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Thema: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

  1. #1
    Gast

    Standard Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Ich komme ja gebürtig aus dem Ruhrgebiet. Dort habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, die Menschen dort mag ich sehr und ich bin meinem Heimatstädtchen (ein Ortsteil von Oberhausen) sehr verbunden. Letztes Jahr war ich zu Besuch dort (nur noch ein Freundin von mir wohnt dort noch) und als ich an "meiner" alten Wohnung vorbeifuhr musste ich anhalten, bin ausgestiegen und dort rumgelaufen und mir kamen die Tränen.
    Meine Eltern konnten das nie verstehen, für sie war ich merkwürdig, weil ich diesen (früher) bergbauverdreckte Ort so liebte.

    Seit ca 28 Jahren wohne ich in Hessen und fühle mich auch wohl. Die Hessen sind viel besser als ihr Ruf und ich habe viele gute Freunde gefunden. Aber letztens hat jemand aus der Oberhausen-Facebook-Gruppe ein kleines Video hochgeladen, wo der Glockenturm meiner Heimatstatt spielt. Da kam wieder das alte Heimweh auf.

    Wie ist es mit Euch? Habt Ihr auch Heimweh nach dem Ort Eurer Kindheit? Ist das so eine "Alt-werd-Sache"? Mein Mann (er kommt auch aus dem Ruhrgebiet, aber andere Stadt) hat das überhaupt nicht.

    Ich bin ja froh, dass ich woanders lebe und so meinen Horizont erweitern konnte, aber wenn die Kinder meiner Freundin so erzählen und in die gleiche Schule gehen, in der ich war, da bin ich schon sentimental...
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  2. #2
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline freesie (für Fim!)
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    07.09.2015
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    19.118

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Mir geht es wie dir.

    Seit gut einem Jahr weiß ich aber, dass ich nicht mehr zurückkehrern werde.

    Wenn, dann hätten wir vor den Kindern viel ernsthaftere Bemühungen in Richtung Umzug zeigen müssen. Jetzt ist es zu spät und manchmal bereue ich es immer noch.
    "Es ist gefährlich, über einen Witz zu lachen. Man bekommt ihn dann immer wieder zu hören."
    Danny Kaye

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Mir geht es wie dir.

    Seit gut einem Jahr weiß ich aber, dass ich nicht mehr zurückkehrern werde.

    Wenn, dann hätten wir vor den Kindern viel ernsthaftere Bemühungen in Richtung Umzug zeigen müssen. Jetzt ist es zu spät und manchmal bereue ich es immer noch.
    Wir werden auch nicht zurückziehen. Ich bin Beamtin hier in Hessen und ein Ländertausch ist nicht so einfach und mein Mann ist hier selbstständig mit Kundenstamm... Leider.

  4. #4
    Spanierin ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich komme ja gebürtig aus dem Ruhrgebiet. Dort habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, die Menschen dort mag ich sehr und ich bin meinem Heimatstädtchen (ein Ortsteil von Oberhausen) sehr verbunden. Letztes Jahr war ich zu Besuch dort (nur noch ein Freundin von mir wohnt dort noch) und als ich an "meiner" alten Wohnung vorbeifuhr musste ich anhalten, bin ausgestiegen und dort rumgelaufen und mir kamen die Tränen.
    Meine Eltern konnten das nie verstehen, für sie war ich merkwürdig, weil ich diesen (früher) bergbauverdreckte Ort so liebte.

    Seit ca 28 Jahren wohne ich in Hessen und fühle mich auch wohl. Die Hessen sind viel besser als ihr Ruf und ich habe viele gute Freunde gefunden. Aber letztens hat jemand aus der Oberhausen-Facebook-Gruppe ein kleines Video hochgeladen, wo der Glockenturm meiner Heimatstatt spielt. Da kam wieder das alte Heimweh auf.

    Wie ist es mit Euch? Habt Ihr auch Heimweh nach dem Ort Eurer Kindheit? Ist das so eine "Alt-werd-Sache"? Mein Mann (er kommt auch aus dem Ruhrgebiet, aber andere Stadt) hat das überhaupt nicht.

    Ich bin ja froh, dass ich woanders lebe und so meinen Horizont erweitern konnte, aber wenn die Kinder meiner Freundin so erzählen und in die gleiche Schule gehen, in der ich war, da bin ich schon sentimental...
    Seit 26 Jahren Heimweh. Jeden einzelnen Tag.
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  5. #5
    Gast

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von Spanierin Beitrag anzeigen
    Seit 26 Jahren Heimweh. Jeden einzelnen Tag.
    DAS glaub ich.

    Spanien wäre für mich undenkbar. Daran könnte ich mich nie gewöhnen. Auch wenn es bei Dir ja echt schön ist. Aber trotzdem.

  6. #6
    Avatar von MartinaC
    MartinaC ist gerade online Daumendrücker
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    12.11.2003
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    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich komme ja gebürtig aus dem Ruhrgebiet. Dort habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, die Menschen dort mag ich sehr und ich bin meinem Heimatstädtchen (ein Ortsteil von Oberhausen) sehr verbunden. Letztes Jahr war ich zu Besuch dort (nur noch ein Freundin von mir wohnt dort noch) und als ich an "meiner" alten Wohnung vorbeifuhr musste ich anhalten, bin ausgestiegen und dort rumgelaufen und mir kamen die Tränen.
    Meine Eltern konnten das nie verstehen, für sie war ich merkwürdig, weil ich diesen (früher) bergbauverdreckte Ort so liebte.

    Seit ca 28 Jahren wohne ich in Hessen und fühle mich auch wohl. Die Hessen sind viel besser als ihr Ruf und ich habe viele gute Freunde gefunden. Aber letztens hat jemand aus der Oberhausen-Facebook-Gruppe ein kleines Video hochgeladen, wo der Glockenturm meiner Heimatstatt spielt. Da kam wieder das alte Heimweh auf.

    Wie ist es mit Euch? Habt Ihr auch Heimweh nach dem Ort Eurer Kindheit? Ist das so eine "Alt-werd-Sache"? Mein Mann (er kommt auch aus dem Ruhrgebiet, aber andere Stadt) hat das überhaupt nicht.

    Ich bin ja froh, dass ich woanders lebe und so meinen Horizont erweitern konnte, aber wenn die Kinder meiner Freundin so erzählen und in die gleiche Schule gehen, in der ich war, da bin ich schon sentimental...
    Ich bin ja nur von Essen nach Oberhausen gezogen und auch wenn ich jederzeit nach Essen fahren kann, ist es nicht das selbe und ich würde gerne wieder zurück ziehen.
    Christian 10/02, Pia 10/04 und Julia 05/07

  7. #7
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich komme ja gebürtig aus dem Ruhrgebiet. Dort habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, die Menschen dort mag ich sehr und ich bin meinem Heimatstädtchen (ein Ortsteil von Oberhausen) sehr verbunden. Letztes Jahr war ich zu Besuch dort (nur noch ein Freundin von mir wohnt dort noch) und als ich an "meiner" alten Wohnung vorbeifuhr musste ich anhalten, bin ausgestiegen und dort rumgelaufen und mir kamen die Tränen.
    Meine Eltern konnten das nie verstehen, für sie war ich merkwürdig, weil ich diesen (früher) bergbauverdreckte Ort so liebte.

    Seit ca 28 Jahren wohne ich in Hessen und fühle mich auch wohl. Die Hessen sind viel besser als ihr Ruf und ich habe viele gute Freunde gefunden. Aber letztens hat jemand aus der Oberhausen-Facebook-Gruppe ein kleines Video hochgeladen, wo der Glockenturm meiner Heimatstatt spielt. Da kam wieder das alte Heimweh auf.

    Wie ist es mit Euch? Habt Ihr auch Heimweh nach dem Ort Eurer Kindheit? Ist das so eine "Alt-werd-Sache"? Mein Mann (er kommt auch aus dem Ruhrgebiet, aber andere Stadt) hat das überhaupt nicht.

    Ich bin ja froh, dass ich woanders lebe und so meinen Horizont erweitern konnte, aber wenn die Kinder meiner Freundin so erzählen und in die gleiche Schule gehen, in der ich war, da bin ich schon sentimental...
    Nein, ich habe kein Heimweh.
    Der Ort, an dem ich groß wurde, hat sich verändert.
    Die Häuser, die Straßen, die Menschen.
    Hinter unserem Haus begannen direkt die Felder.
    Jetzt ist da ein eigener Ortsteil entstanden, der weiter wächst.
    Das Ortszentrum wurde auch komplett umgestaltet.
    Als ich vor einigen Jahren das letzte Mal dort für meine Eltern einkaufen ging, erkannte mich niemand mehr.

    Ich kann auch die schwäbische Art auf Dauer nicht mehr ertragen.

    Mein Mann hat Heimweh und es wird spannend, was passiert, wenn er beruflich nicht mehr hier gebunden sein wird.
    Denn er liebäugelt schon sehr damit, wieder in seine Heimat zu gehen.
    Ich bin hier aber auch mehr verwurzelt als er.
    Zumal es dann ja auch sein Heimatort wäre und der ist doch noch mal 50km von meinem weg.

    Und nicht mehr am Meer zu wohnen, kann ich mir auch nicht mehr vorstellen.
    Ich möchte gern hier bleiben.

    Das einzige was ich mir noch vorstellen kann:
    Mal in die Nähe meiner Kinder zu ziehen, wenn das für uns alle gut ist.

    Bis vor einigen Jahren dachte ich auch, dass es nicht mehr möglich sein wird, dass ich mir im Alter einen neuen Bekanntenkreis aufbaue. Inzwischen kenne ich aber so viele alte Menschen, die das geschafft haben, dass ich mir das auch zutraue.

    Aber Baden-Württemberg muss echt nicht mehr sein, Bayern auch nicht.
    Das ist mir zu saturiert und selbstgefällig.
    (Und ich wäre genau so geblieben, wenn ich da nicht raus gekommen wäre in ein abgehängtes Bundesland.)
    ___________________________________
    Das Böse sind falsche Entscheidungen.

  8. #8
    Casalinga2012 ist offline Legende
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    Beiträge
    42.422

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    ich bin nie aus dem pott weg und will es auch nicht. die gegend meiner jugend seh ich jede woche, wenn ich zu meiner mutter fahre. da hat sich auch nicht viel verändert. unser sohn ist jetzt von köln zurück und ist happy. meine tochter kommt gerne zu besuch, aber heimweh hat sie nicht.

  9. #9
    Avatar von -Amy-
    -Amy- ist offline Farrah Fowler
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    28.01.2009
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    6.329

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Ich hab hin und wieder heimweh, auch wenn ich eigentlich glaube, dass es vor allem daran liegt, dass ich es "hier" (ich wohne in der Nähe von Stuttgart) so schrecklich finde.
    In meine Heimatstadt kann ich eh nicht zurück, für meinen Mann wäre das dass berufliche Aus.
    Der Schritt überhaupt umzuziehen fällt mir aufgrund der Kinder unglaublich schwer. Dabei wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt, ich bin im Juli mit dem Studium fertig und könnte mich bundesweit bewerben.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Nach vielen Jahrzehnten Heimweh...

    Zitat Zitat von MartinaC Beitrag anzeigen
    Ich bin ja nur von Essen nach Oberhausen gezogen und auch wenn ich jederzeit nach Essen fahren kann, ist es nicht das selbe und ich würde gerne wieder zurück ziehen.
    Die Stadt der Kindheit muss ganz schöne Spuren in unserem Seelenleben hinterlassen... Essen fand ich immer "weit weg" . Haha

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