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Thema: Dissoziales Verhalten

  1. #71
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von --nyx-- Beitrag anzeigen
    marielaurin, weißt du vlt. den Namen des Wehenmittels (zeitlich passt das bei uns zwar nicht, aber er wurde im Ausland geboren, vlt. ist es anderswo noch am Markt?)? Und diese Verhaltensänderung des Jungen trat dann einfach so nach der Einstellung der SD ein? Oder wurde da noch mehr therapiert, in welcher Form auch immer?
    Die Sache mit dem Wehenmittel halte ich für spekulativ. Ähnlich wie der Zusammenhang Masernimpfung und Autismus immer wieder durchs Dorf getrieben wird.

    Aber das Thema Schilddrüsenproblem und psychische Auffälligkeit ist definitiv wissenschaftlich gesichert. Es ist dann (bei Erwachsenen) z.B. eine organische Depresssion/Psychose/... Es gibt auch andere organische Gründe (und zwar sehr viele). Und was ein Erwachsener an Krankheit bekommen kann, das kann auch ein Kind bekommen, wenn auch es viel seltener ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Organi...tsst%C3%B6rung

  2. #72
    --nyx-- ist offline Stranger
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von WATERPROOF Beitrag anzeigen
    Die Sache mit dem Wehenmittel halte ich für spekulativ. Ähnlich wie der Zusammenhang Masernimpfung und Autismus immer wieder durchs Dorf getrieben wird.

    Aber das Thema Schilddrüsenproblem und psychische Auffälligkeit ist definitiv wissenschaftlich gesichert. Es ist dann (bei Erwachsenen) z.B. eine organische Depresssion/Psychose/... Es gibt auch andere organische Gründe (und zwar sehr viele). Und was ein Erwachsener an Krankheit bekommen kann, das kann auch ein Kind bekommen, wenn auch es viel seltener ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Organi...tsst%C3%B6rung
    Danke für deine Antwort und für den Hinweis zum Wehenmittel. Das ist ja im Moment nur ein Nebenschauplatz, wo eine Ursache einfach eine nette Info für das eigene Gefühl wäre.

    Also werde ich mal in der organischen Richtung mit der SD starten. Du bist ja Ärztin o. ä. glaube ich, weißt du ob es etwas aktuelles zu den Grenzwerten für die SD-Werte gibt? Ich erinnere mich nur noch dunkel, dass da manche nicht eingestellt werden, obwohl schon ein Mangel vorliegt (irgendwie waren die Verhältnisse der einzelnen Werte wichtig). Sind bei Kindern die Grenzwerte die gleichen wie bei Erwachsenen? Ich sammele auf Verdacht schon mal ein paar Argumente für die KiÄ.

    Was mir aber doch Sorgen macht: Wie kann ich sicher sein, dass die sehr vielen anderen Gründe auch geprüft werden? Wir waren schon bei so vielen Beratungen/Hilfsangeboten/Ärzten etc., niemals hat jemand auf solche mögliche Ursachen hingewiesen. Ich muss immer selbst die Stichworte liefern, dann erst passiert etwas. So beim Schreiben kriege ich das Gefühl, mal einen anderen KiA zu suchen...

  3. #73
    Temporär ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von --nyx-- Beitrag anzeigen
    Also werde ich mal in der organischen Richtung mit der SD starten...
    Schau mal, den Artikel hatte ich mal für eine Freundin herausgesucht (hier auf dem Land gibt es noch nicht mal Kinderärzte, geschweige denn Endokrinologen ) zur Weitergabe an ihren Arzt. Da steht recht viel drin.
    Ich selbst bin Laie!

    Pharmazeutische Zeitung online: Unter-, Über- und Fehlfunktion: Schilddrüse kann schon Kinder plagen

  4. #74
    --nyx-- ist offline Stranger
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten


  5. #75
    marielaurin ist offline Member
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Tempo: In dem verlinkten Artikel ist eine Tabelle mit den "Grenzwerten". Die habe ich damals bei der Problematik mit meiner Tochter (ich vermutete Hashimoto weil sie auch Diabetes Typ 1 hat, beides eine Autoimmunerkrankung ist und die Symptome einfach erdrückend waren) vorgelegt und naja, ich mag nicht sagen ich wurde ausgelacht aber so kam es bei mir an. Hysterische, überfürsorgliche, ängstliche Mutter, die ihrem Kind unbedingt was anheften will.

    Daran beteiligt waren Kinderarzt (eine 6-Ärzte-Praxis), eine Universitätsklinik, eine Endokrinologin. Alle waren der Meinung, ihre TSH-Werte von um die 7 wären überhaupt für gar nichts verantwortlich. Ihre freien Werte waren meiner Laienmeinung nach eine Katastrophe, ich habe vor 10 Jahren viel bessere Werte gehabt und mir ging es damals grottenschlecht. Es geht hier um eine Unterfunktion durch einen Autoimmunprozess.

    Erst unser Hausarzt, ein Wald- und Wiesen-Dorfarzt, der meine allerletzte Hoffnung war hat sie ernst genommen und gesagt er macht sofort einen Ultraschall. Das wurde von den oben genannten abgelehnt mit dem Hinweis, da sei nichts, was auffällig wäre. Nun gut. Im Ultraschall zeigte sich die Schilddrüse meiner Tochter total zerfressen, sie hatte noch knapp 2ml Volumen zusammengerechnet, war also fast weggefressen durch die Autoimmunzerstörung. Sie bekommt seitdem Thyroxin in recht hoher Dosis, hat wunderbare, völlig normale Schilddrüsenwerte. Ungefähr 4-6 Wochen nach Beginn der Hormongabe waren alle ihre Symptome verschwunden und kamen seitdem nicht wieder.

    Aber sie hatte ja eh nichts wenn wir nach unserem Ärztemarathon gehen .... ich finde sowas ganz schwierig. Einerseits vertraut man, andererseits haben wir schon so viele Fehldiagnosen oder sagen wir gar keine wo sich dann doch hinterher rausstellte, dass da was wichtiges war, das man durchaus hätte er kennen können, wenn man an der richtigen Stelle sucht. Nur für diesen Blick über den Tellerrand fehlt entweder Budget oder Ehrgeiz vielleicht auch, keine Ahnung.


    NYX: Ich habs angefragt. Sie hat heute 24-Stunden-Dienst, aber ich denke, sie wird sich morgen nach dem Schlafen melden.

  6. #76
    Temporär ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von marielaurin Beitrag anzeigen
    Tempo: Aber sie hatte ja eh nichts wenn wir nach unserem Ärztemarathon gehen .... ich finde sowas ganz schwierig. Einerseits vertraut man, andererseits haben wir schon so viele Fehldiagnosen oder sagen wir gar keine wo sich dann doch hinterher rausstellte, dass da was wichtiges war, das man durchaus hätte er kennen können, wenn man an der richtigen Stelle sucht. Nur für diesen Blick über den Tellerrand fehlt entweder Budget oder Ehrgeiz vielleicht auch, keine Ahnung..
    Ja, so Erfahrungen habe ich auch gemacht. Gott sei Dank nicht mit den Kindern, die sehr stabil gesund sind.
    Ich denke, es hat auch viel damit zu tun, was man abrechnen kann oder nicht.
    Schlimm was dein Kind da erleben musste!

    Bei den Blutwerten mache ich jetzt gar keinen Fackelzug mehr, offensichtlich kann man die sehr schlecht abrechnen und muss noch ausführlich was dazu schreiben. Dann wird man dann dreimal einbestellt, Probe mit dies und jenem und wenn es dann nicht besser wird, dann können wir mal nach z gucken. Ich verstehe, dass das allermeiste von selbst besser wird, aber falls man einen Facharzt braucht, dann ist das hier wegen dem Ärztemangel und den langen Wartezeiten und Entfernungen ein Riesenaufwand, den ich lieber parallel in die Wege leite.

    Von daher frage ich gezielt nach bestimmten Blutuntersuchungen, wenn ich etwas ausschließen will, und bezahle die selbst.
    Und lasse die mir natürlich auch geben.
    Ist gar nicht so teuer.

  7. #77
    --nyx-- ist offline Stranger
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von marielaurin Beitrag anzeigen
    NYX: Ich habs angefragt. Sie hat heute 24-Stunden-Dienst, aber ich denke, sie wird sich morgen nach dem Schlafen melden.
    Vielen Dank fürs Nachfragen!

  8. #78
    Tijana ist offline 20.000 Beiträge gekappt
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    vielleicht bezieht sich der Vorschlag mit der Medikation eher auf ADS ?
    Laut TE hat das Kind ja auch ADS, da kann man sehr wohl mit Medikamenten ansetzen und möglicherweise verbessert das auch das Sozialverhalten
    Auch Aggressionen bekommt man mit Medikamenten teilweise in den Griff.
    GRUSS Tijana

  9. #79
    spice30 ist offline addict
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    Standard Re: Dissoziales Verhalten

    Nochmal zum Thema Schuld: Ich arbeite ja mit psychisch kranken Straftätern, hier auch mit Männern, die ihre Kinder/Stiefkinder mißbraucht haben. Bei uns ist Schuld durchaus ein Thema, wobei es prognostisch schon günstig ist, wenn die Pat. zu (echten) Schuldgefühlen fähig sind. Diese Männer haben ihren Kindern geschadet und sie hätten es wissen müssen (wobei viele natürlich alle möglichen Gründe anführen, warum dem nicht so wäre). Schuldgefühle haben ja durchaus eine Funktion, die sich deliktpräventiv auswirken kann.
    Ich bin auch dagegen, für alle Probleme die Eltern verantwortlich zu machen (auch das häufig bei unseren Pat.) Aber dennoch haben die eigenen Taten Folgen , denen sich die Täter stellen müssen.

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