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Thema: Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

  1. #1
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Welche Gründe rechtfertigen eine "Inobhutnahme"? Mit Edit

    Offensichtlich waren keine.
    JA begleitete, hat die Zeiten zurückgefahren.
    Mutter fürsorglich, keine offensichtliche Gewaltanwendung oder Vernachlässigung.
    Gefahr im Verzug anscheinend auch nicht, denn eine Nacht durfte das Kind noch bleiben.
    Wie und unter welchen Voraussetzungen kann man der Mutter helfen?

    Edit: Zum Besseren Verständnis: Die Mutter gab das Kind "freiwillig" ab. Es handelt sich also um keine echte Inobhutnahme, sondern um eine Maßnahme des JA in Zusammenarbeit mit der Mutter - das Kind soll in eine Pflegefamilie mit regelmäßigem Umgang.
    Silm

  2. #2
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Offensichtlich waren keine.
    JA begleitete, hat die Zeiten zurückgefahren.
    Mutter fürsorglich, keine offensichtliche Gewaltanwendung oder Vernachlässigung.
    Gefahr im Verzug anscheinend auch nicht, denn eine Nacht durfte das Kind noch bleiben.
    Wie und unter welchen Voraussetzungen kann man der Mutter helfen?
    komisch, normalerweise nur wenn Mutter zustimmt oder Gefahr ist. Liegt schon etwas vom Gericht vor?

  3. #3
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von Stulle Beitrag anzeigen
    komisch, normalerweise nur wenn Mutter zustimmt oder Gefahr ist. Liegt schon etwas vom Gericht vor?
    Mutter hat zugestimmt, hatte aber wohl nicht die echte Wahl, ihr wurde mit Sorgerechtsentzug gedroht.
    Sie hatte die Wahl - entweder mit Kind in eine Einrichtung und beim kleinsten Negativvorfall Sorgerechtsentzug oder erst mal Pflegefamilie mit Umgang mit Aussicht auf Zurückbekommen.
    Silm

  4. #4
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Offensichtlich waren keine.
    JA begleitete, hat die Zeiten zurückgefahren.
    Mutter fürsorglich, keine offensichtliche Gewaltanwendung oder Vernachlässigung.
    Gefahr im Verzug anscheinend auch nicht, denn eine Nacht durfte das Kind noch bleiben.
    Wie und unter welchen Voraussetzungen kann man der Mutter helfen?
    Eine Inobhutnahme ist das letzte Mittel, meist nach einem langen Prozess oder wenn die Vernachlässigung/Verwahrlosung/Misshandlung gravierend ist.
    All meine Erfahrung ist, dass die betroffenen Elternteile meist die Wahrheit sehr, sehr verzerrt darstellen/empfinden.
    Ich hab schon so viele Geschichten gehört von Eltern, die sich fürsorglich empfanden und dennoch das Kindeswohl massiv gefährdet haben.

    Wenn Du der Mutter helfen willst, dann gibt es nur einen Rat, den Du Ihr geben kannst: das sie weiterhin mit dem Jugendamt zusammen arbeitet.
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    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

  5. #5
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von MajaMayer Beitrag anzeigen
    Eine Inobhutnahme ist das letzte Mittel, meist nach einem langen Prozess oder wenn die Vernachlässigung/Verwahrlosung/Misshandlung gravierend ist.
    All meine Erfahrung ist, dass die betroffenen Elternteile meist die Wahrheit sehr, sehr verzerrt darstellen/empfinden.
    Ich hab schon so viele Geschichten gehört von Eltern, die sich fürsorglich empfanden und dennoch das Kindeswohl massiv gefährdet haben.

    Wenn Du der Mutter helfen willst, dann gibt es nur einen Rat, den Du Ihr geben kannst: das sie weiterhin mit dem Jugendamt zusammen arbeitet.
    Die Mutter wohnt Wand an Wand und zumindest draußen konnte ich ihren Umgang mit dem Kind häufig erleben. Wenn das Kind oder sie ständig geschrieen hätten, hätte ich das sicher gemerkt. Tagsüber war das Kind bei einer Tagesmutter, die wohl auch geschockt war, dass das Kind der Mutter genommen wird.
    Silm

  6. #6
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Die Mutter wohnt Wand an Wand und zumindest draußen konnte ich ihren Umgang mit dem Kind häufig erleben. Wenn das Kind oder sie ständig geschrieen hätten, hätte ich das sicher gemerkt. Tagsüber war das Kind bei einer Tagesmutter, die wohl auch geschockt war, dass das Kind der Mutter genommen wird.
    Sorry, aber das sagt gar nichts.
    Du weißt gar nichts und urteilst dennoch - das finde ich schwierig.

    Und wenn die Mutterr mit dem Kind zusammen in eine Einrichtung geht, dann ist das doch keine Inobhutnahme.
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    LG
    Maja



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    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
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  7. #7
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Offensichtlich waren keine.
    JA begleitete, hat die Zeiten zurückgefahren.
    Mutter fürsorglich, keine offensichtliche Gewaltanwendung oder Vernachlässigung.
    Gefahr im Verzug anscheinend auch nicht, denn eine Nacht durfte das Kind noch bleiben.
    Wie und unter welchen Voraussetzungen kann man der Mutter helfen?
    Um zu helfen, müsste man wohl zuerst die Gründe des Jugendamtes kennen. Irgendetwas muss ja vorgefallen sein. Ich denke nicht, dass das Jugendamt sagt: "sie sind eine fürsorgliche Mutter, vernachlässigen ihr Kind nicht, wenden keine Gewalt an- jetzt nehmen wir ihnen trotzdem einfach mal das Kind weg......".
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  8. #8
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Die Mutter wohnt Wand an Wand und zumindest draußen konnte ich ihren Umgang mit dem Kind häufig erleben. Wenn das Kind oder sie ständig geschrieen hätten, hätte ich das sicher gemerkt. Tagsüber war das Kind bei einer Tagesmutter, die wohl auch geschockt war, dass das Kind der Mutter genommen wird.
    Was sind denn das für Maßstäbe? Wenn ein Kind häufig schreit, ist das kein Grund für eine Inobhutnahme, genauso wenig wie häufig "rummotzende" Eltern.
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  9. #9
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    meine Erfahrung ist, dass Inobhutnahmen in Deutschland tendenziell eher spät als früh kommen. Und meist liegt da ein ganz langer Weg und eine lange Geschichte im Vorfeld.

    Es gibt auch Eltern, die ihr Kind so überbehüten, dass keinerlei freie Entwicklung mehr möglich ist. Oder psychische Krankheiten, die es notwendig machen, dass das Kind nicht der alleinigen Fürsorge der Mutter / des Vaters ausgesetzt sind, weil eben auch andere Phasen kommen können.

    Das von außen zu beurteilen halte ich für unmöglich.

    Ansonsten ist mein Plädoyer immer, mit dem JA zu kooperieren.
    Leona68, _Ilex_ und alles_ist_alles gefällt dies.

  10. #10
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Welche Gründe rechtfertigen eine Inobhutnahme?

    Zitat Zitat von MajaMayer Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das sagt gar nichts.

    Und wenn die Mutterr mit dem Kind zusammen in eine Einrichtung geht, dann ist das doch keine Inobhutnahme.
    Ging sie ja nicht, da man ihr für diesen Fall Sorgerechtsentzug angedroht hat. Sie hat der " Inobhutnahme" zugestimmt, mit der Regelung, dass sie 3x pro Woche Umgang hat und die Aussicht auf Rückführung. Warum das Kind aktuell erst mal weg soll, ist für sie augenscheinlich nicht nachvollziehbar.
    Für mich auch nicht, aber ich kenne ja nur eine Seite.
    Aber mit dem JA kooperiert sie ja, sie hatte eine Betreuung über das Jugendamt und hat auch deswegen zugestimmt, dass das Kind zeitweise zu einer Pflegefamilie soll.
    Ein Grund scheint zu sein, dass sie aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit und einem Zusammenbruch vor x Jahren nicht stabil genug erscheint.
    Widersprüchlich ist nur, dass die Betreuungszeit immer geringer wurde und nun auf einmal wieder die ganz große Keule genommen wird.
    Silm

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