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Thema: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

  1. #1
    Avatar von RosaFlieder
    RosaFlieder ist offline mittendrin
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    Standard Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    ...sagen viele, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Oder: "ich wünsche mir nichts, ich brauche nichts und ich finde es viel schöner etwas zu schenken, als etwas zu bekommen". Das soll wohl Bescheidenheit ausdrücken. Oder die Tatsache, dass man besonders eigenständig ist und sich schon selbst kaufen kann, was man haben möchte. Und es ist - meiner Meinung nach - auch möglicherweise ein Herabsehen auf die, die sich ja sowieso keine Gedanken machen, was einen freuen könnte. Und selbst wenn... s.o. - Man kann sich das schließlich selbst leisten.

    Gestern wieder in vielfältiger Ausführung bei den üblichen Weihnachtsverabschiedungen im Büro gehört, bei denen man sich augenzwinkernd gelegentlich und unter anderem auch "viele tolle Geschenke" oder "lass dich reich beschenken" hört.

    Was mir schon länger aber jetzt eben wieder besonders durch den Kopf geht ist:

    - Ist es nicht, statt uneigennützig - sehr eigennützig, wenn man sich die Freude derer, die man selbst beschenkt "abholt" aber diese Freude des Schenkens dem anderen gar nicht lässt? Ist es Bescheidenheit, wenn man diese Freude, die der andere hat, nicht "geben" will - durch annehmen?

    - Ist ein Geschenk nur dann ein Geschenk, wenn man es sich nicht selbst leisten könnte? Ist ein geschenktes Buch, was man sich ansonsten nächste Woche selbst gekauft hätte (und über dessen Anschaffung man sich gefreut hätte), weniger wert, als wenn man es selbst gekauft hätte?

    - Wenn man sich über "Verlegenheitsgeschenke" ärgert, ist es dann nicht eigentlich traurig, dass die Menschen, die einem nahe genug stehen um einem etwas zu schenken, im Grunde gar nicht wissen, was einen freut? Zeigt man eigentlich Freude? Tauscht man sich noch aus über die Dinge, die einem Freude bereiten? Weiß man noch selbst, was einen freut? Kann es tatsächlich sein, dass es Menschen geben sollte, die nichts (von Geschenk bis Gutschein für...) mehr erfreuen kann? Was ist mit denen passiert?

    Es scheint vielen immer schwerer zu werden, einfach Dinge annehmen zu können. Und "danke" zu sagen, statt "das wäre doch nicht nötig gewesen" oder "du sollst kein Geld für mich ausgeben".

    hm...
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  2. #2
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Erlebe ich auch manchmal so und habe manchmal den Eindruck, dass entsteht aus dem Gedanken heraus in niemandens "Schuld" stehen zu wollen oder "das Konto" ausgeglichen zu haben.

    Ich selbst habe keine materiellen Wünsche, freue mich über Geschenke und habe große Freude am Schenken und gönne das auch anderen :-)
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  3. #3
    Avatar von UschiBlum
    UschiBlum ist offline Wirklich bekloppt
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Du gibst aber viele Denkimpulse an einem Tag wie heute, wo alles noch ganz hektisch erledigt werden muss.
    Da werde ich in den nöchsten Tagen drüber nachdenken.

    "Lass dich reich beschenken" ist für mich neutral-witzig gemeint, mal was anderes als "Frohes Fest" und es lässt vollkommen offen, ob es materielle Geschenke sein sollen, oder nicht.

    Ich habe gestern ein Geschenk von meinen Chefs bekommen, da habe ich mich zwar bedankt, aber ich hätte durchaus auch sagen können, dass es nicht nötig gewesen wäre. Und das wäre kein herabschauen gewesen, sondern mein Ernst. Über die Karte mit dem geschriebenen Gruß habe ich mich nämlich noch mehr gefreut. Und nein, es war kein Geld drin.
    Es war mir schon arg peinlich, dass ich nichts zum erwiedern hatte, kein Gegengeschenk, sonst hatte ich immer noch einen Nikolaus, aber dieses Mal nicht.
    Eines deiner ❤️-Lieder: https://youtu.be/qN4ooNx77u0

  4. #4
    Avatar von RosaFlieder
    RosaFlieder ist offline mittendrin
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Zitat Zitat von Teilzeithippie Beitrag anzeigen
    Erlebe ich auch manchmal so und habe manchmal den Eindruck, dass entsteht aus dem Gedanken heraus in niemandens "Schuld" stehen zu wollen oder "das Konto" ausgeglichen zu haben.

    Ich selbst habe keine materiellen Wünsche, freue mich über Geschenke und habe große Freund am Schenken und gönne das auch anderen :-)
    ja, dabei ist es - wenn man das so nennen will - doch eine viel größere "Schuld" dem anderen dieses gute, schöne Gefühl vorzuenthalten, auf das er sich gefreut hat, als er das Geschenk aussuchte. (Nimm verflixt nochmal dieses Handy und sei zufrieden, ein Freuen über diesen Diamantring bekommst du jetzt einfach nicht! Nimm es hin! )

    Wobei Schuld ein blödes Wort ist in dem Zusammenhang, mir fällt aber auch kein besseres ein... Vielleicht ein "man füllt das Gute-Gefühle-Konto" des anderen nicht auf, wie man es problemlos könnte, wenn man sich selbst als "beschenkenswert" sehen würde.

  5. #5
    Avatar von RosaFlieder
    RosaFlieder ist offline mittendrin
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Zitat Zitat von UschiBlum Beitrag anzeigen
    Du gibst aber viele Denkimpulse an einem Tag wie heute, wo alles noch ganz hektisch erledigt werden muss.
    Da werde ich in den nöchsten Tagen drüber nachdenken.

    "Lass dich reich beschenken" ist für mich neutral-witzig gemeint, mal was anderes als "Frohes Fest" und es lässt vollkommen offen, ob es materielle Geschenke sein sollen, oder nicht.

    Ich habe gestern ein Geschenk von meinen Chefs bekommen, da habe ich mich zwar bedankt, aber ich hätte durchaus auch sagen können, dass es nicht nötig gewesen wäre. Und das wäre kein herabschauen gewesen, sondern mein Ernst. Über die Karte mit dem geschriebenen Gruß habe ich mich nämlich noch mehr gefreut. Und nein, es war kein Geld drin.
    Es war mir schon arg peinlich, dass ich nichts zum erwiedern hatte, kein Gegengeschenk, sonst hatte ich immer noch einen Nikolaus, aber dieses Mal nicht.
    Tschuldigung... ich hab grad zu viel Zeit Die Kinder packen grad noch Geschenke ein und gleich gibts erst Hausmusik...

    Ich setze trotzdem noch eine Frage drauf: Warum willst du zurück schenken, wenn doch die Freude über die Karte eigentlich das ist, was der Chef vermutlich im Sinn hatte? Glaubst du, er beschenkt dich, weil er z.B. den Weihnachtsmann von dir will oder weil er dir (DIR) eine Freude machen wollte?

    Ich habe den Eindruck, da geht es einfach um nicht annehmen "können". Also innerlich, natürlich hast du das Geschenk nicht abgewiesen. Aber das Gefühl, du müsstest - quasi reflexartig - etwas zurück geben. Dabei bekommst du sehr wahrscheinlich das Geschenk genau aus dem Grund, weil du in der Vergangenheit schon gegeben hast (Zeit, Verlässlichkeit, Freundlichkeit, Flexibilität - was auch immer).

  6. #6
    Biene_Maja1976 ist offline verwirrte Chaotin
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Ich gehöre tatsächlich zu den schwer zu beschenkenden Leuten. Ich wünsche mir nichts Materielles. Ich freue mich am meisten über ein Zeitgeschenk wie gemeinsames Frühstück, Eis essen etc.
    Ein anderes Geschenk empfinde ich als nicht nötig. Ich kann mich aber über die Geste freuen.

  7. #7
    Avatar von Vertigo
    Vertigo ist offline buntes etwas
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Zitat Zitat von RosaFlieder Beitrag anzeigen
    ...sagen viele, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Oder: "ich wünsche mir nichts, ich brauche nichts und ich finde es viel schöner etwas zu schenken, als etwas zu bekommen". Das soll wohl Bescheidenheit ausdrücken. Oder die Tatsache, dass man besonders eigenständig ist und sich schon selbst kaufen kann, was man haben möchte. Und es ist - meiner Meinung nach - auch möglicherweise ein Herabsehen auf die, die sich ja sowieso keine Gedanken machen, was einen freuen könnte. Und selbst wenn... s.o. - Man kann sich das schließlich selbst leisten.
    Ich sage auch manchmal "das wäre doch nicht nötig gewesen" oder "ich wünsche mir nichts". Das heißt aber nichts vom o.g., sondern schlicht, dass ich kein Geschenk erwarte, dass der andere sich keinen Stress machen muss, irgendwie irgendwas zu finden. Das schließt Freude, wenn der andere es doch tut aber nicht aus.


    - Ist es nicht, statt uneigennützig - sehr eigennützig, wenn man sich die Freude derer, die man selbst beschenkt "abholt" aber diese Freude des Schenkens dem anderen gar nicht lässt? Ist es Bescheidenheit, wenn man diese Freude, die der andere hat, nicht "geben" will - durch annehmen?
    Wenn jemand wirklich Probleme mit dem Annehmen hat, ihm das unangenehm ist, dann macht man ihm ja keine Freude. Wäre die Gegenfrage, ob es dann nicht eigennützig ist, demjenigen ein Geschenk aufzudrängen und Freude zu erwarten.

    - Ist ein Geschenk nur dann ein Geschenk, wenn man es sich nicht selbst leisten könnte? Ist ein geschenktes Buch, was man sich ansonsten nächste Woche selbst gekauft hätte (und über dessen Anschaffung man sich gefreut hätte), weniger wert, als wenn man es selbst gekauft hätte?
    Ne, das wäre bei den meisten Erwachsenen auch schwierig umzusetzen. Wobei ich mich schon am meisten über total überraschende Geschenke freue, da ist andererseits natürlich auch das Potential des Danebengreifens höher.

    - Wenn man sich über "Verlegenheitsgeschenke" ärgert, ist es dann nicht eigentlich traurig, dass die Menschen, die einem nahe genug stehen um einem etwas zu schenken, im Grunde gar nicht wissen, was einen freut? Zeigt man eigentlich Freude? Tauscht man sich noch aus über die Dinge, die einem Freude bereiten? Weiß man noch selbst, was einen freut? Kann es tatsächlich sein, dass es Menschen geben sollte, die nichts (von Geschenk bis Gutschein für...) mehr erfreuen kann? Was ist mit denen passiert?
    Traurig finde ich ein großes Wort. Es gibt Verlegenheitsgeschenke, mit denen ich nichts anfangen kann, Blumen oder Duftkerzen z.B. Aber es ärgert mich nicht und traurig finde ich es auch nicht, wenn man nie drüber gesprochen hat. Da greift man halt gerne auf Übliches zurück.

    Es scheint vielen immer schwerer zu werden, einfach Dinge annehmen zu können. Und "danke" zu sagen, statt "das wäre doch nicht nötig gewesen" oder "du sollst kein Geld für mich ausgeben".
    Das schließt sich für mich nicht aus. Ich bin froh, dass wir in unserem Umfeld eine gute Regelung gefunden haben. Da wird auf der einen Familienseite gar nichts geschenkt, zum Teil auch wegen des finanziellen Gefälles. Meinen Eltern war es immer unangenehm, das respektiere ich.
    Auf der anderen Seite gibt es nette, gerne auch etwas kuriose Kleinigkeiten, die man oft schon so über das Jahr findet. Ohne den Druck, dass das jedesmal der Burner sein muss.

  8. #8
    EleanorAbernathy ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    In D besagen die sozialen Konventionen, dass man einen Schenker zurück beschenkt.
    Da kann es dann sehr lästig sein, wenn Hinz und Kunz meinen, sie müssten Dich beschenken.
    Die sind dann meist glatt beleidigt, wenn dann nichts zurück kommt.

    - Ich habe jetzt noch nie erlebt, dass man von einem Beschenkten kein Geschenk annimmt.
    "Das wäre doch nicht nötig gewesen" empfinde ich jetzt auch nicht als abwertend. Im Gegenteil.

    - Äh, nein, das trifft nicht zu. Habe auch noch nie erlebt, dass darüber jemand ernsthaft nachgedacht hat.

    - Hm. Ich finde die hin und her Schenkerei an Weihnachten lästig. Die Kinder bekommen da Geschenke, der Rest nicht.
    Der Rest der Familie sieht das auch so. Hier wird nur zum Geburtstag geplant geschenkt und dann meist etwas Größeres, bei dem dann alle zusammenlegen.

    Wenn ich aber zwischendrin irgendetwas sehe, was einem anderen sehr gut gefallen könnte, dann bringe ich das mit.

    Verlegenheitsgeschenke machen mich sauer. Und ich bin frech, ich sage das dann auch.



    Das
    Zitat Zitat von RosaFlieder Beitrag anzeigen
    ...sagen viele, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Oder: "ich wünsche mir nichts, ich brauche nichts und ich finde es viel schöner etwas zu schenken, als etwas zu bekommen". Das soll wohl Bescheidenheit ausdrücken. Oder die Tatsache, dass man besonders eigenständig ist und sich schon selbst kaufen kann, was man haben möchte. Und es ist - meiner Meinung nach - auch möglicherweise ein Herabsehen auf die, die sich ja sowieso keine Gedanken machen, was einen freuen könnte. Und selbst wenn... s.o. - Man kann sich das schließlich selbst leisten.

    Gestern wieder in vielfältiger Ausführung bei den üblichen Weihnachtsverabschiedungen im Büro gehört, bei denen man sich augenzwinkernd gelegentlich und unter anderem auch "viele tolle Geschenke" oder "lass dich reich beschenken" hört.

    Was mir schon länger aber jetzt eben wieder besonders durch den Kopf geht ist:

    - Ist es nicht, statt uneigennützig - sehr eigennützig, wenn man sich die Freude derer, die man selbst beschenkt "abholt" aber diese Freude des Schenkens dem anderen gar nicht lässt? Ist es Bescheidenheit, wenn man diese Freude, die der andere hat, nicht "geben" will - durch annehmen?

    - Ist ein Geschenk nur dann ein Geschenk, wenn man es sich nicht selbst leisten könnte? Ist ein geschenktes Buch, was man sich ansonsten nächste Woche selbst gekauft hätte (und über dessen Anschaffung man sich gefreut hätte), weniger wert, als wenn man es selbst gekauft hätte?

    - Wenn man sich über "Verlegenheitsgeschenke" ärgert, ist es dann nicht eigentlich traurig, dass die Menschen, die einem nahe genug stehen um einem etwas zu schenken, im Grunde gar nicht wissen, was einen freut? Zeigt man eigentlich Freude? Tauscht man sich noch aus über die Dinge, die einem Freude bereiten? Weiß man noch selbst, was einen freut? Kann es tatsächlich sein, dass es Menschen geben sollte, die nichts (von Geschenk bis Gutschein für...) mehr erfreuen kann? Was ist mit denen passiert?

    Es scheint vielen immer schwerer zu werden, einfach Dinge annehmen zu können. Und "danke" zu sagen, statt "das wäre doch nicht nötig gewesen" oder "du sollst kein Geld für mich ausgeben".

    hm...
    Sie hat das Internet erzürnt!
    Das Internet kommt, uns zu holen!

  9. #9
    Avatar von Kelwitt
    Kelwitt ist offline Urlaubsministerin
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

    Zitat Zitat von RosaFlieder Beitrag anzeigen
    ...sagen viele, wenn sie etwas geschenkt bekommen. Oder: "ich wünsche mir nichts, ich brauche nichts und ich finde es viel schöner etwas zu schenken, als etwas zu bekommen". Das soll wohl Bescheidenheit ausdrücken. Oder die Tatsache, dass man besonders eigenständig ist und sich schon selbst kaufen kann, was man haben möchte. Und es ist - meiner Meinung nach - auch möglicherweise ein Herabsehen auf die, die sich ja sowieso keine Gedanken machen, was einen freuen könnte. Und selbst wenn... s.o. - Man kann sich das schließlich selbst leisten.

    Gestern wieder in vielfältiger Ausführung bei den üblichen Weihnachtsverabschiedungen im Büro gehört, bei denen man sich augenzwinkernd gelegentlich und unter anderem auch "viele tolle Geschenke" oder "lass dich reich beschenken" hört.

    Was mir schon länger aber jetzt eben wieder besonders durch den Kopf geht ist:

    - Ist es nicht, statt uneigennützig - sehr eigennützig, wenn man sich die Freude derer, die man selbst beschenkt "abholt" aber diese Freude des Schenkens dem anderen gar nicht lässt? Ist es Bescheidenheit, wenn man diese Freude, die der andere hat, nicht "geben" will - durch annehmen?

    - Ist ein Geschenk nur dann ein Geschenk, wenn man es sich nicht selbst leisten könnte? Ist ein geschenktes Buch, was man sich ansonsten nächste Woche selbst gekauft hätte (und über dessen Anschaffung man sich gefreut hätte), weniger wert, als wenn man es selbst gekauft hätte?
    Ich würde es nicht an dem "leisten" können festmachen. Aber ein Buch, was ich mir sowieso gekauft hätte, empfinde ich nicht wirklich als tolles Geschenk.

    Ein echtes Geschenk ist eines, bei dem derjenige nachgedacht hat. Sich was überlegt hat, für MICH was ausgesucht hat. Und das kann auch was sein, das GAR nichts kostet, sondern z.B. nur eine Geschichte, ein Gedicht, ein Brief sein. Oder ein Zeitgeschenk, etwas Selbstgemachtes, das ich nicht hinkriege. Etwas, das Wertschätzung ausdrückt.

    Ein Buch von einer amazon-Liste bestellen, das drückt für mich das alles nicht aus.

    - Wenn man sich über "Verlegenheitsgeschenke" ärgert, ist es dann nicht eigentlich traurig, dass die Menschen, die einem nahe genug stehen um einem etwas zu schenken, im Grunde gar nicht wissen, was einen freut? Zeigt man eigentlich Freude? Tauscht man sich noch aus über die Dinge, die einem Freude bereiten? Weiß man noch selbst, was einen freut? Kann es tatsächlich sein, dass es Menschen geben sollte, die nichts (von Geschenk bis Gutschein für...) mehr erfreuen kann? Was ist mit denen passiert?

    Es scheint vielen immer schwerer zu werden, einfach Dinge annehmen zu können. Und "danke" zu sagen, statt "das wäre doch nicht nötig gewesen" oder "du sollst kein Geld für mich ausgeben".

    hm...
    Eben weil sich in meinem Umfeld die meisten Leute das einfach kaufen können, was sie halt haben wollen, wären Verlegenheitsgeschenke oder dieses "BlumenstraußWeinflaschePralinenschachtel"-Gedöns einfach nur unsinnig. Nur um irgendwas in die Hand zu drücken?

    Ich schenke dann inzwischen lieber nichts. Und wenn ich trotzdem was bekomme, dann ist das völlig ok. Oftmals ergibt sich ja bei anderer Gelegenheit eine "Gegenleistung", die nicht zwingend mit Geschenk und Weihnachten zu tun hat.

    Und ja, ich habe schon das Gefühl, nicht einfach etwas annehmen zu können ohne diese Gegenleistung (außerhalb der Familie). So sind wir wohl alle erzogen.


    (Und ich bin sehr stolz auf mich, dass ich den weihnachtlich verschenkten Regenschirm NICHT mitgenommen habe, weil ich einfach keinen Regenschirm brauche und ihn eh nur weitergeben würde. Nie wieder soll mein Haushalt so zumüllen mit all diesen gut gemeinten Geschenken...)
    Worauf willst Du warten?

  10. #10
    Avatar von Womatz
    Womatz ist offline Legende
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    Standard Re: Das wäre doch nicht nötig gewesen! Geschenke für Erwachsene

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