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Thema: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

  1. #247231
    Strickli ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von jewels Beitrag anzeigen
    Hier steht gerade ein Zitronenkuchen im Ofen, den brauch ich morgen.

    So, ich muss noch den Rest für unseren Kurztrip ins wenheische Seebad packen und eigentlich muss mein Auto noch durch die Wäsche Lage, es ist so bl<tensaftbespuckt, dass die Wespen es total toll finden... Ich aber nicht. Und heute schaff ich das nicht mehr. Dann eben morgen auf dem Weg.
    Viel Spaß! Genießt den Ausflug!

  2. #247232

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Junon Beitrag anzeigen
    Mich hat das jetzt noch beschäftigt. Ich weiß nicht, ob das Thema zu ernst ist für den Draht (wenn ja: Entschuldigung) und ich meine, was ich schreibe auch nur als Ergänzung zu deinem Gedanken.

    Ich hänge noch an der Selbstbestimmung der Familien.
    Wenn ein Kind so schwer krank wird, dann kriegt man in der Akutphase sehr viel Unterstützung und Rat. Das ist oft hilfreich, manchmal aber sogar zu viel - ich hatte oft das Gefühl, dass die "Profis" es als ihre "ganzheitlich" begründete Aufgabe angesehen haben, uns völlig transparent zu kriegen. Natürlich geschieht das nicht wirklich, auch nicht mit noch so vielen Gesprächen - nie wird jemand transparent und will es in der Regel auch nicht sein.
    Und so ist es ist durchaus nicht von außen erkennbar und beurteilbar, welche inneren Prozesse ablaufen und was "gut" für die Familie und für ihre einzelnen Mitglieder ist. "Gut" ist in so einer Situation ja auch eh gar nichts wirklich - woran will man das denn messen? Es sind ja immer viele Ambivalenzen und Dilemmata auszuhalten.

    Okay, wie gesagt, meine Tochter ist ein Extremfall und vielleicht zählt das daher nicht, was ich dazu denke. Aber um mal von ihr oder Fims oder Zickzackkinds Sohn wegzukommen: Es gibt ja auch vergleichbare Situationen: Was machst du mit einem Patienten, der einen aus deiner Sicht behandelbaren Krebs hat, aber sagt, dass er keine Behandlung will. Das respektiert man doch auch. Klar, man führt Gespräche über Prognosen und Heilungsaussichten und vielleicht gewonnene Monate oder Jahre, aber letztlich ist der Patient, der aufgrund seiner Werte entscheidet. Wer will beurteilen, ob es für ihn, für sein Leben, seine Persönlichkeit besser oder schlechter ist? Selbst dann, wenn seine Entscheidung aus ärztlicher Sicht zu einem zu frühen Tod führt.Darauf kommt es doch an: wie stimmig sich der eingeschlagene Weg subjektiv anfühlt.

    Weißt du, was ich meine? In diesen Situationen gibt es kein Richtig oder Falsch. Es gibt nur den einzelnen und seinen Weg.
    So. Jetzt hab ich Ruhe.

    Natürlich verstehe ich das, was Du schreibst. Aber ich (!) kann da nicht vom speziellen Fall Fim oder Zickzack wegkommen. Für mich gibt es da viel zu wenig Gemeinsamkeiten mit einer Krebserkrankung allgemein oder Deiner Tochter konkret. Das muss (!) in meinen (!) Augen ganz individuell und differenziert gesehen werden. Schon die beiden Söhne Fim und Zickzack in einen Topf zu werfen ist grenzwertig, aber für mich (!) gerade so noch zulässig.
    Und natürlich muss auch da jede Familie ihren individuellen Weg finden. Nur - und da spreche ich wirklich nicht nur theoretisch oder aus Mediziner-Sicht, sondern aus vielen Jahren Sozialpsychiatrie hautnah - ist im Fall „solcher“ Kinder der Weg, den die Eltern (im Willen, das Kind optimal versorgt zu wissen) am besten finden, langfristig nicht immer der beste für die Kinder.

    Trotzdem antworte ich gerne auf die Frage, wie ich mit einem Krebspatienten umgehe, der entgegen der Empfehlung keine Therapie möchte.
    Es kommt darauf an, an welchem Punkt er sich befindet und was von der Therapie zu erwarten ist. Bei einer zu erwartenden Lebensverlängerung um 3 Monate bei massiven Therapienebenwirkungen, diskutiere ich nicht, sondern unterstütze nach Bedarf und nach Wunsch.
    Wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass die Therapie sinnvoll ist, dann: Reden. Reden. Reden. Und nochmal reden. Und dann, wenn ich überzeugt bin, dass der/die Patient*in wirklich verstanden hat, was diese Entscheidung bedeutet - die Entscheidung akzeptieren.

    (Ja, ich halte es für sehr wichtig, da im Gespräch ggf. nicht locker zu lassen und finde es unter den letztgenannten Umständen falsch, ein „Nein, will ich nicht.“ sofort zu akzeptieren. Ich arbeite ja in der Onkologie und gerade gestern habe ich eine Patientin gesehen, die nach Brustkrebs-OP seit Wochen damit hadert, ob sie die empfohlene Chemo machen soll oder nicht. Es brauchte Termine bei drei Ärzten, bis sie verstanden hat, dass eine Chemo zum jetzigen Zeitpunkt ihre Chance auf dauerhafte Heilung erhöht und dass es nicht auf dasselbe herauskommt, damit erst anzufangen, wenn sichtbare Metastasen aufgetreten sind.)
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  3. #247233

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Junon, noch ein Nachtrag, weil ich jetzt irgendwie nicht explizit auf die Selbstbestimmung eingegangen bin.

    Klar, die steht letztendlich an oberster Stelle. Meistens jedenfalls.

    Ich sehe mich da aber in der Pflicht, mich zu überzeugen, dass die selbstbestimmte Entscheidung auf dem Boden umfassender Information und sorgfältigen Abwägens und im Bewusstsein aller relevanten Aspekte getroffen wurde.

    Beruflich lasse ich mich das - insbesondere, wenn ich zumindest mittelbar verantwortlich bin - einiges an Zeit und Aufwand kosten.
    Privat. Nun ja. Da muss mancher sich halt meine Meinung auch ungefragt anhören, aber dann ist auch gut.
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  4. #247234
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Es reicht natürlich nicht das wir bei Kind 3 am Tag bevor wir weg fahren wollen eine Borreliose feststellen und so noch zwischen packen etc einen ungeplanten Arztbesuch unterbringen und uns eine Kühlung für das AB überlegen durften...

    Heute Abend war noch Training und das große Schusselkind hat ihre Uhr beim Training liegen lassen (muss die zum Training ausziehen). Zurückfahren ist nicht, weil man eh nicht mehr rein dürfte, weil die nächste Gruppe trainiert (Corona - Regelungen...)

    Kind 1 total aufgelöst wegen der Uhr, weil sie die auch mitnehmen wollte, weil sie damit auch ihre Läufe aufzeichnet. Während ich Kind 1 versuche zu beruhigen und der Hahn telefoniert und versucht einen der Herrenmanschaft zu erreichen, die danach Training haben poltert Kind 2 mal wieder mitten rein:

    Also Kind 1 heult, ich versuche zu beruhigen, Mann am telefonieren stürmt sie laut schimpfend ins Wohnzimmer, weil sie sich über ihren Bruder geärgert hat.
    Ich sie raus geschickt mit den Worten: Jetzt nicht, warte kurz...

    Sie dreht auch um, geht zurück, dreht nach etwa 5m wieder um und stürmt wieder ins Wohnzimmer: ABER DER ZWERG...

    Mein Mann hatte gerade aufgelegt und fuhr sie an: RAUS JETZT!


    Wird Kind 2 irgendwann einmal lernen dass man nicht direkt den anderen mitten ins Wort platzt, wenn man rein kommt?

    Wird der Zwerg irgendwann mal aufhören Kind 2 ständig zu ärgern?

    Wird Kind 1 irgendwann lernen ihre Sachen nicht überall liegen zu lassen?

    Warum legt Kind 1 die Uhr NEBEN ihre Sporttasche auf den Boden (Wiese), wenn sie sie ausziehen soll?

    Fragen über Fragen.


    Immerhin, die Uhr wurde gefunden und wird uns heute Abend netter Weise in den Briefkasten geworfen, der eine der Herrenmanschaft wohnt eh in der Nähe...

  5. #247235

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Llea, ich glaube, an Deiner Stelle hätte ich heute den nächsten Zug genommen. Allein!
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  6. #247236
    Avatar von Sylta
    Sylta ist offline sturmerprobt

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Llea, ich glaube, an Deiner Stelle hätte ich heute den nächsten Zug genommen. Allein!
    wie langweilig

    Ll, eins meiner Kinder hatte im Alter von deinem eine fette Wanderröte
    wir haben die Antibiotikagaben konsequent durchgezogen, auf die Minute alle zwölf Stunden (Tabletten)
    da ist nichts nachgekommen
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    Wind in den Haaren, Sonne im Blick. Ein echtes Inselmädchen!




  7. #247237
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von lucillaminor Beitrag anzeigen
    Aber nicht 1,5 Stunden
    Nein. Hier geht es von 13 Uhr bis 16.45 Uhr. Oft im 15-20min Takt und oft habe ich genau eine Einheit frei.
    Durch Corona hatte ich Glück, die Klassen, für die 1h vorgesehen war, hatte ich nicht und die waren am Schluss. Die Konferenzen waren aber auf 2 Tage verteilt, einer davon wäre mein freier Tag gewesen...
    Silm

  8. #247238
    Avatar von stpaula_75
    stpaula_75 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Llea, ich glaube, an Deiner Stelle hätte ich heute den nächsten Zug genommen. Allein!
    Und in die entgegengesetzte Richtung
    Lleanora, bunteQ, Cafetante und 2 anderen gefällt dies.

  9. #247239
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    So. Jetzt hab ich Ruhe.

    Natürlich verstehe ich das, was Du schreibst. Aber ich (!) kann da nicht vom speziellen Fall Fim oder Zickzack wegkommen. Für mich gibt es da viel zu wenig Gemeinsamkeiten mit einer Krebserkrankung allgemein oder Deiner Tochter konkret. Das muss (!) in meinen (!) Augen ganz individuell und differenziert gesehen werden. Schon die beiden Söhne Fim und Zickzack in einen Topf zu werfen ist grenzwertig, aber für mich (!) gerade so noch zulässig.
    Und natürlich muss auch da jede Familie ihren individuellen Weg finden. Nur - und da spreche ich wirklich nicht nur theoretisch oder aus Mediziner-Sicht, sondern aus vielen Jahren Sozialpsychiatrie hautnah - ist im Fall „solcher“ Kinder der Weg, den die Eltern (im Willen, das Kind optimal versorgt zu wissen) am besten finden, langfristig nicht immer der beste für die Kinder.

    Trotzdem antworte ich gerne auf die Frage, wie ich mit einem Krebspatienten umgehe, der entgegen der Empfehlung keine Therapie möchte.
    Es kommt darauf an, an welchem Punkt er sich befindet und was von der Therapie zu erwarten ist. Bei einer zu erwartenden Lebensverlängerung um 3 Monate bei massiven Therapienebenwirkungen, diskutiere ich nicht, sondern unterstütze nach Bedarf und nach Wunsch.
    Wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass die Therapie sinnvoll ist, dann: Reden. Reden. Reden. Und nochmal reden. Und dann, wenn ich überzeugt bin, dass der/die Patient*in wirklich verstanden hat, was diese Entscheidung bedeutet - die Entscheidung akzeptieren.

    (Ja, ich halte es für sehr wichtig, da im Gespräch ggf. nicht locker zu lassen und finde es unter den letztgenannten Umständen falsch, ein „Nein, will ich nicht.“ sofort zu akzeptieren. Ich arbeite ja in der Onkologie und gerade gestern habe ich eine Patientin gesehen, die nach Brustkrebs-OP seit Wochen damit hadert, ob sie die empfohlene Chemo machen soll oder nicht. Es brauchte Termine bei drei Ärzten, bis sie verstanden hat, dass eine Chemo zum jetzigen Zeitpunkt ihre Chance auf dauerhafte Heilung erhöht und dass es nicht auf dasselbe herauskommt, damit erst anzufangen, wenn sichtbare Metastasen aufgetreten sind.)
    Das Problem ist aber oft auch einfach, als Eltern an Informationen zu kommen. Man muss Alternativen erst einmal kennen, bevor man sie gehen kann. Zumal gerade bei erwachsenen Kindern, diese auch die ersten Ansprechpartner der Ärzte sind und vieles selbst anleiern müssen - was an sich ja auch gut und sinnvoll ist, aber das „Kind“ auch überfordern kann.

    Aber im Moment sitzt mein Großer völlig entspannt und gut gelaunt hier, hat heute brav studiert, einen Termin bei der Psychiaterin gehabt und ich bin dementsprechend hoffnungsfroh, dass er seinen Weg gehen wird. Ich habe ja gelernt, im Moment zu leben
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    99/02/07/13

  10. #247240
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Wer backt? Gibts es Kuchen?


    So, Sportkleidung und die Sachen für mich und den Hahn gepackt, fehlen nur noch Die Kulturtaschen, und ein bisschen Kleinkram.

    Bin ja echt gespannt wie das klappt mit den 3 Kindern mit der Zugfahrt...
    Ich habe es heute durch (alleinemit drei Kindern), ging ganz gut. Nur unserer üblicher Verspätungskandidat (Zug nach Leipzig) hatte Verspätung, statt 19min Umsteigezeit hatten wir 2,5min. Hat aber gereicht, wir hatten nur einen Trolli mit + Tasche.
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    Silm

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