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Thema: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

  1. #1
    HilfloseMutter ist offline Stranger
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    3

    Standard Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Liebes ErE, ja dies ist ein Zweitnick. Ich bin schon länger unter euch, möchte nicht erkannt werden, da es hier in der Gruppe einige Eltern gibt, die mich und meine Kinder auch privat kennen. Bitte akzeptiert das, behandelt mich nicht wie einen Freitagsstränscher ;-)

    Es geht mir um Kind Nummero 3.
    Der Knabe geht seit letzten Sommer auf die weiterführende Schule, 5.Klasse. Wir haben uns damals bewusst für eine IGS- integrative Gesamtschule - entscheiden, da er schon in der Grundschule 4.Klasse nicht immer aktiv mitgearbeitet hatte und auch des Öfteren verweigerte.
    Er bekam von der Klassenlehrerin damals eine eingeschränkte Gym-Empfehlung.
    Der Knabe wollte allerdings auf das Gymnasium, auf dem auch seine beiden größten Geschwister sind.
    Das kam für uns allerdings gar nicht in Frage, da G8 und humanistisch noch dazu. Latein ab Klasse 5. Da er mit Druck schwer umgehen konnte damals schlossen wir es absolut aus. Die Klassenlehrerin ebenfalls.

    Er bekam dann einen Platz auf der ortsansässigen IGS hier. Tolles Konzept, kleine Klassen, zwei Lehrer. Es hörte sich perfekt an.
    Fazit nach einem 3/4 Jahr: dort ist nichts perfekt
    Die Klasse ist eine der Schlimmsten an der Schule, die Lehrer können sich kaum durchsetzen. Der Knabe macht bei jedem Unfug mit, auch um nicht ausgeschlossen zu werden. Die Jugendhilfe dort an der Schule ist eingeschaltet und engagiert sich enorm.
    Es gab mehrere Elternabende bezüglich der Probleme. Probleme gibt es nur während des Unterrichtes. Die Klasse verweigert sich des Öfteren.
    In den Pausen, auf Ausflügen, Klassenfahrten gibt es absolut keine Probleme. Komisch.
    Die Lehrerin bat u.a.uns, den Knaben auf mehrere Sachen testen zu lassen, auch a.G.der Verweigerung.
    Haben wir gemacht. Bei einem Psychologen. Mehrere Tests sind gelaufen. Ergebnis: der Knabe ist normal begabt im oberen Bereich, hat keine Konzentrationstörung, kein ADHS.
    Der Psychologe hat nicht wirklich verstanden, warum wir dort waren

    Unsere Meinung als Eltern nun: das wird niemals besser werden. Das möchten wir für unser Kind nicht. Nicht mit dieser Klasse.
    Eine Versetzung in eine andere Klasse ist nicht möglich.
    Den Knaben also von der Schule nehmen? Ja, wenn es nicht anders geht. Aber wohin mit ihm?
    Realschule möchten wir nicht, da gibt er hier keine guten.

    Mein Mann ist der Meinung, wir sollten seinem Wunsch nachgehen und ihn auf einem G9 Gymnasium geben.
    Ich denke allerdings nicht, dass man den Knaben da einfach annehmen wird.
    Habt ihr einen Rat für mich? Gibt es hier Erfahrungswerte? Ist sowas überhaupt möglich? Was würdet ihr machen?
    Mann meint, der Knabe könne da eventuell mal hospitieren.

    Ich bin absolut ratlos. Meine beiden großen Kinder gehen ihren Weg. Bei diesem Kind und der Schullaufbahn verzweifle ich noch
    Haben wir als Eltern was falsch gemacht? Sagt es mit r ruhig.
    Vielen Danke für das Zuhören, nehmt euch Kekse vom virtuellen Teller

  2. #2
    Fratella ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Warum verweigert er?

  3. #3
    HilfloseMutter ist offline Stranger
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Zitat Zitat von Fratella Beitrag anzeigen
    Warum verweigert er?
    Das ist eine gute Frage. Das weiß keiner. Auch der Knabe nicht. Wenn man ihn fragt bekommt man zur Antwort "weiß nicht" " zu langweilig" " macht keinen Spaß"
    Also nicht wirklich eine Aussage.

  4. #4
    Fratella ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen
    Das ist eine gute Frage. Das weiß keiner. Auch der Knabe nicht. Wenn man ihn fragt bekommt man zur Antwort "weiß nicht" " zu langweilig" " macht keinen Spaß"
    Also nicht wirklich eine Aussage.
    Habt Ihr die Hoffnung, dass es auf dem Gymnasium anders ist?

  5. #5
    HilfloseMutter ist offline Stranger
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Zitat Zitat von Fratella Beitrag anzeigen
    Habt Ihr die Hoffnung, dass es auf dem Gymnasium anders ist?
    Ich weiß es nicht. Ein bisschen schon. Er braucht klare Regeln und kann mit Disziplin besser umgehen und kommt weiter als mit der Lehrerin gerade.

  6. #6
    Skye-B ist offline addict
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Sowas ist ja immer vom Bundesland abhängig. In Bayern müsste er wohl Probeunterricht machen, der ist für nächstes Schuljahr aber schon gelaufen. Nochmal die 5 te am Gym machen geht aber normalerweise.

  7. #7
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Ich finde das wirklich sehr sehr schwierig.
    Auch auf dem Gymnasium (auf dem er ja dann u.U. Klasse 5 wiederholen müsste) ist es oft langweilig und macht keinen Spaß. Wenn er dann dort mit seiner Arbeitshaltung die Erprobungsstufe nicht schafft, habt ihr schon zwei Schulen durch nach Klasse 5 oder 6. Das tut keinem Kind gut.

    Daher wäre das vermutlich nicht mein Weg. Ich würde mich an der Gesamtschule dafür einsetzen, dass in der nächsten Klasse neue, ggf. erfahrenere Lehrer in die Klasse kommen (falls das nicht eh schon auf der agenda der SL steht), dann gibt es doch auch spätestens ab Klasse 7 eine Trennung in einigen Fächern, oder?

    An Erfahrungen kann ich nur beisteuern: es gibt ätzende Klassen, die sich im Laufe der Zeit berappeln (aber auch welche, die das nicht tun).

    Wechsel Gesamtschule-Gymnasium: aus der Grundschulklasse meines Sohnes sind 4 Mädels auf die Gesamtschule gegangen, drei davon (Gym-Empfehlung, teils eingeschränkt) lagen notenmäßig wie mein Sohn (Zweierschnitt, die beiden Einsen, die die Grundschullehrerin verteilt hatte, teilten sich eines der Gesamtschulmädels und mein Sohn). Auf dem ersten Zeugnis der Gesamtschule hatten die Mädchen nun zwischen 7 und 9 Einsen, mein Sohn (Gym) hat seinen Schnitt ungefähr behalten. Das nur mal um Noten/Anforderungen von Gesamtschule und Gymnasium zu vergleichen.
    Liebe Grüße

    Sofie

  8. #8
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist offline Legende
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Habe ich das richtig verstanden:
    Dein Sohn geht seit dem Schulwechsel in eine Klasse, die ijm nicht gut tut. Schlimmer noch: Er ist einer der "Schlimmsten" dort, verweigert, stört oder ist anders rebellisch und er kommt nun aus seiner Rolle nicht mehr raus?

    Wie sieht es denn von den Leistungen aus?
    Wie geht es deinem Sohn dabei? Fühlt er sich in der Klasse wohl? Hat er Freunde? Geht er halbwegs gern zur Schule?
    Was erhofft ihr euch von einem Schulwechsel?

    Wenn das Kind selbst gar nicht so unglücklich ist und die Noten halbwegs stimmen, sehe ich keinen Grund für eonen Wechsel. Warum sollte sich das Verhalten des Kindes an einer anderen Schule automatisch verbessern?

    Wenn er allerdings selbst unglücklich ist mit der Situation und selbst gern raus möchte aus seiner Rolle als Störer, solltet ihr einen Schulwechsel in Betracht ziehen.

    Welche Alternativen gibt es? Welche sind ohne große Verrenkungen für das Kind machbar?

    Die Realschule würde ich wählen, wenn die Noten sich verschlechtert haben und er allgemein nicht so der Lernetyp ist und Schule langweilig im Sinne von uninteressant findet


    Das Gymnasium würde ich in Betracht ziehen, wenn die Noten sich trotz der schlechten sozialen Situation nicht verschlechtert haben und er für gute Noten allgemein nicht viel machen muss und wenn er Schule langweilig im Sinne von "zu wenig Herausforderung" findet.

    Beim Wechsel aufs Gymnasium muss man wahrscheinlich Fremdsprachen und Profile mehr beachten als auf der Realschule. Eventuell könnte der Wechsel ein Wiederholen der 5. Klasse bedeuten.

    Gibt es ansonsten noch eine andere IGS in der Nähe?

  9. #9
    Avatar von Ringring
    Ringring ist offline Legende
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen
    Ich bin absolut ratlos. Meine beiden großen Kinder gehen ihren Weg. Bei diesem Kind und der Schullaufbahn verzweifle ich noch
    Haben wir als Eltern was falsch gemacht? Sagt es mit r ruhig.
    Vielen Danke für das Zuhören, nehmt euch Kekse vom virtuellen Teller
    Was wird auf einer anderen Schule besser? Wieder Schulwechsel, wenn er eine blöde Klasse und unfähige Lehrer trifft? Er lernt für sich, Schule besteht nicht nur aus Gaudi, hat er wohl noch nicht erkannt. Auf einem Gymnasium wird er sich mehr auf den Hosenboden setzen müssen, eigenständiger lernen, ob's ihm passt oder nicht. Kann ihm gut tun, kann aber wie auch jetzt in die Hosen gehen.
    Entscheidend ist, ob's bei ihm Klick macht für wen und was er lernt.

  10. #10
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Re: Von einer IGS auf das Gymnasium wechseln. Schulthema

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen
    Es geht mir um Kind Nummero 3.
    Der Knabe geht seit letzten Sommer auf die weiterführende Schule, 5.Klasse. Wir haben uns damals bewusst für eine IGS- integrative Gesamtschule - entscheiden, da er schon in der Grundschule 4.Klasse nicht immer aktiv mitgearbeitet hatte und auch des Öfteren verweigerte.
    Er bekam von der Klassenlehrerin damals eine eingeschränkte Gym-Empfehlung.
    Der Knabe wollte allerdings auf das Gymnasium, auf dem auch seine beiden größten Geschwister sind.
    Das kam für uns allerdings gar nicht in Frage, da G8 und humanistisch noch dazu. Latein ab Klasse 5. Da er mit Druck schwer umgehen konnte damals schlossen wir es absolut aus. Die Klassenlehrerin ebenfalls.
    Das G8-Gymnasium habt ihr damals ausgeschlossen, jetzt soll es ein G9-Gymnasium werden. War dieses Gymnasium letztes Jahr auch mit im Gespräch? Warum habt ihr es letztes Jahr nicht schon dort probiert?

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen

    Die Lehrerin bat u.a.uns, den Knaben auf mehrere Sachen testen zu lassen, auch a.G.der Verweigerung.
    Haben wir gemacht. Bei einem Psychologen. Mehrere Tests sind gelaufen. Ergebnis: der Knabe ist normal begabt im oberen Bereich, hat keine Konzentrationstörung, kein ADHS.
    Der Psychologe hat nicht wirklich verstanden, warum wir dort waren
    Habt ihr dem Psychologen gesagt, dass der Knabe in der Schule verweigert? Hat er sich hinsichtlich möglicher Gründe geäußert?

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen

    Mein Mann ist der Meinung, wir sollten seinem Wunsch nachgehen und ihn auf einem G9 Gymnasium geben.
    Ich denke allerdings nicht, dass man den Knaben da einfach annehmen wird.
    Habt ihr einen Rat für mich? Gibt es hier Erfahrungswerte? Ist sowas überhaupt möglich? Was würdet ihr machen?
    Mann meint, der Knabe könne da eventuell mal hospitieren.
    Ob das möglich ist, kann dir nur die jeweilige Schule sagen. Das hiesige Gymnasium würde niemanden außer der Reihe aufnehmen, die Klassen sind mit jeweils 30 Schülern und mehr absolut voll. Aufgenommen werden nur Schüler, die durch einen Umzug die Schule wechseln müssen. An der Realschule sieht es nicht besser aus.

    Anrufen und fragen und das möglichst bald. Soll er in die 6. Klasse am Gymnasium wechseln oder wäre es für ihn auch eine Möglichkeit, in der 5. Klasse neu zu starten? Das hätte evtl. den Vorteil, das er sich nicht in eine schon bestehende Gruppe einfinden muss sondern alle neu sind.

    Zitat Zitat von HilfloseMutter Beitrag anzeigen
    Der Knabe geht seit letzten Sommer auf die weiterführende Schule, 5.Klasse. Wir haben uns damals bewusst für eine IGS- integrative Gesamtschule - entscheiden, da er schon in der Grundschule 4.Klasse nicht immer aktiv mitgearbeitet hatte und auch des Öfteren verweigerte.
    Der Knabe wollte allerdings auf das Gymnasium, auf dem auch seine beiden größten Geschwister sind.

    Er bekam dann einen Platz auf der ortsansässigen IGS hier. Tolles Konzept, kleine Klassen, zwei Lehrer. Es hörte sich perfekt an.
    :
    Er war auch vorher schon nicht besonders motiviert, dann wird seine Wunschschule noch ausgeschlossen. Das das die Motivation nicht steigert, wundert mich nicht.


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