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Thema: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

  1. #171
    Aoraki Gast

    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Manche Dinge ergeben sich aber auch erst im Laufe einer Beziehung.

    Ich wollte z.B. immer drei Kinder haben, mein Mann auch. Nun haben wir eine Tochter (fast 8). Mein Mann hat nach wie vor den Wunsch nach mehr Kindern. Ich dagegen möchte kein weiteres Kind mehr - erst recht nicht mehr nach der Fehlgeburt im August.

    Medizinisch gibt es keinen Grund dafür, keine Kinder mehr zu wollen. Aber ich habe die Geburt meiner Tochter als eher traumatisch erlebt, die anschließende Zeit als sehr anstrengend. Außerdem bin ich beruflich mittlerweile endlich angekommen und möchte meine Berufstätigkeit nur ungern unterbrechen.

    Mein Mann hat nun zwei Möglichkeiten:

    1.) Er trennt sich, obwohl er mich liebt, zeugt mit einer anderen Frau Kinder und nimmt damit seiner Erstgeborenen die bisher intakte Familie.

    2.) Er bleibt bei mir, legt seinen Kinderwunsch ad acta und genießt das Familienglück, das wir haben.

    Mein Mann hat sich - Gottseidank - für Lösung Nr. 2 entschieden. Ihm ist es wichtiger, sein erstes Kind aufwachsen zu sehen und mit der Frau, die er liebt, aufzuziehen, als sich auf eine neue Beziehung mit ungewissem Ausgang einzulassen, um ein weitere Kinder zu bekommen.

    All das konnte er am Anfang unserer Beziehung - vor nunmehr knapp 20 Jahren - allerdings beim besten Willen nicht absehen.
    *zustimm*

  2. #172
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von -Laoghaire- Beitrag anzeigen
    Ich hab ja auch nie behauptet, dass meine Haltung dazu das Nonplusultra wäre Es hängt doch sehr stark vom Wesen der Beteiligten ab. Ich bin jetzt einfach - die Zeilen der TE auf meine Weise interpretierend - von einem totalen Egoisten und einer leidenden Opfer-Haltungs-Haberin ausgegangen. Jeder hat ja seine eigenen Bilder im Kopf, wenn er was liest :-)

    Dass es in der Sache tausend Nuancen gibt, habe ich - glaub ich - nicht bestritten.

    Was du erlebt hast, fiele bei mir allerdings unter gravierendes Argument gegen ein weiteres Kind. Schön, dass dein Mann zu dir steht
    Das wollte ich Dir auch nicht unterstellen

    Mein Einlassungen sollten nur verdeutlichen, wie sich schnell etwas, was als sicher vorausgesetzt wurde (hier eben der gemeinsame Wunsch nach mehreren Kindern), ändern kann.

    Warum es bei der TE so ist, wie es ist, wissen wir nicht. Die Geschichte des Ehemanns ist vielleicht ähnlich nachvollziehbar wie die meine. Wer weiß...
    Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen. (Osterloh/Weibel)

  3. #173
    -Laoghaire- Gast

    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Das wollte ich Dir auch nicht unterstellen

    Mein Einlassungen sollten nur verdeutlichen, wie sich schnell etwas, was als sicher vorausgesetzt wurde (hier eben der gemeinsame Wunsch nach mehreren Kindern), ändern kann.

    Warum es bei der TE so ist, wie es ist, wissen wir nicht. Die Geschichte des Ehemanns ist vielleicht ähnlich nachvollziehbar wie die meine. Wer weiß...
    Immer auf den Einzelfall schauen Und es erweitert ja durchaus den Horizont, wenn man von Gefügen liest, die man selber bei so einem Thema gar nicht auf dem Schirm hatte :-)

  4. #174
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von -Laoghaire- Beitrag anzeigen
    Immer auf den Einzelfall schauen Und es erweitert ja durchaus den Horizont, wenn man von Gefügen liest, die man selber bei so einem Thema gar nicht auf dem Schirm hatte :-)
    Finde ich auch. Das ist etwas, was ich am ErE durchaus zu schätzen weiß
    Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen. (Osterloh/Weibel)

  5. #175
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Manche Dinge ergeben sich aber auch erst im Laufe einer Beziehung.

    Ich wollte z.B. immer drei Kinder haben, mein Mann auch. Nun haben wir eine Tochter (fast 8). Mein Mann hat nach wie vor den Wunsch nach mehr Kindern. Ich dagegen möchte kein weiteres Kind mehr - erst recht nicht mehr nach der Fehlgeburt im August.

    Medizinisch gibt es keinen Grund dafür, keine Kinder mehr zu wollen. Aber ich habe die Geburt meiner Tochter als eher traumatisch erlebt, die anschließende Zeit als sehr anstrengend. Außerdem bin ich beruflich mittlerweile endlich angekommen und möchte meine Berufstätigkeit nur ungern unterbrechen.

    Mein Mann hat nun zwei Möglichkeiten:

    1.) Er trennt sich, obwohl er mich liebt, zeugt mit einer anderen Frau Kinder und nimmt damit seiner Erstgeborenen die bisher intakte Familie.

    2.) Er bleibt bei mir, legt seinen Kinderwunsch ad acta und genießt das Familienglück, das wir haben.

    Mein Mann hat sich - Gottseidank - für Lösung Nr. 2 entschieden. Ihm ist es wichtiger, sein erstes Kind aufwachsen zu sehen und mit der Frau, die er liebt, aufzuziehen, als sich auf eine neue Beziehung mit ungewissem Ausgang einzulassen, um ein weitere Kinder zu bekommen.

    All das konnte er am Anfang unserer Beziehung - vor nunmehr knapp 20 Jahren - allerdings beim besten Willen nicht absehen.
    Ich glaube, Männern fällt es leichter als Frauen, nicht (vollständig) erfüllten Kinderwunsch ad acta zu legen.

  6. #176
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Männern fällt es leichter als Frauen, nicht (vollständig) erfüllten Kinderwunsch ad acta zu legen.
    Meinem Mann fällt das alles andere als leicht. Aber die Alternative - nämlich entsprechende Konsequenzen zu ziehen - fiele ihm NOCH schwerer. Ich denke, es ist vor allem eine Sache der Prioritäten: Die einen wollen in erster Linie Kinder, andere wollen demgegenüber diese Kinder vor allem mit einem bestimmten Partner (so wie Leona es beschrieb).
    Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen. (Osterloh/Weibel)

  7. #177
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Meinem Mann fällt das alles andere als leicht. Aber die Alternative - nämlich entsprechende Konsequenzen zu ziehen - fiele ihm NOCH schwerer. Ich denke, es ist vor allem eine Sache der Prioritäten: Die einen wollen in erster Linie Kinder, andere wollen demgegenüber diese Kinder vor allem mit einem bestimmten Partner (so wie Leona es beschrieb).
    Ich wollte nicht sagen, dass es ihm leicht fällt.
    Aber dieser brennende, auch auf viele Jahre noch schmerzende unerfüllte Kinderwunsch, den kenne ich nur von Frauen.
    Oder aber Frauen sprechen das offener aus.
    -Laoghaire- gefällt dies

  8. #178
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Ich wollte nicht sagen, dass es ihm leicht fällt.
    Aber dieser brennende, auch auf viele Jahre noch schmerzende unerfüllte Kinderwunsch, den kenne ich nur von Frauen.
    Oder aber Frauen sprechen das offener aus.
    Ich glaube, dass Letzteres zutrifft. Wenn von Kinderwunsch die Rede ist, denkt jeder automatisch erst einmal an die Frau und an Mutterschaft. Kinderwunsch ist etwas typisch Weibliches in der Wahrnehmung vieler Menschen. Die Väter rangieren deutlich dahinter.

    *edit* Ich denke, dass ein Mann, der ob seines unerfüllten Kinderwunsches so reagieren würde wie die TE, mit noch weniger schmeichelhaften Attributen versehen werden würde als diese.
    Friesenstern gefällt dies
    Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen. (Osterloh/Weibel)

  9. #179
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline freesie (für Fim!)

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Ich wollte nicht sagen, dass es ihm leicht fällt.
    Aber dieser brennende, auch auf viele Jahre noch schmerzende unerfüllte Kinderwunsch, den kenne ich nur von Frauen.
    Oder aber Frauen sprechen das offener aus.
    Ich kenne ein Paar, mit dem ich schon oft drüber gesprochen habe.
    Sie hätten beide gerne ein Folgekind gehabt, es hat aber nie geklappt, auch nicht mit IVF.
    Ich verstehe mich mit dem Mann besser als der Frau, wir stehen uns näher; er meinte, ihm sei die Rolle des Trösters zugedacht in den Augen anderer Leute.
    Dabei ist sein Kinderwunsch wirklich riesig bzw. riesig gewesen (mittlerweile haben die beiden mit dem Thema halbwegs versöhnt abgeschlossen); scheint aber einem Mann nicht so zugeordnet zu werden.

  10. #180
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Dann hat mein Kind ja keine Tante und keine Onkel?"

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Männern fällt es leichter als Frauen, nicht (vollständig) erfüllten Kinderwunsch ad acta zu legen.
    Ich glaube eher, dass es Frauen leichter fällt, sich den Kinderwunsch zu erfüllen

    Damit meine ich kein Unterjubeln eines Kindes, sondern eher, dass Frau schlicht keinen Partner an ihrer Seite braucht, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen (soll heißen, sie muss nicht suchen und neun Monate mit dem Partner zusammenbleiben und schauen, dass sie das Sorgerecht bekommt etc. - nö, im Ernstfall tut es eine künstliche Befruchtung, wenn sich kein williger Mann findet).

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