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Thema: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

  1. #1
    Avatar von choernch
    choernch ist offline Mama hat immer Recht
    Registriert seit
    03.10.2007
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    Standard Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Hallo!

    Meine Tochter hat in der 1. Klasse eine neue allerallerallerbeste Freundin gefunden. Alles prima - die zwei haben sich wirklich gesucht und gefunden.

    Problem: Ihre Freundin Angi lebt im Kinderheim - mit 5 Geschwistern. Die Eltern sind ohne die Kinder zurück nach Russland. Seltsame und tragische Geschichte, aber die Kinder sind sehr nett. Wir kennen sie alle über den Kinderkreis der Kirchgemeinde und alles ist toll.

    Mein einziges Problem ist das Jugendamt. Die Mädchen wollen sich einfach auch mal an Nachmittag treffen. Jetzt glaube ich, dass man im Heim begrenzt begeistert ist, wenn dort ständig auch noch fremde Kinder mit rumrennen, so dass ich gesagt habe, sie können sich einfach bei uns treffen.

    Da macht aber das Jugendamt nicht mit. Ich habe jetzt schriftlich einen Antrag stellen müssen. Da musste sogar einem Führungszeugnis beider Ehegatten beigefügt werden. Nach 6 Wochen Bearbeitungszeit - und gefühlten 28 Anrufen bei der Sachbearbeiterin - kam man zum Ergebnis, dass uns das Kind grundsätzlich besuchen darf. Für jeden Besuch ist jedoch mindestens eine Woche vorher eine schriftliche Anmeldung vorzunehmen

    Ich find das total blöd. Auf der einen Seite erklärt mit die Jugendamtstante, dass es schön ist, dass die Heimkinder zu "normalen" Kindern Kontakt haben und so auch Familienleben kennen lernen und dann muss ich es eine Woche im voraus schriftlich beantragen, wenn die beiden miteinander spielen wollen!

    Hat jemand mit Heimkindern diesbezüglich Erfahrungen?

    Danke

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Ja, hier läuft das ähnlich.

    Die Heimkinder sind isoliert.

  3. #3
    Registriert seit
    22.08.2008
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    6.099

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von Frau..Feinripp Beitrag anzeigen
    Ja, hier läuft das ähnlich.

    Die Heimkinder sind isoliert.
    Das ist ja hart... Die beste Freundin meiner Schwester war auch im Kinderheim. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass da so ein Wirbel gemacht wurde, das Mädchen war oft nach der Schule bei uns, hat auch bei uns übernachtet (meine Schwester auch bei ihr)
    War vor 25 Jahren kein Problem.

    Mer sin länger dut als mer levve
    Das schönste Bauwerk Düsseldorfs ist die Autobahn nach KÖLN

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von Wibbelstetz78 Beitrag anzeigen
    Das ist ja hart... Die beste Freundin meiner Schwester war auch im Kinderheim. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass da so ein Wirbel gemacht wurde, das Mädchen war oft nach der Schule bei uns, hat auch bei uns übernachtet (meine Schwester auch bei ihr)
    War vor 25 Jahren kein Problem.
    Ich muss einschränken, dass es bei meiner diesbezüglichen Anfrage im Heim um einen Jungen geht, der wohl in einer Nacht-und Nebelaktion aus einem anderen Bundesland hierher verfrachtet wurde. Da muss es ganz massive Familienprobleme gegeben haben, so dass ich denke, dass man seitens des Heims das Risiko nicht eingehen darf, ihn "laufen zu lassen". Der Junge wird, im Gegensatz zu den anderen Heimkindern, zur Schule gebracht und mittags geholt.

    (Ich weiß nicht, was er genau erlebt hat, aber ich denke mir meinen Teil....)

  5. #5
    Avatar von die_Cella
    die_Cella ist offline einfach nur Cella
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    27.10.2013
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    4.677

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von choernch Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Meine Tochter hat in der 1. Klasse eine neue allerallerallerbeste Freundin gefunden. Alles prima - die zwei haben sich wirklich gesucht und gefunden.

    Problem: Ihre Freundin Angi lebt im Kinderheim - mit 5 Geschwistern. Die Eltern sind ohne die Kinder zurück nach Russland. Seltsame und tragische Geschichte, aber die Kinder sind sehr nett. Wir kennen sie alle über den Kinderkreis der Kirchgemeinde und alles ist toll.

    Mein einziges Problem ist das Jugendamt. Die Mädchen wollen sich einfach auch mal an Nachmittag treffen. Jetzt glaube ich, dass man im Heim begrenzt begeistert ist, wenn dort ständig auch noch fremde Kinder mit rumrennen, so dass ich gesagt habe, sie können sich einfach bei uns treffen.

    Da macht aber das Jugendamt nicht mit. Ich habe jetzt schriftlich einen Antrag stellen müssen. Da musste sogar einem Führungszeugnis beider Ehegatten beigefügt werden. Nach 6 Wochen Bearbeitungszeit - und gefühlten 28 Anrufen bei der Sachbearbeiterin - kam man zum Ergebnis, dass uns das Kind grundsätzlich besuchen darf. Für jeden Besuch ist jedoch mindestens eine Woche vorher eine schriftliche Anmeldung vorzunehmen

    Ich find das total blöd. Auf der einen Seite erklärt mit die Jugendamtstante, dass es schön ist, dass die Heimkinder zu "normalen" Kindern Kontakt haben und so auch Familienleben kennen lernen und dann muss ich es eine Woche im voraus schriftlich beantragen, wenn die beiden miteinander spielen wollen!

    Hat jemand mit Heimkindern diesbezüglich Erfahrungen?

    Danke
    Das habe ich so ja noch nie gehört. War ja selbst für kurze Zeit als Kind im Kinderheim und kenne sowas gar nicht.
    Habe auch später noch viel Kontakt zu diesem Kinderheim gehabt (als ich längst wieder bei meinem Vater lebte) und meine beste Freundin wohnte in diesem Heim.

    Alle Kinder durften sich verabreden wie in anderen "normalen" Familien auch. Die Kinder gingen auch nachmittags in Turnvereine etc. Ich habe sogar bei meiner Freundin im Heim übernachtet, oder im Garten gezeltet. Fand ich immer ganz spannend mit so vielen Kindern in einem Haus.

    Finde ich ja ganz schön erschreckend, wie es in deinem geschilderten Fall abläuft ;-(

  6. #6
    Sascha ist offline Urgestein
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    13.06.2002
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    177.558

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von choernch Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Meine Tochter hat in der 1. Klasse eine neue allerallerallerbeste Freundin gefunden. Alles prima - die zwei haben sich wirklich gesucht und gefunden.

    Problem: Ihre Freundin Angi lebt im Kinderheim - mit 5 Geschwistern. Die Eltern sind ohne die Kinder zurück nach Russland. Seltsame und tragische Geschichte, aber die Kinder sind sehr nett. Wir kennen sie alle über den Kinderkreis der Kirchgemeinde und alles ist toll.

    Mein einziges Problem ist das Jugendamt. Die Mädchen wollen sich einfach auch mal an Nachmittag treffen. Jetzt glaube ich, dass man im Heim begrenzt begeistert ist, wenn dort ständig auch noch fremde Kinder mit rumrennen, so dass ich gesagt habe, sie können sich einfach bei uns treffen.

    Da macht aber das Jugendamt nicht mit. Ich habe jetzt schriftlich einen Antrag stellen müssen. Da musste sogar einem Führungszeugnis beider Ehegatten beigefügt werden. Nach 6 Wochen Bearbeitungszeit - und gefühlten 28 Anrufen bei der Sachbearbeiterin - kam man zum Ergebnis, dass uns das Kind grundsätzlich besuchen darf. Für jeden Besuch ist jedoch mindestens eine Woche vorher eine schriftliche Anmeldung vorzunehmen

    Ich find das total blöd. Auf der einen Seite erklärt mit die Jugendamtstante, dass es schön ist, dass die Heimkinder zu "normalen" Kindern Kontakt haben und so auch Familienleben kennen lernen und dann muss ich es eine Woche im voraus schriftlich beantragen, wenn die beiden miteinander spielen wollen!

    Hat jemand mit Heimkindern diesbezüglich Erfahrungen?

    Danke
    Hab ich noch nie so gehört.
    Halte ich auch im Sinne des Kindeswohl (und dafür sollten die ja da sein) für falsch.
    Maumau und Mrs.Wallace gefällt dies.
    Sascha
    das war ja wohl individualtaktischer Nonsens

    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Hab ich noch nie so gehört.
    Halte ich auch im Sinne des Kindeswohl (und dafür sollten die ja da sein) für falsch.
    Mir wurde das damit erklärt, dass man eine "besondere" Betreuungs- und Aufsichtspflicht dem Jungen ggü. hätte.
    Wie gesagt, ob das am Spezialfall liegt oder generell so gehandhabt wird, weiß ich nicht.

  8. #8
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    17.01.2004
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    43.532

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Meine Nichte hat auch eine "Heim"-Freundin. Die Kinder sind allerdings schon auf der weiterführenden Schule.

    Da ist es Sache der "Heimleitung" bzw. der jeweils zuständigen Betreuer Ausgang zu genehmigen.
    Ob die eine Freundin besuchen, zum Bolzplatz gehen oder mit dem Rad eine Runde drehen wollen.
    Es muss genehmigt werden - aber das ist unkompliziert und läuft ähnlich wie in Familien.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von choernch Beitrag anzeigen
    Hat jemand mit Heimkindern diesbezüglich Erfahrungen?

    Danke
    Erfahrungen habe ich keine. Hat das Mädchen einen besonderen Betreuungsbedarf wegen akuter Störungen, die diese Hochsicherheitsbewachung rechtfertigen? Ansonsten finde ich es nämlich echt einen Aufreger. Da wird das Kind ja quasi an sozialen Kontakten gehindert, wer will schon so einen Aufwand für eine Spielverabredung eingehe? Die Kinder sollen ja auch spontan spielen können, wenn sie Lust haben und nicht weil gerade der Antrag gestellt wurde.
    Das JA sollte doch froh über diese Kontakte sein und über alles was dem Kind ein halbwegs normales Aufwachsen ermöglicht. Was sagen denn die Mitarbeiter in dem Heim dazu?
    Maumau, katjabw und weisserrabe2001 gefällt dies.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Kind aus Kinderheim als Freundin - Erfahrungen mit Jugendamt

    Zitat Zitat von Maumau Beitrag anzeigen
    Meine Nichte hat auch eine "Heim"-Freundin. Die Kinder sind allerdings schon auf der weiterführenden Schule.

    Da ist es Sache der "Heimleitung" bzw. der jeweils zuständigen Betreuer Ausgang zu genehmigen.
    Ob die eine Freundin besuchen, zum Bolzplatz gehen oder mit dem Rad eine Runde drehen wollen.
    Es muss genehmigt werden - aber das ist unkompliziert und läuft ähnlich wie in Familien.
    Das finde ich o.k., die müssen sich ja auch schon absichern und wissen, wo die Kinder sind und bei wem. Aber eine Woche vorher einen Antrag stellen zu müssen, um bei einer Familie zu spielen, die sich vorher durch ein polizeiliches Führungszeugnis legitimieren musste, das ist ein Hammer.
    weisserrabe2001 und Carmen_13 gefällt dies.

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