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Thema: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

  1. #1
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Das Internet ist ja voll von Horrorstories, wie anstrengend die Welpenzeit ist, nichts anderes ist daneben mehr möglich, genauso anstrengend wie bei Menschenbabys, man sollte sich mindestens zwei Monate Urlaub nehmen, am besten ein halbes Jahr, alles wird vollgepieselt, angeknabbert, der Welpe fordert permanente Aufmerksamkeit etc. etc.
    Da ich euch hier als wenig hysterisch und sehr realistisch wahrnehme, möchte ich gerne eure Erfahrungen hören. Ist das wirklich so? Und wenn ja, wie lange? Mit ein paar Wochen Stress und nicht durchgeschlafenen Nächten kann ich leben, wenn es das komplette erste Jahr betrifft, würde die Entscheidung gegen einen Hund ausfallen (bin Hundeanfängerin).

    Und dann noch eine konkretere Frage zum stubenrein werden: ich kann mir wie gesagt als Selbständige nicht vier Wochen dafür freinehmen und würde den Hund gerne mit zur Arbeit nehmen, so lange er noch nicht länger alleine bleiben kann. Da ich aber nun gelesen habe, dass es am Anfang notwendig ist, auf jedes kleine Signal zu achten, falls der Welpe pieseln muss und dann sofort mit ihm rauszugehen, frage ich mich, wie ich das hinbekommen könnte. Ich habe Kliententermine, die 45 Minuten dauern und während derer ich dann nicht einfach plötzlich mit dem Hund Pipi machen gehen kann. Wie kann das gehen? Geht das überhaupt irgendwie? Den Welpen im selben Raum zu lassen, ist kein Problem. Zwischen den Terminen kann ich mir durchaus jeweils Pausen einplanen, da bin ich flexibel. Aber eben nicht während dessen.

  2. #2
    Avatar von Hundnas
    Hundnas ist offline Furry
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Das Internet ist ja voll von Horrorstories, wie anstrengend die Welpenzeit ist, nichts anderes ist daneben mehr möglich, genauso anstrengend wie bei Menschenbabys, man sollte sich mindestens zwei Monate Urlaub nehmen, am besten ein halbes Jahr, alles wird vollgepieselt, angeknabbert, der Welpe fordert permanente Aufmerksamkeit etc. etc.
    Da ich euch hier als wenig hysterisch und sehr realistisch wahrnehme, möchte ich gerne eure Erfahrungen hören. Ist das wirklich so? Und wenn ja, wie lange? Mit ein paar Wochen Stress und nicht durchgeschlafenen Nächten kann ich leben, wenn es das komplette erste Jahr betrifft, würde die Entscheidung gegen einen Hund ausfallen (bin Hundeanfängerin).

    Und dann noch eine konkretere Frage zum stubenrein werden: ich kann mir wie gesagt als Selbständige nicht vier Wochen dafür freinehmen und würde den Hund gerne mit zur Arbeit nehmen, so lange er noch nicht länger alleine bleiben kann. Da ich aber nun gelesen habe, dass es am Anfang notwendig ist, auf jedes kleine Signal zu achten, falls der Welpe pieseln muss und dann sofort mit ihm rauszugehen, frage ich mich, wie ich das hinbekommen könnte. Ich habe Kliententermine, die 45 Minuten dauern und während derer ich dann nicht einfach plötzlich mit dem Hund Pipi machen gehen kann. Wie kann das gehen? Geht das überhaupt irgendwie? Den Welpen im selben Raum zu lassen, ist kein Problem. Zwischen den Terminen kann ich mir durchaus jeweils Pausen einplanen, da bin ich flexibel. Aber eben nicht während dessen.
    Oh mein Gott, die Welpenzeit war so anstrengend, ich wollte zwischenzeitlich meinen Kopf an die Wand schlagen, nur, damit ich nicht zombifiziere!! Das ist kein Witz. Wir waren trotz 20 Jahre Hundeerfahrung völlig unvorbereitet und hatten echt tolle Hilfe von meiner Hündin, die den Welpen adoptierte. Der Knilch ist jetzt 9 Monate und knallpubertär. Und ja, die Stubenreinheit ist genau so wie du es dir vorstellst, Kundentermine einhalten geht natürlich, aber danach musst du u.U. putzen. Aber da du das eh tun musst, ist es fast schon wieder egal.

    Viel Spaß

  3. #3
    Avatar von Moshi
    Moshi ist offline zurückestens
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Zitat Zitat von Hundnas Beitrag anzeigen
    Oh mein Gott, die Welpenzeit war so anstrengend, ich wollte zwischenzeitlich meinen Kopf an die Wand schlagen, nur, damit ich nicht zombifiziere!! Das ist kein Witz. Wir waren trotz 20 Jahre Hundeerfahrung völlig unvorbereitet und hatten echt tolle Hilfe von meiner Hündin, die den Welpen adoptierte. Der Knilch ist jetzt 9 Monate und knallpubertär. Und ja, die Stubenreinheit ist genau so wie du es dir vorstellst, Kundentermine einhalten geht natürlich, aber danach musst du u.U. putzen. Aber da du das eh tun musst, ist es fast schon wieder egal.

    Viel Spaß
    dem ist nichts mehr hinzuzufügen....

    mein "Knilch" ist fast 10 Monate....
    Hundnas gefällt dies
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  4. #4
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Zitat Zitat von Hundnas Beitrag anzeigen
    Oh mein Gott, die Welpenzeit war so anstrengend, ich wollte zwischenzeitlich meinen Kopf an die Wand schlagen, nur, damit ich nicht zombifiziere!! Das ist kein Witz. Wir waren trotz 20 Jahre Hundeerfahrung völlig unvorbereitet und hatten echt tolle Hilfe von meiner Hündin, die den Welpen adoptierte. Der Knilch ist jetzt 9 Monate und knallpubertär. Und ja, die Stubenreinheit ist genau so wie du es dir vorstellst, Kundentermine einhalten geht natürlich, aber danach musst du u.U. putzen. Aber da du das eh tun musst, ist es fast schon wieder egal.

    Viel Spaß
    Oh je, das klingt heftig, und das bei jemandem, der Erfahrung mit Hunden hat. Wie lange dauerte es denn, bis es sich eingependelt hat und die Anstrengung nachgelassen hat?

  5. #5
    Spanierin ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Das Internet ist ja voll von Horrorstories, wie anstrengend die Welpenzeit ist, nichts anderes ist daneben mehr möglich, genauso anstrengend wie bei Menschenbabys, man sollte sich mindestens zwei Monate Urlaub nehmen, am besten ein halbes Jahr, alles wird vollgepieselt, angeknabbert, der Welpe fordert permanente Aufmerksamkeit etc. etc.
    Da ich euch hier als wenig hysterisch und sehr realistisch wahrnehme, möchte ich gerne eure Erfahrungen hören. Ist das wirklich so? Und wenn ja, wie lange? Mit ein paar Wochen Stress und nicht durchgeschlafenen Nächten kann ich leben, wenn es das komplette erste Jahr betrifft, würde die Entscheidung gegen einen Hund ausfallen (bin Hundeanfängerin).

    Und dann noch eine konkretere Frage zum stubenrein werden: ich kann mir wie gesagt als Selbständige nicht vier Wochen dafür freinehmen und würde den Hund gerne mit zur Arbeit nehmen, so lange er noch nicht länger alleine bleiben kann. Da ich aber nun gelesen habe, dass es am Anfang notwendig ist, auf jedes kleine Signal zu achten, falls der Welpe pieseln muss und dann sofort mit ihm rauszugehen, frage ich mich, wie ich das hinbekommen könnte. Ich habe Kliententermine, die 45 Minuten dauern und während derer ich dann nicht einfach plötzlich mit dem Hund Pipi machen gehen kann. Wie kann das gehen? Geht das überhaupt irgendwie? Den Welpen im selben Raum zu lassen, ist kein Problem. Zwischen den Terminen kann ich mir durchaus jeweils Pausen einplanen, da bin ich flexibel. Aber eben nicht während dessen.
    Wir haben gerade eine vollkommen unspektakuläre Welpenzeit hinter uns.
    Ins Haus gemacht hat Pluto insgesamt so 20 Mal. Danach war Schluss. Nachts wollte er nie raus, er hat von der ersten Nacht an bei meiner Tochter im Bett geschlafen (das hatten wir pipiresistent ausgestattet) und da wo man ihn ablegte, schlief er ein und durch, bis sich jemand im Haus regte. Er hat niemals im Abstand von einer Stunde gepinkelt und hatte ratzfatz raus, dass die Geschäfte auf den Spaziergängen (einer morgens, einer abends) zu erledigen sind. Einzig sein ausgeprägter Schuhfetisch hat zu 2 Malheuren geführt und es ist so, dass er sich Beschäftigung sucht, wenn er alleine ist (beipielsweise meine Handtasche ausräumen, hüstel), was aber mit Kong, begrenztem Raum, in den er kann, ganz gut zu managen ist.
    Die grossen Vorteile waren meiner Meinung nach für uns:
    Die ersten Wochen beim Züchter verbrachte er mit Mama, Geschwistern sowie der Familie des Züchters samt drei Kindern, sodass da schon viel Vorabeit geleistet wurde.
    Wir haben einen grossen Hund, da ist das Alleinsein nicht so schlimm.
    Wir haben einen Garten, in den die Hunde mal flitzen können, wenn sie Pipi müssen.

    Ach und nochwas: So Quark wie Hund mit zur Arbeit nehmen und so würde ich gar nicht erst anfangen. Er muss schon lernen, alleine bleiben zu können. Also zumindest für uns ist das wichtig.
    _Ilex_ gefällt dies

  6. #6
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Ach und nochwas: So Quark wie Hund mit zur Arbeit nehmen und so würde ich gar nicht erst anfangen. Er muss schon lernen, alleine bleiben zu können. Also zumindest für uns ist das wichtig.[/QUOTE]

    Das klingt ja schon wieder machbar. Mit zur Arbeit nehmen ist zumindest anfangs aber leider unumgänglich (später nur noch an den langen Arbeitstagen) da ich 1. nicht die Zeit habe, so lange zu Hause zu bleiben, bis er zuverlässig einige Stunden alleine bleiben kann, ohne mir die Bude zu zerlegen und 2. bei uns tagsüber an den meisten Tagen keiner zu Hause ist, ich hauptsächlich alleine für ihn zuständig wäre und zudem an zwei Tagen die Woche von 8-19 Uhr aus dem Haus bin. Das will ich keinem Hund zumuten. Schafft er ja auch gar nicht ohne Pipipause.

  7. #7
    Spanierin ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Ach und nochwas: So Quark wie Hund mit zur Arbeit nehmen und so würde ich gar nicht erst anfangen. Er muss schon lernen, alleine bleiben zu können. Also zumindest für uns ist das wichtig.
    Das klingt ja schon wieder machbar. Mit zur Arbeit nehmen ist zumindest anfangs aber leider unumgänglich (später nur noch an den langen Arbeitstagen) da ich 1. nicht die Zeit habe, so lange zu Hause zu bleiben, bis er zuverlässig einige Stunden alleine bleiben kann, ohne mir die Bude zu zerlegen und 2. bei uns tagsüber an den meisten Tagen keiner zu Hause ist, ich hauptsächlich alleine für ihn zuständig wäre und zudem an zwei Tagen die Woche von 8-19 Uhr aus dem Haus bin. Das will ich keinem Hund zumuten. Schafft er ja auch gar nicht ohne Pipipause.[/QUOTE]

    Hab ich eigentlich überlesen, um welche Rasse es geht?
    Mit den zwei anderen Welpen die wir hatten, war es etwas komplizierter mit dem Trockenwerden, aber das waren grosse Rassen, der aktuelle ist ein Zwergschnauzer, ich weiss nicht, ob das daran liegt. Die Riesenschnauzerdame hat damals ACHT MONATE LANG täglich in die Bude gemacht. Aber soweit ich weiss nix zerstört.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Unsere Hündin war ein absoluter unkomplizierter Anfängerhund und trotzdem anstrengend .
    Innerhalb von 14 Tagen war sie stubenrein . Hat aber in den ersten Tagen überall hin gepieselt . Auch der Mensch benötigt etwas Zeit die Signale
    richtig zu deuten . Ich sehe mich heute noch in der Nacht im Nachthemd im Garten wandeln .

    Das allein lassen muss man trainieren - aus dem Zimmer gehen - warten - wieder rein und dann immer mehr steigern. Dauert je nach Hund auch .
    Sie blieb dann bis zu 6 Stunden allein aber das Radio mußte laufen .

    Wir hatten auch am Anfang eine richtige Leine nicht so ein Schnappding .Sie hat auch das ganz schnell gelernt und wir konnten dann problemlos auch ohne Leine laufen .

    Viel Liebe und viel Konsequenz waren angesagt und so hat sie auch ihren Platz in ihrem Rudel finden können .

    Nur mal so gefragt - muss es unbedingt ein Welpe sein ?

    Thori

  9. #9
    Avatar von chaosbande
    chaosbande ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Ich sag mal so...das kommt zum einen auf den Welpen und zum anderen auf den Menschen an.

    Wir bekamen vor einem Jahr eine Welpin, für mich Welpe Nr. 5, für meinen Mann und meinen Sohn Welpe Nr.1.
    Bei mir hat sie nicht ein einziges Mal reingepieselt...als mein Mann 'Aufsicht' hatte (selten), ist es in den ersten Wochen jedesmal passiert, aber das ist ja kein Drama.
    Schwieriger war es beim Umgang...ich hatte ja Vergleichsmöglichkeiten und kann sagen, sie war mit weitem Abstand der einfachste Welpe von allen (andere Rasse als die ersten 4), mein Mann war zum Teil völlig überfordert, wenn sie ihre verrückten 5 Minuten (Welpenspinnen bei uns genannt ) bekam und sie hat natürlich ganz schnell gemerkt, dass sie bei ihm die 'Oberhand' hat und hat es dann bei ihm um so doller getrieben.
    Er hat auch ganz klar gesagt, dass er sich das völlig anders vorgestellt hat und wenn er das vorher gewußt hätte, hätte er dem Welpen nicht zugestimmt.
    Ich denke aber, dass das Typsache ist und nicht unbedingt nur eine Frage, ob Ersthund oder nicht. Zumal mein Mann ja sogar 'Hundeerfahrung' hatte...er hat ja die Jahre davor mit 4-3-2-1 erwachsenen Hunden zusammen gelebt. Aber er ist einfach absolut kein 'Hundemensch' und wäre ohne mich sicher nie Hundebesitzer geworden.

    Wie schnell ein Welpe stubenrein ist, hängt auch davon ab, in welchem Alter man ihn bekommt...ich hatte die ersten 4 Welpen mit spätestens 8 Wochen und entsprechend häufig mussten sie einfach...die letzte kam mit knapp 10 Wochen zu uns und hat von Anfang an nachts durchgeschlafen...abends zwischen halb elf und elf das letzte Mal raus und dann bis ca. halb sieben geschlafen. Das funktioniert mit 8 Wochen bei den wenigsten.

    Bei deinen Kundenterminen sehe ich aber kein Problem...45 Minuten können die in jedem Fall durchhalten, bedeutet halt, dass du kurz vor einem solchen Termin mit dem Welpen raus musst, damit er sich lösen kann.
    Möglichst das Pieseln von Anfang an mit einem Wort belegen, dann wissen sie ganz schnell, was gemeint ist und fangen nicht erst noch ne halbe Stunde zu spielen an, statt zu pieseln, wenn man es mal eilig hat.
    Und das gilt ja auch nur für die erste Zeit, dass sie sooo häufig müssen...mit ca. einem halben Jahr haben eigentlich alle Junghunde ihr Blase wie ein erwachsener unter Kontrolle.
    Spex, momsell, keltin und 1 anderen gefällt dies.

  10. #10
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: An die Hundeerfahrenen: Welpenzeit

    Bei uns war es unspektakulär:

    Hund war praktisch stubenrein, bis auf ein paar Mal unfallfrei.
    Die erste Nacht hab ich bei ihr im Wohnzimmer geschlafen.
    Die zweite Nacht hat sie allein durch geschlafen.

    In den ersten Wochen hab ich sie an den Zwinger gewöhnt, Hund bleibt seitdem problemlos ein paar Stunden allein daheim.
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