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Thema: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

  1. #1
    rastamamma ist gerade online Urgestein
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    Standard "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    So war in etwa der Text.

    Und jetzt frage ich mich, weil ich das Gefühl, mit meinen Kindern keine richtige Familie zu sein, echt nicht kenne (für mich gehören zu Familie Vorfahren und Nachkommen, nicht notwendigerweise ein Paar, war immer schon so, vielleicht, weil es in meinem persönlichen Umfeld echt viele Witwen und Witwer samt Kindern gibt, nie habe ich die als halbe Familie oder so empfunden): Sind Mutter und Kind keine "richtige Familie"?

    Und, am Rande noch: Sind denn alle Mütter, die den Sonntag mit ihren Kindern verbringen, alleinstehend? Mir fallen ja etliche Möglichkeiten ein, warum nicht beide Partner den Tag im Park verbringen möchten - und alles sind fern von Beziehungsproblemen, kaputten Familien etc.? Sind alle Männer und Frauen, die man mit Kindern gemeinsam im Park sieht, denn überhaupt beziehungstechnisch verbandelt oder nimmt man nur an, das wären "richtige" Familien?

    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?

  2. #2
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    So war in etwa der Text.

    Und jetzt frage ich mich, weil ich das Gefühl, mit meinen Kindern keine richtige Familie zu sein, echt nicht kenne (für mich gehören zu Familie Vorfahren und Nachkommen, nicht notwendigerweise ein Paar, war immer schon so, vielleicht, weil es in meinem persönlichen Umfeld echt viele Witwen und Witwer samt Kindern gibt, nie habe ich die als halbe Familie oder so empfunden): Sind Mutter und Kind keine "richtige Familie"?

    Und, am Rande noch: Sind denn alle Mütter, die den Sonntag mit ihren Kindern verbringen, alleinstehend? Mir fallen ja etliche Möglichkeiten ein, warum nicht beide Partner den Tag im Park verbringen möchten - und alles sind fern von Beziehungsproblemen, kaputten Familien etc.? Sind alle Männer und Frauen, die man mit Kindern gemeinsam im Park sieht, denn überhaupt beziehungstechnisch verbandelt oder nimmt man nur an, das wären "richtige" Familien?

    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?
    Ich bin ja auch allein mit Kind und finde schon, dass manchmal was fehlt, was andere haben/erleben.
    ABER: es gibt so viele verschiedene Varianten von Familien und deren Alltag, dass es Quatsch ist, sich von solchen Momentaufnahmen irgendwas zusammen zu reimen über "richtige" oder "weniger richtige "Familienkonstellationen. Bei anderen fehlt vielleicht was anderes.
    Andere haben z.B. zwar Papas zu Hause, die sind aber vielleicht ständig unterwegs/arbeiten oder bringen sich kaum ein oder es gibt dafür nur die Kernfamilie und sonst keinen/kaum Kontakt zu Großeltern oder-oder-oder.

    Wir haben z.B. die Großeltern im Haus, jede Menge weitere Verwandschaft in erreichbarere Nähe, Tochter hat regelmäßigen Kontakt zu Cousins und Großcousins, wir fahren tw mit der Familie meines Bruders in den Urlaub... etc pp. Das ergibt in Summe ein reichhaltiges Großfamilienleben.
    Trotz nicht dauerhaft anwesendem Vater ist das sehr viel und sicher einiges an Familie mehr, als viele andere so haben.
    Womöglich ist das sogar mehr "richtige Familie", als so manche "klassische Kernfamilie" mit Mutter, Vater, Kind.

    Ich vergleiche jedenfalls nicht, wir sind wir und es ist so, wie es ist und solange wir meistens zufrieden und glücklich sind, ist alles gut.
    Ich möchte eigentlich mit niemandem tauschen.
    Geändert von sunya (12.01.2014 um 15:12 Uhr)
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  3. #3
    NettesBiest ist offline Veteran
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    So war in etwa der Text.

    Und jetzt frage ich mich, weil ich das Gefühl, mit meinen Kindern keine richtige Familie zu sein, echt nicht kenne (für mich gehören zu Familie Vorfahren und Nachkommen, nicht notwendigerweise ein Paar, war immer schon so, vielleicht, weil es in meinem persönlichen Umfeld echt viele Witwen und Witwer samt Kindern gibt, nie habe ich die als halbe Familie oder so empfunden): Sind Mutter und Kind keine "richtige Familie"?

    Und, am Rande noch: Sind denn alle Mütter, die den Sonntag mit ihren Kindern verbringen, alleinstehend? Mir fallen ja etliche Möglichkeiten ein, warum nicht beide Partner den Tag im Park verbringen möchten - und alles sind fern von Beziehungsproblemen, kaputten Familien etc.? Sind alle Männer und Frauen, die man mit Kindern gemeinsam im Park sieht, denn überhaupt beziehungstechnisch verbandelt oder nimmt man nur an, das wären "richtige" Familien?

    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?
    Mein Mann ist heute allein mit den Kindern unterwegs. Da ich zu Haus bin ist nicht die ganze Familie zusammen.

    Aber ich bin schon der Meinung, dass auch Alleinerziehende und ihre Kinder eine Familie sind. Ich bin auch Scheidungskind und hab mich trotzdem bei meiner Mama als Familie gefühlt.
    Weil Papa halt nicht dazugehört hat weil schon ewig geschieden.
    Mein Mann und ich sind allerdings verheiratet also sind wir nur als Familie unterwegs wenn wir alle vier zusammen sind.
    Tanten, Onkeln usw sind für mich weniger Familie als viel mehr Verwandtschaft.

  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Ich finde das Attribut "richtig" in dem Kontext unangebracht. Familie ist bunt und ich definiere das auch je nach Kontext verschieden. Wenn meine Kusine zum 90. Geburtstag der Oma nicht kommt, ist in dem Kontext die Familie dann nicht komplett, beim Sonntagsausflug würde ich die Kusine aber in der Regel nicht vermissen.
    Und wenn ich zur Witwe würde, wäre meine (Kern)Familie sicher nicht mehr komplett, dann würde was fehlen. Trotzdem würde ich nicht jeder Familienkonstellation mit nicht präsentem Vater unterstellen, keine richtige Familie zu sein.

  5. #5
    Avatar von choernch
    choernch ist offline Mama hat immer Recht
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Sicherlich ist Familie heute mehr als klassisch - Mama, Papa, Baby - und gut.

    Wir sind nun die klassische Familie - also nicht Kontext eine "richtige" Familie, aber deshalb dürfen wir auch einzeln auftreten und z.B. in den Park gehen.

    Ich kenne viele Alleinstehende mit Kind bzw. Kindern - und die sind auch eine richtige Familie. Teilweise haben die Kinder auch unterschiedliche Väter - und man ist trotzdem eine richtige Familie.

    Man fühlt sich nur unvollständig, wenn man mit seiner Situation nicht zufrieden ist. Vielleicht wollte dies die Mutter im Fernsehen so darstellen.
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  6. #6
    Avatar von Cajaa
    Cajaa ist offline Crashhuhn
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Wenn ich Familie denke, dann taucht ein Bild vor meinem Inneren Auge auf, dass mehrere Generationen miteinander zeigt, weit verzweigte Äste eines Stammbaumes.... Aber über richtige und falsche Familien habe ich noch nie nachgedacht.

  7. #7
    Avatar von Wir.und.Ihr
    Wir.und.Ihr ist offline Owned by a Husky
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    So war in etwa der Text.

    Und jetzt frage ich mich, weil ich das Gefühl, mit meinen Kindern keine richtige Familie zu sein, echt nicht kenne (für mich gehören zu Familie Vorfahren und Nachkommen, nicht notwendigerweise ein Paar, war immer schon so, vielleicht, weil es in meinem persönlichen Umfeld echt viele Witwen und Witwer samt Kindern gibt, nie habe ich die als halbe Familie oder so empfunden): Sind Mutter und Kind keine "richtige Familie"?

    Und, am Rande noch: Sind denn alle Mütter, die den Sonntag mit ihren Kindern verbringen, alleinstehend? Mir fallen ja etliche Möglichkeiten ein, warum nicht beide Partner den Tag im Park verbringen möchten - und alles sind fern von Beziehungsproblemen, kaputten Familien etc.? Sind alle Männer und Frauen, die man mit Kindern gemeinsam im Park sieht, denn überhaupt beziehungstechnisch verbandelt oder nimmt man nur an, das wären "richtige" Familien?

    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?
    Da ich zum Wort "Familie" keinen emotionalen Bezug habe, kann ich das nicht so genau beantworten: aber mein Mann und ich - ungewollt kinderlos - sind streng genommen keine Familie. Familie ist, wo generationenübergreifende Beziehungen bestehen *find*. Das fehlt bei uns. Eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Kind ist dazu im Gegensatz durchaus "Familie".
    Das Internet, unendliche Weiten...
    https://thefpl.us/

  8. #8
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    So war in etwa der Text.

    Und jetzt frage ich mich, weil ich das Gefühl, mit meinen Kindern keine richtige Familie zu sein, echt nicht kenne (für mich gehören zu Familie Vorfahren und Nachkommen, nicht notwendigerweise ein Paar, war immer schon so, vielleicht, weil es in meinem persönlichen Umfeld echt viele Witwen und Witwer samt Kindern gibt, nie habe ich die als halbe Familie oder so empfunden): Sind Mutter und Kind keine "richtige Familie"?

    Und, am Rande noch: Sind denn alle Mütter, die den Sonntag mit ihren Kindern verbringen, alleinstehend? Mir fallen ja etliche Möglichkeiten ein, warum nicht beide Partner den Tag im Park verbringen möchten - und alles sind fern von Beziehungsproblemen, kaputten Familien etc.? Sind alle Männer und Frauen, die man mit Kindern gemeinsam im Park sieht, denn überhaupt beziehungstechnisch verbandelt oder nimmt man nur an, das wären "richtige" Familien?

    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?
    Natürlich bin ich auch mal allein mit den Kindern unterwegs, aber wenn ich dann Paare mit Kind sehe, weiß ich ja, dass ich trotzdem "eine richtige Familie" habe. Ansonsten wäre ich schon auch traurig.

  9. #9
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist offline Legende
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Ich sehe Familie dann, wenn zwei Generationen (oder mehr) zusammen wohnen.

    Das kann die siebenköpfige Großfamilie sein, aber auch die alleinerziehende Mutter mit ihrem Kind oder eine erwachsene Frau mit ihrer alten Mutter.

    Und eigentlich ist das Familie, was sich wie Familie anfühlt - egal, wie viele das sind. Ob da nun Quantität oder Qualität entscheidend ist, kann ja jeder für sich selbst entscheiden.
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  10. #10
    Avatar von Lolaluna
    Lolaluna ist offline Legende
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    Standard Re: "Richtige Familie" - was ist das für euch?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Tochter schaut fern - und da ist halt gerade eine alleinstehende Mutter interviewt worden, die sich in etwa so geäußert hat, dass es für sie schon schmerzhaft ist, wenn sie am Sonntag im Park dann die ganzen Paare sieht und sie akzeptieren muss, dass andere "eine richtige Familie sind, und wir (Kind und sie) halt nur aus uns beiden bestehen".

    .....
    Wie denkt ihr drüber? Richtige Familie nur, wenn alle im Verband was unternehmen? Oder ganz anders?
    Ich habe schon unterschiedliche Familien erlebt.

    Unsere "Kleinfamilie" Mutter-Vater-Kind, damals war ich oft mit meinem Sohn alleine unterwegs, weil sein Vater nachmittags gearbeitet hat. Da hat mir das Alleinsein nichts ausgemacht.

    Nach der Trennung als "Kleinstfamilie" Mutter-Kind, war ich manchmal melancholisch und beneidete die glücklichen Familien, fühlte mich aber mit meinem Kind als Familie.

    Heute sind wir eine "Patchwork-Familie" LG-Mutter-Kind, glücklich, auch weil der Vater des Kindes auch ihm nahesteht.

    Familie ist wie man sich empfindet und nicht, ob mein miteinander verwandt ist.

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