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Thema: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

  1. #306571
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    *zurück knuddel*

    Puh, das muss auch grausam gewesen sein *schluck*


    Ich weiß nicht, irgendwie fiel es mir jedes Jahr ein Stück leichter, dieses Jahr nimmt mich das irgendwie wieder mehr mit. Je näher der Tag rückt..

  2. #306572
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Schon 10 Jahre ist das her?
    Ich erinner mich gut.

    Wir haben damals unsere Therme früher als geplant ersetzt.
    Mir tat das wahnsinnig leid damals und das tut es auch immer noch.

    Ich dachte eben, wie schlimm es ist, dass sie nur das eine Kind haben.

    Ein weiteres Kind ist kein Trost, aber ich kann mir vorstellen, dass es ablenkt und die Sinnfrage evtl. nicht so massiv kommt in Bezug aufs eigene Leben.
    Genau, ein Trost ist es nicht, aber es hilft doch, finde ich zumindest. Man hat einen Grund weiter zu funktionieren, mehr als funktionieren war es zeitweise nicht. Irgendwie musste es eben weiter gehen, auch wegen unserer Tochter.


    Ich finde das so unwirklich das wirklich schon 10 Jahre um sind. Er würde in ein paar Wochen 17 werden. Ein junger Mann.. ich kenne ihn nur als kleinen Jungen, kaum älter wie mein Zwerg (dem er auch recht ähnlich sieht). Oft frage ich mich, was für ein Mensch wohl aus ihm geworden wäre. Welche Hobbies er hätte. So viel durfte er nie erleben ... *seufz*

  3. #306573
    Avatar von wenhei
    wenhei ist offline eigentlich immer Optimist

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Genau, ein Trost ist es nicht, aber es hilft doch, finde ich zumindest. Man hat einen Grund weiter zu funktionieren, mehr als funktionieren war es zeitweise nicht. Irgendwie musste es eben weiter gehen, auch wegen unserer Tochter.


    Ich finde das so unwirklich das wirklich schon 10 Jahre um sind. Er würde in ein paar Wochen 17 werden. Ein junger Mann.. ich kenne ihn nur als kleinen Jungen, kaum älter wie mein Zwerg (dem er auch recht ähnlich sieht). Oft frage ich mich, was für ein Mensch wohl aus ihm geworden wäre. Welche Hobbies er hätte. So viel durfte er nie erleben ... *seufz*
    Ich kann mir vorstellen, dass es dann auch nochmal ein hartes Jahr wird, wenn der Zwerg das Alter erreicht hat.
    Fräulein Wenhei Gertrude Esilabeth von Hühnerstein!

    Träumerle (04/04) Hibbelmors (03/06) Grinsebacke (01/08) Madame Zufrieden (05/10)
    Purtzel (05/12)

  4. #306574
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Genau, ein Trost ist es nicht, aber es hilft doch, finde ich zumindest. Man hat einen Grund weiter zu funktionieren, mehr als funktionieren war es zeitweise nicht. Irgendwie musste es eben weiter gehen, auch wegen unserer Tochter.
    Genau das meinte ich.

    Der verstorbene Junge war ein Einzelkind.
    Er war echt eins. ;-)

    Wie sagte eben meine Tochter eben: "Der T. war total nervig, aber der sollte doch nicht sterben!"


    Ich finde das so unwirklich das wirklich schon 10 Jahre um sind. Er würde in ein paar Wochen 17 werden. Ein junger Mann.. ich kenne ihn nur als kleinen Jungen, kaum älter wie mein Zwerg (dem er auch recht ähnlich sieht). Oft frage ich mich, was für ein Mensch wohl aus ihm geworden wäre. Welche Hobbies er hätte. So viel durfte er nie erleben ... *seufz*
    Das ist traurig.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov

  5. #306575
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von wenhei Beitrag anzeigen
    Ja, 10 Jahre ist irgendwie was anderes als 4 oder 7 oder 9 Jahre. 10 Jahre ist irgendwie besonders. Und dann noch diese Coronasituaton, wenig Normalität, dadurch wenig Ablenkung.

    Ja, ich fand die Zeit hart, aber was sollte ich tun? Meine Beutetochter, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe, hängen lassen, so wie es ihre eigene Mutter getan hat? Mein Kind im Bauch lebte, wie schrecklich erging es meinem Beutekind, die gerade ihr Kind verloren hat und ich lasse sie allein?
    Ich denke, das meine Grinsebacke wegen dieser Erfahrung schon im Mutterlieb sehr heftig auf den Tod reagiert, aber ich hätte selbst mit dem Wissen nicht anders für mein Beutekind da sein können.
    Interessanter Weise ist meine Grinsebacke dann genau ein halbes JAhr später zur Welt gekommen.
    Klasse das du die Kraft hattest für sie da zu sein, in dieser schlimmen Zeit! Schlimm dass die eine Mutter sie hat hängen lassen. Das ist wirklich hart.
    Ich bin wirklich dankbar das unsere Familie so für uns da war in dieser Zeit. Wir sind ja für ein paar Wochen ganz zu meiner Mutter, aber auch so viele andere waren für uns da, das tat einfach gut, nicht alleine zu sein, Ablenkung zu haben, wenn wir sie wollten/brauchten aber auch Ruhe und Zeit für uns, wenn wir es brauchten.

    Ich denke auch es liegt mit an Corona, der Alltag ist viel entschleunigter, da hat man mehr Zeit zum grübeln, allgemein ging es mir das ganze Jahr mental schon nicht so gut, es nagt einfach alles an mir, auch wenn es langsam mit den Lockerungen und dem besseren Wetter, da wieder besser wird.

    Mag sein dass es auch an der Zahl liegt.

    Ich hatte damals schon vor seinem Tod noch den Wunsch nach einem weiteren Kind gehabt, nach dem Tod, wurde es drängender und ich wurde dann ja auch recht schnell wieder schwanger.
    Im Nachhinein sicher zu früh. Ich fand die Schwangerschaft mental sehr sehr belastend. An dem frischen Grab zu stehen von meinem toten Sohn und gleichzeitig das ungeborene Kind in meinem Bauch strampeln zu spüren...
    Zeitweise habe ich in den Momenten am Grab dann auch eine Wut auf das Baby entwickelt und dachte "du bist nur da, weil er tot ist", denn eigentlich wollte mein Mann nie mehr als 2 Kinder.

    Ich frage mich auch wieviel Einfluss meine Gefühlslage damals in der Schwangerschaft auf meine Mittlere hat. Sie war gerade als Kleinkind ja nicht wirklich einfach. Ständig unzufrieden, hat sich ständig zurückgesetzt gefühlt, hat heute teilweise noch ein schlechtes Selbstbewusstsein.

  6. #306576
    Avatar von wenhei
    wenhei ist offline eigentlich immer Optimist

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Klasse das du die Kraft hattest für sie da zu sein, in dieser schlimmen Zeit! Schlimm dass die eine Mutter sie hat hängen lassen. Das ist wirklich hart.
    Ich bin wirklich dankbar das unsere Familie so für uns da war in dieser Zeit. Wir sind ja für ein paar Wochen ganz zu meiner Mutter, aber auch so viele andere waren für uns da, das tat einfach gut, nicht alleine zu sein, Ablenkung zu haben, wenn wir sie wollten/brauchten aber auch Ruhe und Zeit für uns, wenn wir es brauchten.

    Ich denke auch es liegt mit an Corona, der Alltag ist viel entschleunigter, da hat man mehr Zeit zum grübeln, allgemein ging es mir das ganze Jahr mental schon nicht so gut, es nagt einfach alles an mir, auch wenn es langsam mit den Lockerungen und dem besseren Wetter, da wieder besser wird.

    Mag sein dass es auch an der Zahl liegt.

    Ich hatte damals schon vor seinem Tod noch den Wunsch nach einem weiteren Kind gehabt, nach dem Tod, wurde es drängender und ich wurde dann ja auch recht schnell wieder schwanger.
    Im Nachhinein sicher zu früh. Ich fand die Schwangerschaft mental sehr sehr belastend. An dem frischen Grab zu stehen von meinem toten Sohn und gleichzeitig das ungeborene Kind in meinem Bauch strampeln zu spüren...
    Zeitweise habe ich in den Momenten am Grab dann auch eine Wut auf das Baby entwickelt und dachte "du bist nur da, weil er tot ist", denn eigentlich wollte mein Mann nie mehr als 2 Kinder.

    Ich frage mich auch wieviel Einfluss meine Gefühlslage damals in der Schwangerschaft auf meine Mittlere hat. Sie war gerade als Kleinkind ja nicht wirklich einfach. Ständig unzufrieden, hat sich ständig zurückgesetzt gefühlt, hat heute teilweise noch ein schlechtes Selbstbewusstsein.
    Ich war zum Glück nicht allein mit meiner Unterstützung, ihre Schwiegermutter ist auch gekommen und war ca. eine Woche bei ihnen. Aber doch, wir haben viel Zeit mit einander verbracht.

    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass Deine Gefühlslage sich auf Deine zweite Tocher ausgewirkt hat. Nicht sie war gewünscht, sondern nur die Zahl. Das macht ja auch was mit einem.
    Dabei stimmt das ja gar nciht, Du wolltest ja schon vorher noch ein weiteres Kind. Nur, wie soll sie es wissen undd merken, wenn sie da ja noch gar nicht da war?
    Fräulein Wenhei Gertrude Esilabeth von Hühnerstein!

    Träumerle (04/04) Hibbelmors (03/06) Grinsebacke (01/08) Madame Zufrieden (05/10)
    Purtzel (05/12)

  7. #306577
    Strickli ist gerade online Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich habe eben erfahren, dass ein Junge (7), der immer beim Kindergottesdienst dabei war, gestorben ist.

    Er hatte am 31. Mai einen Unfall; den Klassiker: Mit Kindern gespielt, dem Ball nachgelaufen und frontal in ein Auto gerannt.

    Lt. SR kam er ins Krankenhaus und die Mutter teilte noch per Whatsapp-Status mit, dass er stabil sei.

    Danach habe ich erstmal gedacht, dass es gepackt sei.

    Gestern oder heute ist er verstorben.

    Ich mag mir nicht vorstellen, wie es den Eltern geht.
    Die Vorstellung, zu zweit im Haus zu sitzen ohne das Kind schnürt mir schon beim Gedanken daran den Hals zu.
    Wie furchtbar!

  8. #306578
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von wenhei Beitrag anzeigen
    Ich kann mir vorstellen, dass es dann auch nochmal ein hartes Jahr wird, wenn der Zwerg das Alter erreicht hat.
    Hm vielleicht liegt es auch mit daran, dass der Zwerg ja dieses Jahr in die Schule kommt. Der Große wäre ja auch eingeschult worden.


    Von der Größe hat er ihn schon eingeholt... so "zwergisch" ist der Zwerg irgendwie gar nicht mehr

  9. #306579
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Mein Großer:


    Und der Zwerg

    Mir fällt auf das ich irgendwie kein schönes aktuelles Foto vom Zwerg von vorne habe.

    Vor allem wenn er grinst, erinnert er mich oft ziemlich an den Großen.

  10. #306580
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Ich habe eben spontan unserer Pfarrerin gemailt und sie gebeten, mich zu informieren, wenn ich etwas für die Familie tun kann.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov