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Thema: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

  1. #317081
    TanteHilde ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung.

    Der Autist hat eine Schulbegleitung.
    Die ist etwas skurril, hat aber einen guten Draht zu ihm.

    Ich habe ihr das Reinrufen der richtigen Antworten schon abgewöhnt.
    *kicher* Ok. Sie ist lernfähig!


    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, dem Kind wenigstens etwas zu helfen Unterrichtsstoff zu schaffen.
    Oder damit anzufangen oder so.
    So schwierig das ganze.

  2. #317082
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von stpaula_75 Beitrag anzeigen
    Das ist inakzeptabel. Wirklich.
    Das Gemisch an Kindern - okay. Aber da müssen zwingend gescheite Strukturen und ein ordentlicher Personalschlüssel dazu. Wo soll das hinführen?


    Wäre es ohne Föderalismus besser?
    Ich habe keine Ahnung, ob das besser wäre.

    Meinem Eindruck nach wird die Inklusion gerade mit Schwung an die Wand gefahren.

    Wir erinnern uns: "Kein Kind darf zurückfallen durch Corona."

    Die Kinder sind da, die Stellen werden gestrichen.
    Da wir alle in einem Raum hocken, ist offenbar niemand nach hinten oder unten gefallen.
    Ich glaube, die Aussage war mehr so geografisch gemeint.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov

  3. #317083
    einFrosch ist offline Member

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Deswegen "Erfolgskonzept" in Anführungsstrichen. Sollte Ironie sein.

    Zu dem was Du schreibst: Du stemmst jeden Tag viel für die Kinder. Lass Dich, so gut es geht, wenigstens jetzt hier pflegen.


    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass mit uns nicht pfleglich umgegangen wird.

    Das ist oft ein Thema, und das liegt auch an der Schulform.

    Am Gymnasium würde ich mir keinen Kopf um die meisten Themen machen.

    Es ist kein Erfolgsrezept, und ich bin nicht alleine.
    Das Kollegium ächzt kollektiv, an der Schule meines Mannes ist es auch nicht besser.


    Ich hatte mich mal in Richtung katholische Privatschule orientiert.
    Als die allerdings meinten, ich müsste für mein Fach ein Konzertexamen haben und mehrere Zusatzqualifikationen (sie erwarteten im Prinzip jemanden mit 3 fix und fertigen Ausbildungen), habe ich davon Abstand genommen.

    Aber die schlechte Struktur, die Unterversorgung mit Personal, das Gemisch an Kindern mit diversen Arten von Förderbedarf - das gehört zur Schulform, für die ich ausgebildet wurde, mittlerweile einfach dazu.
    JohnnyTrotz und Zickzackkind73 gefällt dies.

  4. #317084
    einFrosch ist offline Member

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Gut, dass Du nicht abstumpfst. Du ziehst Dich und die SuS mit Deinem Humor noch aus dem tiefsten Sumpf.

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung, ob das besser wäre.

    Meinem Eindruck nach wird die Inklusion gerade mit Schwung an die Wand gefahren.

    Wir erinnern uns: "Kein Kind darf zurückfallen durch Corona."

    Die Kinder sind da, die Stellen werden gestrichen.
    Da wir alle in einem Raum hocken, ist offenbar niemand nach hinten oder unten gefallen.
    Ich glaube, die Aussage war mehr so geografisch gemeint.
    Zickzackkind73 gefällt dies

  5. #317085
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von TanteHilde Beitrag anzeigen
    *kicher* Ok. Sie ist lernfähig!


    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, dem Kind wenigstens etwas zu helfen Unterrichtsstoff zu schaffen.
    Oder damit anzufangen oder so.
    So schwierig das ganze.
    Daran habe ich schon gedacht. Zumindest als Mini-Lösung.

    Aber am Montag im Gespräch will eine andere Linie fahren:
    Entweder bleibt er und es wird was von dem umgesetzt, was uns eingefallen ist, oder er fällt runter, weil wir das nicht leisten können.

    Wir sehen 2 Varianten.
    1) Da geht es um unsere Stellen: Warum sollen wir eine AG machen/einen Schulgarten planen, wenn die Stunden auch anders eingesetzt werden könnten? Jede von uns könnte je 45 Minuten alleine mit ihm arbeiten.
    Außerdem wollen wir Ehrenamtler haben, die was können.
    Wenn es möglich ist, sollen die Eltern eine Schulbegleitung beantragen.

    2) Er soll die Schule wechseln.
    An anderen Schulen gibt es noch DaZ.
    Das Kind braucht die Förderung, sie ist vorhanden, aber nicht an unserem Standort.


    Und ich will da gar nicht viel Spielraum bieten, was e-ven-tu-ell mit etwas gutem Willen unter den aktuellen Bedingungen möglich wäre.
    Schiri, Mainfee, stpaula_75 und 3 anderen gefällt dies.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov

  6. #317086
    TanteHilde ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung, ob das besser wäre.

    Meinem Eindruck nach wird die Inklusion gerade mit Schwung an die Wand gefahren.

    Wir erinnern uns: "Kein Kind darf zurückfallen durch Corona."

    Die Kinder sind da, die Stellen werden gestrichen.
    Da wir alle in einem Raum hocken, ist offenbar niemand nach hinten oder unten gefallen.
    Ich glaube, die Aussage war mehr so geografisch gemeint.
    Ich finde das so schlimm.
    Inklusion finde ich sehr wertvoll, mein Kind hat davon sehr profitiert! Aber, für ihn passt das, und er hatte das Glück Lehrkräfte und Sonderpädagogen zu haben die die Möglichkeiten und Kapazitäten hatten das umzusetzen.

    Aber dieses "wir machen Inklusion mal auf Sparflamme" ist wirklich die Pest! Für euch Lehrkräfte, für die Kinder.

    Mich macht das so wütend.
    Fimbrethil, Zickzackkind73 und einFrosch gefällt dies.

  7. #317087
    TanteHilde ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Daran habe ich schon gedacht. Zumindest als Mini-Lösung.

    Aber am Montag im Gespräch will eine andere Linie fahren:
    Entweder bleibt er und es wird was von dem umgesetzt, was uns eingefallen ist, oder er fällt runter, weil wir das nicht leisten können.

    Wir sehen 2 Varianten.
    1) Da geht es um unsere Stellen: Warum sollen wir eine AG machen/einen Schulgarten planen, wenn die Stunden auch anders eingesetzt werden könnten? Jede von uns könnte je 45 Minuten alleine mit ihm arbeiten.
    Außerdem wollen wir Ehrenamtler haben, die was können.
    Wenn es möglich ist, sollen die Eltern eine Schulbegleitung beantragen.

    2) Er soll die Schule wechseln.
    An anderen Schulen gibt es noch DaZ.
    Das Kind braucht die Förderung, sie ist vorhanden, aber nicht an unserem Standort.


    Und ich will da gar nicht viel Spielraum bieten, was e-ven-tu-ell mit etwas gutem Willen unter den aktuellen Bedingungen möglich wäre.
    Zum heulen das ganze.

  8. #317088
    Avatar von Wanda.Lismus
    Wanda.Lismus ist offline Am Rande des/das Chaos.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Wenn du ins schöne BW willst, dann komm zu uns. Händeringend Musik am Gym gesucht, nehmen jeden, der nicht bei drei auf dem Baum ist.
    Falls du auch noch Französisch fachfremd kannst, umso besser!

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass mit uns nicht pfleglich umgegangen wird.

    Das ist oft ein Thema, und das liegt auch an der Schulform.

    Am Gymnasium würde ich mir keinen Kopf um die meisten Themen machen.

    Es ist kein Erfolgsrezept, und ich bin nicht alleine.
    Das Kollegium ächzt kollektiv, an der Schule meines Mannes ist es auch nicht besser.


    Ich hatte mich mal in Richtung katholische Privatschule orientiert.
    Als die allerdings meinten, ich müsste für mein Fach ein Konzertexamen haben und mehrere Zusatzqualifikationen (sie erwarteten im Prinzip jemanden mit 3 fix und fertigen Ausbildungen), habe ich davon Abstand genommen.

    Aber die schlechte Struktur, die Unterversorgung mit Personal, das Gemisch an Kindern mit diversen Arten von Förderbedarf - das gehört zur Schulform, für die ich ausgebildet wurde, mittlerweile einfach dazu.
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  9. #317089
    Avatar von Wanda.Lismus
    Wanda.Lismus ist offline Am Rande des/das Chaos.

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Jo, so in etwa kommt es hin. Also ich gebe natürlich die gute Mutter und weiche in Gallseife und allen Hausmittelchen ein, aber ich weiß genauso, dass es trotzdem für die Katz sein wird.


    Zitat Zitat von tanja73 Beitrag anzeigen
    Lass mich raten: und Du hast schon Erfahrung mit Kastanienflecken und weißt, dass das nicht rausgeht?

  10. #317090
    Avatar von stpaula_75
    stpaula_75 ist offline Legende

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    Standard Re: Stacheldraht Gemeinschaft -SLP-

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Daran habe ich schon gedacht. Zumindest als Mini-Lösung.

    Aber am Montag im Gespräch will eine andere Linie fahren:
    Entweder bleibt er und es wird was von dem umgesetzt, was uns eingefallen ist, oder er fällt runter, weil wir das nicht leisten können.

    Wir sehen 2 Varianten.
    1) Da geht es um unsere Stellen: Warum sollen wir eine AG machen/einen Schulgarten planen, wenn die Stunden auch anders eingesetzt werden könnten? Jede von uns könnte je 45 Minuten alleine mit ihm arbeiten.
    Außerdem wollen wir Ehrenamtler haben, die was können.
    Wenn es möglich ist, sollen die Eltern eine Schulbegleitung beantragen.

    2) Er soll die Schule wechseln.
    An anderen Schulen gibt es noch DaZ.
    Das Kind braucht die Förderung, sie ist vorhanden, aber nicht an unserem Standort.


    Und ich will da gar nicht viel Spielraum bieten, was e-ven-tu-ell mit etwas gutem Willen unter den aktuellen Bedingungen möglich wäre.
    Das finde ich eine gute Strategie für das Gespräch. Das Problem ist ja das immerselbe: Menschen wie du, die eben nicht das individuelle Kind durchs Raster fallen lassen, sondern nach Lösungen suchen, erweisen sich selbst (und am Ende auch der ganzen Sache, aber das ist ein elendes Dilemma, die ganze Sache besteht ja nunmal aus vielen Individuen) einen Bärendienst, indem sie immer und immer und immer wieder über ihre Grenzen gehen, um den ihnen anvertrauten Kindern zu helfen. Und dann stehen Menschen wie eure KuMi da und sagen "läuft doch, seht mal". Und es ändert sich nichts, oder es wird noch schlimmer, weil noch ein paar Stellen wegfallen, weil "geht ja, wir drehen mal noch an der Schraube, bis es quietscht".


    Ich hab eine liebe Freundin, die arbeitet in einer Einrichtung für schwerst mehrfach behinderte Kinder. Der Inhaber ist ein geldgeiler Sack, der nur auf Verschleiß fährt, Hauptsache, die Kohle passt. Das Personal läuft auf der Felge, diverse Langzeitkranke, Leihkräfte, etc. Alles, was diese Arbeit so schwer und zehrend und unerquicklich macht,
    Sie hat jedesmal ein schlechtes Gewissen, wenn sie "nein" sagt, wenn sie nach einspringen, aushelfen, etc. gefragt wird. Weil sie immer die konkreten Kinder vor Augen hat. Aber jedes "ja" bringt sie weiter weg von einem so dringend notwendigen Strukturwandel.

    Es ist wirklich schwer auszuhalten.

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