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Thema: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

  1. #211
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von phina Beitrag anzeigen
    Mein Bruder hatte dicke, blau/grüne geschwollene Hände. Weil er die Finger nicht von den Knöpfen der Stereoanlage gelassen hat.Meine Mutter hat die Knöpfe einfach abgezogen. Mein Vater wollte ihm aber eine Lektion erteilen und demonstrieren, wer die Macht hat.Hat meinen Bruder nicht interessiert, der ist da immer wieder dran gegangen. Da war er ca 2-3 Jahre alt. Mich musste man nur schief angucken und ich bin abgehauen. Trotzdem bekam ich auch den Hintern voll mit dem Kochlöffel.Da war ich schon in der 2./3. Klasse. Danach hörte das langsam auf.
    :( Bei uns blieb es immerhin bei den Klapsen, an die ich mich nicht einmal erinnern kann.

  2. #212
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Ein bißchen hat sie schon Recht. Die "hart-wie-Kruppstahl"-Erziehung hat keine Versager hervorgebracht. Sondern Leute, die vollkommen gefühllos handeln können!!

    Da sind mir die heutige Weicheier deutlich lieber, die vielleicht mal rumflennen, aber Gefühle zulassen.

    Ich vermute mal (gibt es da Untersuchungen dazu - braucht jemand noch einen Thema für eine Doktorarbeit?), dass die gewaltfreie Erziehung einer der Gründe ist, warum Deutschland sich heute als friedliches Land präsentiert.
    Deutschland präsentiert sich heute als friedliches Land? Weil schon jahrzehntelang gewaltfrei erzogen wird, so im allgemeinen?

    Das glaube ich dir jetzt einfach mal nicht

  3. #213
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Melonenbaum Beitrag anzeigen
    Ich auch- aber das Kind trotzdem in den Arm genommen, wenn es weint. Ich kann ein weinendes Kind nicht gut weinend stehen lassen, ich möchte trösten.
    Bei Tochter 2 klappt das auch gut, die beruhigt sich dann wieder und dann kann man danach ruhig mit ihr reden.
    Bei Tochter 1 half im Kleinkindalter nix, wenn die ihren Wutanfall hatte, das musste ich einfach aushalten- teilweise über Stunden. Da wurde ich dann, war meine Geduld dann mal zu Ende, auch teilweise laut- brachte genau gar nichts.

    Heute habe ich auch die Geduld verloren, ich bin selber krank und entsprechend schnell genervt. Tochter 2 hat ein Erysipel und MUSS ihr Cefuroxim nehmen- alles vernünftige Reden brachte nix, Kind verweigerte, Konsequenz wäre ja die intravenöse Behandlung in der Kinderklinik. Tochter 1 und ich mussten also unsere körperliche Überlegenheit ausnutzen, Tochter 2s Mund blieb immer noch zu... Irgendwann hatten wir die 8 ml in Tochter 2 per Mund-Spritze drin, aber sehr viel von dem Klebzeug ist auf dem Boden und meinen Klamotten gelandet... Ich bin zwischendurch auch sehr laut geworden... Tja, passiert. Und als wir es geschafft hatten, habe ich sie in den Arm genommen.
    Sohn erzählt ja immer noch erbost, dass ich ihn mal gestoßen habe (da war er fünf, jetzt ist er 16 - und zu meiner "Entschuldigung" muss ich sagen, dass er mir zweimal, das zweite nach Ansage, auf meinen eh schon kaputten Fuß gehüpft ist, der Schmerz ging mir irgendwie direkt ins Gehirn und scheint es abgeschaltet zu haben).

    Wie alt deine Nummer zwei ist, weiß ich nicht - ich würde, ja nach Kindesalter, erklären und durchaus in Kauf nehmen, dass das Kind in der Klinik landet.

    Diese sprichwörtlichen Trotzanfälle kenne ich von meinen Kindern eh gar nicht - oder ich habe sie nicht erkannt oder nicht tragisch genommen (wobei Sohn ja ein Schreibaby war, der konnte stundenlang brüllen, ob mit oder ohne Grund - hat aufgehört, sobald er reden konnte, in seinem Fall war das spät, mit vier Jahren). Aber ich fürchte, mein echtes Mitleid würde sich bei einem Wutzwerg wirklich in Grenzen halten, mein Trost wäre Schauspiel (und da würde ich halt überlegen, ob es das Schauspiel braucht).
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  4. #214
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Für mich hat das nichts mit Verar... zu tun. Ich nehme den Hammer weg, weil das Kind nichts kaputt kloppen soll. Aber ich verstehe, dass es darüber wütend und traurig ist. Und diese Gefühle sind (im Gehensatz zum Hammerklopfen) doch auch völlig ok. Also kann ich es doch in den Arm nehmen und muss mich nicht vom weinenden Kind abwenden und ein Buch lesen.
    Niemand sagt, dass du dich abwenden musst - ich glaube, auch Thori muss sich nicht abwenden, sie möchte aber halt ein Buch lesen. Mir ginge es vermutlich ähnlich.

    Das wird so eine Typsache sein.

  5. #215
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Deutschland präsentiert sich heute als friedliches Land? Weil schon jahrzehntelang gewaltfrei erzogen wird, so im allgemeinen?

    Das glaube ich dir jetzt einfach mal nicht
    nicht nur deswegen!!

    Ich bin Jahrgang 64. IN meiner Kindheit kamen die Diskussionen auf, das es schädlich ist, Kinder zu schlagen. Sogar bei uns in der hintersten Provinz.
    Das heißt, heute 75 - 85-jährige setzten sich mit dem Thema Gewalt auseinander. Ja, sowas hat Folgen. Positive Folgen.

  6. #216
    Gast Gast

    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich schaffe doch nicht eine Situation, die das Kind zum Weinen bringt, und tröste es dann drüber, dass ich es zum Weinen gebracht habe? Was soll das Kind denn lernen? Suche Trost bei Menschen, die dir (seelisch) wehtun?Da erkläre ich "Den Hammer nehme ich jetzt, damit du das Glas nicht kaputtmachen kannst (in meinem Fall würde ich damit argumentieren, dass die Fische sich schlicht fürchten, wenns so laut klopft", aber ohne, dass ich da lange rumtröste. Und dann schaue ich, ob das Kind was Interessanteres zu tun bekommen könnte.
    Ich tröste es, weil ich seine Gefühle nachvollziehen kann und ich es mit diesen negativen Gefühlen nicht alleine lasse. Das hat nichts damit zu tun, dass das Wegnehmen des Hammers nicht ok wäre. Ich kann doch auch als Erwachsene über etwas sauer oder traurig sein, das ich rational einsehe. Trotzdem fände ich es blöd, wenn mir dann meine (negativen) Gefühle "verboten" würden.

  7. #217
    Gast Gast

    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Ich schaffe die Situation doch aber gar nicht weil ich es zum weinen bringen möchte, sondern das es nichts zerdeppert! Und das Kind soll dabei lernen, wenn ich traurig bin und Trost brauch sind Mama und Papa da. Ich sag ja nicht: ja tut mir leid, war blöd von mir das ich dir den Hammer weg genommen hab, hier nimm ihn und mach weiter, sondern eher: ja, ich verstehe das dich das traurig/wütend macht, aber die Fischer erschrecken, daher bleibt der Hammer jetzt erst einmal weg.
    Danke, ich hätte erst weiter lesen sollen. Du hast bessere Worte für das gefunden was ich eigentlich sagen wollte.

  8. #218
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Ich schaffe die Situation doch aber gar nicht weil ich es zum weinen bringen möchte, sondern das es nichts zerdeppert! Und das Kind soll dabei lernen, wenn ich traurig bin und Trost brauch sind Mama und Papa da. Ich sag ja nicht: ja tut mir leid, war blöd von mir das ich dir den Hammer weg genommen hab, hier nimm ihn und mach weiter, sondern eher: ja, ich verstehe das dich das traurig/wütend macht, aber die Fischer erschrecken, daher bleibt der Hammer jetzt erst einmal weg.
    Ich habe nicht geschrieben "damit das Kind weint" sondern "eine Situation, die das Kind zum Weinen bringt".

    Okay, das wird der Unterschied sein, mein Kind soll nicht lernen, bei jemandem Trost zu suchen, der es gerade zum Weinen gebracht hat (ich hätte echt Angst, dass es da nicht dabei bleibt, dass es bei mir Trost sucht, sondern später mal vielleicht beim Partner, der es zum Weinen bringt etc.).

    Kind darf da klarerweise wütend sein, traurig, was auch immer, der Hammer bleibt natürlich weg (denn ich habe die Verantwortung dafür, dass keine Lebewesen zu Schaden kommen) - und genau das vermittle ich in so einem Fall sachlich.

  9. #219
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich tröste es, weil ich seine Gefühle nachvollziehen kann und ich es mit diesen negativen Gefühlen nicht alleine lasse. Das hat nichts damit zu tun, dass das Wegnehmen des Hammers nicht ok wäre. Ich kann doch auch als Erwachsene über etwas sauer oder traurig sein, das ich rational einsehe. Trotzdem fände ich es blöd, wenn mir dann meine (negativen) Gefühle "verboten" würden.
    Wie kommst du drauf, dass ich Gefühle verbieten würde?

    Als Erwachsener bin ich nicht sauer, wenn ich etwas rational einsehe, traurig eventuell durchaus - aber im Leben suche ich nicht Trost bei jemandem, der eine Entscheidung, die mich sauer macht (oder traurig), für mich getroffen hat, indem er einfach mal irgenwas macht (dass mir jemand einfach einen Hammer wegnimmt, wäre ja schwer möglich, aber dass er irgendwas ohne Rücksprache tut, weil er meint, er wäre ja viel vernünftiger als ich, durchaus). Da sehe ich einen entscheidenden Unterschied darin, ob ich selbst oder ein andere entscheide.

  10. #220
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht geschrieben "damit das Kind weint" sondern "eine Situation, die das Kind zum Weinen bringt".Okay, das wird der Unterschied sein, mein Kind soll nicht lernen, bei jemandem Trost zu suchen, der es gerade zum Weinen gebracht hat (ich hätte echt Angst, dass es da nicht dabei bleibt, dass es bei mir Trost sucht, sondern später mal vielleicht beim Partner, der es zum Weinen bringt etc.). Kind darf da klarerweise wütend sein, traurig, was auch immer, der Hammer bleibt natürlich weg (denn ich habe die Verantwortung dafür, dass keine Lebewesen zu Schaden kommen) - und genau das vermittle ich in so einem Fall sachlich.
    Wie gesagt ich mache meine Reaktion da vom Kind abhängig. Den Kleinen lasse ich erst einmal austoben, der würde mich eher weg schubsen wenn ich da auf ihn zu gehen wollen würde. Der setzt sich dann meist auch ganz demonstrativ mit dem Rücken zu mir. Bei der Großen weiß ich es gar nicht mehr so genau, kam bei ihr eh selten vor, sie hätte zu 80% schon gehört wenn ich ihr gesagt habe, sie soll aufhören und selbst wenn ich eingegriffen wäre und ihr den Hammer weg genommen hätte, hätte sie wohl kurz ne Schnute gezogen und sich was anderes zum spielen gesucht.Der Mittleren hätte ich mit 2 Jahren den Hammer wahrscheinlich auch gar nicht weg genehmen müssen, sobald ich ihr gesagt hätte sie darf nicht hätte sie angefangen zu heulen und hätte auf meinen Arm gewollt weil sie Trost gewollt hätte, weil sie traurig war, weil sie aufhören musste. Hätte ich sie dann nicht in den Arm nehmen sollen? Sie war ja traurig weil ich es ihr verboten hatte! Sie hat es ja auch akzeptiert, war eben nur traurig und wollte deswegen Trost. Sie da abzuweißen hätte ich wirklich fies gefunden, sie hat ja gar nichts schlimmes gemacht, zumindest nicht in ihren Augen, sie wollte ja nichts kaputt machen oder Fische ärgern, sondern mit dem Hammer spielen und da ist es halt spannend wie unterschiedlich Dinge klingen. Selbst wenn sie doch nicht gehört hätte und ich ihr den Hammer hätte wegnehmen müssen, währe ihr einziges "Verbrechen" das sie nicht sofort gehört hat und auch das finde ich in dem Alter legitim und keinen Grund sie zu bestrafen und das wäre es für sie gewesen, wenn ich sie nicht in den Arm genommen hätte.
    Gast und Valrhona gefällt dies.

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