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Thema: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

  1. #174011
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Viviane Beitrag anzeigen
    Ich hoffe so sehr, dass meine Kinder immer mit mir über ihre Probleme reden werden.
    Ja, das hoffe ich auch. Oder mit ihrem Papa oder ihrer Oma, oder jemandem, der nicht einfach nur die Achseln zuckt und sagt "kannstenixmachen".
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  2. #174012
    Avatar von Uschi-Blum
    Uschi-Blum ist offline Muttiviert
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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wir dachten anfangs, er hätte Schwierigkeiten mit dem Wechsel und haben irgendwann das Gespräch mit der Lehrerin gesucht. Leider sehr spät, da unsere Dritte zu dem Zeitpunkt ihre große Ohrenop hatte und unsere Jüngste als Schreibaby auch viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Lehrerin hat dann gesagt, dass er geärgert werde, aber lernen müsse sich zu wehren. Daraufhin hat sich zu Hause unser Sohn geöffnet und bei einem weiteren (von uns gesuchtem) Gespräch mit der Lehrerin sagte diese, dass er ja schon immer diese Opferhaltung habe und immer gleich mit den Tränen kämpfen würde. Da müsse mehr dahinter stecken als Mobbing - hat ihm also auch suggeriert, dass er schuld sei. Aber sie wollte mit der Klasse reden, wir haben versucht ihn mit einem anderen Jungen und dessen Freund zu verkuppeln, die sich wohl auch nicht wohl in der Klasse fühlten. Unserem Sohn hatten wir gesagt, dass er die Schule wechseln dürfe, wenn es bis Pfingsten nicht besser sei. Die beiden Jungs, mein Sohn und dessen bester Freund haben sich dann auch wirklich angefreundet und alles schien besser zu werden. Als ich ihn nach Ostern darauf ansprach, brach er weinend zusammen, nichts sei besser, er konnte es nur aushalten, weil er wusste er darf die Schule wechseln,... Darauf suchten wir wieder das Gespräch, um den Wechsel fest zu machen und daraufhin stellte sich heraus, dass er wirklich täglich in der Schule mit den Tränen gekämpft hat - aber die Lehrerin hielt es nicht für nötig uns zu informieren. Er ist dann trotz passender Noten (Schnitt von 2,5 im Endzeugnis) auf die RS gewechselt, weil er dann zu einem richtig guten Freund in die Klasse konnte. Und obwohl er immer große Ängste vor Wechseln hatte (ein Grund, warum wir lange dachten, er habe Probleme mit der Umstellung) ist er freudig in seinem ersten Schultag gestartet, kam total glücklich zurück und war ab dem ersten Tag super integriert.
    Boah, was ein Leidensweg, der arme Kerl. Wie gut, dass ihr den Wechsel gewagt habt!
    K2 und Hähnchen scheinen sich sehr zu ähneln.

    Und diese Lehrerin, da find ich gar keine Worte für!
    Uschilinde Waleriane Gurrigitti Abbalina Toffine Huhn von Blum



  3. #174013
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Uschi-Blum Beitrag anzeigen
    Die Eltern waren schon letzten Sommer bei der Schulleitung und haben sich immer wieder beschwert.

    In dem Artikel steht auch, dass Kinder das Mobbing manchmal nur in einmal beiläufig den Eltern gegenüber erwähnen. Wenn man da nicht richtig reagiert...
    Das ist das gefährliche an Kindern, die vielleicht eh dazu neigen, manches mit sich auszumachen. K1 wäre eine Kandidatin, bei der sowas relativ lange unter dem Radar laufen könnte.

    Und wie reagierst du als Eltern richtig, wenn du immer wieder abtropfst an der Schulleitung, am Schulamt, egal wo? Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, ich behielte mein Kind zuhause, aber in der konkreten Situation stelle ich mir so wahnsinnig schwer vor, da einen gangbaren Weg zu finden, wenn seitens der Schule so null Unterstützung oder auch nur ernstnehmen der Lage erkennbar wird.
    Die arme Familie, echt.
    D

  4. #174014
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ja, das hoffe ich auch. Oder mit ihrem Papa oder ihrer Oma, oder jemandem, der nicht einfach nur die Achseln zuckt und sagt "kannstenixmachen".
    So schrecklich die Mobbingzeit für unseren Sohn war, er ist seither viel selbstbewusster. Er hat die Erfahrung machen dürfen, dass es immer einen Weg gibt und dass man handeln und aktiv etwas verändern kann im Leben. Das merkt man ihm immer wieder an, wenn etwas schwierig wird.

    Der Sohn einer Freundin hat sich vor anderthalb Jahren mit 15 das Leben genommen - die Vorstellung, dass er diese Erfahrung nie machen konnte, weil er sich leider seinen Eltern nicht anvertraut hat, quält die Mutter sehr.

  5. #174015
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Uschi-Blum Beitrag anzeigen
    Boah, was ein Leidensweg, der arme Kerl. Wie gut, dass ihr den Wechsel gewagt habt!
    K2 und Hähnchen scheinen sich sehr zu ähneln.

    Und diese Lehrerin, da find ich gar keine Worte für!

    Ja, ich hoffe und bete, dass meine Tochter sie nie als Lehrerin bekommt. Sie war beim ersten EA, weil sie den Deutsch Förderkurs macht - ich hätte ihr da schon wieder an die Gurgel gehen können, zumal sie Sätze brachte wie: „ Machen Sie sich keine Sorgen, ihre Kinder sind bei uns in guten Händen, wir machen alles, damit Ihr Kind einen guten Start an der Schule hat.“

  6. #174016
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wir dachten anfangs, er hätte Schwierigkeiten mit dem Wechsel und haben irgendwann das Gespräch mit der Lehrerin gesucht. Leider sehr spät, da unsere Dritte zu dem Zeitpunkt ihre große Ohrenop hatte und unsere Jüngste als Schreibaby auch viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Lehrerin hat dann gesagt, dass er geärgert werde, aber lernen müsse sich zu wehren. Daraufhin hat sich zu Hause unser Sohn geöffnet und bei einem weiteren (von uns gesuchtem) Gespräch mit der Lehrerin sagte diese, dass er ja schon immer diese Opferhaltung habe und immer gleich mit den Tränen kämpfen würde. Da müsse mehr dahinter stecken als Mobbing - hat ihm also auch suggeriert, dass er schuld sei. Aber sie wollte mit der Klasse reden, wir haben versucht ihn mit einem anderen Jungen und dessen Freund zu verkuppeln, die sich wohl auch nicht wohl in der Klasse fühlten. Unserem Sohn hatten wir gesagt, dass er die Schule wechseln dürfe, wenn es bis Pfingsten nicht besser sei. Die beiden Jungs, mein Sohn und dessen bester Freund haben sich dann auch wirklich angefreundet und alles schien besser zu werden. Als ich ihn nach Ostern darauf ansprach, brach er weinend zusammen, nichts sei besser, er konnte es nur aushalten, weil er wusste er darf die Schule wechseln,... Darauf suchten wir wieder das Gespräch, um den Wechsel fest zu machen und daraufhin stellte sich heraus, dass er wirklich täglich in der Schule mit den Tränen gekämpft hat - aber die Lehrerin hielt es nicht für nötig uns zu informieren. Er ist dann trotz passender Noten (Schnitt von 2,5 im Endzeugnis) auf die RS gewechselt, weil er dann zu einem richtig guten Freund in die Klasse konnte. Und obwohl er immer große Ängste vor Wechseln hatte (ein Grund, warum wir lange dachten, er habe Probleme mit der Umstellung) ist er freudig in seinem ersten Schultag gestartet, kam total glücklich zurück und war ab dem ersten Tag super integriert.

    Mit der Klasse hatte sie nie geredet, mein Sohn wurde direkt durch das nächste Opfer ersetzt und erst als dieses Kind die Klasse gewechselt hat und das nächste Opfer gefunden war, wurde endlich massiv gegen den Haupttäter vorgegangen.
    Mit solchen Lehrern sind die Kinder dann ja auch wirklich verraten und verkauft. Wie absolut schrecklich für euren Sohn
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  7. #174017
    Avatar von Uschi-Blum
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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    So schrecklich die Mobbingzeit für unseren Sohn war, er ist seither viel selbstbewusster. Er hat die Erfahrung machen dürfen, dass es immer einen Weg gibt und dass man handeln und aktiv etwas verändern kann im Leben. Das merkt man ihm immer wieder an, wenn etwas schwierig wird.

    Der Sohn einer Freundin hat sich vor anderthalb Jahren mit 15 das Leben genommen - die Vorstellung, dass er diese Erfahrung nie machen konnte, weil er sich leider seinen Eltern nicht anvertraut hat, quält die Mutter sehr.
    Das freut mich sehr für deinen Sohn!

    Das glaube ich. Unsere Therapeutin meinte, dass es auch Kinder gibt, die zuhause nichts erzählen, weil sie die Eltern nicht (zusätzlich) belasten wollen.
    Uschilinde Waleriane Gurrigitti Abbalina Toffine Huhn von Blum



  8. #174018
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Uschi-Blum Beitrag anzeigen
    Boah, was ein Leidensweg, der arme Kerl. Wie gut, dass ihr den Wechsel gewagt habt!
    K2 und Hähnchen scheinen sich sehr zu ähneln.

    Und diese Lehrerin, da find ich gar keine Worte für!

    Dein Hähnchen wird eine wunderbare Lehrerin bekommen und eine nette Klasse *sicherbin*

  9. #174019
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Uschi-Blum Beitrag anzeigen
    Das freut mich sehr für deinen Sohn!

    Das glaube ich. Unsere Therapeutin meinte, dass es auch Kinder gibt, die zuhause nichts erzählen, weil sie die Eltern nicht (zusätzlich) belasten wollen.

    So ist es ja bei unserem Großen gewesen und er hat versucht sein ADS selbst zu therapieren

  10. #174020
    Gast

    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    So schrecklich die Mobbingzeit für unseren Sohn war, er ist seither viel selbstbewusster. Er hat die Erfahrung machen dürfen, dass es immer einen Weg gibt und dass man handeln und aktiv etwas verändern kann im Leben. Das merkt man ihm immer wieder an, wenn etwas schwierig wird.

    Der Sohn einer Freundin hat sich vor anderthalb Jahren mit 15 das Leben genommen - die Vorstellung, dass er diese Erfahrung nie machen konnte, weil er sich leider seinen Eltern nicht anvertraut hat, quält die Mutter sehr.
    Das kann ich mir vorstellen.
    Wie grausam, so ein junges Leben, weggeworfen, und die Schuldgefühle müssen die Eltern doch auffressen, auch wenn die bestimmt nicht berechtigt sind
    D

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