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Thema: Wie werde ich da unempfindlicher?

  1. #1
    Gast

    Frage Wie werde ich da unempfindlicher?

    Die so genannte "beste Freundin" meiner Neunjährigen feiert heute ihren Geburtstag mit verschiedenen Mädchen aus der Klasse - nur ohne meine Tochter. Begründung gibt es nicht. Ich stand zufällig neben der Mutter (eine Nachbarin) auf dem Schulhof, als sie die Geburtstagsgäste abholte, auch sie sagte nichts.
    Meine Tochter ist natürlich enttäuscht, aber ich glaube, mich trifft das noch viel mehr. Nun ja, aber es wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass einem meiner Kinder so etwas passiert. Wie kann ich mir da größere Unempfindlichkeit antrainieren? Ich will in dem Fall mein Kind trösten können, aber nicht selber auch so eine Wut und Enttäuschung fühlen ...

  2. #2
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    09.08.2003
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    76.292

    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    Die so genannte "beste Freundin" meiner Neunjährigen feiert heute ihren Geburtstag mit verschiedenen Mädchen aus der Klasse - nur ohne meine Tochter. Begründung gibt es nicht. Ich stand zufällig neben der Mutter (eine Nachbarin) auf dem Schulhof, als sie die Geburtstagsgäste abholte, auch sie sagte nichts.
    Meine Tochter ist natürlich enttäuscht, aber ich glaube, mich trifft das noch viel mehr. Nun ja, aber es wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass einem meiner Kinder so etwas passiert. Wie kann ich mir da größere Unempfindlichkeit antrainieren? Ich will in dem Fall mein Kind trösten können, aber nicht selber auch so eine Wut und Enttäuschung fühlen ...
    Naja, aber Wut und Enttäuschung sind doch da.
    Die Menschen, die du am liebsten hast, werden von anderen zurückgewiesen, andere bereiten ihnen Schmerz:
    Dass du den selber auch stark fühlst, ist ja nicht verwunderlich.
    Spannend ist doch auch die Frage, was da in dir berührt wird, woher diese Verletzlichkeit kommt.

    Ich finde das ziemlich normal, auch wenn ich selber als Mutter da zur harten Fraktion gehöre.
    (Ich muss mich immer umgekehrt bemühen, meine Kinder bei so was nicht alleine zu lassen, weil ich als "Alltagsleben" abhake. Ich freue mich dafür umgekehrt über Dinge, die andere im Zusammenleben für selbstverständlich halten und falle damit dann aus dem Rahmen.)

    Hast du selber als Kind Erlebnisse, bei denen du zwar traurig warst, es aber okay für dich war (so weit es halt okay sein kann), deine Eltern aber offensichtlich mehr litten als du? Vielleicht hilft dir die Erinnerung an diese Ereignisse, da mehr Abstand zu bekommen.

    Mir helfen bei so was Gespräch mit Mann und Freundin. Mann ist mehr so der Typ "Nu ja, so ist das Leben." (also mehr so auf meiner Linie), Freundin eher "Ja, das ist aber auch fies." Das ergibt eine gute Mischung. *ggg*

    Abgesehen wirst du einfach mit der Erfahrung "lernen".
    Du wirst sehen, wie das Leben nach dieser Erfahrung weiter geht und das wird dir auch helfen, das nächste Erlebnis dieser Art anders anzugehen.
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  3. #3
    Avatar von jingle
    jingle ist offline OREO-Keks-Gegnerin
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    17.11.2007
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    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    Die so genannte "beste Freundin" meiner Neunjährigen feiert heute ihren Geburtstag mit verschiedenen Mädchen aus der Klasse - nur ohne meine Tochter. Begründung gibt es nicht. Ich stand zufällig neben der Mutter (eine Nachbarin) auf dem Schulhof, als sie die Geburtstagsgäste abholte, auch sie sagte nichts.
    Meine Tochter ist natürlich enttäuscht, aber ich glaube, mich trifft das noch viel mehr. Nun ja, aber es wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass einem meiner Kinder so etwas passiert. Wie kann ich mir da größere Unempfindlichkeit antrainieren? Ich will in dem Fall mein Kind trösten können, aber nicht selber auch so eine Wut und Enttäuschung fühlen ...
    vermutlich kann man da als mutter kaum raus aus seiner haut wenn man so gestrickt ist. mir würde das auch erst mal nahe gehen, wie alle dinge, die meine kinder verletzen und traurig machen. aber ich kann das dann auch wiederrum mit kind abhaken, nach dem motto: "pffft dann eben nicht. wer nicht will, der hat. dann wars halt keine echte freundin."
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  4. #4
    Gast

    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    Die so genannte "beste Freundin" meiner Neunjährigen feiert heute ihren Geburtstag mit verschiedenen Mädchen aus der Klasse - nur ohne meine Tochter. Begründung gibt es nicht. Ich stand zufällig neben der Mutter (eine Nachbarin) auf dem Schulhof, als sie die Geburtstagsgäste abholte, auch sie sagte nichts.
    Meine Tochter ist natürlich enttäuscht, aber ich glaube, mich trifft das noch viel mehr. Nun ja, aber es wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass einem meiner Kinder so etwas passiert. Wie kann ich mir da größere Unempfindlichkeit antrainieren? Ich will in dem Fall mein Kind trösten können, aber nicht selber auch so eine Wut und Enttäuschung fühlen ...
    ist die 9jährige dein erstes kind?
    ich hab das gefühl, dass ich bei meiner großen am empfindlichsten bin, obwohl sie selbst von den kinder die "toughste" (haha! ich hab's extra im duden nachgeschaut, weil es so komisch aussieht. ist aber die vom duden empfohlene schreibweise!) ist.

    ich kenne das also, mir geht es genauso wie dir.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von jingle Beitrag anzeigen
    vermutlich kann man da als mutter kaum raus aus seiner haut wenn man so gestrickt ist. mir würde das auch erst mal nahe gehen, wie alle dinge, die meine kinder verletzen und traurig machen. aber ich kann das dann auch wiederrum mit kind abhaken, nach dem motto: "pffft dann eben nicht. wer nicht will, der hat. dann wars halt keine echte freundin."
    Nachdem die beiden seit Jahren befreundet sind und sich gegenseitig zum Geburtstag einladen, ist das für mich sehr schwer zu verstehen. Wenn ich das Mädchen fragen würde (was ich nicht tue!), würde sie wahrscheinlich nur mit den Schultern zucken.

    Wenn jetzt irgendwas vorgefallen wäre, könnte ich mir eher einen Reim auf alles machen. Meine Tochter meint, die Mutter habe die Anzahl der Gäste beschränkt und so habe das Mädchen "nur fünf ihrer besten Freundinnen" einladen können. Ich könnte mich ja freuen, dass mein Kind so eine Begründung nachvollziehen kann

  6. #6
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende
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    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Ich glaube, das kann man sich nicht abtrainieren. Ich finde es völlig natürlich, dass man als Eltern mit dem Kind mitempfindet.

    Vor allem bei einem kleineren Kind - mit der Zeit, wenn die Kinder alter werden, gibt sich das immer mehr. Die Symbiose löst sich irgendwann von ganz alleine.

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von jingle Beitrag anzeigen
    vermutlich kann man da als mutter kaum raus aus seiner haut wenn man so gestrickt ist. mir würde das auch erst mal nahe gehen, wie alle dinge, die meine kinder verletzen und traurig machen. aber ich kann das dann auch wiederrum mit kind abhaken, nach dem motto: "pffft dann eben nicht. wer nicht will, der hat. dann wars halt keine echte freundin."
    erstens stimmt das ja nicht unbedingt. und zweitens ist das ganz schön hart, wenn es stimmt. das macht weder kind noch mutter weniger traurig, oder?
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  8. #8
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    ach - das ist immer blöd, und die Kinder müssen da halt durch.

    Normalerweise gehe ich dann ersatzweise Eis essen (oder vergleichbares).
    alles_ist_alles gefällt dies

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von Andrea Beitrag anzeigen
    Naja, aber Wut und Enttäuschung sind doch da.
    Die Menschen, die du am liebsten hast, werden von anderen zurückgewiesen, andere bereiten ihnen Schmerz:
    Dass du den selber auch stark fühlst, ist ja nicht verwunderlich.
    Spannend ist doch auch die Frage, was da in dir berührt wird, woher diese Verletzlichkeit kommt.

    Ich finde das ziemlich normal, auch wenn ich selber als Mutter da zur harten Fraktion gehöre.
    (Ich muss mich immer umgekehrt bemühen, meine Kinder bei so was nicht alleine zu lassen, weil ich als "Alltagsleben" abhake. Ich freue mich dafür umgekehrt über Dinge, die andere im Zusammenleben für selbstverständlich halten und falle damit dann aus dem Rahmen.)

    Hast du selber als Kind Erlebnisse, bei denen du zwar traurig warst, es aber okay für dich war (so weit es halt okay sein kann), deine Eltern aber offensichtlich mehr litten als du? Vielleicht hilft dir die Erinnerung an diese Ereignisse, da mehr Abstand zu bekommen.

    Mir helfen bei so was Gespräch mit Mann und Freundin. Mann ist mehr so der Typ "Nu ja, so ist das Leben." (also mehr so auf meiner Linie), Freundin eher "Ja, das ist aber auch fies." Das ergibt eine gute Mischung. *ggg*

    Abgesehen wirst du einfach mit der Erfahrung "lernen".
    Du wirst sehen, wie das Leben nach dieser Erfahrung weiter geht und das wird dir auch helfen, das nächste Erlebnis dieser Art anders anzugehen.
    Eher ist es wohl so, dass ich mich selber auch oft ausgeschlossen fühlte und da bei meinen Kindern ein Déjà-vue erlebe.
    Was ich einfach nett gefunden hätte, wäre ein erklärendes Wort der Mutter gewesen. Ich habe es auch schon erlebt, dass eine andere Mutter zu mir sagte: X. wird leider nicht eingeladen, es wird ein Jungengeburtstag. Mit so einer Erklärung kann ich die Sache einordnen.
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  10. #10
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Wie werde ich da unempfindlicher?

    Zitat Zitat von jingle Beitrag anzeigen
    vermutlich kann man da als mutter kaum raus aus seiner haut wenn man so gestrickt ist. mir würde das auch erst mal nahe gehen, wie alle dinge, die meine kinder verletzen und traurig machen. aber ich kann das dann auch wiederrum mit kind abhaken, nach dem motto: "pffft dann eben nicht. wer nicht will, der hat. dann wars halt keine echte freundin."
    das finde ich etwas einfach.

    Zum einen wird da die Gästezahl ja meist begrenzt - und da muss halt leider aussortiert werden.

    Zum anderen verkrachen sich Kinder in dem Alter doch immer mal für ein paar Tage, und kurz darauf ist alles wieder gut.
    Falconheart gefällt dies

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