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Thema: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

  1. #1
    vanilla-cookie ist offline Pooh-Bah
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    Standard Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Der Große ist jetzt 8 und liest öfter mal die Zeitung und hat in letzter Zeit auch öfters mal die Nachrichten mit uns geschaut bzw. saß er einfach mit im Wohnzimmer, wenn wir Nachrichten sehen.

    Das hat ihm scheinbar ziemlich Angst gemacht und man kann es ja auch verstehen, die Nachrichten sind überwiegend grausam. Wirtschaftskrise, Hungersnot, Bombenanschläge, Krieg, alles sehr, sehr schrecklich. Ihn beschäftigen die Sachen an sich schon sehr, aber auch die Frage, ob uns sowas auch passieren kann. Und ich weiß ehrlich nicht, was ich antworten soll: Krieg und Hungersnot sind in Italien nun eher unwahrscheinlich. Aber von der Wirtschaftskrise sind wir betroffen und Anschläge können immer und überall passieren. Nur soll man das einem ängstlichen 8-Jährigen sagen, der eh schon sehr besorgt ist, dass der Papa sterben könnte oder die kleine Schwester aus dem Vorgarten entführt wird?

    Wie seid ihr mit solchen Ängsten umgegangen? Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?

  2. #2
    Avatar von FrauMauskewitz
    FrauMauskewitz ist offline für warme Füße
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    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von vanilla-cookie Beitrag anzeigen
    Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?
    Das und das.

    Wer zu jung ist um Nachrichten zu verkraften sollte sie nicht sehen.
    Ansonsten schön reden. Hier passiert sowas nicht.

    Das reicht erstmal in dem Alter.
    Das dumpfe Wissen das es doch passieren könnte haben die Kinder selber aber es hilft ungemein wenn da einfach mal jemand sagt "Mach dir keine Sorgen uns passiert nichts !"
    -Sheera- gefällt dies

  3. #3
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von vanilla-cookie Beitrag anzeigen
    Der Große ist jetzt 8 und liest öfter mal die Zeitung und hat in letzter Zeit auch öfters mal die Nachrichten mit uns geschaut bzw. saß er einfach mit im Wohnzimmer, wenn wir Nachrichten sehen.

    Das hat ihm scheinbar ziemlich Angst gemacht und man kann es ja auch verstehen, die Nachrichten sind überwiegend grausam. Wirtschaftskrise, Hungersnot, Bombenanschläge, Krieg, alles sehr, sehr schrecklich. Ihn beschäftigen die Sachen an sich schon sehr, aber auch die Frage, ob uns sowas auch passieren kann. Und ich weiß ehrlich nicht, was ich antworten soll: Krieg und Hungersnot sind in Italien nun eher unwahrscheinlich. Aber von der Wirtschaftskrise sind wir betroffen und Anschläge können immer und überall passieren. Nur soll man das einem ängstlichen 8-Jährigen sagen, der eh schon sehr besorgt ist, dass der Papa sterben könnte oder die kleine Schwester aus dem Vorgarten entführt wird?

    Wie seid ihr mit solchen Ängsten umgegangen? Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?
    Das nutzt eher nichts. Hilfreich ist zu erklären warum wo was passiert. Naturkatastrophen können eher spannend sein wenn man gemeinsam erarbeitet warum woe was pasiert. Und oft klärt man dabei auch warum HIER sowas nicht passiert oder wie man sich schützen kann. Aufklärung statt kurzer Erklärung.
    chilanga gefällt dies




  4. #4
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von vanilla-cookie Beitrag anzeigen
    Wie seid ihr mit solchen Ängsten umgegangen? Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?
    Ich hatte das als Kind auch, ich konnte jahrelang nicht gut einschlafen, weil ich Angst vor Einbrechern, Mördern, Kriegen, Gewittern... hatte.

    Was mir geholfen hat: die Worst-Case-Szenarien durchgehen, möglichst viele Fakten haben. Also: wenn es gewittert, wie wahrscheinlich ist es, dass der Blitz bei uns einschlägt? Und wenn er einschlägt, wie wahrscheinlich ist es, dass er mich trifft? Und wenn er mich trifft, wie wahrscheinlich ist es, dass ich das überlebe? (Ein "Uns kann hier nichts passieren!" hat mich eher mehr gestresst, es ist ja auch einem Grundschulkind klar, dass das nicht stimmt.)

    Langfristig wirklich geholfen hat dann, als mir bewusst geworden ist, dass es ok ist, Angst zu haben - dass ich weder alles mögliche tun muss, um zu verhindern, dass die Angst auftritt, noch, dass sie tatsächlich ein Indikator für eine Gefahrensituation ist (das war mir vom Kopf her schon lange klar, vom Gefühl her erst recht spät).

    Ich hab als Kind übrigens weder Nachrichten gesehen noch Zeitung gelesen, aber man bekommt ja auch so genug mit.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von vanilla-cookie Beitrag anzeigen
    Der Große ist jetzt 8 und liest öfter mal die Zeitung und hat in letzter Zeit auch öfters mal die Nachrichten mit uns geschaut bzw. saß er einfach mit im Wohnzimmer, wenn wir Nachrichten sehen.

    Das hat ihm scheinbar ziemlich Angst gemacht und man kann es ja auch verstehen, die Nachrichten sind überwiegend grausam. Wirtschaftskrise, Hungersnot, Bombenanschläge, Krieg, alles sehr, sehr schrecklich. Ihn beschäftigen die Sachen an sich schon sehr, aber auch die Frage, ob uns sowas auch passieren kann. Und ich weiß ehrlich nicht, was ich antworten soll: Krieg und Hungersnot sind in Italien nun eher unwahrscheinlich. Aber von der Wirtschaftskrise sind wir betroffen und Anschläge können immer und überall passieren. Nur soll man das einem ängstlichen 8-Jährigen sagen, der eh schon sehr besorgt ist, dass der Papa sterben könnte oder die kleine Schwester aus dem Vorgarten entführt wird?

    Wie seid ihr mit solchen Ängsten umgegangen? Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?
    Offen mit ihm darüber reden, eine Weltkarte dazunehmen und ihm erklären, was man tun kann. Klingt doof, aber bei Junior hbae ich den Eindruck, wenn er etwas kontrollieren kann, wird es besser.
    ZB umweltbewusst handeln, Spenden bei Naturkatastrophen.
    Fukushima hat ihn sehr beschäftigt. Da hilft nur: drüber reden und nicht totschweigen.
    Sehr gut ist "logo", die Nachrichtensendung aus dem Kika. Vielleicht bekommt ihr die aus dem Netz?
    Dort werden auch schlimme Meldungen aus den ERwachsenennachrichten gesendet, aber mit viel kindgerechten Erklärungen.
    Und wenn sie zB den ESM für Kinder erklären, lerne ich durchaus auch was hinzu *ggg*
    Foxlady gefällt dies

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von Yacht Beitrag anzeigen
    Ich hatte das als Kind auch, ich konnte jahrelang nicht gut einschlafen, weil ich Angst vor Einbrechern, Mördern, Kriegen, Gewittern... hatte.

    Was mir geholfen hat: die Worst-Case-Szenarien durchgehen, möglichst viele Fakten haben. Also: wenn es gewittert, wie wahrscheinlich ist es, dass der Blitz bei uns einschlägt? Und wenn er einschlägt, wie wahrscheinlich ist es, dass er mich trifft? Und wenn er mich trifft, wie wahrscheinlich ist es, dass ich das überlebe? (Ein "Uns kann hier nichts passieren!" hat mich eher mehr gestresst, es ist ja auch einem Grundschulkind klar, dass das nicht stimmt.)

    Langfristig wirklich geholfen hat dann, als mir bewusst geworden ist, dass es ok ist, Angst zu haben - dass ich weder alles mögliche tun muss, um zu verhindern, dass die Angst auftritt, noch, dass sie tatsächlich ein Indikator für eine Gefahrensituation ist (das war mir vom Kopf her schon lange klar, vom Gefühl her erst recht spät).

    Ich hab als Kind übrigens weder Nachrichten gesehen noch Zeitung gelesen, aber man bekommt ja auch so genug mit.
    Mir fielen in dem Alter mal Ausgaben vom Stern in die Hand mit den WEissagungen des Nostradamus. Hilfe, ich war fix und alle. Mit meinen Eltern habe ich nicht darüber gesprochen und wenn, dann war das für sie schnell vom Tisch. Nicht bei mir, ich hatte eine HEidenangst.....

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von FrauMauskewitz Beitrag anzeigen
    Das und das.

    Wer zu jung ist um Nachrichten zu verkraften sollte sie nicht sehen.
    Ansonsten schön reden. Hier passiert sowas nicht.

    Das reicht erstmal in dem Alter.
    Das dumpfe Wissen das es doch passieren könnte haben die Kinder selber aber es hilft ungemein wenn da einfach mal jemand sagt "Mach dir keine Sorgen uns passiert nichts !"
    Kika Nachrichten haben immer etwas dazu beigetragen, dass viele Dinge mit "Kinderverstand" aufgenommen wurden
    chilanga gefällt dies

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von chilanga Beitrag anzeigen
    Mir fielen in dem Alter mal Ausgaben vom Stern in die Hand mit den WEissagungen des Nostradamus. Hilfe, ich war fix und alle. Mit meinen Eltern habe ich nicht darüber gesprochen und wenn, dann war das für sie schnell vom Tisch. Nicht bei mir, ich hatte eine HEidenangst.....
    Wahnsinn, bei mir war das ganz genau so und ich habe meine Eltern verrückt gemacht mit dem ganzen Nostradamus Kram...

    Ich hatte ständig Angst vor Weltuntergängen, Krankheitsepidemien ...

    Dazu kam noch, dass ich Angst vor Außerirdischen und Geistern hatte, weil ich irgendwas im TV darüber gesehen hatte

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von vanilla-cookie Beitrag anzeigen
    Der Große ist jetzt 8 und liest öfter mal die Zeitung und hat in letzter Zeit auch öfters mal die Nachrichten mit uns geschaut bzw. saß er einfach mit im Wohnzimmer, wenn wir Nachrichten sehen.

    Das hat ihm scheinbar ziemlich Angst gemacht und man kann es ja auch verstehen, die Nachrichten sind überwiegend grausam. Wirtschaftskrise, Hungersnot, Bombenanschläge, Krieg, alles sehr, sehr schrecklich. Ihn beschäftigen die Sachen an sich schon sehr, aber auch die Frage, ob uns sowas auch passieren kann. Und ich weiß ehrlich nicht, was ich antworten soll: Krieg und Hungersnot sind in Italien nun eher unwahrscheinlich. Aber von der Wirtschaftskrise sind wir betroffen und Anschläge können immer und überall passieren. Nur soll man das einem ängstlichen 8-Jährigen sagen, der eh schon sehr besorgt ist, dass der Papa sterben könnte oder die kleine Schwester aus dem Vorgarten entführt wird?

    Wie seid ihr mit solchen Ängsten umgegangen? Die Zeitung nicht mehr offen liegen lassen, damit seine Ängste nicht immer neue Nahrung bekommen? Sagen, dass uns schon nichts passieren wird?
    Ich kann die Nachrichten von Kika dafür empfehlen. Logo heißen die. Da wird vieles sehr kindgerecht für diese Altersstufe erzählt. Eventuell also lieber gemeinsam logo schauen (kommt kurz vor acht) und später dann Tagesschau im IN?

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Angst vor Krieg, Naturkatastrophen, ... beim Kind

    Zitat Zitat von CELLA_01-03 Beitrag anzeigen
    Wahnsinn, bei mir war das ganz genau so und ich habe meine Eltern verrückt gemacht mit dem ganzen Nostradamus Kram...

    Ich hatte ständig Angst vor Weltuntergängen, Krankheitsepidemien ...

    Dazu kam noch, dass ich Angst vor Außerirdischen und Geistern hatte, weil ich irgendwas im TV darüber gesehen hatte
    Bei mir war es die Angst vor Wehrwölfen.

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