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  1. #1
    Gast

    Standard Kinder-Migräne und Betablocker

    Meine Tochter wird 12 und hat seit Jahren Migräne.
    Es wurde viel untersucht, viel berücksichtigt, alles immer aufgeschrieben, sämtliche Tips beherzigt, doch seit einem Jahr ist es ziemlich schlimm.
    2x die Woche Kopfschmerzen, oft liegt sie dann abends um 19Uhr im Bett und wird nicht mehr gesehen. 1x im Monat mit Erbrechen.
    Sie kommt generell zu spät was die Medikamente betrifft, dafür ist sie noch zu sehr "Kind".

    Nun hat sich unser Kinderarzt mit dem Chef der hiesigen Kinderklinik in Verbindung gesetzt und man würde versuchen wollen, das Kind für 6 Monate auf Betablocker zu setzen.
    Mir ist sehr unwohl und ich habe um Bedenkzeit gebeten.
    Nun liegt sie seit heut Nacht wieder flach, richtig heftig.

    Hat hier jemand schonmal so einen "Versuch" hinter sich?

  2. #2
    Moorhuhn ist offline Legende
    Registriert seit
    25.02.2007
    Beiträge
    32.718

    Standard Re: Kinder-Migräne und Betablocker

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Meine Tochter wird 12 und hat seit Jahren Migräne.
    Es wurde viel untersucht, viel berücksichtigt, alles immer aufgeschrieben, sämtliche Tips beherzigt, doch seit einem Jahr ist es ziemlich schlimm.
    2x die Woche Kopfschmerzen, oft liegt sie dann abends um 19Uhr im Bett und wird nicht mehr gesehen. 1x im Monat mit Erbrechen.
    Sie kommt generell zu spät was die Medikamente betrifft, dafür ist sie noch zu sehr "Kind".

    Nun hat sich unser Kinderarzt mit dem Chef der hiesigen Kinderklinik in Verbindung gesetzt und man würde versuchen wollen, das Kind für 6 Monate auf Betablocker zu setzen.
    Mir ist sehr unwohl und ich habe um Bedenkzeit gebeten.
    Nun liegt sie seit heut Nacht wieder flach, richtig heftig.

    Hat hier jemand schonmal so einen "Versuch" hinter sich?
    Jupp, hier.
    Sohn bekam es mit 13 für längere Zeit (sicher mehr als 6 Monate) und dann später nochmals für längere Zeit. Beim zweiten Mal sogar "länger als nötig", weil man in der Abiturzeit keine Experimente mit Absetzen machen wollte.
    Es hat ihm gut getan, gab keinerlei Nebenwirkungen, aaaaber es ist eben kein Zaubermittel, hat aber die schweren Anfälle (ebenfalls zweimal wöchentlich, aus der Schule abholen, Rest des Tages canceln und ) DEUTLICH vermindert und entschärft. Trotzdem mussten wir weiterhin einige Verhaltensmaßnahmen beachten wie z.B. ausreichend trinken, geregelter Schlafrhythmus etc.
    Während der Pubertät ist er der Migräne "entwachsen". Heute hat er zwar ne Neigung zu Kopfschmerzen, die er auch recht schnell bekämpfen muss, aber in den letzten drei Jahren ohne Betablocker kam es zu keinem schweren Schmerzanfall mehr.

    Ich selbst nehm das Zeug auch seit mehreren Jahren, bin aber erwachsen und danach haste ja nicht gefragt.

    Deiner Tochter alles Gute.
    Für dich , ich weiß, das ist keine einfache Entscheidung. Kannst du noch einen Arzt befragen? Wart ihr beim Kinderneurologen?

  3. #3
    hallmack ist offline Legente
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    5.679

    Standard Re: Kinder-Migräne und Betablocker

    Propranolol wurde in Studien als eine Möglichkeit angesehen. Und wenn der Chef der Kinderabteilung das so empfiehlt, halte ich das für den Versuch wert. Mit 12 ist sie dem Erwachsenenalter ja recht nahe.
    Bei mir kann man vom Boden essen.
    Da liegt genug rum.

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