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Thema: Ich KANN kein Französisch, MIST

  1. #81
    HellaMadrid ist offline Legende

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von Golfi Beitrag anzeigen
    Hut ab, dass Du dafür die Nerven hast. Ich hätte die nicht und würde mich jahrelang auf diesen Kampf einlassen. Allerdings vertrete ich auch die Meinung, dass die eigenen Eltern nicht gerade die beste Wahl als Nachhilfelehrer sind, aber das kann ja jeder anders sehen.

    Du schreibst "mit relativ hoher Intelligenz"....nur mit Intelligenz schafft man nun mal kein Abitur. Es gehört für mich schon noch mehr dazu und ein Punkt ist eben auch Lernbereitschaft, wenn einem der Stoff nicht zufliegt.

    Ich schaffe die Rahmenbedingungen, Lernmaterialen, helfe dabei dass die Kids sich vernünftig strukturieren, frage mal ab oder erkläre mal etwas, aber täglich mich darum kümmern, dass meine Tochter in der Mittelstufe Hausaufgaben macht und lernt? Ne....das ist definitiv nicht mein Job.

    Wie schaffst Du das bei 2 Kindern? Wie kriegst Du das mit Job usw. unter einen Hut?
    Genau, ich kümmer mich natürlich um die Grundvoraussetzungen und mache die Tochter mit ihren vielen Freizeitaktivitäten darauf aufmerksam, dass diese eingeschränkt werden, wenn die Zeit fürs Lernen nicht reicht. Ich antworte gerne auf konkrete Fragen und helfe bei konkreten Dingen, aber ich organisiere garantiert nicht die Lernerei für die Kinder und trag denen ihren Scheiss nach.

  2. #82
    Avatar von Golfi
    Golfi ist offline Reif f. die Insel

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von HellaMadrid Beitrag anzeigen
    Genau, ich kümmer mich natürlich um die Grundvoraussetzungen und mache die Tochter mit ihren vielen Freizeitaktivitäten darauf aufmerksam, dass diese eingeschränkt werden, wenn die Zeit fürs Lernen nicht reicht. Ich antworte gerne auf konkrete Fragen und helfe bei konkreten Dingen, aber ich organisiere garantiert nicht die Lernerei für die Kinder und trag denen ihren Scheiss nach.
    Ich wüsste auch gar nicht, wie ich das zeitlich auf die Reihe bekommen sollte. Ich hab hier 9. Klasse Gymnasium 3. Klasse Grundschule und ein Kindergartenkind, selber arbeite ich 25 Std. pro Woche mein Mann Vollzeit. Wenn ich mir das vorstelle, dann dreht sich alles nur um Schule und fast alles andere bleibt auf der Strecke....ne, da wäre ich auch einfach nicht bereit zu. Da bin ich einfach zu egoistisch.....klar, dass das Grundschulkind noch mehr Unterstützung braucht, aber meine Große, die muss sich selber organisieren, ich übernehme Fahrdienste wenn sie sich mit mehreren zum Lernen treffen usw. wie gesagt, ich schaffe den Rahmen, was sie daraus macht, ist ihr Ding und nicht meins.
    viele Grüße von
    Frau golfi
    mit 2 Mädels und dem kleinen Halloweenprinzen
    2008






  3. #83
    Avatar von FrauTischbein
    FrauTischbein ist offline freesie!

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ja, eben, irgendwann muss das Zehnerl fallen, und das Kind muss es selbst wollen.

    Ich finde ja bei solchen Diskussionen immer die abstraktere Ebene auch relevant: Da gehts in diesem Fall um das Erziehungsziel "Erwerb von Selbstverantwortung". Und dabei nützt es wenig, wenn Eltern antreiben, statt den Kindern die Chance zu geben, sich selbst Ziele zu setzen.
    Sehe ich eigentlich auch so.

    Ich finde, es wird dann schwierig, wenn der Lehrer dann der im anderen Thread benannte "pädagogische Totalausfall" ist.

    So schlimm ist die Lehrerin meiner Tochter nicht; sie ist wirklich keine Leuchte, aber nett.

    Dummerweise fühlt sie sich aber nicht zuständig dafür, dass die Kinder was lernen.
    Auf dem Elternabend zwitschert sie den Eltern vor, dass Schule in Deutschland nur mit einem Elternhaus funktioniert, das den Stoff vermittelt, schaut dich mit ihrem Dackelblick an und ergänzt, dass das traurig sei, aber leider Realität.

    Und das bringt mich bei meinem verweigerndem Kind schon in die Zwickmühle:
    Lass ich ein intelligentes Kind, das auch ein paar Konzentrationsprobleme hat und deswegen nicht alles mitbekommt am Vormittag, in der Selbstverantwortung? Bzw: Wer trägt die Verantwortung für den Lernerfolg MIT?
    Die Lehrerin fühlt sich nicht so richtig zuständig, ich will daheim nicht (ich bin ehrlich, HA mit diesem Kind waren ein Jahr lang zu 100% Terror, dieses Jahr nur zu 70% - wir atmen auf). Und für Kinder eines gewissen Alters ist das mit der Selbstverantwortung zu viel verlangt, da schließ ich Kinder in Kl. 5/6 ein.


    Jetzt sind GsD nicht alle Lehrer und Lehrerinnen so wie die Lehrerin meiner Tochter (ich habe übrigens schon kräftig an ihr rumgebogen, in mancherlei Hinsicht hat sich was verbessert - für alle Beteiligten überraschend hat sie IM UNTERRICHT ein Diktat vorbereitet, man staune! - aber insgesamt ist der Stoff schlecht gesichert.
    Ein Einzelfall ist die Frau aber auch nicht.

    Und dann steht man als Eltern blöd da...
    "Wird's besser?
    Wird's schlimmer?
    fragt man alljährlich.
    Seien wir ehrlich:
    Leben ist immer lebensgefährlich."

    Erich Kästner

  4. #84
    die_Cella ist offline einfach nur Cella

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Tochter hat jetzt das zweite Jahr Französisch, ich selbst hatte früher zwar selbst 2 Jahre Französisch auf der Realschule, davon ist nicht viel hängengeblieben und ich stelle schon fest, dass es ein großer Unterschied ist ( Gymnasium und Realschule).

    Soll heißen, dass ich ihr kein bißchen helfen kann, außer Vokabeln abfragen. Anfangs habe ich es noch versucht und habe was die Grammatik betrifft nachgelesen. Aber ich habe dafür keinen Ehrgeiz :-(

    Da muss sie selbst durch

  5. #85
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich hätte ja nie die Geduld gehabt, drei Stunden zu diskutieren, um das Kind anzutreiben. Nach spätestens zehn Minuten hätte ich den Standardsatz mein er Mutter gebraucht, mit dem sie meiner pubertären Faulheit begegnet ist: "Dann wirst halt ein Kocherl."

    Aber die mögliche Konsequenz muss man (als Eltern) natürlich erst mal aushalten, erst dann kann man sie den Kindern zumuten.
    ich habe meinen kindern auch angeboten, sie auf der dorf-hauptschule anzumelden, wenn sie keinen bock auf lernen haben.

    interessanterweise hat das jegliche diskussionen nach einem erstaunten augenblinkern ganz schnell zum erliegen gebracht.
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  6. #86
    Avatar von Golfi
    Golfi ist offline Reif f. die Insel

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von FrauTischbein Beitrag anzeigen
    Sehe ich eigentlich auch so.

    Ich finde, es wird dann schwierig, wenn der Lehrer dann der im anderen Thread benannte "pädagogische Totalausfall" ist.

    So schlimm ist die Lehrerin meiner Tochter nicht; sie ist wirklich keine Leuchte, aber nett.

    Dummerweise fühlt sie sich aber nicht zuständig dafür, dass die Kinder was lernen.
    Auf dem Elternabend zwitschert sie den Eltern vor, dass Schule in Deutschland nur mit einem Elternhaus funktioniert, das den Stoff vermittelt, schaut dich mit ihrem Dackelblick an und ergänzt, dass das traurig sei, aber leider Realität.

    Und das bringt mich bei meinem verweigerndem Kind schon in die Zwickmühle:
    Lass ich ein intelligentes Kind, das auch ein paar Konzentrationsprobleme hat und deswegen nicht alles mitbekommt am Vormittag, in der Selbstverantwortung? Bzw: Wer trägt die Verantwortung für den Lernerfolg MIT?
    Die Lehrerin fühlt sich nicht so richtig zuständig, ich will daheim nicht (ich bin ehrlich, HA mit diesem Kind waren ein Jahr lang zu 100% Terror, dieses Jahr nur zu 70% - wir atmen auf). Und für Kinder eines gewissen Alters ist das mit der Selbstverantwortung zu viel verlangt, da schließ ich Kinder in Kl. 5/6 ein.


    Jetzt sind GsD nicht alle Lehrer und Lehrerinnen so wie die Lehrerin meiner Tochter (ich habe übrigens schon kräftig an ihr rumgebogen, in mancherlei Hinsicht hat sich was verbessert - für alle Beteiligten überraschend hat sie IM UNTERRICHT ein Diktat vorbereitet, man staune! - aber insgesamt ist der Stoff schlecht gesichert.
    Ein Einzelfall ist die Frau aber auch nicht.

    Und dann steht man als Eltern blöd da...
    Sehe ich anders, würde ich auch ganz klar sagen:

    Die Lehrer vermitteln den Stoff, die Kinder arbeiten den zu Hause nach, gegebenenfalls kann man als Eltern noch mal Fragen beantworten aber mit Sicherheit nicht den Stoff vermitteln....dann bräuchte ich mein Kind ja nicht in die Schule schicken.

    Selbstverantwortliches Lernen bis ca. Ende 6. Klasse unterstützen, sehe ich genauso. Die Erfahrung habe ich auch gemacht, dass die Kids bis dahin schon brauchen, bis sie raus haben sich selber zu organisieren und den Überblick zu haben.
    viele Grüße von
    Frau golfi
    mit 2 Mädels und dem kleinen Halloweenprinzen
    2008






  7. #87
    Mrs.Wallace Gast

    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von die_Cella Beitrag anzeigen
    Tochter hat jetzt das zweite Jahr Französisch, ich selbst hatte früher zwar selbst 2 Jahre Französisch auf der Realschule, davon ist nicht viel hängengeblieben und ich stelle schon fest, dass es ein großer Unterschied ist ( Gymnasium und Realschule).

    Soll heißen, dass ich ihr kein bißchen helfen kann, außer Vokabeln abfragen. Anfangs habe ich es noch versucht und habe was die Grammatik betrifft nachgelesen. Aber ich habe dafür keinen Ehrgeiz :-(

    Da muss sie selbst durch
    Ich kann inzwischen bei meiner großen Tochter (Kl. 10, Gymn.) Auch nicht mehr helfen. Latein hatte ich z.B. nie, in Mathe vertsehe ich schlichtweg einiges nicht mehr, weil ich es nie hatte oder es ganz tief verschüttet ist.

    Generell hab ich es von Anfang an so gehalten, dass der Schulkram der Job der Kinder ist und möglichst wenig geholfen. Mal einen kleinen Tipp, wenn sie so gar nicht weiterkommen, aber viel mehr auch nicht. Damit bin ich super gefahren, beide sind total selbstständig und kommen gut zurecht. Mag auch Zufall sein, klar. Aber zu täglicher längerer Hausaufgabenunterstützung, Kontrolle etc. hatte ich weder Lust noch Zeit.
    Golfi und die_Cella gefällt dies.

  8. #88
    claud1979 ist offline Legende

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von CatBalou Beitrag anzeigen
    Das habe ich ja kommen sehen.

    Meine Tochter hat nun im ersten Jahr Französisch und ich von tuten und blasen keine Ahnung. Ist für mich wie chinesisch. Eben konnte ich ihr mit grammatikalischen Grundfähigkeiten, etwas Logik und wer-lesen-kann-ist-klar-im-Vorteil noch helfen.

    Sie ist ein Drückeberger und fauler Hund vorm Herrn, mit allen Wassern gewaschen. Dabei ein Sprachtalent ohne Ende, das nutzt einem nur bei der ganzen Grammatik erst Mal nicht. Ohne büffeln geht es einfach nicht. Aber ich kann ja nicht mal gescheit Vokabeln abfragen.

    Lernprogramme von CD? Nachhilfe? Selber die VHS bemühen?

    Das kann ja noch lustig werden.



    Wie macht ihr das bei Euren Kids mit Fremdsprachen, die ihr selber nicht drauf habt?

    Gruß Cat
    Ich lerne eine Sprache wenn ich eine Sprache lernen will. Aber nicht um mein Kind zu coachen.

  9. #89
    Avatar von FrauTischbein
    FrauTischbein ist offline freesie!

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    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von Golfi Beitrag anzeigen
    Sehe ich anders, würde ich auch ganz klar sagen:
    Der Lehrerin?
    Ich habe den Zusammenhang nicht ganz verstanden.

    Ich kommuniziere z.T. übers Kultusministerium mit ihr, weil ich eben der Meinung bin, dass der Lehrer/die Lehrerin den Kindern beibringt, WIE man liest, rechnet, schreibt usw.
    Und nicht "Ich mache das Angebot in der Schule, aber erlernt werden [nicht geübt, das ist kein Missverständnis meinerseits!] muss es daheim".

    Die Lehrer vermitteln den Stoff, die Kinder arbeiten den zu Hause nach, gegebenenfalls kann man als Eltern noch mal Fragen beantworten aber mit Sicherheit nicht den Stoff vermitteln....dann bräuchte ich mein Kind ja nicht in die Schule schicken.
    Exakt so!

    Selbstverantwortliches Lernen bis ca. Ende 6. Klasse unterstützen, sehe ich genauso. Die Erfahrung habe ich auch gemacht, dass die Kids bis dahin schon brauchen, bis sie raus haben sich selber zu organisieren und den Überblick zu haben.
    Ich bin im Prinzip auch Verfechterin der Theorie, dass Eltern den Raum und das Material zur Verfügung stellen und auch mal den Frust abfangen "dürfen".

    Bei meiner Nr. 2 läuft das super so.
    Aber die hat auch eine Lehrerin, bei der ich weiß, dass sie Unterricht macht, der gut ist.
    Außerdem muss das Kind sich mit ihr auseinandersetzen, wenn es was vergessen hat.

    Nr. 1 droht mir ja, dass ihre Lehrerin bei mir anrufen und mit mir schimpfen wird, wenn sie keine HA gemacht hat.
    Und dummerweise hat das Kind das schon komplett durchschaut; so ist es wirklich (wobei ich nicht mit mir schimpfen lasse, ich sage der Lehrerin schon deutlich, dass auch sie eine Verantwortung trägt).
    "Wird's besser?
    Wird's schlimmer?
    fragt man alljährlich.
    Seien wir ehrlich:
    Leben ist immer lebensgefährlich."

    Erich Kästner

  10. #90
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Ich KANN kein Französisch, MIST

    Zitat Zitat von FrauTischbein Beitrag anzeigen
    Sehe ich eigentlich auch so.

    Ich finde, es wird dann schwierig, wenn der Lehrer dann der im anderen Thread benannte "pädagogische Totalausfall" ist.

    So schlimm ist die Lehrerin meiner Tochter nicht; sie ist wirklich keine Leuchte, aber nett.

    Dummerweise fühlt sie sich aber nicht zuständig dafür, dass die Kinder was lernen.
    Auf dem Elternabend zwitschert sie den Eltern vor, dass Schule in Deutschland nur mit einem Elternhaus funktioniert, das den Stoff vermittelt, schaut dich mit ihrem Dackelblick an und ergänzt, dass das traurig sei, aber leider Realität.

    Und das bringt mich bei meinem verweigerndem Kind schon in die Zwickmühle:
    Lass ich ein intelligentes Kind, das auch ein paar Konzentrationsprobleme hat und deswegen nicht alles mitbekommt am Vormittag, in der Selbstverantwortung? Bzw: Wer trägt die Verantwortung für den Lernerfolg MIT?
    Die Lehrerin fühlt sich nicht so richtig zuständig, ich will daheim nicht (ich bin ehrlich, HA mit diesem Kind waren ein Jahr lang zu 100% Terror, dieses Jahr nur zu 70% - wir atmen auf). Und für Kinder eines gewissen Alters ist das mit der Selbstverantwortung zu viel verlangt, da schließ ich Kinder in Kl. 5/6 ein.


    Jetzt sind GsD nicht alle Lehrer und Lehrerinnen so wie die Lehrerin meiner Tochter (ich habe übrigens schon kräftig an ihr rumgebogen, in mancherlei Hinsicht hat sich was verbessert - für alle Beteiligten überraschend hat sie IM UNTERRICHT ein Diktat vorbereitet, man staune! - aber insgesamt ist der Stoff schlecht gesichert.
    Ein Einzelfall ist die Frau aber auch nicht.

    Und dann steht man als Eltern blöd da...
    "Erziehungsziel Selbstverantwortung" heißt ja nicht, dass man das Kind allein lässt. Wenn du deinen Kindern beibringst, sich im Straßenverkehr zu bewegen, setzt du ja auch nicht auf trial and error. Du mutest ihnen nur das zu, was sie deiner Meinung nach auch verkraften und bewältigen können.

    In der Grundschule: Da fängt man ja erst an, die Weichen zu stellen und die Kinder haben vor allem die Aufgabe, langsam eine sinnvolle Arbeitshaltung entwickeln. Dabei brauchen sie schon Unterstützung, keine Frage. Aber "Hilfe" sieht ja nicht so aus, dass man sie antreibt, sondern sie auf die Dinge aufmerksam macht, die man für wichtig hält. Und sie ihre Erfahrungen machen lässt (bzw. erst erste Erfahrungen, dann Coaching, dann weitere Erfahrungen, dann ggf, wieder Coaching usw.)

    In dem Alter hat man ja außerdem den Vorteil, dass sie noch sehr auf die Eltern bezogen sind und glauben, was wir sagen. Bei so einer Lehrerin, wie du sie beschreibst: Da hätten wir zuhause darüber geredet, dass ich den Stil der Lehrerin für nicht so produktiv halte und mir Sorgen mache, dass das Kind nicht genug lernt. Und würde deswegen vorschlagen: "Wenn du magst, machen wir mal gelegentlich ein Diktat zu Hause." Oder was auch immer.

    Im Übrigen: Ich hab all das immer als Erfahrungswerte"verkauft": Man hat mit Menschen zu tun, die man nicht so toll findet, man kann natürlich versuchen, Gespräche zu führen, aber man wird die Leute nicht ändern. Vor allem muss man also sehen, wie man mit diesen Leuten auf eine Weise zurecht kommt, bei der man sich einigermaßen wohlfühlt.

    Wobei, aber da bin ich vielleicht auch defätistisch: Was lernen die denn schon in den ersten zwei Jahren? Lesen und ein bisschen Rechnen. Und viel soziales Zeugs - also alles Dinge, die man zuhause sowieso en passant einübt. (Frag nicht, wie die Rechtschreibung meiner Tochter 2 lange Jahre aussah Inzwischen hat sich das Problem in Luft aufgelöst. Abwarten ist also auch nicht die schlechteste aller Möglichkeiten)

    Und 5./6. Klasse: Das sehe ich anders als du. Da haben die Kinder ja hier zumindest schon die Entscheidung über die weiterführende Schule getroffen, dazu können sie auch stehen.
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