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Thema: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

  1. #11
    Avatar von Wir.und.Ihr
    Wir.und.Ihr ist offline Owned by a Husky
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Ganz viel Kraft und Stärke für dich und deine Familie.

    Beim Onkel meines Mannes hat es jetzt eine Woche gedauert.
    Das Internet, unendliche Weiten...
    https://thefpl.us/

  2. #12
    Jennifffer ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Ich kann die Frage einfach nicht besser beschreiben, kenne mich mit den Fachbegriffen auch gar nicht aus.
    Ich hatte schon mal von meinem Vater geschrieben. Er liegt im sterben. Krebs.
    Seit knapp 3 Wochen liegt er nur noch, schläft von 24 Std. 22. Zur Toilette schafft er es, und alle paar Tage duschen.
    Jeden Mittag kommt die Schwester und hängt die künstliche Nahrung an, die läuft ca. 9 Std.
    Vor einer Woche wurde die Menge halbiert weil der Körper die Menge nicht mehr schaffte.
    Wenn er wach ist, spricht er ganz klar.
    Seit gestern ist auch das vorbei. Meine Mutter berichtete, er spricht jetzt mit Menschen die sie nicht sieht.
    Auch saß er auf dem Bettrand und überlegte, ob die Handwerker mit dem Badezimmer schon fertig seinen...es gab keine Handwerker...
    Er sieht friedlich aus, hat keine schmerzen. Er kommt jetzt kaum mehr aus dem Bett, wird es heute wohl nicht mehr zur Toilette schaffen.
    Er wollte niemals Lebensverlängerte Maßnahmen, hat das auch angegeben. Nun wussten wir nicht, wo die Grenze ist, wann wir, meine Mutter, das entscheiden darf.
    Der anruf bei der Ärztin (sie kommt gegen abend) war klar, die Nahrung soll jetzt abgehängt werden.
    Alle weiteren Familienmitglieder die Bescheid wissen, sind auch dafür.

    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?

    Vorab viel Kraft für deinen Vater und euch für das,was vor euch liegt.
    Ich denke auch, dass es nicht mehr lange dauern wird. Vorallem wenn er sich mit dem Sterben abgefunden hat, sich fallen lassen kann,zeichnet die zunehmende Schwäche und Verwirrtheit ein deutliches Bild.
    Ich empfinde es als wichtig, weiterhin Flüssigkeit zu geben.keine Nahrung, aber Flüssigkeit, denn Durst, empfindet er welchen, sehr belastend sein kann.
    Nochmal ganz viel Kraft, ich habe von deinem Post her den ersten Eindruck, dass ihr deinem Vater gut beistehen werdet.
    **************************************************
    *Ich finde deinen Erziehungsstil als Erzieherin viel zu autoritär!*

    >Kein Problem...dafür habe ich jetzt keine Filzstiftsonne auf der Stirn<


    **************************************************

  3. #13
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Ich kann die Frage einfach nicht besser beschreiben, kenne mich mit den Fachbegriffen auch gar nicht aus.
    Ich hatte schon mal von meinem Vater geschrieben. Er liegt im sterben. Krebs.
    Seit knapp 3 Wochen liegt er nur noch, schläft von 24 Std. 22. Zur Toilette schafft er es, und alle paar Tage duschen.
    Jeden Mittag kommt die Schwester und hängt die künstliche Nahrung an, die läuft ca. 9 Std.
    Vor einer Woche wurde die Menge halbiert weil der Körper die Menge nicht mehr schaffte.
    Wenn er wach ist, spricht er ganz klar.
    Seit gestern ist auch das vorbei. Meine Mutter berichtete, er spricht jetzt mit Menschen die sie nicht sieht.
    Auch saß er auf dem Bettrand und überlegte, ob die Handwerker mit dem Badezimmer schon fertig seinen...es gab keine Handwerker...
    Er sieht friedlich aus, hat keine schmerzen. Er kommt jetzt kaum mehr aus dem Bett, wird es heute wohl nicht mehr zur Toilette schaffen.
    Er wollte niemals Lebensverlängerte Maßnahmen, hat das auch angegeben. Nun wussten wir nicht, wo die Grenze ist, wann wir, meine Mutter, das entscheiden darf.
    Der anruf bei der Ärztin (sie kommt gegen abend) war klar, die Nahrung soll jetzt abgehängt werden.
    Alle weiteren Familienmitglieder die Bescheid wissen, sind auch dafür.

    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?


    Bei meiner Oma keine 24 Stunden, da wurden aber außer Schmerzmitteln auch alle Medikamente weggelassen.
    Alles Gute, ich drücke die Daumen das er es bald geschafft hat.


  4. #14
    Gast

    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    I
    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?

    Bekommt er noch Wasser angehängt? wenn ja, dann kann es noch etliche Wochen dauern

  5. #15
    Avatar von Sylta
    Sylta ist offline sturmerprobt
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    knappe drei tage
    für den "durst" am anfang gab es wasser/tee zum saugen über grosse wattestäbe

    der pflegedienst lag bei uns total daneben mit seiner einschätzung über die dauer


    viel kraft!
    Wind in den Haaren, Sonne im Blick. Ein echtes Inselmädchen!

  6. #16
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    10.815

    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen

    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?

    Bei meiner Oma hat es noch zwei Tage gedauert.
    Mit der Rasselbande: September '07, Mai '09 und Dezember '11

    Wenn nicht in Weisheit, so in Liebe geborgen und ich mach' mit Liebe alles falsch so gut ich kann.
    Reinhard Mey

  7. #17
    Gast

    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Bei meinem Vater waren es 8 Tage, wobei die Palliativschwestern das schon ungewöhnlich lange fanden. Aber er war halt immer ein Kämpfer und bis auf den Krebs waren Herz-/Kreislauf etc. gesund und stabil...
    Vorhersagen kann es niemand, ich bin damals direkt als sich die letzte Verschlechterung abzeichnete hingefahren und hab durchaus damit gerechnet, dass er noch in derselben Nacht geht.

    Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Deinem Vater einen schmerzfreien, friedlichen Abschied.

  8. #18
    Gast

    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?

    Ich hab auch schon knapp drei Wochen erlebt.
    Aber wenn dein Vater bereits nicht mehr klar ist, ist er wohl krankheitsbedingt schon weiter weg.

    Zuviel Flüssigkeit verlängert übrigens den Prozess und macht zusätzliche Probleme mit der Atmung. Besser ist gute Mundpflege. Ist er palliativpflegerisch gut versorgt?

    Alles Gute!

  9. #19
    Avatar von Vinea
    Vinea ist offline Icke
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Jennifffer Beitrag anzeigen
    Vorab viel Kraft für deinen Vater und euch für das,was vor euch liegt.
    Ich denke auch, dass es nicht mehr lange dauern wird. Vorallem wenn er sich mit dem Sterben abgefunden hat, sich fallen lassen kann,zeichnet die zunehmende Schwäche und Verwirrtheit ein deutliches Bild.
    Ich empfinde es als wichtig, weiterhin Flüssigkeit zu geben.keine Nahrung, aber Flüssigkeit, denn Durst, empfindet er welchen, sehr belastend sein kann.
    Nochmal ganz viel Kraft, ich habe von deinem Post her den ersten Eindruck, dass ihr deinem Vater gut beistehen werdet.
    Die Flüssigkeit zögert es aber auch unnötig hinaus.

  10. #20
    Schuffelkönigin ist offline Poweruser
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    Standard Re: Künstliche Ernährung abgehängt, wie lange lebt man ohne?

    Zitat Zitat von Pulmoll Beitrag anzeigen
    Ich kann die Frage einfach nicht besser beschreiben, kenne mich mit den Fachbegriffen auch gar nicht aus.
    Ich hatte schon mal von meinem Vater geschrieben. Er liegt im sterben. Krebs.
    Seit knapp 3 Wochen liegt er nur noch, schläft von 24 Std. 22. Zur Toilette schafft er es, und alle paar Tage duschen.
    Jeden Mittag kommt die Schwester und hängt die künstliche Nahrung an, die läuft ca. 9 Std.
    Vor einer Woche wurde die Menge halbiert weil der Körper die Menge nicht mehr schaffte.
    Wenn er wach ist, spricht er ganz klar.
    Seit gestern ist auch das vorbei. Meine Mutter berichtete, er spricht jetzt mit Menschen die sie nicht sieht.
    Auch saß er auf dem Bettrand und überlegte, ob die Handwerker mit dem Badezimmer schon fertig seinen...es gab keine Handwerker...
    Er sieht friedlich aus, hat keine schmerzen. Er kommt jetzt kaum mehr aus dem Bett, wird es heute wohl nicht mehr zur Toilette schaffen.
    Er wollte niemals Lebensverlängerte Maßnahmen, hat das auch angegeben. Nun wussten wir nicht, wo die Grenze ist, wann wir, meine Mutter, das entscheiden darf.
    Der anruf bei der Ärztin (sie kommt gegen abend) war klar, die Nahrung soll jetzt abgehängt werden.
    Alle weiteren Familienmitglieder die Bescheid wissen, sind auch dafür.

    Nun meine Frage an euch, bzw. meine Gedankengänge...wie lange wird es jetzt noch dauern. Kann man das sagen? 24 Std? 3 Tage? Niemals länger als eine Woche?

    Nein, das kann man so nicht beantworten.

    Schön ist, dass er klar Abschied nehmen konnte und dass er keine Schmerzen hat.
    Befeuchtet ihm die Lippen, cremt sie mit pflegender Salbe ein, damit sie nicht rissig werden. Lagert ihn, damit er keine Schmerzen /wunde Stellen bekommt.
    Und ansonsten: seid da und lasst den Strebeprozeß geschehen....

    Alles Gute euch.
    Linchen1104 gefällt dies
    **************

    LG, die Schuffelkönigin mit 2 Ablegern

    "Die Dummheit hat viele Kinder, männliche und weibliche, den Neid und den Geiz, die Lüge und die Selbstsucht, den Zorn und die Bosheit." - August Lämmle

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