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Thema: Umstellung: Leben mit Baby

  1. #1
    Gast

    Rotes Gesicht Umstellung: Leben mit Baby

    Hallo an alle:
    Ich schildere mal kurz meine Situation und freue mich über Ratschläge, Hoffnungen und ähnliche Situationen. Ich bin 27, verheiratet und habe vor drei Wochen unseren Sohn bekommen, ein geplantes und absolutes Wunschkind. Ich liebe ihn und bin glücklich, aber trotz allem fällt mir die Umstellung für mein neues Leben schwerer als gedacht. Da gibt es diese fiesen Momente, meist wenn ich übermüdet bin und die Hormonumstellung ist sicher auch nicht ohne, in denen ich alles schwarz sehe und Angst habe, dass unsere Familie so nicht funktioniert. Mein Mann ist selbstständig und leitet ein Catering-Unternehmen, was natürlich bedeutet, dass er lange Arbeitstage hat und oft erst am späten Abend oder in der Nacht heimkommt, Wochenende, was ist das? Wir sind seit 5 Jahren zusammen und ich kam super damit klar. Ich war selbst den ganzen Tag in der Arbeit, habe dann viel Sport gemacht, Freunde getroffen, meine Familie besucht (wohnt etwas weiter weg.) Die Zeit, die wir gemeinsam hatten, haben wir intensiv genutzt und viel Schönes zusammen erlebt. (also eher Qualität als Quantität). Mein Mann hat sich auch sehr auf den Kleinen gefreut und ihm ist die Familie auch wichtig. Es wird wohl viel Planung erfordern, dass wir auch immer wieder Zeit zu dritt haben und die beiden sich auch richtig kennen lernen können. Ich hätte nie gedacht, dass mir die Umstellung so schwer fällt. Ich habe Angst vor der neuen Situation. Achja, hinzu kommt, dass wir erst umgezogen sind und noch renovieren. Mein Mann ist wirklich sehr eingespannt momentan. Ich habe ständig das Gefühl, dass wir uns komplett übernommen haben, Baby, Renovieren und die viele Arbeit von meinem Mann. Zum Glück hilft uns der Schwiegerpapa beim Renovieren sehr viel. Ich habe auch Angst um unsere Ehe, wir haben jetzt ja ganz unterschiedliche Leben: er arbeitet viel, kommt viel raus, ich bin daheim mit dem Kleinen und dem Haushalt. Findet er mich irgendwann langweilig? Ich mache mir viel zu viele Sorgen, auch dass wir nicht wie eine richtige Familie werden, aufgrund der langen Arbeitszeiten. Kann meine Gefühle irgendwie schwer in Worte fassen. Vielleicht sind es auch nur die Hormone und es legt sich bald wieder... Danke fürs "zuhören" und vielleicht sind manche ja in einer ähnlichen Situation und ihr habt schon Erfahrungen, wie es funktionieren kann.
    Viele Grüße

  2. #2
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    30.06.2002
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    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    ganz ehrlich: alles ist normal!

    Viele Veränderungen verunsichern erstmal. Mich hat auch diese totale Abhängigkeit des Kindes erstmal überrascht.

    Das mit der zusätzlichen Arbeit durch die Renovierung streßt allerdings schon, könnt ihr da nicht ein bißchen was aufschieben?

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    hallo erstmal und....
    ich glaube, so gings uns fast allen
    lass dich erstmal ankommen.
    ich kann mich noch erinnern, wie ich panisch mit offenen ohren rumgerannt bin, alles perfekt machen wollte, ja nichts falsch.
    an allen ecken und enden habe ich mich kontrolliert, gezweifelt, in frage gestellt.
    ich fühlte mich unter dauerdruck und wie eine feder auf anschlag.

    es braucht schlichtweg seine zeit bis sich alles eingependelt hat, man über wäscheberge und unordnung müde lächelnd hinwegsieht und versteht, dass man erst mal im babymodus ticken sollte.
    schlaf wenn das kind schläft, wasche die wäsche mit timer, frag auch mal jemanden um hilfe oder einen spaziergang mit dem kind, damit du eine stunde in die wanne liegen kannst oder abends mal aus mit deinem mann.
    aber vor allem, lass dir zeit, es findet sich.
    Stadtmusikantin und jennyhase gefällt dies.

  4. #4
    Sascha ist offline Urgestein
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    13.06.2002
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    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    Zitat Zitat von stevie86 Beitrag anzeigen
    Hallo an alle:
    Ich schildere mal kurz meine Situation und freue mich über Ratschläge, Hoffnungen und ähnliche Situationen. Ich bin 27, verheiratet und habe vor drei Wochen unseren Sohn bekommen, ein geplantes und absolutes Wunschkind. Ich liebe ihn und bin glücklich, aber trotz allem fällt mir die Umstellung für mein neues Leben schwerer als gedacht. Da gibt es diese fiesen Momente, meist wenn ich übermüdet bin und die Hormonumstellung ist sicher auch nicht ohne, in denen ich alles schwarz sehe und Angst habe, dass unsere Familie so nicht funktioniert. Mein Mann ist selbstständig und leitet ein Catering-Unternehmen, was natürlich bedeutet, dass er lange Arbeitstage hat und oft erst am späten Abend oder in der Nacht heimkommt, Wochenende, was ist das? Wir sind seit 5 Jahren zusammen und ich kam super damit klar. Ich war selbst den ganzen Tag in der Arbeit, habe dann viel Sport gemacht, Freunde getroffen, meine Familie besucht (wohnt etwas weiter weg.) Die Zeit, die wir gemeinsam hatten, haben wir intensiv genutzt und viel Schönes zusammen erlebt. (also eher Qualität als Quantität). Mein Mann hat sich auch sehr auf den Kleinen gefreut und ihm ist die Familie auch wichtig. Es wird wohl viel Planung erfordern, dass wir auch immer wieder Zeit zu dritt haben und die beiden sich auch richtig kennen lernen können. Ich hätte nie gedacht, dass mir die Umstellung so schwer fällt. Ich habe Angst vor der neuen Situation. Achja, hinzu kommt, dass wir erst umgezogen sind und noch renovieren. Mein Mann ist wirklich sehr eingespannt momentan. Ich habe ständig das Gefühl, dass wir uns komplett übernommen haben, Baby, Renovieren und die viele Arbeit von meinem Mann. Zum Glück hilft uns der Schwiegerpapa beim Renovieren sehr viel. Ich habe auch Angst um unsere Ehe, wir haben jetzt ja ganz unterschiedliche Leben: er arbeitet viel, kommt viel raus, ich bin daheim mit dem Kleinen und dem Haushalt. Findet er mich irgendwann langweilig? Ich mache mir viel zu viele Sorgen, auch dass wir nicht wie eine richtige Familie werden, aufgrund der langen Arbeitszeiten. Kann meine Gefühle irgendwie schwer in Worte fassen. Vielleicht sind es auch nur die Hormone und es legt sich bald wieder... Danke fürs "zuhören" und vielleicht sind manche ja in einer ähnlichen Situation und ihr habt schon Erfahrungen, wie es funktionieren kann.
    Viele Grüße
    *drück*
    Setz Dich nicht unter Druck - natürlich fällt die Umstellung schwer. Euer Sohn ist erst 3 Wochen, das ist ja total frisch.
    Sascha
    das war ja wohl individualtaktischer Nonsens

    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

  5. #5
    Avatar von Stadtmusikantin
    Stadtmusikantin ist offline Urgestein
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    25.01.2006
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    75.141

    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    Alles völlig normal. In den ersten Wochen bin ich beim 1. Kind morgens nicht mal zum Duschen gekommen, der schrie pausenlos.

    Als er 6 Monate alt war und abgestillt, hab ich wieder Aktivitäten aufgenommen, z.B. in der alten Firma als Aushilfe gearbeitet, Computerkurs, Sport etc.
    ccc gefällt dies

  6. #6
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    ach je, das hatten wir wohl alle beim ersten Kind.

    Sobald der Kleine durchschläft kannst du auch wieder klarer denken und die Familie organisieren.

    Du brauchst Geduld, Geduld und Geduld. Und versuch nicht perfekt zu sein.
    Damit reibst du dich auf.
    In drei Monaten sieht die Welt schon viel besser aus.

  7. #7
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Beiträge
    29.755

    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    Ich finde die Gedanken und Sorgen auch normal, aber dennoch nicht unberechtigt. Oft, aber nicht immer gelingt es, als Familie zusammen zu finden. Redet miteinander. Über eure Vorstellungen, wie Familie ausschauen soll, wer welche Aufgaben übernimmt, wieviel und auf welche Weise ihr Zeit als Familie (und als Paar) verbringen möchtet. Und wie ihr euch an diese Idealwünsche rantasten könnt. Nicht immer geht alles perfekt, aber verfallt nicht zu früh in die "geht nicht" Falle. Auch für Selbsständige gibt es die Möglichkeit, sich Zeit mehr zu nehmen. Ob ihr jemanden einstellt, dein Mann etwas kürzer treten kann oder euch erstmal "nur" zu ungewöhnlichen Zeiten Zeit füreinander nehmt. (Statt WE ein freier Montag, dem Baby ist das egal). Und gib auch dir Zeit, deinen Tagesrhythmus neu zu finden.
    freesie gefällt dies

  8. #8
    cosima ist offline Urgestein
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    95.219

    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    ich schliess mich an:
    Lass dir Zeit!
    Und nimm dir bewusst die Zeit, das ist keine kleine Umstellung.
    Versuch nicht sofort wieder dein altes Leben zu haben, sondern lass dich jetzt ein bisschen treiben mit Baby, schlaf, wenn du es brauchst, leg dich bei dem schönen Wetter mit Baby im Schatten auf eine Decke, trödel rum, häng rum.

    Der Haushalt muss nicht perfekt sein jetzt, du musst jetzt nicht zum Sport, schon gar nicht musst du jetzt deine Zukunft planen!
    Das findet sich alles.

    Sieh nur im Laufe der Zeit zu, dass dein Mann nicht ganz in Arbeit verschwindet, lass ihn auch mal allein mit Baby, forder das ein. Auch die Renovierung muss nicht sofort fertig und sofort perfekt sein!
    hanuta, freesie, salvadora und 6 anderen gefällt dies.

  9. #9
    Avatar von lasa02
    lasa02 ist offline jetzt verheiratet :-)
    Registriert seit
    09.01.2008
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    2.811

    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    Die anderen haben ja schon fast alles gesagt!

    Für mich war die Umstellung von 0 auf 1 Kind die schwerste! So schwer, daß ich knapp an einer Wochenbettdepression vorbeigeschrammt bin!
    Liebe Grüße Lasa

    ***

  10. #10
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Umstellung: Leben mit Baby

    Zitat Zitat von Maumau Beitrag anzeigen
    Sobald der Kleine durchschläft kannst du auch wieder klarer denken und die Familie organisieren.

    .
    waahh - das hat bei mir 2 Jahre gedauert. Da konnte ich schon wieder vorher klarer denken.
    jennyhase gefällt dies

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