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Thema: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

  1. #261
    Avatar von phina
    phina ist offline Glückskeks

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Jimmy-Gold Beitrag anzeigen
    Ich habe eben noch keine schlechten Erfahrungen gemacht- hätte ich die, wäre ich wahrscheinlich auch vorsichtiger.

    Froschn wusste aber ja sicherlich genau, auf was sie sich einlässt.


    Umgedreht habe ich aber mal eine Frau, die neben mir bei Lidl parkte und mich pikiert anmachte, wieso ich so unfreundlich zu meinem Kleinkind wäre, mal rund gemacht bzw. sie schlagfertig gefragt, ob sie den Zornniggel nicht mitnehmen will.

    Dass ich schon seit gefühlt 3 Stunden das Spiel "ich kann meinen Gurt selbst lösen" gespielt habe, dabei halb im Auto hing und geschwitzt war, wusste die natürlich nicht. Die hat nur mein (zugegeben) lautes Gemosere und das Geschrei vom Sohn gehört.


    Übrigens war auch das Kind schlagartig still, als ich der Frau anbot, ob sie es nicht haben will.

    Ja wenn ich durchgeschwitzt vom einkaufen komme (ich muss ja zu Fuß) bin ich auch oft sehr unausgeglichen die Treppe ist dann immer eine Herausforderung für uns beide

    Meine Nachbarin meinte mal, sie bewundert mich, wie geduldig ich mit der Kleinen bin.
    Ich hab nur so geschaut weil: ICH? Geduldig?

  2. #262
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Fürs Kind ändert sich was.

    Kind wird in der Öffentlichkeit misshandelt, viele schauen zu, keiner sagt was - > KInd lernt, dass es in Ordnung ist, misshandelt zu werden.

    Kind wird in der Öffentlichkeit misshandelt, jemand geht dazwischen (und bestenfalls passiert das mehrfach), KInd lernt, dass es nicht in Ordnung ist, misshandelt zu werden! Und vielleicht traut es sich dann auch mal, jemanden anzusprechen (z.b. Lehrer), die ihm dann auch tatsächlich helfen.
    Ich glaube, du unterschätzt, was es für das Kind bedeutet, wenn die Mutter - eventuell die einzige, die zuständig ist - ins Gefängnis geht (in der Phantasie des Kindes, mir ist schon klar, dass da ein bisserl Wasser den Jordan runterläuft) etc. Kind landet dann nämlich im Heim (in der kindlichen Phantasie sicher, in der Realität eventuell auch).

    Da muss ganz viel passieren, bis ein Kind sich sagt "mir doch wurst, überall anders bin ich besser dran" (ja, die Fälle gibt es), schon dreimal, wenn vielleicht noch Geschwister dranhängen (von denen es dann getrennt wird - in der Phantasie halt, in der Realität möglicherweise auch).

    Bei uns ist Gewalt in der Erziehung ja schon ein bisserl länger verboten als bei euch, trotzdem kommt sie natürlich vor (weils immer vorkommt, dass jemand, weil er es kann, tut, was er tun möchte, in dem Fall halt zuschlagen). Klar ist es gut, dass es das Gewaltschutzgesetz etc. GIBT, aber für Kinder (ohne sonstigen betroffenen erwachsenen Anhang) ist es halt ein sehr zweischneidiges Schwert (die Polizei kann im Fall häuslicher Gewalt ja nicht gut den Erziehungsberechtigten wegweisen und das Kind alleine lassen, wenn es einen zweiten Erziehungsberechtigten gibt, kommt das Kind eventuell vom Regen in die Traufe).

    Bei echter (!) Gefahr für Leib und Leben hilft eh nur eines: Opfer sofort aus der Gefahrenzone, dauerhaft. Aber ganz sicher nicht: dem Täter mal sagen, dass das, was er tut, aber ganz böse und verboten ist. Beeindruckt nicht wirklich (bzw. es beeindruckt oft nur so weit, dass sich die Art der Gewalt und der Ort der Gewalt verändern).

    Man mag mich für brutal halten, aber ich halte es fürs Kind für unschädlicher, in der Öffentlichkeit ein Ohr umgedreht zu bekommen, als so manches, was hinter verschlossenen Türen an psychischer Gewalt stattfindet, sein kann.
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  3. #263
    Jimmy-Gold Gast

    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Keineswegs. Aber wenn schon eingreifen, dann doch so, dass das Kind nicht nachher genauso ungeschützt ist wie vorher und eventuell die Mutter auch noch wütender.

    Und wie wäre das gegangen?

    Bitte am konkreten Fall bleiben und keine Locken drehen mit "hätte,wäre,könnte".

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  4. #264
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von DasUpfel Beitrag anzeigen
    Andersrum: in der U-Bahn fängt er sich so schnell keine mehr.
    Und daheim fängt er sich mit Pech - weil die Wut der Mutter über sein Betragen sich aufstaut (wo sie halt vorher durch Ohrumdrehen explodiert ist, wird sie jetzt mühsam Haltung bewahren, wenn das Erlebnis sie beeindruckt hat) - dafür ein paar ordentliche.

    Oder die Mutter macht so nette Sachen wie (alles tatsächlich passiert und mir in letzter Zeit von glaubhaften Zeugen geschildert) Spielzeugzertrampeln, Teddybär verbrennen, Kind im Abstellkammerl einsperren ..... - da rede ich jetzt von nichtphysischer Gewalt, eh klar.

  5. #265
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wie geht das konkret in der Situation?
    Gar nicht - und das liegt dran, dass sich ein findiger Gesetzgeber ausgedacht hat, dass etwas verboten ist, blöderweise aber keine Maßnahmen vorgesehen, wie man das Opfer dann auch aus der Gefahrenzone bringt.

    Erinnert mich an die Zeiten, als das Schlagen der Ehefrau zwar nicht erlaubt war, der Täter aber nicht dazu gebracht werden konnte, die Wohnung zu verlassen und dauerhaft wegzubleiben.
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  6. #266
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von Jimmy-Gold Beitrag anzeigen
    Und wie wäre das gegangen?

    Bitte am konkreten Fall bleiben und keine Locken drehen mit "hätte,wäre,könnte".

    Ich kenne euer Gesetz und eure Behörden, nun wirklich nicht gut genug, um zu wissen, was ein Polizist in so einem Fall tun könnte.

    In meiner Phantasie müsste es aber Möglichkeiten geben, in so einem Fall SOFORT wirksam abzuklären, ob das Kind häufiger Gewalt ausgesetzt ist usw. und sofort dafür zu sorgen, dass nicht (zu Hause) mehr passiert. Erfahrungsgemäß (ja, ich habe Erfahrung mit Gewalt und ich rede öfter mal mit Leuten, die Gewaltopfer wurden) bringt so ein "Eingreifen" den Täter eher in Rage, auch wenn er (nona) vor den Behörden dann einsichtig rüberkommt (innerlich gärt es halt, und dann sucht derjenige halt Möglichkeiten sich straffrei zu entladen).

    Die Frau drauf hinzuweisen, dass körperliche Gewalt verboten ist, macht im Grund erstmal nur eines, es beruhigt denjenigen, der "eingegriffen" hat - fürs Kind ändert es aber nicht notwendigerweise irgendwas (und genau das habe ich geschrieben).
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  7. #267
    Gast Gast

    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Gar nicht - und das liegt dran, dass sich ein findiger Gesetzgeber ausgedacht hat, dass etwas verboten ist, blöderweise aber keine Maßnahmen vorgesehen, wie man das Opfer dann auch aus der Gefahrenzone bringt. Erinnert mich an die Zeiten, als das Schlagen der Ehefrau zwar nicht erlaubt war, der Täter aber nicht dazu gebracht werden konnte, die Wohnung zu verlassen und dauerhaft wegzubleiben.
    Es gibt Möglichkeiten ein Kind sofort aus der Familie zu nehmen. Das ist aber immer eine zweischneidige Sache: ist die Gewalt do. massiv, dass sofort gehandelt werden muss oder lässt sich durch Maßnahmen innerhalb der Familie etwas erreichen. Bei uns kommen die Kinder übrigens in der Regel nicht in ein Heim sondern in eine Pflegefamilie. Ob die Herausnähme des Kindes hier nötig wäre kann man ja anhand der einen Situation gar nicht entscheid n.Aber wie ich schon schrieb: durch die Strafanzeige ist das Jugendamt mit im Boot und (zumindest bei uns) sind die im Zweifel recht fix.
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  8. #268
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich glaube, du unterschätzt, was es für das Kind bedeutet, wenn die Mutter - eventuell die einzige, die zuständig ist - ins Gefängnis geht (in der Phantasie des Kindes, mir ist schon klar, dass da ein bisserl Wasser den Jordan runterläuft) etc. Kind landet dann nämlich im Heim (in der kindlichen Phantasie sicher, in der Realität eventuell auch).

    Da muss ganz viel passieren, bis ein Kind sich sagt "mir doch wurst, überall anders bin ich besser dran" (ja, die Fälle gibt es), schon dreimal, wenn vielleicht noch Geschwister dranhängen (von denen es dann getrennt wird - in der Phantasie halt, in der Realität möglicherweise auch).

    Bei uns ist Gewalt in der Erziehung ja schon ein bisserl länger verboten als bei euch, trotzdem kommt sie natürlich vor (weils immer vorkommt, dass jemand, weil er es kann, tut, was er tun möchte, in dem Fall halt zuschlagen). Klar ist es gut, dass es das Gewaltschutzgesetz etc. GIBT, aber für Kinder (ohne sonstigen betroffenen erwachsenen Anhang) ist es halt ein sehr zweischneidiges Schwert (die Polizei kann im Fall häuslicher Gewalt ja nicht gut den Erziehungsberechtigten wegweisen und das Kind alleine lassen, wenn es einen zweiten Erziehungsberechtigten gibt, kommt das Kind eventuell vom Regen in die Traufe).

    Bei echter (!) Gefahr für Leib und Leben hilft eh nur eines: Opfer sofort aus der Gefahrenzone, dauerhaft. Aber ganz sicher nicht: dem Täter mal sagen, dass das, was er tut, aber ganz böse und verboten ist. Beeindruckt nicht wirklich (bzw. es beeindruckt oft nur so weit, dass sich die Art der Gewalt und der Ort der Gewalt verändern).

    Man mag mich für brutal halten, aber ich halte es fürs Kind für unschädlicher, in der Öffentlichkeit ein Ohr umgedreht zu bekommen, als so manches, was hinter verschlossenen Türen an psychischer Gewalt stattfindet, sein kann.
    Erstens gibt es zuumindest in Deutschland kaum noch Kinderheime, gerade für jüngere Kinder nicht.
    Zweitens werden Geschwister hier niemals getrennt, wenn es auch irgendwie zusammen geht.

    Dass das aber in der Phantasie vom Kind so sein könnte, wenn Froschn die Mutter anspricht, ist möglich. Genau kann es in seiner Phantasie auch sein, dass die Mutter ihm beim nächsten Mal das Ohr abreißt, wenn keiner was sagt. Oder ihn vielleicht umbringt. Wenn wir von der Phantasie der Menschen ausgehen, brauche wir gar nicht diskutieren, denn da ist alles möglich udn wir wissen nichts.
    Drittens sind Gewaltschutzgesetze auch für Kinder zweischneidiges Schwert, denn ohne dieses Gesetz wäre ja sämtliche Gewalt okay und es gäbe keine Maßnahmen dagegen.
    Was eventuell zweischneidig ist, ist die Sache mit der Herausnahme aus der Familie. Das passiert ja aber nun nicht bei Kleinigkeiten und sei dir versichert, dass Jugendämter sich solche Entscheidungen nicht leicht machen, sondern genau abwägen, ob es langfristig schlimmer für das Kind ist, bei den Eltern zu bleiben oder woanders wohnen zu müssen.

  9. #269
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Gar nicht - und das liegt dran, dass sich ein findiger Gesetzgeber ausgedacht hat, dass etwas verboten ist, blöderweise aber keine Maßnahmen vorgesehen, wie man das Opfer dann auch aus der Gefahrenzone bringt.

    Erinnert mich an die Zeiten, als das Schlagen der Ehefrau zwar nicht erlaubt war, der Täter aber nicht dazu gebracht werden konnte, die Wohnung zu verlassen und dauerhaft wegzubleiben.
    Einerseits sagst du, es ist für Kinder schlimm, ihren Eltern weggenommen zu werden und das wollen die vielleicht gar nicht, andererseits willst du aber Maßnahme, die es ermöglichen, Kindern bei schon bei Dingen wie Ohren umdrehen sofort aus der Gefahrenzone zu bringen? Passt irgendwie nicht zusammen...
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  10. #270
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Ein paar auf den Hintern haben noch keinem geschadet...

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich kenne euer Gesetz und eure Behörden, nun wirklich nicht gut genug, um zu wissen, was ein Polizist in so einem Fall tun könnte.

    In meiner Phantasie müsste es aber Möglichkeiten geben, in so einem Fall SOFORT wirksam abzuklären, ob das Kind häufiger Gewalt ausgesetzt ist usw. und sofort dafür zu sorgen, dass nicht (zu Hause) mehr passiert. Erfahrungsgemäß (ja, ich habe Erfahrung mit Gewalt und ich rede öfter mal mit Leuten, die Gewaltopfer wurden) bringt so ein "Eingreifen" den Täter eher in Rage, auch wenn er (nona) vor den Behörden dann einsichtig rüberkommt (innerlich gärt es halt, und dann sucht derjenige halt Möglichkeiten sich straffrei zu entladen).

    Die Frau drauf hinzuweisen, dass körperliche Gewalt verboten ist, macht im Grund erstmal nur eines, es beruhigt denjenigen, der "eingegriffen" hat - fürs Kind ändert es aber nicht notwendigerweise irgendwas (und genau das habe ich geschrieben).
    Also wäre deine Ideallösung, dass es Verfahren udn gesetzliche Grundlagen gäbe, dass, wenn eine Person in der Öffentlichkeit ein Kind körperlich bestraft oder ihm Schmerzen zufügt, sofort zeitnah das Jugendamt die Familie überprüft, ob es dort öfter Gewalt gibt?
    Das wäre etwas, womit ich mich anfreunden könnte, auch wenn ich nicht genau wüsste, wie das Jugendamt das machen will.
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