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Thema: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

  1. #1
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    ...wessen Kind war/ist auf einer alternativen Schule/Grundschule?
    (Freie Schule, Montessori etc.)

    Wie und warum habt ihr die Entscheidung für eine alternative Schule gefällt?
    Sind eure Erwartungen erfüllt worden und gehen/gingen eure Kinder gern hin?
    Was ist mit dem Fahrtweg? Habt ihr es in Kauf nehmen müssen, dass die entsprechende Schule nicht mal eben in der Nachbarschaft liegt? Hat sich das negativ ausgewirkt (Freundeskreis, Spielverabredungen etc)
    Haben die Kinder den Wechsel nach der Grundschulzeit in eine Regelschule später gut hinbekommen?

    Wäre dankbar für ein paar Erfahrungen!
    Danke.
    Geändert von sunya (22.11.2013 um 15:50 Uhr)

  2. #2
    claud1979 ist offline Legende
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Wahrscheinlich wird die Kleine auf eine katholische (private) Grundschule gehen.
    += kein elitäres Gehabe, dafür ist sie zu günstig, super Konzept, toll mit Arbeitszeiten zu vereinbaren (8:30 bis 15:30)
    -= Evtl. gesteuerte Dorfausgrenzung

  3. #3
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von claud1979 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich wird die Kleine auf eine katholische (private) Grundschule gehen.
    += kein elitäres Gehabe, dafür ist sie zu günstig, super Konzept, toll mit Arbeitszeiten zu vereinbaren (8:30 bis 15:30)
    -= Evtl. gesteuerte Dorfausgrenzung
    Gründe?

  4. #4
    claud1979 ist offline Legende
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Gründe?
    Na ja die Pros habe ich genannt und die Contras.

  5. #5
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von claud1979 Beitrag anzeigen
    Na ja die Pros habe ich genannt und die Contras.
    Hm, davon kann ich nur das "tolle Konzept" als wirkliches Merkmal sehen, das sie evtl. von anderen Schulen abhebt.
    Warum sollt es denn für euer Kind eine andere Schulform mit jenem Konzept (welches?) sein?

  6. #6
    claud1979 ist offline Legende
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Hm, davon kann ich nur das "tolle Konzept" als wirkliches Merkmal sehen, das sie evtl. von anderen Schulen abhebt.
    Warum sollt es denn für euer Kind eine andere Schulform mit jenem Konzept (welches?) sein?
    Weil ich das Konzept für jedes Kind besser find: Fächerübergreifendes Lernen. Selbstlernzeit ersetzt Hausaufgaben. Da gibt es keine mehr. Viel mehr Möglichkeiten erfahrungsbasiert zu lernen. Zwischendrin lange "Pausen". Das heißt Projektarbeiten, künstlerische und musische Angebote.
    Nein. Für mich ist es das Konzept zu 80%. Zu 20% kommt da schon auch Eigennutz rein, dass ich dann nichts an meiner Arbeit ändern muss.
    Mittagsbetreuung, Ganztagesbetreuung die hier in der in Frage kommenden Schule geboten werden lehne ich ab. Dann höre ich auf.
    Geändert von claud1979 (22.11.2013 um 15:58 Uhr)

  7. #7
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    .
    Wäre dankbar für ein paar Erfahrungen!
    .
    Beide Kinder haben eine Montessori-Grundschule besucht.
    Fahrtweg fiel keiner an, diese Schule war zufällig recht nah.

    Grund war für mich der gute Hort - eine solche pädagogische Qualität bekam man nirgends sonst.

    Meine Erwartungen wurden für beide Kinder nicht erfüllt und ich würde das nie wieder so machen.
    Das versprochene individuelle und differenzierte Eingehen auf die Kindr fand nicht statt. Und es war für beide fatal, dass sie keine Noten bekamen.

    Der Übergang ins staatliche Schulsystem war aufgrund der in Bayern nötigen Aufnahmeprüfung der Horror und führte bei einem Kind dazu, dass es die 5. Klasse auf der Mittelschule verbrachte, bevor sie in die 5. Klasse Gymnasium wechselte. Die Erfahrung mit dem Nicht betsehen des Probeunterrichts sass erstmal tief. Inhaltlich haben sie allerdings beide keine Probleme im Gamnasium und dass sie endlich Noten bekamen fanden sie dann toll.

    Und jede Menge Geld hat es auch gekostet.

    Warum überlegst Du?
    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

  8. #8
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    *meld*
    selbstorganisiertes Lernen von Anfang an, viel Projektarbeit, sehr engangierte Lehrer, annehmend-wertschätzende Atmosphäre.
    Kind ist in der 3. Klasse und wir sind der Meinung, es passt absolut. Gute Betreuungszeiten mit (für uns ) stimmigem Freizeitangebot / Lernangebot.

    Nachteil: Lernen im Rahmen von freier Arbeit ist nicht für jedes Kind geeignet, mein Kind tut sich damit sehr schwer. Vorteil: engangierte Lehrerin, der sowas auffällt und die bereit ist, gemeinsam nach einem Kompromiss zu suchen. Wir haben ihn gefunden.
    Es gab noch keinen Tag, an dem das Kind nicht gerne in die Schule ging.

    Nachteil: nicht wohnortnah, wir schauen, dass er noch Aktivitäten in Vereinen vor Ort hat.
    Busfahrt: stört ihn nur, wenn die Busse überfüllt sind.

    Wechsel zur weiterführenden Schule steht noch an.

    Kurz: wir haben die Schule wegen dem pädagogischen Konzept gewählt und weil uns die Schule vor Ort nicht zusagt. Hätte mein Sohn aus dem Kindergarten einen oder mehrere feste Freunde gehabt und wäre es ihm wichtig gewesen, mit denen eingeschult zu werden, wäre er hier vor Ort in die Schule gekommen.

  9. #9
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von MajaMayer Beitrag anzeigen
    Beide Kinder haben eine Montessori-Grundschule besucht.
    Fahrtweg fiel keiner an, diese Schule war zufällig recht nah.

    Grund war für mich der gute Hort - eine solche pädagogische Qualität bekam man nirgends sonst.

    Meine Erwartungen wurden für beide Kinder nicht erfüllt und ich würde das nie wieder so machen.
    Das versprochene individuelle und differenzierte Eingehen auf die Kindr fand nicht statt. Und es war für beide fatal, dass sie keine Noten bekamen.

    Der Übergang ins staatliche Schulsystem war aufgrund der in Bayern nötigen Aufnahmeprüfung der Horror und führte bei einem Kind dazu, dass es die 5. Klasse auf der Mittelschule verbrachte, bevor sie in die 5. Klasse Gymnasium wechselte. Die Erfahrung mit dem Nicht betsehen des Probeunterrichts sass erstmal tief. Inhaltlich haben sie allerdings beide keine Probleme im Gamnasium und dass sie endlich Noten bekamen fanden sie dann toll.

    Und jede Menge Geld hat es auch gekostet.

    Warum überlegst Du?
    Hm, wir hatten das Thema z.B. neulich beim "Mudditreff" und ich bin noch am Überlegen, ob sich das Überlegen lohnt.
    Eine Mutter hat sich kürzlich eine Montessorischule angeschaut und war ganz angetan.

    Größter Nachteil für mich wäre Entfernung und Fahrtzeit (20-25 Minuten Autofahrt, mit Bus mehr).
    Kosten halten sich in machbaren Grenzen.

    Ich halte viel vom freien Lernkonzept und denke auch, dass es gut zu meiner Tochter passen würde.
    (ehrgeizig, bleibt lange dran an einer Sache, denkt komplex/übergreifend, ist sehr naturinteressiert, kreativ und fantasiebegabt, sehr sozial, sie lässt sich aber ungern was "aufpropfen". Sie geht "wilden" Kindern eher aus dem Weg und macht dann lieber gern ihr eigenes Ding.)
    Sie ist es im Übrigen von zu Hause auch gewöhnt, von Anfang an "für voll genommen" zu werden. (Sie braucht auch wirklich sehr wenig "Erziehung"...)
    Ich weiß noch, dass ich selbst in Kiga und der Schule damit ein paar Probleme hatte, dass ich plötzlich "nur ein kleines Kind" war und man mich nicht so ernst nahm, wie zu Hause.

    Eine Freundin, selbst Grundschullehrerin an einer Regelschule mit gleichaltrigem Sohn, meinte auch, das wäre sicher was für meine Tochter. (Sagte sie von sich aus, ohne, dass ich ihr meine eigenen Überlegungen mitgeteilt hätte)

    Heute traf ich beim Arzt zufällig eine andere Mutter aus unserem Kiga, Psychologin Schwerpunkt Entwicklungspsychologie, die für ihre Tochter auch Interesse an der Montessorischule hat, da sie von dem Konzept überzeugt ist. Deren Kind würde im gleichen Jahr wie Tochter eingeschult (2015). Und was wäre ja schonmal was, da könnte man sich z.B. bei der Fahrerei abwechseln.

    An der anderen, einer Freien Schule, kenne ich 2 Familien (allerdings beides Musikerfamilien), deren Kinder dort waren und sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die sind auch später am Gymnasium angekommen, hatten eher soziale Schwierigkeiten mit der Umstellung dahin. (rauherer Ton, mehr Ellenbogenmentalität, die ausgeprägte Hierarchie zw Lehren und Schülern)
    Entfernung wäre auch 20-25 Minuten. (ist mir eigentlich zu viel)
    Aber die Kinder waren wohl immer sehr traurig über Ferien, weil sie dann nicht in die Schule durften...

    Ich bin noch derzeit völlig offen für alles... Genauso auch für die Regelschule. Will mich einfach schonmal bissle umhören.
    Geändert von sunya (22.11.2013 um 16:30 Uhr)

  10. #10
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine
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    Standard Re: Erfahrungen mit alternativen Schulformen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Ich halte viel vom freien Lernkonzept und denke auch, dass es gut zu meiner Tochter passen würde.
    Dachte ich auch.

    Es wurde keiner meiner Töchter gerecht (was aber immer auch ganz viel mit der Lehrkraft zu tun hat...aber auch ganz viel mit der tatsache, dass es keine Noten gab).
    Weder der überdurchschnittlich begabten, intrinsisch motivierten, sehr diesziplinierten, selbstständigen, ehrgeizigen, interessierten noch der durchschnittlich begabten, mäßig lerninteressierten. Sprich: weder das Überfliegerkind noch das Stinknormale haben profitiert. Und für Kinder, die Schwierigkeiten in der Selbststeuerung haben (solche Schulen werden ja immer wieder für Kinder mit AD(H)S beispielsweise überlegt), passt das auch gar nicht.

    Ihr seid nicht in Baern?
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    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

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