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Thema: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

  1. #1
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    War ja gestern und heute Thema - geht das überhaupt? Wo beginnt da für Euch die Grenze?

    Auch und gerade nicht nur bei manifesten körperlichen Erkrankungen, sondern auch bei psychischen Dingen (wo man als Nicht-Betroffener ja auch meistens nicht einschätzen kann, wie schlimm es gerade wieder ist)?

    Umgekehrt: wie würdet Ihr damit umgehen, wenn Euch dringend nahegelegt wird, Ihr solltet zum Arzt / zum Therapeuten, aber Ihr wollt nicht (warum auch immer)?


    Ich denke, viele von uns haben solche Situationen schon erlebt .
    Worauf willst Du warten?

  2. #2
    Avatar von Pistazia
    Pistazia ist offline Legende
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Danke für den neuen Thread.

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    JETZT kann ich von mir schreiben
    Nein, ich bin damals nicht in die Klinik. Und heute würde ich auch nicht mehr gehen.
    Mein Mann ja mich ja damals in die "Klinik" gezwungen, hab ich ihm lange nicht verziehen. Aber irgendwann kam die Einsicht, dass es besser so war.
    Trotzem müsste heute viel passieren, dass ich wieder gehen würde.

  4. #4
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    man kann niemand zum Arzt zwingen und ich finde das bei einem erwachsenen Menschen auch nicht angemessen.

    Würde mich umgekehrt jemand mit sowas nerven, wäre ich auch sehr schnell sehr sauer und würde deutlich mitteilen dass das meine Entscheidung ist.

    Ich würde sicher meine Besorgnis mitteilen, mehr aber auch nicht.

    Bei körperlichen Dingen würde ich mir dann aber vom Arztverweigerer auch kein Gejammer mehr anhören

    Bei psychischen Dingen ist es sehr viel schwieriger.
    Ich würde wohl eine unbehandelte psychische Erkrankung nicht auf Dauer beim Partner mittragen
    Edda, Martha74, salvadora und 4 anderen gefällt dies.

  5. #5
    WATERPROOF ist gerade online Renitent.
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    War ja gestern und heute Thema - geht das überhaupt? Wo beginnt da für Euch die Grenze?

    Auch und gerade nicht nur bei manifesten körperlichen Erkrankungen, sondern auch bei psychischen Dingen (wo man als Nicht-Betroffener ja auch meistens nicht einschätzen kann, wie schlimm es gerade wieder ist)?

    Umgekehrt: wie würdet Ihr damit umgehen, wenn Euch dringend nahegelegt wird, Ihr solltet zum Arzt / zum Therapeuten, aber Ihr wollt nicht (warum auch immer)?


    Ich denke, viele von uns haben solche Situationen schon erlebt .
    Ich bin mal nur meinem Mann zuliebe zum Lungenfacharzt gegangen, nachdem ich 3 Monate im durch Husten den Schlaf verkackt habe. Hat mich 4 h Freizeit gekostet, rausgekommen ist nix und der Husten war ohne weitere Behandlung nach 2 weiteren Wochen weg.

    Ich glaub, jeder Mensch braucht manchmal ein bisschen Druck, unangenehme Dinge zu machen.

  6. #6
    Avatar von Pistazia
    Pistazia ist offline Legende
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Ich hab da ja echt Einiges durch und ich weiß, ich hab mir damals gewünscht, es würde ihm weh tun.
    Das wäre sicher erheblich einfacher gewesen.

    Für einen Mensch mit Schmerzen ruft man selbstverständlich den Notarzt.

  7. #7
    rastamamma ist gerade online Urgestein
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    War ja gestern und heute Thema - geht das überhaupt? Wo beginnt da für Euch die Grenze?

    Auch und gerade nicht nur bei manifesten körperlichen Erkrankungen, sondern auch bei psychischen Dingen (wo man als Nicht-Betroffener ja auch meistens nicht einschätzen kann, wie schlimm es gerade wieder ist)?

    Umgekehrt: wie würdet Ihr damit umgehen, wenn Euch dringend nahegelegt wird, Ihr solltet zum Arzt / zum Therapeuten, aber Ihr wollt nicht (warum auch immer)?


    Ich denke, viele von uns haben solche Situationen schon erlebt .
    Ich weiß, dass ich niemanden zwingen kann, den Arzt aufzusuchen, es sei denn, ich bin sein gesetzlicher Vertreter (und auch da gibt es Grenzen, ich denke da an über 14jährige, die ja selbst entscheiden dürfen, wenns um medizinische Belange geht, da müsste ich ja erst nachweisen, dass sie schlicht nicht erkennen, was Sache ist etc.).

    Und ich würde selbst auch nicht zum Arzt gehen, wenn ich nicht möchte, egal, was mir jemand "nahelegt".

    Ich würde denjenigen drauf hinweisen, was passieren könnte - wenn er das noch nicht weiß und mir nicht signalisiert, dass er das Thema mit mir nicht diskutieren möchte. Und ich würde schauen, dass ich im Ernstfall da sein kann, um einzugreifen (Ernstfall wäre: Diabetiker fällt um - so in die Richtung, dann rufe ich natürlich die Rettung).

    So lange keine akute Fremd- oder Eigengefährdung vorliegt, kann der Patient da frei entscheiden.
    atakrem gefällt dies

  8. #8
    rastamamma ist gerade online Urgestein
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Zitat Zitat von Tinkerle Beitrag anzeigen
    JETZT kann ich von mir schreiben
    Nein, ich bin damals nicht in die Klinik. Und heute würde ich auch nicht mehr gehen.
    Mein Mann ja mich ja damals in die "Klinik" gezwungen, hab ich ihm lange nicht verziehen. Aber irgendwann kam die Einsicht, dass es besser so war.
    Trotzem müsste heute viel passieren, dass ich wieder gehen würde.
    Ich kann deiner Logik irgendwie nicht folgen. Wieso war es besser so - du würdest aber heute nicht wieder in die Klinik gehen? Was hat sich da verändert?

    Wenn die Fragen zu persönlich sind, wahlweise ignorieren und sagen "Rasta, halt die Schnauze".

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Die Grenze beginnt für mich persönlich an dem Punkt, an dem der Mensch auf mich den Eindruck macht, dass er selbst nicht mehr in der Lage ist, den Ernst der Situation richtig zu beurteilen. Stichwort: Selbstgefährdung (auch bei nicht psychischen Krankheitsbildern).

    Wir haben mit meinem Vater zwei Situationen erleben müssen, in denen er genau an diesen Punkt gekommen ist.

    Einmal hatte er, wie sich später im Krankenhaus herausstellte, eine Hirnblutung. Das war samstags, er blieb im Bett liegen, konnte weder aufstehen noch sitzen. Hatte irrsinnige Kopfschmerzen. Aber wollte keinen Arzt- soweit konnte er sich noch artikulieren.
    Meine Mutter hat das Spielchen sogar zunächst mitgemacht- ich habe dann irgendwann den Notarzt gerufen. Wenn man so will, habe ich damit Schlimmeres verhindert. Nach 8 Wochen konnte mein Vater wieder arbeiten.

    Das andere Mal war es im Rahmen seiner schizophrenen Erkrankung mit paranoiden Phasen- allerdings war er schneller als wir. Die Zeit, als meine Geschwister beim Arzt waren, um weitere Maßnahmen zu besprechen, hat er genutzt, um.....

  10. #10
    Avatar von rasbora
    rasbora ist offline Manchmalreingucker
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    Standard Re: Einen geliebten Menschen zum Arzt "zwingen"

    Zitat Zitat von Kelwitt Beitrag anzeigen
    War ja gestern und heute Thema - geht das überhaupt? Wo beginnt da für Euch die Grenze?

    Auch und gerade nicht nur bei manifesten körperlichen Erkrankungen, sondern auch bei psychischen Dingen (wo man als Nicht-Betroffener ja auch meistens nicht einschätzen kann, wie schlimm es gerade wieder ist)?

    Umgekehrt: wie würdet Ihr damit umgehen, wenn Euch dringend nahegelegt wird, Ihr solltet zum Arzt / zum Therapeuten, aber Ihr wollt nicht (warum auch immer)?


    Ich denke, viele von uns haben solche Situationen schon erlebt .
    Meine Mutter war so. Sie ist nie zum Arzt, denn der könnte ja was finden. Selbst nach einem Sturz von der Dachbodenleiter auf ein Metallgeländer bekam ich sie nicht zum Arzt. Mein Vater konnte sie auch nie dazu bewegen.

    Sie starb an einer Gehirnblutung, bzw. direkt danach beim Einsetzen eines Herzschrittmachers. Sie war stark übergewichtig und ich bin überzeugt davon, dass das so in der Form nicht passiert wäre, wäre sie einmal zum Check zum Arzt. Da mein Vater Schlaganfälle hatte und Unmengen an Medikamenten nehmen muss, versteh ich ihr Verweigern noch viel weniger.
    Das hat mich nachhaltig beeinflusst und ich versuche jedem, der so ähnlich tickt, meine Sicht zu erklären. Manchmal hats geholfen.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    sporadisch falsche Groß- und Kleinschreibung bitte großzügig ignorieren, Handy macht gerne was es will.

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