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Thema: Zu dick für den Frauenarzt?

  1. #221
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Dunkeltroll Beitrag anzeigen
    Ich schenk Dir einen Ironieradar!
    Ich schenke dir ein sie fragte Häh Radar *g*
    Sie fragt nicht häh wenn sie nicht häh meint.

  2. #222
    Auriel87 ist offline Member
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Die Grenze ist vielleicht bei der gynäkologischen Untersuchung noch nicht erreicht, aber es gibt auch einfach Situationen in denen man bei adipösen Patienten an echte physikalische Grenzen stößt.
    Wir hatten mal eine beatmete Patientin, die plötzlich Kammerflimmern, sprich einen Herzstillstand erlitten hatte und reanimiert werden musste.
    Man hatte keine Chance ihren Brustkorb so zusammenzudrücken, dass ein minimaler Blutfluss wiederhergestellt werden konnte. Die ganze Kraft wurde von dem Bauchfett abgefedert. Sehen konnte man das auch, weil die arterielle Blutdruckmessung unsere Pumpversuche nicht wiederspiegelte.
    Wir mussten dann die Reanimation erfolglos abbrechen.

    Ich will nicht unhöflich sein, aber jeder so adipös ist, sollte sich darüber klar sein, dass manche diagnostischen oder therapeutischen Verfahren bei Adipositas nicht möglich oder mit hohen Risiken verbunden sind und dass dafür nicht die Medizin, die Ärzteschaft oder die Pflegekräfte verantwortlich sind, sondern nur derjenige, der durch erhöhte Kalorienaufnahme dieses Gewicht langfristig verursacht hat.

    Klar können Medikamente, die den Appetit anregen, es unglaublich schwer machen nicht zu viel zu essen oder Krankheiten einen so in der Bewegungsfähigkeit einschränken, dass der Gesamtumsatz sinkt, trotzdem ist für eine Gewichtszunahme in Fett _immer_ ein Überangebot an Kalorien notwendig.
    Die Konsequenz ist dann eine erhöhte Sterblichkeit.

  3. #223
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Auriel87 Beitrag anzeigen
    Die Grenze ist vielleicht bei der gynäkologischen Untersuchung noch nicht erreicht, aber es gibt auch einfach Situationen in denen man bei adipösen Patienten an echte physikalische Grenzen stößt.
    Wir hatten mal eine beatmete Patientin, die plötzlich Kammerflimmern, sprich einen Herzstillstand erlitten hatte und reanimiert werden musste.
    Man hatte keine Chance ihren Brustkorb so zusammenzudrücken, dass ein minimaler Blutfluss wiederhergestellt werden konnte. Die ganze Kraft wurde von dem Bauchfett abgefedert. Sehen konnte man das auch, weil die arterielle Blutdruckmessung unsere Pumpversuche nicht wiederspiegelte.
    Wir mussten dann die Reanimation erfolglos abbrechen.

    Ich will nicht unhöflich sein, aber jeder so adipös ist, sollte sich darüber klar sein, dass manche diagnostischen oder therapeutischen Verfahren bei Adipositas nicht möglich oder mit hohen Risiken verbunden sind und dass dafür nicht die Medizin, die Ärzteschaft oder die Pflegekräfte verantwortlich sind, sondern nur derjenige, der durch erhöhte Kalorienaufnahme dieses Gewicht langfristig verursacht hat.

    Klar können Medikamente, die den Appetit anregen, es unglaublich schwer machen nicht zu viel zu essen oder Krankheiten einen so in der Bewegungsfähigkeit einschränken, dass der Gesamtumsatz sinkt, trotzdem ist für eine Gewichtszunahme in Fett _immer_ ein Überangebot an Kalorien notwendig.
    Die Konsequenz ist dann eine erhöhte Sterblichkeit.
    und was sollte jetzt der stark übergewichtige Patient deiner Meinung nach tun?
    Ich Demut und Ehrfurcht vor deinen Erläuterungen früh ableben oder was willst du uns sagen?
    Meinst du dein vielgepriesenes "Bewusstsein" hilft da irgendjemand? Nimmt man davon ab?
    Sarah29, Gast, Jedi und 2 anderen gefällt dies.

  4. #224
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Auriel87 Beitrag anzeigen
    Die Grenze ist vielleicht bei der gynäkologischen Untersuchung noch nicht erreicht, aber es gibt auch einfach Situationen in denen man bei adipösen Patienten an echte physikalische Grenzen stößt.
    Wir hatten mal eine beatmete Patientin, die plötzlich Kammerflimmern, sprich einen Herzstillstand erlitten hatte und reanimiert werden musste.
    Man hatte keine Chance ihren Brustkorb so zusammenzudrücken, dass ein minimaler Blutfluss wiederhergestellt werden konnte. Die ganze Kraft wurde von dem Bauchfett abgefedert. Sehen konnte man das auch, weil die arterielle Blutdruckmessung unsere Pumpversuche nicht wiederspiegelte.
    Wir mussten dann die Reanimation erfolglos abbrechen.

    Ich will nicht unhöflich sein, aber jeder so adipös ist, sollte sich darüber klar sein, dass manche diagnostischen oder therapeutischen Verfahren bei Adipositas nicht möglich oder mit hohen Risiken verbunden sind und dass dafür nicht die Medizin, die Ärzteschaft oder die Pflegekräfte verantwortlich sind, sondern nur derjenige, der durch erhöhte Kalorienaufnahme dieses Gewicht langfristig verursacht hat.

    Klar können Medikamente, die den Appetit anregen, es unglaublich schwer machen nicht zu viel zu essen oder Krankheiten einen so in der Bewegungsfähigkeit einschränken, dass der Gesamtumsatz sinkt, trotzdem ist für eine Gewichtszunahme in Fett _immer_ ein Überangebot an Kalorien notwendig.
    Die Konsequenz ist dann eine erhöhte Sterblichkeit.
    So wie du das formulierst finde ich das sehr respektvoll und schlüssig.
    Da gibt es kein Vertun.

    das das so ist darf man so sagen aber eben so wie DU es tust und nicht als "sind alle da so fett wo sie herkommen ?!?"
    sannimanni gefällt dies

  5. #225
    Gast

    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Auriel87 Beitrag anzeigen
    Ich will nicht unhöflich sein, aber jeder so adipös ist, sollte sich darüber klar sein, dass manche diagnostischen oder therapeutischen Verfahren bei Adipositas nicht möglich oder mit hohen Risiken verbunden sind und dass dafür nicht die Medizin, die Ärzteschaft oder die Pflegekräfte verantwortlich sind, sondern nur derjenige, der durch erhöhte Kalorienaufnahme dieses Gewicht langfristig verursacht hat.
    Ich will ja auch nicht unhöflich sein, aber sagst du zu einem Onkopatienten auch, dass er mal besser keinen Krebs hätte, weil das für ihn echt gesundheitsschädlich ist?

    Deiner Schilderung entnehme ich, dass du im Gesundheitsbereich arbeitest. Dann lies dich mal in Adipositas ein und suche nach evidenzbasierten Therapien zur langfristigen Gewichtsreduktion.
    Und wenn du was findest, wirst du reich.
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  6. #226
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich will ja auch nicht unhöflich sein, aber sagst du zu einem Onkopatienten auch, dass er mal besser keinen Krebs hätte, weil das für ihn echt gesundheitsschädlich ist?

    Deiner Schilderung entnehme ich, dass du im Gesundheitsbereich arbeitest. Dann lies dich mal in Adipositas ein und suche nach evidenzbasierten Therapien zur langfristigen Gewichtsreduktion.
    Und wenn du was findest, wirst du reich.
    es ist tatsächlich sehr schade und meiner Meinung nach auch bedrückend dass selbst im medizinischen Bereich solch ein Unwissen, auch Ignoranz vorherrscht.

    Was will man da einem stark übergewichtigen Patienten z.B. nach einem Verkehrsunfall sagen?
    "Sie sind aber echt zu dick, das ist jetzt ungünstig" ??
    Super, das sind bestimmt totale Neuigkeiten für den.
    Kelwitt gefällt dies

  7. #227
    Gast

    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Carmen_13 Beitrag anzeigen
    Was verstehst du unter Behandlung? Behandlung ist ja nicht gleichzusetzen damit, dass man Tabletten oder medizinische Maßnahmen verschrieben bekommt. Behandlung bedeutet auch, dass man auch nur etwas gesagt bekommt.
    Wenn ich mir den Fuß verstauche, gibt mir mein ARzt auch den Rat, kühlen und hochlegen oder wenig belasten. Ist das jetzt eine Behandlung oder ein Abweisen, weil ich nichts erhalten habe?
    Ich meine damit: Ordentlich diagnostizieren - nicht mal eben schnell jede Beschwerde automatisch aufs Übergewicht schieben.
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  8. #228
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich meine damit: Ordentlich diagnostizieren - nicht mal eben schnell jede Beschwerde automatisch aufs Übergewicht schieben.
    und selbst wenn eine Beschwerde vielleicht auch mit Übergewicht zu tun hat (was längst nicht so oft der Fall ist wie angenommen), dann nützt es überhaupt nichts wenn da jemand blöd daherredet oder ermahnt oder mit Banalitäten ("machen Sie mal bisschen Sport") daherkommt
    Gast gefällt dies

  9. #229
    Gast

    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    es ist tatsächlich sehr schade und meiner Meinung nach auch bedrückend dass selbst im medizinischen Bereich solch ein Unwissen, auch Ignoranz vorherrscht.
    Ja, das ist es, bedrückend und ärgerlich. Wir haben uns da ja schon öfter drüber unterhalten. Und dass selbst Chirurgen, die bariatrische Ops durchführen von ihren Kollegen gedisst werden.... ... Die Dicken sind halt nicht prestigeträchtig.

    Mich ärgert aber dieses ständige Herumreiten auf den gesundheitlichen Folgen der Adipositas am meisten. So als würden sich die Leute diese Erkrankung raussuchen und könnten sie mit ein bisschen gutem Willen und Charakterstärke überwinden. Das ist wirklich eine dümmliche und fiese Haltung: Da ist einer schon krank und ständig eingeschränkt, wird gesellschaftlich in jeder Hinsicht diskriminiert und abgewertet und kriegt nicht mal bei den Medizinern Hilfe, sondern auch nur unausgegorenes und undurchdachtes Geschwätz.
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  10. #230
    Gast

    Standard Re: Zu dick für den Frauenarzt?

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    und selbst wenn eine Beschwerde vielleicht auch mit Übergewicht zu tun hat (was längst nicht so oft der Fall ist wie angenommen), dann nützt es überhaupt nichts wenn da jemand blöd daherredet oder ermahnt oder mit Banalitäten ("machen Sie mal bisschen Sport") daherkommt
    eben.
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