELtern zum ersten Mal allein mit sich da. Sie merken wohl, wieviel Zeit sie auf einmal füreinander hatten und wussten nichts mehr mit sich anzufangen bis auf die Instandhaltung von Haus und Garten. Soviel zum Rahmen.

    Meine Mutter war und ist nicht einfach. Sie hat mich stets und ständig in Streitsituationen damit beschimpft, dass ich ja so sei wie mien Erzeuger, dass ich irgendwann auch mal schulden haben würde und außerdem oft so gucke wie er. Dies hielt sie mir immer vor, ich wuchs quasi mit dieser Art von Last auf, lebte aber damit, auch wenn es weh tat als kleines Kind. Später war ich nur wütend. Außerdem zwang sie mich fast zu meinem jetzigen Papa "Papa" zu sagen und zu seinen Eltern "Oma und Opa". Es war damals nicht so, dass ich es nicht wollte, aber ich habe Zeit gebraucht, war ein sehr schüchternes Kind und ich mochte und später liebte sie auch, aber ich hätte es gern von allein irgendwann gemacht. Sie zwang mich quasi dazu und redete auf mich ein. Wenn ich nicht parrierte, dann bekam ich schnell einen Klaps auf den HIntern, wenn ich mein Mittagessen nicht aufaß, kam der Kochlöffel auf den Tisch, mit dem sie mir drohte mich zu verhauen, damit ich es tat. Ich bekam Stubenarrest, den sie aber selten durchzog. Außerdem wurde ich mit Entzug von Taschengeld sanktioniert oder musste bereits getroffene Verabredungen mit Freunden absagen, wenn ich kurz vorher etwas gemacht habe, was in ihren Augen falsch war.

    Als ich meinen ersten Freund hatte 8mit 14 Jahren), wurde mir oft Telefonverbot auferlegt oder Treffverbot, wenn etwas war, was ich "angestellt" hatte. Entgegen aller Sanktionen erlaubte sie aber komischer Weise, dass er bei uns übernachtete und ich bei ihm und seinen Eltern, verlangte aber, dass ich nichts anstelle (sexuell also Jungfrau blieb). Ich war 11 Monate mit ihm zusammen und folgte ihrer Bitte. Letztendlich hatte er keinen Bock mehr auf mich, denn er war bereits 18 Jahre alt. Generell wollte ich auch gar nicht mit ihm schlafen, aber wer verlangt, das man sich gegenseitig nicht berührt, wenn man nachts in einem Bett miteinander schläft und ja auch neugierig ist auf den anderen Körper, der kann doch nicht andereseits erlauben, dass man nebeneinander schläft. Wir hatten Petting und ich als naives Früchtchen hatte plötzlich Angst, dass ich schwanger sei, denn er berührte mich unten, nachdem er bereits seinen Penis anfasste. Irgendwie hatte ich deshalb Angst und schrieb es in mein Tagebuch.. "Oh Gott, hoffentlich bin ich jetzt nicht schwanger, er hat mich berührt".
    Eines Tages kam ich von der Sc hule nach Hause und fand meine Mutter beim Kochen vor. Sie sprach mit mir ein gutes Wort und ich fragte sie, was denn sei. Nachdem sie 10 Mal "nichts" sagte, ging ich hoch in mein Zimmer und fand mein Tagebuch geöffnet auf dem Tisch liegen. Sie hatte das kleine Schloß aufgebrochen und es demonstrativ auf meinen Tisch gelegt, genau diese Seite dort geöffnet!
    Ich ging runter, weil ich sauer war und verhielt mich, wie sich pubertierende Teenies eben verhalten. Ich fand mich im Recht und hielt ihr einen Vortrag, dass es nicht in Ordnung sei, dass sie einfach mein Tagebuch lese. Sie jedoch drehte den Spieß um, knallte mir eine ins Gesicht und schrie mich an, dass sie mir ja vertraut habe, dieses Vertrauen aber jetzt hinüber sei. Außerdem könne ich vergessen, diesen "Grufti" jehmals wieder sehen zu dürfen (was sie jedoch nicht einhielt.. wir fuhren sogaar im Sommer gemeinsam mit meinen Eltern in den Urlaub).

    In dieser zeit versuchten meine Eltern gerade schwanger zu werden, denn sie wollten ein gemeinsames Kind bekommen. Da es nicht klappte, machte meine Mama eine Hormontherapie und auch eine künstliche Befruchtung. Sie hatte an diesem tag den besagten Termin. Sie sagte, sie habe mich nihct mehr lieb, weil sie so enttäuscht von mir wäre. Ich rutschte auf Knien hinter ihr her und weinte sehr, weil ich Angst hatte, sie würde mich tatsächlich nicht mehr lieben und mich am Nachmittag durch ein anderes Kind ersetzen.

    Als ich ca. 16 oder 17 war, hatten wir uns Weihnachten gestritten und ich wurde zu Arrest in meinem Zimmer verurteilt. Ich hatte jedoch auch einen sturrkopf und beschloss diesen Tag (Heiligabend) gar nicht mehr hinunter zu ihnen zu gehen. Sie aßen also gemeinsam das Abendessen und gingen dann irgendwann gemeinsam zur Beschehrung. Irgendwann nach 2 Stunden kam meine Mutter hoch in mein Zimemr und bat mich mit immer größerem Druck doch bitte auch mit hinunter zu kommen. Ich wollte nicht! Irgendwann, als sie nicht mehr weiter wusste, schmiss sie meine CD Ständer mit voller Wucht um, fegte meinen Schreibtisch mit einer Hand leer und kam zu mir, nahm mich bei den Haaren, riss mich die ganzen Stufen hinunter ins Wohnzimmer, warf mich aufs Sofa und drückte mir mein geschenk in den Schoß! Mein Opa und mein Papa sahen fassungslos zu und sagten ihr, dass das ja wohl ein Unding sei und was sie damit denn nun bezwecke... Der Abend war für mich mehr als gelaufen und ein Schlüsselmoment.

    Als ich beschloss Abi zu machen, lachte sie mich aus, weil sie der Meinung war, ich wäre zu blöd und als ich anfing mich für Opern und Musicals zu interessieren, fand sie mich spießig. Als ich mit 18 Jahren nach Wien wollte, weil ich damals ziemlich interessiert an Sisi und Co war, lachte sie mich höhnisch us und sagte "Andere Jugendliche in deinem Alter fahren Nach Ibiza oder zum Ballermann und du Oma willst nach Wien Fiaker fahren!!!"

    Als ich eine Facharbeit zu einem Opernstück schrieb, ging ich mit einem uns bekannten und befreundeten Pastor dort hin. Er wollte mich nach der Vorstellung dann nach Hause fahren. Er bat mir an, auf dem Heimweg kurz bei sich Halt zu machen, da er noch ein altes Programmheft aus einer etwas älteren Vorstellung dort habe, ich konnte das gut gebrauchenfür die Arbeit. Seine Frau und die zwei Söhne (in meinem Alter) schliefen schon und er sprang schnell raus um die Hefte zu holen. Die Verspätung betrug alles in allem 30 Minuten. ich schrieb das meienr Mutter per SMS. Als ich zuhause ankam, rannte sie uns bereits entgegen und beschimpfte den Mann mit "Sie vergreifen sich an kleinen Kindern und haben selbst welche? Weiß hre Frau davon? Was sindsie nur für ein Mann, dazu noch Pastor".. mir war das so peinlich. Er entgegnete ihr, dass es ihm leid tue, dass es nun so spät wurde. Zu mir sagte er "Mach dir keine Sorgen, ich kann damit umgehen".
    Er und seine Familie sind heute noch mit mir befreundet und er weiß mittlerweile auch von den Problemen mit meiner Mutter. Er und seine Frau raten mir, den Kontakt abzubrechen..

    Ich könnte euch noch viele solcher Geschichten erzählen.. der Rahmen ist bereits gesrengt.
    Meinen mann findet sie suspekt, denn er ist Ausländer (ist seid 14 Jahren in Deutschland und Musiker (Dirigent und Pianist), hat hier in Deutschland studiert und alles andere als der "typische Ausländer). das kapiert sie aber nicht und sieht in ihm den mann, der mir eines tages die Kinder verschleppen wird, wenn wir uns trennen. Meine Schwiegermama mag sie auch nicht, erstens wegen der Sprachbarriere (sie wohnt nicht in Deutschland und kommt manchmal zu Besuch). Unsere Hochzeit war eine einzige Enttäuschung für meine Mutter (obwohl wir ihr alles recht machen wollten).

    Sie ist wieder verheiratet und ihr mann ist ebenfalls so ein spezieller Fall. Er ist enttäuscht, dass unsere Kinder nicht "Opa" zu ihm sagen, wo sie doch noch meinen Stiefpapa haben und er der Opa ist. Er hat komische Ansichten und findet alle meine Freunde blöd (wohl, weil sie ihm intellektuell überlegen sind- keine Ahnung).Sie versucht meinen Kindern die beste Oma zu sein, reißt alles an sich, kauft sich tot, will ja NUR das Beste für sie und blöderweise hat sie es geschafft, dass unser Sohn nie nach Hause will, wenn er dort war. Er weint bitterlich und krallt sich bei ihr fest. Ebenfalls bei ihrem neuen Mann... Wenn unser Sohn sich weh getan hat und wir sind alle zusammen, dann rennt er ausschließlich zu diesem Mann und nicht zu seinem eigenen Papa oder zu mir.
    Bisher habe ich das nicht persönlich genommen, mein Sohn soll seine Oma ja haben, aber was kann ich tun?
    Ach ja, reden geht nicht, sie bestreitet alles, nimmt alles krum und versteht nicht was man sagt...

    Frage: Was mache ich jetzt? Sie ist trotz allem meine Mutter..Mein mann hat schon lang die Schnauze voll.. Ich will den Kindern die Oma nicht weg nehmen, aber andereseits sagt man mir von allen Seiten was ist das für eine Oma?

    Euch allen einen schönen Tag.
    Jessi
    Viele Spötter meinen reich an Geist zu sein und sind nur arm an Takt.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

  2. #2
    Avatar von BRachial
    BRachial ist gerade online Intellektueller Bodensatz
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Zitat Zitat von Delphinmama Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    lang, lang ists her, ich war bei euch hie rnie oft, aber doch mal ab und zu. Meine kleine Tochter Luisa ist im April geboren und ich war hier täglicher Besucher, gerade im Schwangerschaftsguide.
    Das gleiche gilt für meinen Sohn Amelio. Er wird drei und damals habe ich mich ebenfalls in der Schwangerschaft hier mit vielem belesen... demnach soviel zur Vorstellung.

    Jetzt zum Thema und ich hoffe ich darf euch um Rat bitten:

    Es geht um meine Mutter. Vorweg muss ich euch dsagen, dass ich Einzelkind bin, in meiner Kindheit hatte ich dadurch viele Vorteile, aber auch Nachteile.Außerdem hätte ich gern Geschwister, mit denen ich mich austauschen könnte.
    Meine Mutter ist etwas "speziell". Daran sollte der Mann, der mich gezeugt hat, nicht ganz unschuldig sein, denn er schlug sie, betrug sie, trank Alkohol, war Fußballfan der Extralative und alles andere als ein guter Ehemann. Sie trennte sich von ihm, als ich fünf Jahre alt war, lernte meinen jetzigen Papa (Stiefvater) kennen und kurz darauf starb mein Erzeuger an einem Schlaganfall und Organversagen bzgl. seines Alkoholkonsumes.
    Mein Papa ist für mich der Beste und wundervollste Mensch der Welt. Er fing meine Mama in schlechten Zeiten auf, war zu mir immer liebevoll, wie ein Vater eben und erzog mich mit Werten und Normen. Ihm habe ich wirklich viel zu verdanken, was meine Erzziehung und Bildung angeht, ich habe mir Vieles bei ihm abgeguckt und er war und ist mir eine Art Idol.

    Nach 18 Jahren Ehe trennten sie sich, weil meine Mutter der Meinung war, sie würde dieses Leben langweilig finden. Sie hatten inzwischen ein Haus gekauft (ich war damals 14) und auch mein Opa (mütterlicherseits) zog mit ein. Als dieser 2006 an Nierenkrebs stand, warf es uns alle aus der Bahn, denn er war ein liebenswerter Mensch. Ich war inzwischen ausgezogen und plötzlich standen meine ELtern zum ersten Mal allein mit sich da. Sie merken wohl, wieviel Zeit sie auf einmal füreinander hatten und wussten nichts mehr mit sich anzufangen bis auf die Instandhaltung von Haus und Garten. Soviel zum Rahmen.

    Meine Mutter war und ist nicht einfach. Sie hat mich stets und ständig in Streitsituationen damit beschimpft, dass ich ja so sei wie mien Erzeuger, dass ich irgendwann auch mal schulden haben würde und außerdem oft so gucke wie er. Dies hielt sie mir immer vor, ich wuchs quasi mit dieser Art von Last auf, lebte aber damit, auch wenn es weh tat als kleines Kind. Später war ich nur wütend. Außerdem zwang sie mich fast zu meinem jetzigen Papa "Papa" zu sagen und zu seinen Eltern "Oma und Opa". Es war damals nicht so, dass ich es nicht wollte, aber ich habe Zeit gebraucht, war ein sehr schüchternes Kind und ich mochte und später liebte sie auch, aber ich hätte es gern von allein irgendwann gemacht. Sie zwang mich quasi dazu und redete auf mich ein. Wenn ich nicht parrierte, dann bekam ich schnell einen Klaps auf den HIntern, wenn ich mein Mittagessen nicht aufaß, kam der Kochlöffel auf den Tisch, mit dem sie mir drohte mich zu verhauen, damit ich es tat. Ich bekam Stubenarrest, den sie aber selten durchzog. Außerdem wurde ich mit Entzug von Taschengeld sanktioniert oder musste bereits getroffene Verabredungen mit Freunden absagen, wenn ich kurz vorher etwas gemacht habe, was in ihren Augen falsch war.

    Als ich meinen ersten Freund hatte 8mit 14 Jahren), wurde mir oft Telefonverbot auferlegt oder Treffverbot, wenn etwas war, was ich "angestellt" hatte. Entgegen aller Sanktionen erlaubte sie aber komischer Weise, dass er bei uns übernachtete und ich bei ihm und seinen Eltern, verlangte aber, dass ich nichts anstelle (sexuell also Jungfrau blieb). Ich war 11 Monate mit ihm zusammen und folgte ihrer Bitte. Letztendlich hatte er keinen Bock mehr auf mich, denn er war bereits 18 Jahre alt. Generell wollte ich auch gar nicht mit ihm schlafen, aber wer verlangt, das man sich gegenseitig nicht berührt, wenn man nachts in einem Bett miteinander schläft und ja auch neugierig ist auf den anderen Körper, der kann doch nicht andereseits erlauben, dass man nebeneinander schläft. Wir hatten Petting und ich als naives Früchtchen hatte plötzlich Angst, dass ich schwanger sei, denn er berührte mich unten, nachdem er bereits seinen Penis anfasste. Irgendwie hatte ich deshalb Angst und schrieb es in mein Tagebuch.. "Oh Gott, hoffentlich bin ich jetzt nicht schwanger, er hat mich berührt".
    Eines Tages kam ich von der Sc hule nach Hause und fand meine Mutter beim Kochen vor. Sie sprach mit mir ein gutes Wort und ich fragte sie, was denn sei. Nachdem sie 10 Mal "nichts" sagte, ging ich hoch in mein Zimmer und fand mein Tagebuch geöffnet auf dem Tisch liegen. Sie hatte das kleine Schloß aufgebrochen und es demonstrativ auf meinen Tisch gelegt, genau diese Seite dort geöffnet!
    Ich ging runter, weil ich sauer war und verhielt mich, wie sich pubertierende Teenies eben verhalten. Ich fand mich im Recht und hielt ihr einen Vortrag, dass es nicht in Ordnung sei, dass sie einfach mein Tagebuch lese. Sie jedoch drehte den Spieß um, knallte mir eine ins Gesicht und schrie mich an, dass sie mir ja vertraut habe, dieses Vertrauen aber jetzt hinüber sei. Außerdem könne ich vergessen, diesen "Grufti" jehmals wieder sehen zu dürfen (was sie jedoch nicht einhielt.. wir fuhren sogaar im Sommer gemeinsam mit meinen Eltern in den Urlaub).

    In dieser zeit versuchten meine Eltern gerade schwanger zu werden, denn sie wollten ein gemeinsames Kind bekommen. Da es nicht klappte, machte meine Mama eine Hormontherapie und auch eine künstliche Befruchtung. Sie hatte an diesem tag den besagten Termin. Sie sagte, sie habe mich nihct mehr lieb, weil sie so enttäuscht von mir wäre. Ich rutschte auf Knien hinter ihr her und weinte sehr, weil ich Angst hatte, sie würde mich tatsächlich nicht mehr lieben und mich am Nachmittag durch ein anderes Kind ersetzen.

    Als ich ca. 16 oder 17 war, hatten wir uns Weihnachten gestritten und ich wurde zu Arrest in meinem Zimmer verurteilt. Ich hatte jedoch auch einen sturrkopf und beschloss diesen Tag (Heiligabend) gar nicht mehr hinunter zu ihnen zu gehen. Sie aßen also gemeinsam das Abendessen und gingen dann irgendwann gemeinsam zur Beschehrung. Irgendwann nach 2 Stunden kam meine Mutter hoch in mein Zimemr und bat mich mit immer größerem Druck doch bitte auch mit hinunter zu kommen. Ich wollte nicht! Irgendwann, als sie nicht mehr weiter wusste, schmiss sie meine CD Ständer mit voller Wucht um, fegte meinen Schreibtisch mit einer Hand leer und kam zu mir, nahm mich bei den Haaren, riss mich die ganzen Stufen hinunter ins Wohnzimmer, warf mich aufs Sofa und drückte mir mein geschenk in den Schoß! Mein Opa und mein Papa sahen fassungslos zu und sagten ihr, dass das ja wohl ein Unding sei und was sie damit denn nun bezwecke... Der Abend war für mich mehr als gelaufen und ein Schlüsselmoment.

    Als ich beschloss Abi zu machen, lachte sie mich aus, weil sie der Meinung war, ich wäre zu blöd und als ich anfing mich für Opern und Musicals zu interessieren, fand sie mich spießig. Als ich mit 18 Jahren nach Wien wollte, weil ich damals ziemlich interessiert an Sisi und Co war, lachte sie mich höhnisch us und sagte "Andere Jugendliche in deinem Alter fahren Nach Ibiza oder zum Ballermann und du Oma willst nach Wien Fiaker fahren!!!"

    Als ich eine Facharbeit zu einem Opernstück schrieb, ging ich mit einem uns bekannten und befreundeten Pastor dort hin. Er wollte mich nach der Vorstellung dann nach Hause fahren. Er bat mir an, auf dem Heimweg kurz bei sich Halt zu machen, da er noch ein altes Programmheft aus einer etwas älteren Vorstellung dort habe, ich konnte das gut gebrauchenfür die Arbeit. Seine Frau und die zwei Söhne (in meinem Alter) schliefen schon und er sprang schnell raus um die Hefte zu holen. Die Verspätung betrug alles in allem 30 Minuten. ich schrieb das meienr Mutter per SMS. Als ich zuhause ankam, rannte sie uns bereits entgegen und beschimpfte den Mann mit "Sie vergreifen sich an kleinen Kindern und haben selbst welche? Weiß hre Frau davon? Was sindsie nur für ein Mann, dazu noch Pastor".. mir war das so peinlich. Er entgegnete ihr, dass es ihm leid tue, dass es nun so spät wurde. Zu mir sagte er "Mach dir keine Sorgen, ich kann damit umgehen".
    Er und seine Familie sind heute noch mit mir befreundet und er weiß mittlerweile auch von den Problemen mit meiner Mutter. Er und seine Frau raten mir, den Kontakt abzubrechen..

    Ich könnte euch noch viele solcher Geschichten erzählen.. der Rahmen ist bereits gesrengt.
    Meinen mann findet sie suspekt, denn er ist Ausländer (ist seid 14 Jahren in Deutschland und Musiker (Dirigent und Pianist), hat hier in Deutschland studiert und alles andere als der "typische Ausländer). das kapiert sie aber nicht und sieht in ihm den mann, der mir eines tages die Kinder verschleppen wird, wenn wir uns trennen. Meine Schwiegermama mag sie auch nicht, erstens wegen der Sprachbarriere (sie wohnt nicht in Deutschland und kommt manchmal zu Besuch). Unsere Hochzeit war eine einzige Enttäuschung für meine Mutter (obwohl wir ihr alles recht machen wollten).

    Sie ist wieder verheiratet und ihr mann ist ebenfalls so ein spezieller Fall. Er ist enttäuscht, dass unsere Kinder nicht "Opa" zu ihm sagen, wo sie doch noch meinen Stiefpapa haben und er der Opa ist. Er hat komische Ansichten und findet alle meine Freunde blöd (wohl, weil sie ihm intellektuell überlegen sind- keine Ahnung).Sie versucht meinen Kindern die beste Oma zu sein, reißt alles an sich, kauft sich tot, will ja NUR das Beste für sie und blöderweise hat sie es geschafft, dass unser Sohn nie nach Hause will, wenn er dort war. Er weint bitterlich und krallt sich bei ihr fest. Ebenfalls bei ihrem neuen Mann... Wenn unser Sohn sich weh getan hat und wir sind alle zusammen, dann rennt er ausschließlich zu diesem Mann und nicht zu seinem eigenen Papa oder zu mir.
    Bisher habe ich das nicht persönlich genommen, mein Sohn soll seine Oma ja haben, aber was kann ich tun?
    Ach ja, reden geht nicht, sie bestreitet alles, nimmt alles krum und versteht nicht was man sagt...

    Frage: Was mache ich jetzt? Sie ist trotz allem meine Mutter..Mein mann hat schon lang die Schnauze voll.. Ich will den Kindern die Oma nicht weg nehmen, aber andereseits sagt man mir von allen Seiten was ist das für eine Oma?

    Euch allen einen schönen Tag.
    Jessi
    Ich such seit Stunden nach dem Problem - das könnten viele sein, aber auch nur eines ....
    Könnte man in kurzen, dürren Worten zusammenfassen, wofür genau man Rat benötigt?
    weisserrabe2001, Tonks77 und Gast gefällt dies.
    "Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm."
    Lemmy Kilmister

    Solche:Freunde/Mann/Frau/Kind/Kinder/Tiere/Kollegen/Kumpels/Kneipenwirte/Mitsportler/Handwerker/ Lieferanten/Nachbarn hätte ich gar nicht erst!

  3. #3
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    was Du mit Deiner Mutter erlebt hast, wäre für mich ein Grund, meine Kinder dort gar nicht alleine zu lassen.

    Aber das musst Du alleine entscheiden, ob Du weiterhin Kontakt möchtest und/oder ob Du willst, dass Deine Kinder ähnliches erleben (könnten) wie Du.
    Für mich wäre die Sache klar.
    Sascha, Schnuggimaus, Vitamin und 4 anderen gefällt dies.

  4. #4
    Avatar von Cafetante
    Cafetante ist offline Wibbelchen
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Zitat Zitat von BRachial Beitrag anzeigen
    Ich such seit Stunden nach dem Problem - das könnten viele sein, aber auch nur eines ....
    Könnte man in kurzen, dürren Worten zusammenfassen, wofür genau man Rat benötigt?
    Du hast alles gelesen? Ich fände ja eine Zusammenfassung gut. Ist der Knackpunkt jetzt das der Sohn gerne bei der Oma ist? Oder das der Stiefopa Opa genannt werden möchte? Oder das ihr Vater früh verstarb?

  5. #5
    Avatar von Diamant
    Diamant ist offline Sächsisches Angelhuhn
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Zitat Zitat von Delphinmama Beitrag anzeigen
    Euch allen einen schönen Tag.
    Jessi
    Puhh, lang *schweisvonderstirnwisch*

    Mein erster Gedanke war, den Kontakt zu verringern. Das ein Kind mitunter lieber bei Oma und Opa ist (wo es mehr Narrenfreiheit hat) ist normal, besonders wenn die Eltern sich im Moment etwas mehr um das neue Geschwisterchen kümmern müssen. Mit würde jedoch eher Sorgen machen wie meine Kindheit war und ich hätte Angst, dass sie wieder in alte Muster verfällt und meine kinder die gleichen Dinge erleben müssen wie ich als Kind. Auch würde mir die Ablehnung des Vaters nicht passen. Irgendwann macht sie vielleicht Stimmung gegen den Vater (deinen Mann).

    Und dann hört auf es ihr recht machen zu wollen. Es ist euer Leben und ihr müsst euch wohl fühlen.
    atakrem, Delphinmama und Lore2009 gefällt dies.
    LG STEINLINDA WHISKAS LIKORIA HUHN


  6. #6
    Avatar von Diamant
    Diamant ist offline Sächsisches Angelhuhn
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Zitat Zitat von cafetante Beitrag anzeigen
    Du hast alles gelesen? Ich fände ja eine Zusammenfassung gut. Ist der Knackpunkt jetzt das der Sohn gerne bei der Oma ist? Oder das der Stiefopa Opa genannt werden möchte? Oder das ihr Vater früh verstarb?
    Die Summe des ganzen gepaart mit einer Kindheit bei dieser Frau, die man eigentlich niemanden wünscht.
    atakrem, Delphinmama, Lyndwyn und 1 anderen gefällt dies.
    LG STEINLINDA WHISKAS LIKORIA HUHN


  7. #7
    Avatar von Stadtmusikantin
    Stadtmusikantin ist offline Urgestein
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Zitat Zitat von BRachial Beitrag anzeigen
    Ich such seit Stunden nach dem Problem - das könnten viele sein, aber auch nur eines ....
    Könnte man in kurzen, dürren Worten zusammenfassen, wofür genau man Rat benötigt?
    musst du solche Mammutbeiträge auch noch vollzitieren?
    Trilllian gefällt dies

  8. #8
    WATERPROOF ist gerade online Renitent.
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Ist die Frage vielleicht:

    Soll ich Kontakt halten? Und wie?

    Ich habe ähnliches erlebt, also v.a. emotionale Misshandlung in der Kindheit.
    Ich habe weiter Kontakt zu ihr, aber jetzt zu meinen Bedingungen. Ich setze klare Grenzen. Wenn sie sich nicht dran hält, muss sie ohne mich (und meine Kinder) leben. Ein Stück weit habe ich auch geschafft, ihr zu verzeihen. Aber die Wut überwiegt noch bei weitem.

    Ich hab das aber nur durch eine Therapie geschafft, also es war nicht so einfach.
    Vitamin, Martha74, atakrem und 1 anderen gefällt dies.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    Nix für ungut...aber bei so viel Text geht meine Konzentration flöten...

    Deshalb bitte ich auch um eine Kurzfassung deines Kernproblemes ohne die 1000 Bauenstellen von vor 15 bis 20 Jahren.
    Mrs.Wallace gefällt dies

  10. #10
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Was stelle ich mit meiner Mutter an?

    wolltest du testen, wieviele zeichen ein beitrag umfassen kann? wieviele sind es?
    Fimbrethil und jennyhase gefällt dies.
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

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