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Thema: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

  1. #101
    Gast

    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ja.... sowas mein ich.
    Mich hat das nie losgelassen, denn man merkte ihr das nicht an. Nach außen war sie eine liebevolle Mutter, Anfang 30, hübsch, ein echter Hase. Und sie hat damals schon wirklich viel getrunken. Also für normale Verhältnisse, sie war ja dran gewöhnt, da hat man die Drinks am Nachmittag nicht mal bemerkt.

  2. #102
    susipala ist offline Gesperrt
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von LunaLovegood Beitrag anzeigen
    Da sind also schon andere Kinder entzogen worden und ihr wundert euch jetzt? Hm. Vor allem wundere ich mich, dass die Mutter angeblich nicht weiß, was der Grund sein könnte. Mit der Vorgeschichte schon bisschen strange. Vermutlich wurde da durchaus genauer hingesehen.
    ich lese die ganze Zeit interessiert mit, Ahnung hab ich echt keine, wenn ich aber lese, es wurde schon ein Kind entzogen, dann muss man sich sicher nicht wundern, wenn das JA da ein Augenmerk drauf hat und schnell reagiert oder auch droht..oder wie man das da nennt

    Und was die Mutter erzählt und was Fakt ist, das wissen die Nachbarn eher nicht
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  3. #103
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Wärest du unter Beobachtung gewesen, wären dies sicher Auffälligkeiten gewesen.
    Und beim "IchwillnichtKind" gibt es Grenzen. Du kannst ein Kind z.B. nicht 2h länger bei -7°C draußen lassen, weil es nicht rein will. Das ist ein drastisches Beispiel, so extrem war es nicht, aber die Richtung war in etwa so. Dies ist aber deutlich besser geworden im letzten halben Jahr.
    Also, wenn es schon eine Auffälligkeit ist, wenn ein Kind mal Unsinn macht, finde ich das schlimm. Das Beispiel mit dem draußen bleiben fände ich auch komisch. Da scheint wirklich etwas im Argen zu liegen, wenn man sein Kind nicht dazu bringen kann, rein zu kommen und es stattdessen lieber 2 h in der Kälte frieren will.

  4. #104
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Das klingt recht sinnvoll. Mich wundert aber wirklich, warum sie da so gar keinen Plan zu haben scheint (z.B.: Dass ein Kind nachts die Windel öffnet, und die Mutter das erst am Morgen bemerkt, ist kein Grund. Wenn die Mutter allerdings unter Alkohol-/Tabletten-/Drogeneinfluss gestanden hat und erst am nächsten Mittag überhaupt wieder ansprechbar war, wäre das schon eher einer. Man kann sich solche "Details" schon auch gut schönreden.)
    Ich denke, es war sicher nur ein Tropfen. Aber ich kann mir das Fass nicht so recht vorstellen. Überforderung ja, wobei die ja aufgefangen und z. T. durch die Begleitung gemildert wurde. Ein Streben nach Perfektion lässt einen vielleicht mehr an einer verschmierten Windel verzweifeln? Vielleicht wurde deswegen reagiert?
    Unsicher ist sie. Aber ich hatte den Eindruck ( und das JA anscheinend auch), dass dies deutlich besser wurde. Sie wurde zunehmend sicherer im Umgang mit dem Kind.
    Deswegen kann ich mir selbst nach so einem evtl. Ereignis nicht die Herausnahme erklären.
    Alkohol- und Drogenkonsum kann ich nicht sicher ausschließen- logisch- aber für wahrscheinlich halte ich es nicht.
    Silm

  5. #105
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist gerade online Legende
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    2 Jahre, Rückführung ist auch vorgesehen.
    Das ist für mich eben seltsam. Rausnehmen und an der Rückführung arbeiten wollen und das Ganze obwohl es von außen betrachtet mit Hilfe klappte.
    Wenn ich bedenke, in welch katastrophale Verhältnisse Kinder teilweise rückgeführt werden, obwohl die das selbst noch nicht mal wollen, dann darf deine Bekannte frohen Mutes sein. Der Kostendruck ist immens und deshalb werden Rückführungen nicht immer entsprechend dem Kindeswohl angestrebt und durchgeführt - leider.
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    "Was gäbe ich für Küsse, wie kalte Kirschen, Zeit wie Sand am Meer.Was gäbe ich her, wenn jeder Tag wie der erste des Sommers wär"

  6. #106
    MostlyHarmless ist offline Irdisch
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Ich denke, es war sicher nur ein Tropfen. Aber ich kann mir das Fass nicht so recht vorstellen. Überforderung ja, wobei die ja aufgefangen und z. T. durch die Begleitung gemildert wurde. Ein Streben nach Perfektion lässt einen vielleicht mehr an einer verschmierten Windel verzweifeln? Vielleicht wurde deswegen reagiert?
    Unsicher ist sie. Aber ich hatte den Eindruck ( und das JA anscheinend auch), dass dies deutlich besser wurde. Sie wurde zunehmend sicherer im Umgang mit dem Kind.
    Deswegen kann ich mir selbst nach so einem evtl. Ereignis nicht die Herausnahme erklären.
    Geh davon aus, dass du nicht alles erfahren hast.

    Wenn sie versucht, das mit Hilfe eines Anwalts zu klären, wird sie sicher mehr Informationen bekommen, vielleicht hat sie dann schon Klarheit. Wenn der Anwalt zu dem Schluss kommt, dass das, was vorgefallen ist und was zu befürchten ist, eine Inobhutnahme gegen den Willen der Mutter nicht rechtfertigen würde (was ist eigentlich mit dem Vater?), kann er ja mit einem Verlangen nach Herausgabe des Kindes und Beendigung der Fremdunterbringung die "Maschinerie" in Gang setzen.
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  7. #107
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Also, wenn es schon eine Auffälligkeit ist, wenn ein Kind mal Unsinn macht, finde ich das schlimm. Das Beispiel mit dem draußen bleiben fände ich auch komisch. Da scheint wirklich etwas im Argen zu liegen, wenn man sein Kind nicht dazu bringen kann, rein zu kommen und es stattdessen lieber 2 h in der Kälte frieren will.
    Diese Beispiel gab es so nicht. Aber es illustriert besser ein mögliches Problem, aber wie gesagt, die Unsicherheit ist nicht mehr so extrem, da hat sich wirklich viel getan.
    Silm

  8. #108
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Geh davon aus, dass du nicht alles erfahren hast.

    Wenn sie versucht, das mit Hilfe eines Anwalts zu klären, wird sie sicher mehr Informationen bekommen, vielleicht hat sie dann schon Klarheit. Wenn der Anwalt zu dem Schluss kommt, dass das, was vorgefallen ist und was zu befürchten ist, eine Inobhutnahme gegen den Willen der Mutter nicht rechtfertigen würde (was ist eigentlich mit dem Vater?), kann er ja mit einem Verlangen nach Herausgabe des Kindes und Beendigung der Fremdunterbringung die "Maschinerie" in Gang setzen.
    Den Anwalttermin hat sie noch, dafür könnte es ja Hinweise von hier geben.
    Silm

  9. #109
    MostlyHarmless ist offline Irdisch
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Den Anwalttermin hat sie noch, dafür könnte es ja Hinweise von hier geben.
    Wie meinst du das?

    Der Anwalt kann Einsicht z.B. in die Unterlagen über die bisherigen Hilfeplangespräche, Berichte des Leistungserbringers der SPFH etc. nehmen, d.h., er kann sich auf den Stand bringen, den das Jugendamt bei der Entscheidung hatte. Wie er dann vorgehen soll und kann, wird er (hoffentlich!) selbst wissen. Ich hoffe doch wirklich, dass er keine Ratschläge von "uns " braucht?
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  10. #110
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Wenn ich bedenke, in welch katastrophale Verhältnisse Kinder teilweise rückgeführt werden, obwohl die das selbst noch nicht mal wollen, dann darf deine Bekannte frohen Mutes sein. Der Kostendruck ist immens und deshalb werden Rückführungen nicht immer entsprechend dem Kindeswohl angestrebt und durchgeführt - leider.
    Hier ist die Rückführung genauso teurer, wie es das Behalten gewesen wäre. Jahrelange mehr oder weniger intensive Betreuung ist teurer als eine Pflegefamilie.
    Silm

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