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Thema: Workaholic

  1. #1
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Workaholic

    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?

    Wenn er in der Zeit, die er der Partnerschaft "opfert" ein aufmerksamer, liebevoller und zärtlicher Mann ist, der auch den Abwasch macht oder anderen Haushaltskram, nur halt nur dann, wenn er dafür Zeit aufbringen kann / will?


    Ich überlege das gerade, weil hier doch ein paar Frauen solche Männer haben und NICHT wirklich glücklich sind.

    Oder hängt das von der ganzen Situation ab, sprich: macht es einen Unterschied, ob die Partnerin mit einem kleinen Kind zuhause ist und sich von ihm im Stich gelassen fühlt (weil er fürs Kind ja auch keine Zeit hat) oder ob es ein Partnerin ist, mit der keine Kinder zu betreuen sind und die einfach selber viel arbeitet? Oder ist das anders, wenn die Kinder wenig bis keine Betreuung mehr brauchen?

    Ich habe hier gerade so einen Fall vor Augen und frage mich: wie glücklich kann so eine Partnerschaft sein?
    Worauf willst Du warten?

  2. #2
    Avatar von DasUpfel
    DasUpfel ist gerade online vom Chaos beherrscht...
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    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?

    Wenn er in der Zeit, die er der Partnerschaft "opfert" ein aufmerksamer, liebevoller und zärtlicher Mann ist, der auch den Abwasch macht oder anderen Haushaltskram, nur halt nur dann, wenn er dafür Zeit aufbringen kann / will?


    Ich überlege das gerade, weil hier doch ein paar Frauen solche Männer haben und NICHT wirklich glücklich sind.

    Oder hängt das von der ganzen Situation ab, sprich: macht es einen Unterschied, ob die Partnerin mit einem kleinen Kind zuhause ist und sich von ihm im Stich gelassen fühlt (weil er fürs Kind ja auch keine Zeit hat) oder ob es ein Partnerin ist, mit der keine Kinder zu betreuen sind und die einfach selber viel arbeitet? Oder ist das anders, wenn die Kinder wenig bis keine Betreuung mehr brauchen?

    Ich habe hier gerade so einen Fall vor Augen und frage mich: wie glücklich kann so eine Partnerschaft sein?
    Wenn die Frau es zufrieden ist, an zweiter Stelle zu stehen, warum nicht?

  3. #3
    advena ist offline Legende
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    Standard Re: Workaholic

    Wenn ich mir vorstelle ich hätte keine Kinder und würde jeden Tag arbeiten, so wie früher vor den Kindern und zuhause säße ausgeruht ein Partner, der mich schon mit dem vorwurfsvollen Gesicht empfängt: "Warum hast Du wieder so lange gearbeitet, ist Dir die Arbeit wichtiger als ich..." Da hätte ich den Kaffe bereits in der Eingangstür auf.
    Ich bräuchte dann einen Partner den ich abends um 19 Uhr auf dem Handy anrufen kann, der dann auch grade eben Feierabend macht, und man verabredet sich bei einem Italiener oder so zum Feierabendausklang und gut isses. Ich könnte da absolut keinen Familienmenschen gebruachen.

    Anders sieht die Situation als nicht/teilzeitarbeitende Mutter aus. Ich weiß selber wieviel Freizeit man da plötzlich hat und wie viel mehr ausgeruht man ist, trotz Schreikinder und ständiger Termine. Nie war ich ab dem Moment wo ich Kinder hatte jemals so müde und ausgepowert wie noch zu Berufszeiten. Und klar ist einem auch dann langweilig und dann wartet man auf den Ehemann. Und dann gibts u.U. die Situation s.o. - nur eben umgekehrt (und vermutlich viel häufiger).

    Man braucht einen Partner der zur Lebenssituation passt bzw. die Partner müssen sich bei wandelnden Lebenssituationen auf die Veränderungen einstellen und ihr Leben anpassen. Das gelingt nicht allen.

    Am glücklichsten war unsere Beziehung tatsächlich als wir noch keine Kinder hatten und wir uns beide vollstens unseren Berufen widmeten. Denn leider konnten mein Mann und ich uns eben nicht auf die Veränderung der Lebenssituation durch Familiengründung so einstellen, dass es dauerhaft gepasst hätte.
    rastamamma, Foxlady und surfgroupie gefällt dies.

  4. #4
    Avatar von FrauMauskewitz
    FrauMauskewitz ist offline für warme Füße
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    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?

    Wenn er in der Zeit, die er der Partnerschaft "opfert" ein aufmerksamer, liebevoller und zärtlicher Mann ist, der auch den Abwasch macht oder anderen Haushaltskram, nur halt nur dann, wenn er dafür Zeit aufbringen kann / will?


    Ich überlege das gerade, weil hier doch ein paar Frauen solche Männer haben und NICHT wirklich glücklich sind.

    Oder hängt das von der ganzen Situation ab, sprich: macht es einen Unterschied, ob die Partnerin mit einem kleinen Kind zuhause ist und sich von ihm im Stich gelassen fühlt (weil er fürs Kind ja auch keine Zeit hat) oder ob es ein Partnerin ist, mit der keine Kinder zu betreuen sind und die einfach selber viel arbeitet? Oder ist das anders, wenn die Kinder wenig bis keine Betreuung mehr brauchen?

    Ich habe hier gerade so einen Fall vor Augen und frage mich: wie glücklich kann so eine Partnerschaft sein?
    Ich denke das so eine Beziehung wunderbar funktionieren kann, wenn die Frau auch ihr eigenes Ding macht.
    Also nicht zu Hause das Hausfrauchen gibt und erwartet das der Mann ihr "Entertainer" ist sobald er das Haus betritt.
    Außerdem vermutlich von Vorteil: Es sind keine Kinder im Haus.
    Sonst kommen nämlich ratz fatz Vorträge darüber das er sich zu wenig um sie kümmert

    Also wenn beide einen Job haben und zuhause nur sind weil sie zusammen sein wollen , dann passt das.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?
    im Bekanntenkreis haben wir nur eine Person, bei der das zumindest so scheint - aber der Mann ist nicht verpartnert, nu weiß man natürlich nicht, ob der weniger arbeiten würde, wenn es zu Hause jemanden gäbe oder ob er keine Partnerin hat, weil der Job eben so wichtig scheint

    es gibt doch diese WErbung von einer dieser Partnersuchbörsen "weil ich wenig Zeit für die Partnersuche habe"
    da frage ich mich schon, warum man sich mit jemandem einlassen sollte, der schon mal gleich sagt, dass er eigentlich gar keine Zeit hat

    (war jetzt alles nicht wirklich nah am Thema, glaub ich )

  6. #6
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende
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    Standard Re: Workaholic

    Ich denke, so eine Beziehung kann solange glücklich sein, solange ein Einigung über den Stellenwert der Beziehung besteht.

    Wenn beiden der Beruf sehr wichtig ist, beide sehr viel arbeiten und man sich nur in den Randzeiten verabredet - diese aber dann sehr bewusst genießt, kann das wunderbar funktionieren.

    Schwierig wird es eben dann, wenn unterschiedlich Vorstellungen existieren.
    Oder auch, wenn einer seine Fixierung auf den Beruf auf Kosten des anderen auslebt (z.B. Frau MUSS sich um die Kinder kümmern, weil ihr Mann sich ausschließlich der Karriere widmet).

  7. #7
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Ich denke, so eine Beziehung kann solange glücklich sein, solange ein Einigung über den Stellenwert der Beziehung besteht.

    Wenn beiden der Beruf sehr wichtig ist, beide sehr viel arbeiten und man sich nur in den Randzeiten verabredet - diese aber dann sehr bewusst genießt, kann das wunderbar funktionieren.

    Schwierig wird es eben dann, wenn unterschiedlich Vorstellungen existieren.
    Oder auch, wenn einer seine Fixierung auf den Beruf auf Kosten des anderen auslebt (z.B. Frau MUSS sich um die Kinder kümmern, weil ihr Mann sich ausschließlich der Karriere widmet).
    Ich denke, da ist die Erwartung an die Partnerschaft eine ganz andere, weil sie ja eine gemeinsame Elternschaft mit einschließt. Und weil der nicht so viel arbeitende Partner ja erwartet, dass die Kinder beide Elternteile haben.

    Wenn es um ein Paar ohne gemeinsame Kinder geht, sieht das wahrscheinlich anders aus.
    Worauf willst Du warten?

  8. #8
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    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?

    Wenn er in der Zeit, die er der Partnerschaft "opfert" ein aufmerksamer, liebevoller und zärtlicher Mann ist, der auch den Abwasch macht oder anderen Haushaltskram, nur halt nur dann, wenn er dafür Zeit aufbringen kann / will?


    Ich überlege das gerade, weil hier doch ein paar Frauen solche Männer haben und NICHT wirklich glücklich sind.

    Oder hängt das von der ganzen Situation ab, sprich: macht es einen Unterschied, ob die Partnerin mit einem kleinen Kind zuhause ist und sich von ihm im Stich gelassen fühlt (weil er fürs Kind ja auch keine Zeit hat) oder ob es ein Partnerin ist, mit der keine Kinder zu betreuen sind und die einfach selber viel arbeitet? Oder ist das anders, wenn die Kinder wenig bis keine Betreuung mehr brauchen?

    Ich habe hier gerade so einen Fall vor Augen und frage mich: wie glücklich kann so eine Partnerschaft sein?
    Mein Vater war so ein Workaholic, und ich denke, die Beziehung meiner Eltern war wirklich gut - durch alle Phasen (kinderlos, mit kleinen und mit größeren Kindern, unabhängig davon, ob meine Mutter berufstätig war oder nicht). Das hat wahrscheinlich nur funktioniert, weil meine Mutter sich sehr gut zurücknehmen kann und von sich selbst sagt, dass es ihr wenig ausmacht, wenn Dinge anders sind als sie es sich vorstellt. Sie war also einerseits sehr unabhängig und hat ohne meinen Vater geplant und gleichzeitig sehr kompromissbereit.

    In Beziehungen, in denen auch die Partnerin weniger kompromissbereit ist, stelle ich es mir sehr schwierig vor.

  9. #9
    justme ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Workaholic

    Guck dir doch mal die Arzt-Ehepaare, Rechtsanwalts-Ehepaare, Wissenschaftler jedweder Fachrichtungs-Ehepaare und alle Mischungen daraus mit Kindern oder ohne an und guck mal, ob da die Scheidungsrate höher ist als bei nicht selbständigen Einzelhandelskaufmann- oder Friseur-Ehepaaren. Es gibt eine Menge Berufe, die überwiegend und langfristig erfordern, dass der Beruf zeitlich an erster Stelle steht, weil man sie anders nicht ausüben kann. Ich vermute da statistisch keinen negativen Zusammenhang zur Trennungsrate, zumindest kenne ich das von uns und aus meiner Verwandtschaft und Bekanntschaft so. Ein Problem ist sicherlich, wenn ein Partner die Ansichten des anderen zu wichtigen Punkten des Zusammenlebens nicht nur nicht teilt, sondern sie auch nicht verstehen kann, weil sie ja anders sind als die eigenen. Den anderen in einem sehr wichtigen Punkt seines Lebens absolut nicht verstehen oder wenigstens akzeptieren zu können, zum Beispiel der eine nicht den Wunsch nach einer Großfamilie beim anderen oder der eine eben nicht die Wichtigkeit, die seine zu ihm gehörenden Profession für ihn hat, ist sicherlich für eine Partnerschaft problematisch. Wenn beide in den wichtigen Punkten gleich ticken, sehe ich das Problem nicht.

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?

    Wenn er in der Zeit, die er der Partnerschaft "opfert" ein aufmerksamer, liebevoller und zärtlicher Mann ist, der auch den Abwasch macht oder anderen Haushaltskram, nur halt nur dann, wenn er dafür Zeit aufbringen kann / will?


    Ich überlege das gerade, weil hier doch ein paar Frauen solche Männer haben und NICHT wirklich glücklich sind.

    Oder hängt das von der ganzen Situation ab, sprich: macht es einen Unterschied, ob die Partnerin mit einem kleinen Kind zuhause ist und sich von ihm im Stich gelassen fühlt (weil er fürs Kind ja auch keine Zeit hat) oder ob es ein Partnerin ist, mit der keine Kinder zu betreuen sind und die einfach selber viel arbeitet? Oder ist das anders, wenn die Kinder wenig bis keine Betreuung mehr brauchen?

    Ich habe hier gerade so einen Fall vor Augen und frage mich: wie glücklich kann so eine Partnerschaft sein?
    justme

  10. #10
    Registriert seit
    19.01.2013
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    Standard Re: Workaholic

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    Kann eine Beziehung mit einem Menschen, der sich durch sein Arbeit definiert und sie liebt, langfristig gut gehen?

    Wenn die Arbeit vor allem steht (auch vor seinen eigenen Bedürfnissen)? Wenn er sagt: "Ich kann ja nichts anderes, aber DAS kann ich wenigstens gut."?
    Hm, gerade bei Selbständigen stellt sich doch die Frage, steht die Arbeit über Allem, ohne Rücksicht auf Verluste, oder erfordert sie tatsächlich einen so hohen Aufwand, dass für alles andere nur wenig Zeit bleibt.
    Versteht jemand, was ich sagen will?

    Wir haben darüber gerade im Freundeskreis auch Diskussionen. Er ist selbständig in zwei Bereichen, sie arbeitet angestellt. Er hat Landwirtschaft und externe Kunden, zu denen er meist nachmittags und abends muss. Sie arbeitet im Frühdienst und ist nicht bereit, nachmittags bei ihm mit anzupacken. Beschwert sich aber ständig über fehlende gemeinsame Zeit und wirft ihm vor, seine Pferde und Kunden seien ihm wichtiger als sie. Er macht mittlerweile ziemlich zu, weil sie ja doch nur meckert.
    Wir schauen von aussen darauf und denken, sie müssten mehr miteinander reden und sich gegenseitig besser unterstützen. Mehr Verständnis haben für die Situation des Anderen.
    Kinder sind da keine im Haushalt. Ich denke, dann wäre es noch schwieriger.

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