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Thema: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

  1. #31
    Avatar von _Gewitterhexle_
    _Gewitterhexle_ ist offline temporarily out of order

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Meine Eltern sind Anfang 70 und - obwohl meine Mutter schwer herzkrank ist - relativ fit, ich bin Einzelkind und wohne 600 km von ihnen entfernt.

    Ich bin seit mindestens 10 Jahren im Besitz ihrer Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen, sie stehen zusammen mit ihren engsten Freunden auf der Warteliste eines 'Betreuten Wohnens' mit angegliedertem Pflegeheim. Wir haben sehr detailliert darüber geredet, was sie wollen und was nicht, sie sind - nicht zuletzt aufgrund eigener Pflegeerfahrung - sehr realistisch bzgl. dessen, was ich leisten kann.
    Ich hätte sie gern in meiner Nähe, um mehr tun zu können, aber das lehnen sie ab.

    Vor 2 Jahren haben sie - nach intensiven Vorgesprächen - sämtliche Vollmachten und Verfügungen erweitert: sollte ich nicht entscheiden können, wird mein ältester Sohn das übernehmen.
    Geändert von _Gewitterhexle_ (14.10.2013 um 15:50 Uhr)
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    LG von der
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  2. #32
    Wanda12 Gast

    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Meine Schwester wohnt noch vor Ort, für uns wäre es nicht möglich, da wir gut 5-6 Std. Fahrt vor uns hätten.

  3. #33
    Avatar von CatBalou
    CatBalou ist offline ErE - überreif

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Schön, mal etwas von dieser Seite aus zu lesen.
    So gehört es sich und so ist es richtig und so soll es sein. Darauf habe ich auch gewartet.

    Ich bewundere Leute ernsthaft, die die Ruhe, die Geduld und den Nerv haben Angehörige zu pflegen. Aber nicht jeder kann das. Ich kann so gut wie gar nicht mit kranken und/oder alten Menschen umgehen. Stundenweise befristet, ja, dauerhaft geht gar nicht.

    Es ist eine GANZ andere Hausnummer, Kinder aufzuziehen oder alte, kranke und womöglich noch störrische oder demente Leute mit eigener Geschichte, eigenen Gewohnheiten, eigenen Marotten und vielen neuen Ansprüchen aufzunehmen. Ich könnte es nicht. Meine Ma und ich, wir lieben uns, und wir tun auch was möglich ist für den anderen. Aber das wäre niemals möglich.

    Gerne besuche ich sie Tag für Tag, und das meine ich nicht als Phrase jeden Tag in ihrer Wohnung, so sie in der Nähe ist, oder später im Pflegeheim. Aber wir beide unter einem Dach... das klappt ja nicht mal über Weihnachten 3 Tage. Das würde ich nicht mal im gleichen Haus mit 2 Wohnungen machen. Da wäre Krieg vorprogrammiert, oder ich blitzeschnell weg.

    Gruß Cat

  4. #34
    Avatar von CatBalou
    CatBalou ist offline ErE - überreif

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Schön, mal etwas von dieser Seite aus zu lesen.
    So gehört es sich und so ist es richtig und so soll es sein. Darauf habe ich auch gewartet.

    Ich bewundere Leute ernsthaft, die die Ruhe, die Geduld und den Nerv haben Angehörige zu pflegen. Aber nicht jeder kann das. Ich kann so gut wie gar nicht mit kranken und/oder alten Menschen umgehen. Stundenweise befristet, ja, dauerhaft geht gar nicht.

    Es ist eine GANZ andere Hausnummer, Kinder aufzuziehen oder alte, kranke und womöglich noch störrische oder demente Leute mit eigener Geschichte, eigenen Gewohnheiten, eigenen Marotten und vielen neuen Ansprüchen aufzunehmen. Ich könnte es nicht. Meine Ma und ich, wir lieben uns, und wir tun auch was möglich ist für den anderen. Aber das wäre niemals möglich.

    Gerne besuche ich sie Tag für Tag, und das meine ich nicht als Phrase jeden Tag in ihrer Wohnung, so sie in der Nähe ist, oder später im Pflegeheim. Aber wir beide unter einem Dach... das klappt ja nicht mal über Weihnachten 3 Tage. Das würde ich nicht mal im gleichen Haus mit 2 Wohnungen machen. Da wäre Krieg vorprogrammiert, oder ich blitzeschnell weg.

    Gruß Cat

  5. #35

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Ich lebe 500 km entfernt. Mein Vater wollte lange nicht mit mir darüber reden, wie er sich das vorstellt.
    Irgendwann hat er mir dann aber gesagt, dass er alles geregelt habe. Habe sich auch schon ein Pflegeheim ausgesucht (in seinem Dorf, da will er auf keinen Fall weg), und er habe auch eine Vollmacht, wer sich dann um alles kümmert. Mehr wollte er mir nicht sagen. Wenn er totaler Pflegefall wäre, also nur noch bettlägerich, dürfte ich ihn zu uns (in ein Heim hier am Ort) holen, sonst nicht.

  6. #36
    ~lila~Q~ Gast

    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    So gehört es sich und so ist es richtig und so soll es sein. Darauf habe ich auch gewartet.
    das hast du jetzt allerdings reininterpretiert, oder?

    Fakt: es kann keiner der berufstätig ist, 24/7 seine Vorfahren betüddeln, das ist schlicht unmöglich, basta

    mein Mann übernachtet derzeit bei der Schwiegermutter, der hat in den letzten Wochen etliche Kilos abgenommen und brauchte neue Blutdruckmedis

    meine Mutter kam nach der Zeit in der sie gepflegt hat, gleich mal in die Psychiatrie... besser als ganze Familien mit der häuslichen Pflege zu belasten, ist eine gute professionelle Pflege allemal
    Geändert von ~lila~Q~ (14.10.2013 um 20:07 Uhr)

  7. #37

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Meine Eltern haben alles, was im Vorfeld geregelt werden kann, geregelt. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament. Ich wohne am nächsten dran, daher habe ich alle Bankvollmachten. Und da mein Vater ein höchst gründlicher Mensch ist, hat er den gesamten Papierkram übersichtlich geordnet.

    Meine Grossmutter hat ihre letzten Jahre mit zunehmender Demenz bei meinen Eltern verbracht, da haben sie erlebt, wie schwierig es werden kann, wenn Vollmachten nicht rechtzeitig erteilt werden .

  8. #38
    Avatar von Lanting
    Lanting ist offline Pekingente

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.
    (...)
    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Oh - frag mich mal! Meine Mutter hat schlussendlich nur noch mich... und ich lebe 10 Flugstunden entfernt.

    Wir haben nun vor 2 Jahren zumindest den 1. Schritt gemeinsam gemacht und ihr eine Wohnung gesucht, in der sie theoretisch (also wenn nichts unvorhergesehenes dazwischenkommt) nun bis ins wirklich hohe Alter leben kann: mit Aufzug, ohne Treppen und Schwellen etcpp
    Vorher wohnte sie in einer wirklich schoenen Wohnung, die aber nur ueber einen wirklich steilen Berg (im Winter oft gar nicht befahrbar) und einige Treppen (vor und im Haus) zu erreichen war. Ulkigerweise hat erst die Einsicht, dass nicht nur sie langfristig Probleme bekommen wuerde, das zu bewaeltigen, sondern dass irgendwann auch keine ihrer Freundinnen mehr den Weg zu ihr schaffen wuerde, schliesslich gewirkt... ich habe ihr in ziemlich drastischen Farben ausgemalt, wie sie im hohen Alter ganz alleine in ihrem Elfenbeinturm sitzt!
    Jedenfalls beruhigt mich die neue Wohnsituation doch schon sehr!

    Und alles andere (meine Mutter ist jetzt 67) werden wir dann auch in den naechsten Jahren langsam aber sicher angehen und besprechen muessen. Noch (!) ist sie wirklich fit und die Frauen in meiner Familie sind eigentlich alle recht alt geworden und auch lange fit geblieben *toitoitoi*

  9. #39
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    als es meinem Vater immer schlechter ging, hatte er einen guten Hausarzt.

    Der war zwar auch krank, behielt aber einige wenige Patienten und schaute oft nach meinem Vater. Verbunden mit dem Pflegedienst und meiner Mutter klappte das ganz gut.

    Letzten Januar verstarb mein Vater und kurz darauf auch der Hausarzt (mit 50).

    Nun lebt meine Mutter alleine und langsam aber sicher kommen diverse Sachen.

    Einen guten Hausarzt gibt es in der Gegend nimmer. Und das ist übel.

    Die Kinder wohnen alle weit weg und haben zum größten Teil noch Schulkinder. Richtig helfen können wir im alltäglichen nicht.

  10. #40
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Lacustris2 Beitrag anzeigen
    Und mal abgesehen davon: die Eltern haben lange, lange alles für einen getan. Da konnte ich das doch auf diese Weise irgendwie wieder gut machen. Und meine Schwiegereltern haben mich vor über 30 Jahren mit offenen Armen aufgenommen und wir hatten all die Jahre ein wirklich gutes Verhältnis miteinander. Auch da fiel es mir nicht schwer.
    abgesehen davon, dass meine Eltern nicht lange alles für mich getan haben (und das sage ich, trotz des guten Verhältnis zu ihnen), würde ich meine Mutter nie pflegen.

    Meine Mutter hat erst ihre Schwiegermutter und später meinen Vater gepflegt. Weil es sich so gehört. Darüber war sie oft ein seelisches und körperliches Wrack.

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