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Thema: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

  1. #1
    Gast

    Standard Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.

  2. #2
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    hast du mit deinen Eltern mal drüber offen und ehrlich gesprochen?
    Also über deine Sorgen, auch darüber, was sie sich vorstellen, was sie sich wünschen und was davon wie umgesetzt werden kann?

    Es muss ja nicht sein, dass sich das "schnell" ändert, das kann noch 20 Jahre dauern oder auch nie auftreten.

    Aber wenn, dann sollten zumindest die Vorstellungen klar sein, finde ich.

    Meine Mutter wünscht da z.B. keine Einmischung. Da kann man nur reagieren wenn es soweit ist, und dann muss sie auch damit leben, dass ich so reagiere wie ich das richtig finde und wie es die Situation eben grade hergibt.
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  3. #3
    Avatar von suzimausi
    suzimausi ist offline Tickerqueen des Ere
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    noch sind sie fit, deshalb würde ich da jetzt noch keine gedanken dran verschwenden

    das muß man dann entscheiden, weil du nie weißt was kommt

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Mir geht es nicht anders, bei uns ist die Situation vielleicht noch etwas schwieriger, weil mein Vater im Ausland lebt, meine Mutter schon sehr lange tot ist und ich das einzige Kind bin, kann mir also die etwaige Pflege noch nicht einmal mit jemandem teilen.
    Mein Vater ist 70 und noch sehr fit. Er hat seine deutsche Krankenversicherung beibehalten, damit er im Fall der Fälle sich hier behandeln lassen könnte (sofern es realisierbar ist, natürlich). Wir sprechen nicht über das Thema, mein Vater blockt solche Gespräche ab, er mag über seine eigene Sterblichkeit nicht reden, erst recht nicht über eine mögliche Pflegebedürftigkeit. Fakt ist, wir haben Null Plan und lassen es auf uns zukommen.....

  5. #5
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Als meine Eltern Mitte 60 waren, war das noch kein Thema.

    Meine Eltern wissen, dass ich innerhalb von 4-6 Stunden bei ihnen bin, wenn es brennt. Ansonsten bin ich um jeden Tag froh, an dem meine betagten Eltern ihren Alltag und auch ihre Wehwehchen noch allein gebacken bekommen.

    Ansonsten werden Probleme gelöst, wenn sie da sind. Ich würde sonst verrückt werden.
    Нет худа без добра.

  6. #6
    Avatar von Falconheart
    Falconheart ist offline Legende
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Meine Eltern haben da selber dran gedacht und sind mit Ü60 nochmal umgezogen. In eine altersgerechte Wohnung in die gleiche Stadt, wo sowohl ich, als auch eines meiner Geschwister+Familie wohnt. Dadurch können wir sehr schnell da sein, wenn etwas ist und auch bei Alltagsproblemen (Einkäufe bei Schnee/Eis; schwere Sachen tragen, etc.) helfen. Meine Eltern sind noch sehr rüstig und bewältigen 95% ihres Alltags selbst, aber sollte mal mehr Hilfe gebraucht werden, sind sie GsD so hierher gezogen, dass das alles gut möglich ist. Meine Mutter hat das im Vorfeld mit uns besprochen, auch ihre eigenen Gedanken zu Alter, einer entsprechenden Wohnung etc.

    Jetzt reifen schon die roten Berberitzen,
    alternde Astern atmen schwach im Beet.
    Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht,
    wird immer warten und sich nie besitzen.

    (Rilke)

  7. #7
    Avatar von Jocko
    Jocko ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Als ich Mitte 40 war, habe ich das Thema bei meinen Eltern angesprochen und bekam ordentlich den Marsch geblasen, weil sie erstens noch ganz fit waren und zweitens ginge es mich nichts an,wie sich sich ihr Alter vorstellen.Sie waren damals 69 und 71 Jahre alt. Mein Vater ist mit 81 Jahren ganz plötzlich gestorben, meine Mutter hat sich mit 84 Jahren das Leben genommen,als sie merkte, dass sie Hilfe brauchte und sie- zumindest von mir - nicht zu ihren Bedingungen bekommen konnte. Ich habe keine Geschwister und wohnte 200km weit entfernt, konnte also nicht täglich bei ihr sein.Fremde Hilfe, die sie ohne Weiteres hätte bezahlen können, lehnte sie ab.
    Heute bin ich 66 und mein Mann 72 Jahre und wir wollen auch keine Einmischung von Seiten unseres Sohnes.
    Allerdings wäre ich froh, wenn er sich wenigstens mal unsere Vorstellungen anhören würde, wie wir uns evtl. notwendig werdende Hilfe vorstellen.
    Wobei wir nicht erwarten, dass er Pflege übernimmt. Aber mir ist es wichtig, dass er weiß, was wir möchten.
    Aber er kann die Vorstellung nicht ertragen, dass seine Eltern mal "richtig" alt sein werden.
    Jocko

  8. #8
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Jocko Beitrag anzeigen
    ... Aber er kann die Vorstellung nicht ertragen, dass seine Eltern mal "richtig" alt sein werden.
    Wer kann das schon.

    Meine Eltern und ich sind uns einig, dass sie nicht wollen, dass ich sie pflege, und vice versa. Alles andere wird sich finden.
    Нет худа без добра.

  9. #9
    Blauauge ist offline kein Veteran
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.

    In letzter Zeit beschäftigt mich immer mehr die Frage, was wir mal machen werden wenn sie Hilfe oder gar Pflege benötigen. Habt ihr solche Situationen mit euren Eltern im Vorfeld mal besprochen? Wir wohnen 2 bzw. 3 Autostunden entfernt, könnten also im Notfall gar nicht so schnell reagieren. Leider wohnen auch fast alle Verwandten weiter weg.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.

    Manchmal habe ich echt Angst was uns die Zukunft so bringt.....auch wenn ich sehr dankbar bin das wir bisher von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont geblieben sind.
    Meine Eltern und ich haben drüber gesprochen, aber eine Lösung ... Es war wohl mehr ein Ansprechen.

    Mein Vati hat meine Mutti gepflegt. 2x pro Tag (oder 3x ? weiß es nicht mehr genau) kam kurz ein Pflegedienst. Als man meiner Mutti sagte, man könne ihr nicht mehr helfen, wollte sie mit uns Kindern sprechen. Aber mit meinem Bruder war das leider nicht möglich :-( . Ich bin fünf Jahre lang mit Kindern im Schlepptau jedes Wochenende zu meinen Eltern gefahren (ca. 2 Stunden Fahrzeit eine Strecke) und habe versucht aufzuholen, was mein Vati in der Woche nicht geschafft hat (Essen vorkochen, Wäsche, sauber machen, Garten ...).

    Als es meinem Vati nach dem Tod meiner Mutti nicht gut ging, erledigte sich Vieles ... ich weiß nicht, wie ich es sagen soll - von allein ?, er lag auf der Intensivstation, war nirgends anders lebensfähig. Er war ca. ein Jahr vorher mit mir zur Bank, ich hatte eine Vollmacht für seine Konten, kannte das Testament, wußte wo sich alle Unterlagen befanden, wußte, daß er nie in ein Pflegeheim wollte ("Mich tragen sie nur noch in der Waagerechten aus dem Haus"), wußte vom Tod meiner Mutti, daß beide keine lebensverlängernden Maßnahmen an irgendwelchen Schläuchen wollten, ... Ich mußte trotzdem nach den Besuchen bei meinem Vati im Krankenhaus immer noch nach Hause, denn mein Elternhaus verschwand ja nicht in der Erde. Ohne meinen Mann wäre es nicht gegangen, ich hätte sicherlich den nächsten Straßengraben ungewollt angepeilt, da ich mit meinen Gedanken nicht beim Straßenverkehr war.

    Viele Dinge kann man aber wirklich erst klären, wenn besagter Fall eintritt. Vorher lassen sich wenige Dinge erledigen. Wichtig zu wissen fände ich, was Deine Eltern in so einem Fall wollen. Eine Patientenverfügung wäre gut, im schlimmsten Fall setzt sonst das Gericht jemand Fremden als Vormund ein, wenn sich die Familie bei Problemfällen nicht einig wird. Eine Kontovollmacht wäre gut, kann man aber auch alles regeln, wenn Not am Mann ist, nur hat dann kaum einer den Nerv für. Wie Du ja geschrieben hast, Dein Vater rief völlig aufgelöst und unter Tränen bei Dir an. Kurz gesagt, so eine grobe Richtung sollte Dir bzgl. Deiner Eltern bekannt sein.

    Ansonsten täglich Daumen drücken, daß es so lange wie möglich gut geht, Deine Eltern ihr Leben einigermaßen gut allein geregelt bekommen, sollten sie mal nicht mehr so fit sein.

  10. #10
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Älterwerden der Eltern und man wohnt weiter weg .......

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Noch sind meine Eltern und Schwiegereltern mit Mitte 60 ganz fit, aber ich weiß das sich das ganz schnell mal ändern kann.
    Ich habe z.B. meine Überforderung schon gemerkt, als meine Mutter vor einem Jahr plötzlich ins KKH musste und mein Vater völlig aufgelöst und unter Tränen bei mir anrief, weil er gar nicht wusste was er nun machen soll.
    Hm, da sehe ich bei Menschen Mitte 60 aber eher selbige in der Pflicht, sich der Frage zu stellen: was, wenn einer von uns geht? Denn ich sähe es NICHT als meine Aufgabe an, einem erwachsenen Menschen / Mann den Haushalt zu führen, nur weil ER das immer seiner Frau überlassen hat. Umgekehrt genauso.

    Meine Eltern kämen beide auch alleine zurecht, nachdem mein Papa neulich gelernt hat (mit Mitte 70 ) wie die Waschmaschine funktioniert. Er würde sicher vieles eher unkonventionell lösen und meine Ma würde von ihrer Wolke herunter so entrüstet den Kopf schütteln, dass es monatelang schneien würde - aber er käme zurecht.

    Und was ist, wenn beide wirklich so gebrechlich sind, dass NICHTS mehr geht, das werden wir sehen.
    cosima und H.Beimer gefällt dies.
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