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Thema: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

  1. #131
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Lolaluna Beitrag anzeigen
    Klar, die Mehrheit der Frauen bleibt mindestens ein Jahr zu Hause, manche länger und wiederum andere für immer. Dann trägt der Partner die finanzielle Hauptlast.
    Und weil die Mehrheit der Frauen das tut, gehen wir davon aus, dass auch die Frau, mit der wir gerade schreiben, das tun wird

    In meiner begrenzten Welt bekommen Leute das Daheimbleiben beim Kind ja bezahlt (Kinderbetreuungsgeld, bei einem Jahr sind das mindestens 1000 Euronen im Monat). Das relativiert den Sachverhalt dann schon mal.

    Ernsthaft, wenn es wirklich um die Finanzen geht, traue ich jeder Frau (und jedem Mann) zu, da einfach mal Berechnungen aufzustellen und seine persönliche Belastung, wenn sie denn vorrangig sein sollte, mit ins Feld zu führen.
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  2. #132
    Camille Gast

    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Nelami Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich tue mich zugegeben etwas schwer damit, nachzuvollziehen, dass man nach 2 Kindern noch einen unerfüllten Kinderwunsch haben kann.
    Ich auch. Dieses sengenden Wunsch, den kenne ich gar nicht.

    Ich war so ausgefüllt mit dem Ersten/Einzigen, jahrelang, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich da jemanden vermissen sollte.
    Erst als das Kind 4 war, konnte ich mir das so langsam abstrakt vorstellen.
    Ich bin immer erstaunt, wie Frauen sich mit einem anstrengenden, symbiotischen, schlafraubenden Baby eine Schwangerschaft, Geburt und einen Säugling wünschen können. *eek* Und wie man sich mit 3 munteren Kindern zuhause ein VIERTES zumuten will.
    Wie fühlt sich das an?
    Ist das ein bisschen wie eine Sucht? Also - wie das Bedürfnis nach einer Zigarette, wenn man Raucher ist - so ein Ziehen in der Brust? Oder eher wie Liebeskummer, so eine Sehnsucht?
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  3. #133
    PerditaX. ist offline elferant

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Camille Beitrag anzeigen
    Ich auch. Dieses sengenden Wunsch, den kenne ich gar nicht.
    Ich war so ausgefüllt mit dem ersten, jahrelang, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich da jemanden vermissen sollte. Erst als das Kind 4 war, konnte ich mir das so langsam abstrakt vorstellen.
    Ich bin immer erstaunt, wie Frauen sich mit einem anstrengenden, symbolischen Baby eine Schwangerschaft, Geburt und einen Säugling wünschen können. *eek* Und wie man sich mit 3 munteren Kindern zuhause ein VIERTES zumuten will.
    Wie fühlt sich das an?
    Ist das ein bisschen wie eine Sucht? Also - wie das Bedürfnis nach einer Zigarette, wenn man Raucher ist - so ein Ziehen in der Brust? Oder eher wie Liebeskummer, so eine Sehnsucht?
    Ich kann das schon verstehen.

    Es ist halt ein tiefer Wunsch.

  4. #134
    Matchstick ist offline Stranger

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Ampelfrau Beitrag anzeigen
    Ja, aber das ist nunmal so. Ein (weiteres) Kind ist nunmal eine Lebensentscheidung, nichts, was nach 3 Jahren "überstanden" ist.
    Und Kinder merken auch, wenn sie von einem Elternteil nicht wirklich willkommen sind. In dem Fall kann ein Verzicht auch zum Vorteil des dann nicht geborenen Kindes sein.
    Wie ich schon mal weiter vorne geschrieben habe zählt genau aus diesem Grund auch sein Nein mehr, als mein Ja. Ich würde mir einfach wünschen, dass er versteht wie hart das für mich ist. Vielleicht weiß er das, vielleicht versucht er mir das auf seine Art zu zeigen. Vielleicht kann ich es gerade nicht annehmen. Vielleicht sind meine Gefühle wirklich unfair ihm gegenüber.

  5. #135
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Camille Beitrag anzeigen
    Ich auch. Dieses sengenden Wunsch, den kenne ich gar nicht.

    Ich war so ausgefüllt mit dem Ersten/Einzigen, jahrelang, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich da jemanden vermissen sollte.
    Erst als das Kind 4 war, konnte ich mir das so langsam abstrakt vorstellen.
    Ich bin immer erstaunt, wie Frauen sich mit einem anstrengenden, symbiotischen, schlafraubenden Baby eine Schwangerschaft, Geburt und einen Säugling wünschen können. *eek* Und wie man sich mit 3 munteren Kindern zuhause ein VIERTES zumuten will.
    Wie fühlt sich das an?
    Ist das ein bisschen wie eine Sucht? Also - wie das Bedürfnis nach einer Zigarette, wenn man Raucher ist - so ein Ziehen in der Brust? Oder eher wie Liebeskummer, so eine Sehnsucht?
    Mir geht es umgekehrt. Für mich ist es kaum vorstellbar, wie man seine eigenen Kinder anschauen kann ohne in irgendeiner Form den Wunsch nach weiteren Kindern zu verspüren. Ich finde meine Kinder so toll, rein emotional könnte ich mir ein Dutzend vorstellen *gg*
    Da kommt dann natürlich der Verstand hinzu, dem sonnenklar ist, dass meine Kräfte und Ressourcen mit einem Dutzend Kinder überfordert wären. Ich kann den Wunsch gut aushalten, möglich dass es hier bei Dreien bleibt, möglich dass es noch ein Viertes gibt. Aber ich glaube so eine leise Sehnsucht nach noch einem Baby werde ich immer haben.

  6. #136
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Camille Beitrag anzeigen
    Ich auch. Dieses sengenden Wunsch, den kenne ich gar nicht.

    Ich war so ausgefüllt mit dem Ersten/Einzigen, jahrelang, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich da jemanden vermissen sollte.
    Erst als das Kind 4 war, konnte ich mir das so langsam abstrakt vorstellen.
    Ich bin immer erstaunt, wie Frauen sich mit einem anstrengenden, symbiotischen, schlafraubenden Baby eine Schwangerschaft, Geburt und einen Säugling wünschen können. *eek* Und wie man sich mit 3 munteren Kindern zuhause ein VIERTES zumuten will.
    Wie fühlt sich das an?
    Ist das ein bisschen wie eine Sucht? Also - wie das Bedürfnis nach einer Zigarette, wenn man Raucher ist - so ein Ziehen in der Brust? Oder eher wie Liebeskummer, so eine Sehnsucht?
    Bei mir zieht es nicht in der Brust, wenn ich eine Zigarette möchte, der Typ für Liebeskummer bin ich auch nicht wirklich, insofern fehlt mir die Vergleichsmöglichkeit.

    Ich wußte immer: Da geht noch eines. Außerdem bin ich neugierig, ich wollte wissen, wie es ausschaut, wie es vom Charakter her ist, und ich habe mich drauf gefreut, dass das Kind mal groß sein wird und man mit ihm reden kann (ich stehe nun mal nicht auf Babies und durchwachte Nächte und stressiges Fahren zur Krippe etc. - aber leider, sie kommen so klein zur Welt).

    Schwanger war ich immer gerne (und den Wunsch, dass "es endlich rauskommt", konnte ich nie nachvollziehen), auf die Geburt hätte ich auch verzichtet, wenns anders gegangen wäre ...

    Jetzt stelle ich mir vor, der Ex hätte gesagt "eines reicht mir" - na, sorry, mir aber nicht, und DAS wäre dann auch zum Problem geworden.

  7. #137
    Nelami ist offline Member

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Camille Beitrag anzeigen
    Ich auch. Dieses sengenden Wunsch, den kenne ich gar nicht.

    Ich war so ausgefüllt mit dem Ersten/Einzigen, jahrelang, ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich da jemanden vermissen sollte.
    Erst als das Kind 4 war, konnte ich mir das so langsam abstrakt vorstellen.
    Ich bin immer erstaunt, wie Frauen sich mit einem anstrengenden, symbiotischen, schlafraubenden Baby eine Schwangerschaft, Geburt und einen Säugling wünschen können. *eek* Und wie man sich mit 3 munteren Kindern zuhause ein VIERTES zumuten will.
    Wie fühlt sich das an?
    Ist das ein bisschen wie eine Sucht? Also - wie das Bedürfnis nach einer Zigarette, wenn man Raucher ist - so ein Ziehen in der Brust? Oder eher wie Liebeskummer, so eine Sehnsucht?
    Ich glaube das kann man nicht rational erklären.
    Es ist eine rein emotionale Sache, ob man einen Kinderwunsch hat oder nicht.
    Wenn es einer Frau allerdings hauptsächlich um das Schwanger sein als erstrebenswerten Zustand an sich geht, oder darum, nochmal eine Geburt oder die erste Zeit mit Baby zu erleben, dann finde ich es durchaus legitim diese Motive zu hinterfragen.
    Ich fand die ersten Monate und Jahre in erster Linie anstrengend, von einem besonderen Zauber der ersten Zeit hab ich da nix gemerkt. Ich fand es auf der einen Seite langweilig, auf der anderen körperlich und emotional sehr belastend.
    Auch die Geburt war für mich ein biologischer Vorgang, das hatte nichts Besonderes für mich.
    Die Schmerzen werd ich nie vergessen.
    Eine Symbiose mit dem Neugeborenen hab ich auch nicht empfunden, im Gegenteil, die Symbiose war für mich mit dem Durchtrennen der Nabelschnur beendet.
    Wenn man da emotional einfach anders gestrickt ist, kann man das halt nicht nachvollziehen, was viele andere Frauen so toll daran finden schwanger zu sein und ein Baby im Arm zu halten.
    Ich bin in anderen Lebensbereichen durchaus emotional, was das Kinderthema angeht, aber nicht.
    cosima und Gast gefällt dies.

  8. #138
    Löwenohr ist offline newbie

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Von meinem Mann hab ich was ähnliches gehört - er habe Kinder noch nie ausstehen können...
    Das hat er auch erst gesagt, als wir die zwei schon hatten, und ich war immer davon ausgegangen, dass sie Wunschkinder waren. Das war bitter. Er hat es relativiert, er hat gemeint, er könne halt mit Babys und Kleinkindern nicht viel anfangen (ich auch nicht, aber was hilfts, man kriegt sie ja nicht im schulalter vom Storch abgeworfen), und er liebt sie sichtlich sehr, aber das war schon im ersten (und zweiten und dritten) Moment hart. Wenn es für den satz vom Mann der TE nicht auch eine stark relativierende Erklärung gibt - ne. Ich könnte ihm dann wohl im Bezug auf die Kinder auch nicht mehr vertrauen. Er hat sie nicht gewollt - also werden sie ihm wohl egal sein...
    Ja, ich kann mich in sowas auch reinsteigern. ..
    Ich finde eher dass er unser Leben, unsere Entscheidung, unser Fundament damit verrät.

    Mein Mann war von Anfang an begeisterter Vater für beide Kinder, hingebungsvoll und hat generell zu allen Kindern einen guten Draht.

    Die erste Schwangerschaft hat ihn in gewisser Weise überrumpelt, nachdem sie hat so lang auf sich hatte warten lassen.

    Und nochmal, es ging bei uns inhaltlich nie um das dritte Kind, sondern darum dass er nicht muss, also wer hat recht.

    Die Überlegung wessen Wunsch erfüllt wird finde ich auch ein bißchen schwierig, ich fände wichtiger womit die Familie besser umgehen kann.
    Wenn einer der Eltern oder die geborenen Kinder leiden würden, oder wenn die Beziejung zum "erstrittenen" Kind belastet wäre zum Beispiel, das ist was ganz anderes.

    Wenn mein Partner mich mit süßen Kindern umstimmen wollte, das geht mir schon beim Lesen auch gegen den Strich.

  9. #139
    Avatar von Lolaluna
    Lolaluna ist offline Legende

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Und weil die Mehrheit der Frauen das tut, gehen wir davon aus, dass auch die Frau, mit der wir gerade schreiben, das tun wird

    In meiner begrenzten Welt bekommen Leute das Daheimbleiben beim Kind ja bezahlt (Kinderbetreuungsgeld, bei einem Jahr sind das mindestens 1000 Euronen im Monat). Das relativiert den Sachverhalt dann schon mal.

    Ernsthaft, wenn es wirklich um die Finanzen geht, traue ich jeder Frau (und jedem Mann) zu, da einfach mal Berechnungen aufzustellen und seine persönliche Belastung, wenn sie denn vorrangig sein sollte, mit ins Feld zu führen.
    Dann sind meine Erfahrungen anders. Das Einkommen reicht in Elternzeit oft gerade nur zum Überleben, oft wird behauptet, dass wo 3 Kinder satt werden auch 4 oder 5 klar kommen werden. Dazu kommen beengte Verhältnisse und langer Ausstieg aus dem Job bei der Mutter. Rationales Denken ist nicht immer gegeben, wenn der Kinderwunsch oder die Sehnsucht nach einer großen Familie die Überhand nehmen.
    cosima und Gast gefällt dies.

  10. #140
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Einseitiger Kinderwunsch- mal wieder

    Zitat Zitat von Lolaluna Beitrag anzeigen
    Dann sind meine Erfahrungen anders. Das Einkommen reicht in Elternzeit oft gerade nur zum Überleben, oft wird behauptet, dass wo 3 Kinder satt werden auch 4 oder 5 klar kommen werden. Dazu kommen beengte Verhältnisse und langer Ausstieg aus dem Job bei der Mutter. Rationales Denken ist nicht immer gegeben, wenn der Kinderwunsch oder die Sehnsucht nach einer großen Familie die Überhand nehmen.
    Natürlich ist rationales Denken nicht immer gegeben - es ist eventuell auch gar nicht immer mögilch oder nötig (obs für 4 Kinder finanziell reicht, wenns für 3 gereicht hat, hängt ja auch einfach davon ab, welchen Lebensstandard man hat, was man sich wünscht etc. - objektiv hat man ja schon mit einem Kind weniger Kohle als vorher alleine).

    Mich stört aber diese Annahme, dass der Mann ja die finanzielle Last vorrangig trägt und daher besser beurteilen kann, ob noch ein Kind zu wuppen ist. Da sage ich (als alleinfinanzierende Mutter von fünf Kinder seit über 16 Jahren genauso wie vorher als hälftig finanzierende Mutter von vier Kindern) ganz klar: Wenn schon über Finanzen diskutiert wird (darum gehts ja des öfteren nicht oder nur vorgeschobenerweise), dann bitte richtig, am Einzelfall bezogen (und nach Mögichkeit diskutieren das dann die beiden Beteiligten ). Ich traue da jedem zu, seinen Standpunkt auch logisch zu vertreten.
    salvadora gefällt dies