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Thema: Gymnasium vs IGS

  1. #41

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    mal ne frage: was ist dein bildungsabschluß? hast du studiert?
    ja, ich habe studiert - der Vater aber nicht... zunächst nicht, der hat erstmal eine Lehre gemacht und dann den Techniker im Abendstudium

    inwiefern ist das relevant?

  2. #42
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Nebellicht Beitrag anzeigen
    ja, ich habe studiert - der Vater aber nicht... zunächst nicht, der hat erstmal eine Lehre gemacht und dann den Techniker im Abendstudium

    inwiefern ist das relevant?
    relevant? eher ersaunlich, weil nach meiner erfahrung akademiker-eltern eher den vorteil des gymnasiums sehen, wenn ihre kinder auch nur halbwegs die nötigen anforderungen erfüllen. aber du orientierst dich eindeutig nach unten. das tun eher eltern, die sich vor der uni fürchten und ihren kinder ein studium nicht zutrauen
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  3. #43
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Nebellicht Beitrag anzeigen
    Das Thema gibt es zuhauf und die Entscheidung nimmt uns keiner ab, dennoch hoffe ich auf viele Meinungen.

    Mein Kind wechselt im Sommer auf die weiterführende Schule. In den letzten Monaten gab es für ihn nur eine Schule - das Gymnasium. Unsere Stadt hat ein Gymnasium, eine Realschule und eine IGS.

    Die IGS - sechszügig - formiert sich gerade neu und der Jahrgang 5 wird neu angelegt. Die Lehrer durften neue Konzepte einbringen.
    Allerdings gibt es einen hohen Hauptschüleranteil. Das Gymnasium und die Realschule haben beide einen sehr guten Ruf, die IGS hatte ein paar Imageprobleme. Was mir und auch meinem Sohn sehr sehr gut gefällt: Die IGS arbeitet intensiv an dem Gemeinschaftsgefühl. Es gibt in den ersten beiden Jahrgängen sogenannte Gemeinschaftsstunden, in denen ein Verbund aus drei Klassen spielerisch pädagogisch das Wir-Gefühl und den sozialen Umgang untereinander fördert. Unterricht findet am Dienstag und Donnerstag allerdings bis 15:45 Uhr statt und montags wären AGs. Hausaufgaben können fast vollständig in den sogenannten Übungsstunden erledigt werden.

    Das Gymnasium ist das größte vom ganzen Bundesland - achtzügig. Es hat eine enorme Auswahl an Fächern (wird erst in Sek II relevant) und an Arbeitsgemeinschaften. In den ersten beiden Jahren findet Unterricht nur bis 13:00 Uhr statt. Danach geht es nach Hause oder zu AGs. Es gibt die Möglichkeit, Hausaufgabenhilfe in Anspruch zu nehmen.

    Mein Sohn wollte, wie bereits erwähnt, von Anfang an zum Gymnasium. Er ist kein Genie, aber doch ganz helle. Er gehört du den 3 besten seiner Klasse ohne jemals gelernt zu haben und zu den 6 besten seiner Schule. Bei uns gibt es keine Schulempfehlungen mehr, aber der Lehrer hat zur Information der Eltern doch eine ausgesprochen, bei uns die uneingeschränkte Gymnasialempfehlung. Mit dem Informationstag der IGS hat sich die Meinung meines Sohnes vorübergehend gewandelt. Er fand die IGS klasse - aufgrund des Gemeinschaftsunterrichts, weil sie dort in einer Gruppe ohne zu sprechen nur durch Handzeichen Aufgaben gemeinsam lösen mussten. Und weil sein Freund (und dessen Mutter) die IGS bevorzugen. Anfangs wollte mein Sohn selbst dann zum Gym, wenn sein bester Freund zur IGS geht. Dann wollte er vorübergehend zur IGS - weil es erst ab JG8 Noten gibt und er da ohne lernen zu den besten gehört. Nun möchte er doch lieber zum Gymnasium, aber nicht ohne seinen Freund.

    Am Gymnasium wird nicht so sehr an dem sozialen Miteinander gearbeitet. Wichtig ist der Punkt dort dennoch. So gibt es viele Projekte, in denen groß und klein zusammenarbeiten und es gibt "Schüler helfen Schüler". Teil des Unterrichts ist es auch, dass die Schüler ihren Lerntyp herausfinden, Arbeitsstruktur lernen und eben auch das Lernen lernen.

    Mein Sohn wäre da nicht mehr Klassenbester und müsste die Welt auch einmal aus einem anderen Winkel betrachten. Das finde ich garnicht so verkehrt. Und ihn schreckt das auch nicht ab. Das ABER liegt im Freund.

    Wir sind vor gut 2 Jahren umgezogen. Neues Bundesland, neue Stadt, neue Schule, alle Freunde 350 km weit weg. Nun hat er endlich wieder einen besten Freund. Beide haben gemeinsame Interessen. Der Freund, der anfänglich auch aufs Gymnasium wollte und dadurch meinen Sohn erst darauf gebracht hat, will nun zur IGS und lässt sich in der Wahl seiner Schule nicht mehr umstimmen.

    Was mache ich nun?

    Lasse ich ihn entscheiden? - Bestärke ich ihn in seiner Wahl? - Rate ich ihn zur IGS? - Rate ich ihn zum Gymnasium?


    Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Situation gemacht? Zieht die Freundschaft mehr als die vermeintlich richtige Schule?

    Die IGS würde eine stressfreie Zeit bis zur 8. Klasse bedeuten. Das Gymnasium bietet dafür tolle Fachräume und eben auch einzelnen Fachunterricht (an der IGS ist Bio, Geo, Physik und Chemie in einem Fach - Naturwissenschaften - zusammengewürfelt).
    Das Gymnasium bedeutet schon mehr Arbeit. Eltern mit älteren Kindern haben aber berichtet, dass sich die Hausaufgaben auch sehr in Grenzen halten.

    Achja... eines noch: Die IGS wird in naher Zukunft komplett neu gebaut. Die Gebäudeteile werden nach und nach abgerissen und neu errichtet. Das ganze dürfte locker über 3 Jahre stattfinden. Containerunterricht wird es jedoch nicht geben, da das Gelände weitläufig genug ist, so dass erst ein neues Gebäude errichtet wird, einige Jahrgänge umziehen, und dann ein alter Gebäudeteil abgerissen wird. Dennoch ist es eine Dauerbaustelle.

    Für eure Hilfe vielen Dank!
    Es wär ganz schön bekloppt das Kind nicht aufs Gym zu schicken und das weißt du auch. Den langen Text hättest du dir sparen können. Und das schreibt eine deren Kind ab Sommer auf eine IGS gehen wird aus gutem Grund. Er wird dort übrigens auch ohne Freund hin müssen.

  4. #44

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    relevant? eher ersaunlich, weil nach meiner erfahrung akademiker-eltern eher den vorteil des gymnasiums sehen, wenn ihre kinder auch nur halbwegs die nötigen anforderungen erfüllen. aber du orientierst dich eindeutig nach unten. das tun eher eltern, die sich vor der uni fürchten und ihren kinder ein studium nicht zutrauen
    "zu meiner Zeit" kam der Schulwechsel erst mit der neunten Klasse. Die IGS verlegt die Entscheidung in die achte Klasse. Das ist für mich sehr verlockend.

    Meine Mutter hat mich entscheiden lassen. Das würde ja momentan bedeuten, ich lasse meinen Sohn auf die IGS, weil er dort wegen seines Freundes hin will. Aber ich finde, dass das ein schlechter Grund ist.

    Und ich war heiß auf das Gymnasium. Ich wollte unbedingt auf Gymnasium, hatte aber leider nur eine Realschulempfehlung (die damals gottlob nicht bindend war!). Mein Sohn fand die IGS jetzt aber auch toll und hat ja auch dort die Möglichkeit, das Abitur zu machen. Die IGS hat übrigens eine hohe Abiturquote.

    Mein Mann hat, wie auch seine Brüder, die höhere Bildung erst nach der Berufswahl abgeschlossen. Das Modell ist nicht schlecht. Gerade bei Jungs. Als Erwachsener hat man dann nämlich die - intrinsische?- Motivation.

    Ich selbst habe mir -rückblickend- auf dem Gymnasium und der Uni viel zu viel Stress gemacht, das hätte alles auch lockerer und dann eben einfach mit schlechteren Leistungen vonstatten gehen können. Nun gut, das scheint meinem Sohn ja eher nicht zu drohen, wenn er weiter locker und minimalistisch bleibt.

    Ich bin jetzt also kein Fan von maximalem Bildungsniveau. Ich setze soziales Miteinander sehr hoch an.

  5. #45
    Avatar von Entropie
    Entropie ist offline Veteran

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Nebellicht Beitrag anzeigen
    Fachlich liegt das Gymnasium ganz klar vorne.

    Sozial hat die IGS aber mehr aufzuwarten, eben weil man mit allen Arten von Menschen klarkommen muss. Das betrifft ja nicht nur das Schulniveau. Auch Behinderungen jeglicher Art. Das Gymnasium ist da schon sehr selektiv. Wer nicht mitkommt, gehört nicht dorthin. Bei der IGS darf jeder sein wie er ist, ohne ausgeschlossen zu werden. Ich mag auch Ringelpietz mit Anfassen.

    Andererseits hat das Gymnasium tolle Projekte - von Schülern - die zum Beispiel Altenheime besuchen und "Lächeln schenken" und einen Spendenlauf.
    Das wäre für mich ehrlicherweise noch ein Grund für das Gymnasium. Inklusion hört sich immer so nett an. Wenn die Inklusionsschüler dann aber Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf oder etwas "lauteren" Beeinträchtigungen sind, ist das ggf. nicht mehr so witzig für den Rest der Klasse.
    Ich bin aber auch kein Fan von "jeder bearbeitet sein Zettelchen auf unterschiedlichen Niveau" Unterricht sondern halte ein qualifiziertes Unterrichtsgespräch für wichtig.
    maigloeckchen und Nebellicht gefällt dies.

  6. #46

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    aus gutem Grund.
    der da wäre?

  7. #47
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Nebellicht Beitrag anzeigen

    Mein Mann hat, wie auch seine Brüder, die höhere Bildung erst nach der Berufswahl abgeschlossen. Das Modell ist nicht schlecht. Gerade bei Jungs. Als Erwachsener hat man dann nämlich die - intrinsische?- Motivation.
    klar, warum einfach, wenn es auch umständlich geht.

    ich habe mein abitur auch nicht auf geradem weg gemacht und fand das gelinde ausgedrückt sch*****, weil es viel schwerer war und ich massive lücken im basiswissen hatte, die ich mühsam schließen mußte, die aber kinder, die den geraden weg auf dem gymnasium gehen, mal eben so nebenbei aufnehmen.

    ich hasse heute noch meine grundschullehrerin aus tiefster seele, weil sie meinen eltern vom gymnasium abgeraten habt und sie mangels eigener erfahrung gefolgt sind. mein zeugnis der 4. klasse würde den heutigen strengen bayrischen übertrittsrichtlinien übrigens mit glanz und gloria genügen.
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  8. #48
    Sambesi Gast

    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Entropie Beitrag anzeigen
    Das wäre für mich ehrlicherweise noch ein Grund für das Gymnasium. Inklusion hört sich immer so nett an. Wenn die Inklusionsschüler dann aber Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf oder etwas "lauteren" Beeinträchtigungen sind, ist das ggf. nicht mehr so witzig für den Rest der Klasse.
    Ich bin aber auch kein Fan von "jeder bearbeitet sein Zettelchen auf unterschiedlichen Nieveau" Unterricht sondern halte ein qualifiziertes Unterrichtsgespräch für wichtig.
    Insgesamt möchte ich aber mal anmerken, das Förderbedarf ESE nicht notwendigerweise etwas mit lauten, störenden Kindern zu tun haben muss. Darunter fallen unter anderem auch stille, zurückhaltende Kinder die man nicht mal bemerkt, die aber zum Beispiel durch ihren Autismus gebremst sind und selbst eher oft Mobbingopfer werden weil sie "seltsam" sind.

    Nur mal so als Randnotiz. Mich nervt es das bei ESE immer gleich an Störenfriede die alles auseinandernehmen gedacht wird. Die gibt es - aber sehr viele Kinder die diesen Förderbedarf haben sind eben nicht die, die Dritten auffallen würden. Eben weil sie oft eher zurückgezogen, in sich gekehrt sind, gar nicht gut in Kontakt mit der Klasse kommen usw.

    Ansonsten stimme ich zu: Inklusion kann auch derbe danebengehen.

    Und ich hätte bei der beschriebenen Schule auch so meine Zweifel, eben weil sie allzu sehr auf "soziale Förderung" und zu wenig auf Leistung zu sehen scheint. Ich glaube, intelligente Kinder gehen da leicht unter und zeigen eben dann nicht was sie können. Egal ob mit, oder ohne Förderbedarf.

  9. #49
    AdaLovelace Gast

    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    klar, warum einfach, wenn es auch umständlich geht.

    ich habe mein abitur auch nicht auf geradem weg gemachtu nd fand das gelinde ausgedrückt sch*****, weil es viel schwerer war und ich massive lücken im basiswissen hatte, die ich mühsam schließen mußte, die aber kinder, die den geraden weg auf dem gymnasium gehen, mal eben so nebenbei aufnehmen.
    Ich würde zwar an Nebellichts Stelle auch das Gymnasium wählen. Aber eine Bekannte von mir hat erst Realschulabschluß gemacht, eine Ausbildung, dann Abitur und dann Studium, und die sagte, für sie war das damals genau der richtige Weg, sie würde es nochmal so machen.
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  10. #50
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Gymnasium vs IGS

    Zitat Zitat von Nebellicht Beitrag anzeigen
    der da wäre?
    Er hat weder die passende Empfehlung noch halte ich ihn für geeignet Würde er mühelos zu den besten gehören, hätte ich anders entschieden.

    Meine Große ist übrigens auf dem Gym und da geht es sehr sozial zu. Vergleich zur IGS habe ich natürlich noch nicht.

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