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  1. #1
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    Standard Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Zitat Zitat von Mamavonzweizicken Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!
    Ich habe keine Erfahrungen, musste mich aber nach gehäuften Entzündungen auch damit befassen. Ich habe mich erstmal gegen eine OP entschieden, weil ich auch richtige Angst davor habe. Es soll ja tierisch weh tun und nicht ganz ungefährlich sein. Ich habe bei der letzten Mandelentzündung ein Antibiotikum für 10 Tage bekommen, ansonsten immer nur 7 und seitdem ist erstmal Ruhe. Ich hoffe es bleibt so, vor allem wenn im Herbst die Grippesaison wieder losgeht. Beim kleinsten Kratzen im Hals gurgel ich mit Listerine, ich bilde mir ein, dass das hilft.

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    *meld* mit anfang 20 ...
    seitdem hab ich (außer zu kindergartenzeiten) fast ruhe mit infekten (nase wurde aber mitchirurgelt).
    war pillepalle. eine woche schluckbeschwerden wie bei einer "angina". und davon hatte ich massig...
    und das gefühl richtig atmen zu können - unbezahlbar

    jede op birgt ein risiko. auch routineeingriffe.
    aber da gerade streptokokken-infektionen nicht ohne sein können macht es sinn, seinen schiss zu überwinden.

  4. #4
    Avatar von Claudia_Felix
    Claudia_Felix ist offline old hand
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    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Mit Ende 30.
    War kein Spaziergang! Ins Krankenhaus Sonntag Abend, Montag Aufklärung & Co, Dienstag OP, Samstag nach Hause.
    Eine Woche tierische Halsschmerzen, bei jedem Spuckeschkucken habe ich überlegt, ob ich es tue oder noch aufschiebe. Sprechen ging gar nicht..tat sehr weh. Essen? Höhö, habe 5 kg angenommen und hatte nur Hunger, aber jeder Schluck tat nur weh.
    Zu Hause hatte ich dann mehrere Tage fiese Ohrenschmerzen, gegen die nichts half. Habe teilweise vor Ohrenschmerzen geheult. Das ist wohl aber nicht bei jedem so.
    Die Schwestern haben uns erzählt, die 3 Erwachsenen, die an dem Tag operiert worden sind, litten still vor sich ihn, während die 3 Kinder mit der gleichen OP fröhlich durch die Gänge sprangen.

    Komplikationen waren keine, am Tag nach der OP habe ich Blut gebrochen, das ist wohl aber altes Blut, das während der OP in den Magen läuft. Kann vorkommen, muss aber nicht und hat mich sehr erschreckt.

    Seitdem habe ich mal eine Seitenstrangangina, da geht das Schlucken etwas schwer, ich aber nach 3 Tagen vorbei. Sonst bin ich sehr gesund seitdem.

    Du wolltest es wissen!
    LG

    Claudia

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Zitat Zitat von Mamavonzweizicken Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!
    Auf die Antworten bin ich auch gespannt...

    Mein Hals ist eine riesige Kraterlandschaft und atmen ist voellig ueberbewertet

  6. #6
    Avatar von euli
    euli ist offline schon immer euli
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    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Zitat Zitat von Claudia_Felix Beitrag anzeigen
    Mit Ende 30.
    War kein Spaziergang! Ins Krankenhaus Sonntag Abend, Montag Aufklärung & Co, Dienstag OP, Samstag nach Hause.
    Eine Woche tierische Halsschmerzen, bei jedem Spuckeschkucken habe ich überlegt, ob ich es tue oder noch aufschiebe. Sprechen ging gar nicht..tat sehr weh. Essen? Höhö, habe 5 kg angenommen und hatte nur Hunger, aber jeder Schluck tat nur weh.
    Zu Hause hatte ich dann mehrere Tage fiese Ohrenschmerzen, gegen die nichts half. Habe teilweise vor Ohrenschmerzen geheult. Das ist wohl aber nicht bei jedem so.
    Die Schwestern haben uns erzählt, die 3 Erwachsenen, die an dem Tag operiert worden sind, litten still vor sich ihn, während die 3 Kinder mit der gleichen OP fröhlich durch die Gänge sprangen.

    Komplikationen waren keine, am Tag nach der OP habe ich Blut gebrochen, das ist wohl aber altes Blut, das während der OP in den Magen läuft. Kann vorkommen, muss aber nicht und hat mich sehr erschreckt.

    Seitdem habe ich mal eine Seitenstrangangina, da geht das Schlucken etwas schwer, ich aber nach 3 Tagen vorbei. Sonst bin ich sehr gesund seitdem.

    Du wolltest es wissen!
    LG

    Claudia
    Genau so, nur ohne die Ohrenschmerzen...
    LG, Euli

    Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren imaginären Freund hat

  7. #7
    Anni7887 ist offline Member
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    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Ich hatte die OP vor zwei Jahren (mit 23 J.) und habe mich dafür entschieden, da ich -egal ob Sommer oder Winter- laufend entzündete Mandeln hatte.

    Ich war nach der OP noch fünf Tage stationär im KH. Die OP an sich ist für den HNO-Arzt ein Routineeingriff und dauert vielleicht 15 bis 20 Minuten. Das Problem sind Nachblutungen, die auftreten können (in ca. 3% der Fälle). Ich hatte nach einer Woche Nachblutungen und dann ein paar Tage immer mal wieder. Das ist schon sehr errschreckend, weil Blut gleich immer so viel aussieht, aber bei mir hat sich die Blutung immer wieder von selbst gestillt.

    Die Schmerzen nach der OP sind nicht ohne. Habe in der ersten Woche die Maximaldosis Diclofenac gebraucht, danach ging es ohne. Schlucken tut am Anfang einfach höllisch weh und man kriegt nichts durch den Hals. Nach etwa drei Wochen ging das Essen dann wieder ganz normal.

    Auch wenn es sicher kein Spaziergang ist, in meinem Fall war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Denn seitdem macht mein Hals so gut wie keine Probleme mehr.



    Zitat Zitat von Mamavonzweizicken Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!

  8. #8
    Avatar von celawuff
    celawuff ist offline cela wie?
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    10.831

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    ich war 30, meine Mandeln waren 1/2 Jahr lang vereitert trotz AB, mussten also dringend raus. Angst hatte ich auch gewaltig. 1 Woche Krankenhaus, dann 1 Woche absolute Sofaruhe und dann noch eine Woche Hausarrest...
    Die OP war am Montag morgen, vor der OP gab es tolle LMAA-Pillen, war komisch, eigentlich müsste ich ja Angst haben, aber mir war die OP echt egal :), der Anästhesist hat mir vor dem Aufwachen nach der noch eine Portion Schmerzmittel versprochen und auch gegeben, so bin ich problemlos munter geworden, anders als meine Bettnachbarin, die war noch nicht ganz da und hatte schon Schmerzen.
    Schmerzmittel gab es in ausreichender Dosis und auch Eis wurde im Gefrierfach regelmäßig aufgefüllt, da war das Jungvolk oft allerdings schneller, Kühlpackungen für den Hals waren ständig verfügbar. Am Montag abend gab es zu meiner Überraschung gleich normales Essen...
    Ich hatte mir für die Woche keine Besuche erbeten, einen Stapel Bücher dabei, so war die Woche eigentlich fast Urlaub, leider hatte ich es mit der Bettnachbarin hin und wieder viel zu lustig, so brauchten wir dann Schmerzmittel-Nachschlag.
    Komplikationen gab es keine.
    Die ersten Jahre nach der OP hatte ich noch öfter Seitenstrangangina (wurde schon im Vorfeld vom HNO vorgewarnt, da die Mandeln ja nicht ausgeheilt waren, bei der OP) trotzdem habe ich mich im Nachhinein geärgert, dass ich die OP so lange aufgeschoben hatte. Inzwischen hatte ich seit Jahren keine Halsprobleme mehr :)

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Zitat Zitat von Mamavonzweizicken Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!
    Ich bekam mit 11 die Mandeln gekappt und mit 37 dann komplett entfernt. Seitdem habe ich keine Probleme mehr.

    Die OP selbst ist gut verlaufen, allerdings hatte ich Komplikationen bei der Narkose, die Anästhesistin hatte Probleme mich zu intubieren und ich lag schon in Narkose. 15 Minuten hat sie gebraucht, um mich zu intubieren, ich wurde teilweise wieder geweckt, aber die Muskelrelaxantien haben noch gewirkt. Schön ist was anderes.

    Durch die Intubationskomplikation und das rumgestochere in den Hals plus die OP hatte ich sehr starke Schmerzen. Die hielten wirklich 14 Tage an und in diesem Krankenhaus gab es keine vernünftige Schmerzmedikation. Nach einer Woche durfte ich heim und meine Hausärztin kannte sich besser mit den Schmerzmitteln aus. Ab da war es besser zu ertragen.

    Die OP hat sich wirklich gelohnt, auch wenn ich auf die Komplikationen gern verzichtet hätte.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Mandeln-OP bei Erwachsenen

    Zitat Zitat von Mamavonzweizicken Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Mann hat von seinem HNO-Arzt die (eindeutige) Empfehlung bekommen, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vor dieser OP hat er "Angst", denn er hat gehört, dass sie für Erwachsene nicht ungefaehrlich und auch sehr schmerzhaft sein kann.

    Wer hat sich die Mandeln im Erwachsenenalter entfernen lassen und wie war es? Ich haette einfach gern mal ein paar Erfahrungsberichte, da ich überzeugt bin, dass die OP sinnvoll ist und meinen Mann überzeugen möchte.

    Danke für Eure Antworten!
    Meinem Mann wurden sie vor über einem Jahr entfernt.

    Die ersten 3 Tage ging es, da bildete sich ein Belag über den Wunden.
    Als dieser sich löste, wurde es schmerzhaft, das ist nicht zu beschönigen. Er nahm die Höchstdosis seiner Schmerztabletten am Tag und litt weiterhin.

    Ab Tag 10 wurde es deutlich besser, ab Tag 14 war es fast ok, nach 4 Wochen war alles vergessen.

    Die Nachblutungsgefahr ist da, aber wenn man sich an die Anweisungen des Arztes hält, ist die Gefahr sehr gering.


    Mein Mann sagt, wenn er vorher gewusst hätte, dass er im Grunde "nur" eine Durststrecke von 10-14 Tagen gehabt hätte, hätte er sie sich schon Jahre vorher rausnehmen lassen.
    Er hatte in den 5 Jahren vorher andauernd Mandelentzündungen, im letzten Jahr hatte er eine gute Phase, wenn er mal 3 Wochen ohne Antibiose war; in den 4 Monaten vorher war er höchstens 5 Tage ohne AB.

    Er hatte seit März 2012 erst eine Antibiose, weil er eine Nebenhöhlenentzündung hatte.

    Ihm geht es auch insgesamt viel besser.
    Er schläft weniger, hat mehr Appetit, ist belastbarer, ausgeglichener und hat wieder viel mehr Spaß am Leben.


    Wenn ihr zufällig im Saarland wohnt, kann ich euch einen sehr guten Belegarzt empfehlen.

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