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Thema: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

  1. #1
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende
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    Standard Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Was ich mich beim Lesen hier in aller Regelmäßigkeit frage: Bin ich eine verantwortungslose ignorante Mutter weil ich mein Kind nicht bei den kleinsten Krankheitszeichen zum Arzt schleppe?

    Meine Tochter ist knapp 4, seit sie 2 ist geht sie ganztägig in die Kita - Infekte aller Art sind seitdem bei uns vor allem in den Wintermonaten Dauergast. Der Kinderarzt hat uns bislang dennoch nur zu den U3 gesehen.

    Wovon profitieren wir durch einen Arztbesuch wenn Kind sich erbricht und Durchfall hat und der Arzt daraufhin einen Magen-Darm-Infekt diagnostiziert? Oder bei einer Erkältung?

    Ich spreche nicht von tagelangem unstillbarem Erbrechen und 15 Mal Durchfall in 12 Stunden wo kein einziger Tropfen Flüssigkeit mehr drin bleibt und das Kind nur noch apathisch in der Gegend rumliegt oder tagelangem Fieber um die 40 °C welches sich nicht senken lässt und für einen sehr schlechten Allgemeinzustand beim Kind sorgt.

    Was verspreche ich mir aber von einem Arztbesuch, wenn das Kind Schnupfen, vielleicht Husten und erhöhte Temperatur hat? Man muss ja nicht Hellsehen können um zu erkennen, dass es sich um einen Infekt handelt (und der Arzt hat auch keine Glaskugel die ihm den Erregernachweis ausspuckt, spielt im Grunde ja auch erstmal nicht die geringste Rolle).

    Da kommen mir Arztbesuche mehr lästig (krankes Kind durch die Gegend schleppen und neue Bazillen in der Arztpraxis aufsammeln) - der Arzt kann das Kind ja leider auch nicht durch Handauflegen heilen.

    Ist wirklich nicht provokant sondern ganz ernst gemeint. Machen ja auch nicht nur Eltern mit ihren Kindern sondern auch reihenweise Erwachsene. "Bin erkältet - muss nachher erstmal zum Arzt." Ja Herrgottnochmal, wofür soll das denn gut sein (nach einem Tag Schnupfen und Husten bricht doch kein Notstand aus)???
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  2. #2
    Grinsekater ist offline Gesperrt
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Was ich mich beim Lesen hier in aller Regelmäßigkeit frage: Bin ich eine verantwortungslose ignorante Mutter weil ich mein Kind nicht bei den kleinsten Krankheitszeichen zum Arzt schleppe?

    Meine Tochter ist knapp 4, seit sie 2 ist geht sie ganztägig in die Kita - Infekte aller Art sind seitdem bei uns vor allem in den Wintermonaten Dauergast. Der Kinderarzt hat uns bislang dennoch nur zu den U3 gesehen.

    Wovon profitieren wir durch einen Arztbesuch wenn Kind sich erbricht und Durchfall hat und der Arzt daraufhin einen Magen-Darm-Infekt diagnostiziert? Oder bei einer Erkältung?

    Ich spreche nicht von tagelangem unstillbarem Erbrechen und 15 Mal Durchfall in 12 Stunden wo kein einziger Tropfen Flüssigkeit mehr drin bleibt und das Kind nur noch apathisch in der Gegend rumliegt oder tagelangem Fieber um die 40 °C welches sich nicht senken lässt und für einen sehr schlechten Allgemeinzustand beim Kind sorgt.

    Was verspreche ich mir aber von einem Arztbesuch, wenn das Kind Schnupfen, vielleicht Husten und erhöhte Temperatur hat? Man muss ja nicht Hellsehen können um zu erkennen, dass es sich um einen Infekt handelt (und der Arzt hat auch keine Glaskugel die ihm den Erregernachweis ausspuckt, spielt im Grunde ja auch erstmal nicht die geringste Rolle).

    Da kommen mir Arztbesuche mehr lästig (krankes Kind durch die Gegend schleppen und neue Bazillen in der Arztpraxis aufsammeln) - der Arzt kann das Kind ja leider auch nicht durch Handauflegen heilen.

    Ist wirklich nicht provokant sondern ganz ernst gemeint. Machen ja auch nicht nur Eltern mit ihren Kindern sondern auch reihenweise Erwachsene. "Bin erkältet - muss nachher erstmal zum Arzt." Ja Herrgottnochmal, wofür soll das denn gut sein (nach einem Tag Schnupfen und Husten bricht doch kein Notstand aus)???
    Ich bin da ganz deiner Meinung !

  3. #3
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist gerade online Es werde Licht.
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Was ich mich beim Lesen hier in aller Regelmäßigkeit frage: Bin ich eine verantwortungslose ignorante Mutter weil ich mein Kind nicht bei den kleinsten Krankheitszeichen zum Arzt schleppe?
    Es soll Leute geben, die eine Kind-krank-Bescheinigung brauchen.
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    Нет худа без добра.

  4. #4
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Mit Kind 3 bin ich auch nur sehr selten beim Arzt (gewesen). Kind 1 hatte allerdings wenn dann bakterielle Infekte, es ging ihm richtig schlecht, also gingen wir zum Arzt Und das ca. 10x im Jahr.
    Freu dich halt, wenn du ein wenig anfälliges Kind hast.
    Liebe Grüße

    Sofie

  5. #5
    Schmusebaerchen ist offline Das Stofftierchen
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Was ich mich beim Lesen hier in aller Regelmäßigkeit frage: Bin ich eine verantwortungslose ignorante Mutter weil ich mein Kind nicht bei den kleinsten Krankheitszeichen zum Arzt schleppe?

    Meine Tochter ist knapp 4, seit sie 2 ist geht sie ganztägig in die Kita - Infekte aller Art sind seitdem bei uns vor allem in den Wintermonaten Dauergast. Der Kinderarzt hat uns bislang dennoch nur zu den U3 gesehen.

    Wovon profitieren wir durch einen Arztbesuch wenn Kind sich erbricht und Durchfall hat und der Arzt daraufhin einen Magen-Darm-Infekt diagnostiziert? Oder bei einer Erkältung?

    Ich spreche nicht von tagelangem unstillbarem Erbrechen und 15 Mal Durchfall in 12 Stunden wo kein einziger Tropfen Flüssigkeit mehr drin bleibt und das Kind nur noch apathisch in der Gegend rumliegt oder tagelangem Fieber um die 40 °C welches sich nicht senken lässt und für einen sehr schlechten Allgemeinzustand beim Kind sorgt.

    Was verspreche ich mir aber von einem Arztbesuch, wenn das Kind Schnupfen, vielleicht Husten und erhöhte Temperatur hat? Man muss ja nicht Hellsehen können um zu erkennen, dass es sich um einen Infekt handelt (und der Arzt hat auch keine Glaskugel die ihm den Erregernachweis ausspuckt, spielt im Grunde ja auch erstmal nicht die geringste Rolle).

    Da kommen mir Arztbesuche mehr lästig (krankes Kind durch die Gegend schleppen und neue Bazillen in der Arztpraxis aufsammeln) - der Arzt kann das Kind ja leider auch nicht durch Handauflegen heilen.

    Ist wirklich nicht provokant sondern ganz ernst gemeint. Machen ja auch nicht nur Eltern mit ihren Kindern sondern auch reihenweise Erwachsene. "Bin erkältet - muss nachher erstmal zum Arzt." Ja Herrgottnochmal, wofür soll das denn gut sein (nach einem Tag Schnupfen und Husten bricht doch kein Notstand aus)???
    Wenn die Eltern informiert und sicher genug sind, ist deine Herangehensweise vollkommen in Ordnung. Sobald sich Eltern aber unsicher sind und Angst haben oder die Situation nicht richtig einschätzen können, dann ist es legitim, mit dem Kind zum Arzt zu gehen.
    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist" (Henry Ford)

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Was ich mich beim Lesen hier in aller Regelmäßigkeit frage: Bin ich eine verantwortungslose ignorante Mutter weil ich mein Kind nicht bei den kleinsten Krankheitszeichen zum Arzt schleppe?

    Meine Tochter ist knapp 4, seit sie 2 ist geht sie ganztägig in die Kita - Infekte aller Art sind seitdem bei uns vor allem in den Wintermonaten Dauergast. Der Kinderarzt hat uns bislang dennoch nur zu den U3 gesehen.

    Wovon profitieren wir durch einen Arztbesuch wenn Kind sich erbricht und Durchfall hat und der Arzt daraufhin einen Magen-Darm-Infekt diagnostiziert? Oder bei einer Erkältung?

    Ich spreche nicht von tagelangem unstillbarem Erbrechen und 15 Mal Durchfall in 12 Stunden wo kein einziger Tropfen Flüssigkeit mehr drin bleibt und das Kind nur noch apathisch in der Gegend rumliegt oder tagelangem Fieber um die 40 °C welches sich nicht senken lässt und für einen sehr schlechten Allgemeinzustand beim Kind sorgt.

    Was verspreche ich mir aber von einem Arztbesuch, wenn das Kind Schnupfen, vielleicht Husten und erhöhte Temperatur hat? Man muss ja nicht Hellsehen können um zu erkennen, dass es sich um einen Infekt handelt (und der Arzt hat auch keine Glaskugel die ihm den Erregernachweis ausspuckt, spielt im Grunde ja auch erstmal nicht die geringste Rolle).

    Da kommen mir Arztbesuche mehr lästig (krankes Kind durch die Gegend schleppen und neue Bazillen in der Arztpraxis aufsammeln) - der Arzt kann das Kind ja leider auch nicht durch Handauflegen heilen.

    Ist wirklich nicht provokant sondern ganz ernst gemeint. Machen ja auch nicht nur Eltern mit ihren Kindern sondern auch reihenweise Erwachsene. "Bin erkältet - muss nachher erstmal zum Arzt." Ja Herrgottnochmal, wofür soll das denn gut sein (nach einem Tag Schnupfen und Husten bricht doch kein Notstand aus)???
    Ich machs auch so. Die ersten Male, als Kind hoch fieberte, bin ich im gestreckten Galopp zum Doc... bis ich bemerkt habe, dass sie immer über 40 fiebert. Danach hat uns der KA sehr selten gesehen, ich finde, man merkt doch schnell, wenn was "anders" bzw ernster ist. Scharlach in der Schule oder so führt dann schon doch mal schenller hin, wenn Kind die Symptome zeigt. Ich renn aber auch selbst nicht wegen jedem Mist zum Arzt. Und lebe immer noch.

  7. #7
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Es soll Leute geben, die eine Kind-krank-Bescheinigung brauchen.
    Stimmt, ich behaupte aber, dass dies nicht nicht Hauptgrund für häufige Arztbesuche ist. Es wird ja auch gerne an arbeitsfreien Tagen der Notdienst beansprucht wo ich mich wirklich oft (ernsthaft) Frage, was die Betroffenen sich durch diesen Termin erhoffen (Wunderheilung steht ja mal leider nicht zur Verfügung).

  8. #8
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Mit Kind 3 bin ich auch nur sehr selten beim Arzt (gewesen). Kind 1 hatte allerdings wenn dann bakterielle Infekte, es ging ihm richtig schlecht, also gingen wir zum Arzt Und das ca. 10x im Jahr.
    Freu dich halt, wenn du ein wenig anfälliges Kind hast.
    Keine Frage, wenn das Kind wirklich ernsthaft über längere Zeit in den Seilen hängt. Das sind aber nicht die Situationen, die ich meine.

    Mein Kind ist leider alles andere als "wenig anfällig". Aber es ist krank ob ich mit ihm zum Arzt gehe oder nicht (ich rede hier von "normalen" Allerweltsinfekten wie grippaler Infekt oder Magen-Darm-Infekt, nicht von schwerwiegenden Erkrankungen die einer speziellen Behandlung bedürfen).

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Schmusebaerchen Beitrag anzeigen
    Wenn die Eltern informiert und sicher genug sind, ist deine Herangehensweise vollkommen in Ordnung. Sobald sich Eltern aber unsicher sind und Angst haben oder die Situation nicht richtig einschätzen können, dann ist es legitim, mit dem Kind zum Arzt zu gehen.
    Ja, genau. Das soll einfach jeder halten wie es dem subjektiven Sicherheitsbedürfnis entspricht. Und lieber einmal zu viel.

    Auf der Station meiner Freundin ist vor einiger Zeit ein knapp Zweijähriges gestorben. Noro oder sowas, ausgetrocknet, nicht mehr zu retten. Ganz schrecklich. Die Mutter mit viel medizinischer Erfahrung: Kinderkrankenschwester, zweites oder drittes Kind.

    So kanns auch gehen, wenn man sich "zu sicher" fühlt.
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  10. #10
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist gerade online Es werde Licht.
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    Standard Re: Indikationen für Arztbesuch bei Kleinkindern

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich behaupte aber, dass dies nicht nicht Hauptgrund für häufige Arztbesuche ist. Es wird ja auch gerne an arbeitsfreien Tagen der Notdienst beansprucht wo ich mich wirklich oft (ernsthaft) Frage, was die Betroffenen sich durch diesen Termin erhoffen (Wunderheilung steht ja mal leider nicht zur Verfügung).
    Ich habe da leicht reden, weil ich eben vieles selbst abschätzen kann. Aber ich kann schon verstehen, dass es Leute gibt, die eben bei 39 Temperatur und dauerhustendem Kind nicht mehr relaxed sind.

    Ein wichtiger Grund, die Notfallsprechstunde heimzusuchen (oder in die nächste Kinderklinik zu reiten), ist ein heftig erbrechendes oder mit Durchfall behafteter Säugling/junges Kleinkind. Hier ist die Austrocknungsgefahr einfach groß. Da wäre mein Sicherheitsbedürfnis jedenfalls höher als bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit.
    Нет худа без добра.

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