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Thema: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

  1. #601
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Skippy ! Beitrag anzeigen
    Kauft nicht beim Juden...
    Wobei es eigentlich natürlich andersrum ist - nicht der Rassismus ist braun, sondern die Braunen waren Rassisten.
    (Ich habe inzwischen extra gegoogelt, die Übertragung des Begriffs Rassismus auf Diskrimnierung auch aus religiösen o.ä. Gründen scheint nicht unüblich zu sein.)
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  2. #602
    Sascha ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Effi.Biest Beitrag anzeigen
    Fremdenhass ist braun. Und ob die Frau Deutsche ist, weiss ich nicht. Hat die TE das ernsthaft erfragt?
    "Kopftuchfeindlich" meinst du jetzt nicht ernst oder?
    "Nazi" ist ein Begriff, der ziemlich weit angewendet wird. Man kann ihn sich enger definieren um sich abzugrenzen. Das kann man mit allen obigen Begriffen tun.
    "Das ist nicht Hass, ich sag nur meine Meinung."
    Nein, leider ist Fremdenhass nicht das einzige Kriterium für braun.
    Ich lehne es aber, dass Nazi so schnell mal rausgeschleudert wird. Was die TE macht und denkt, ist eklig, das ist nicht die Frage. Aber das macht sie noch nicht zum Nazi.
    Sascha
    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg


    Ostern mal anders:
    https://www.bilder-upload.eu/bild-a2...2880.jpeg.html

    https://www.youtube.com/watch?v=0Hiu...ature=emb_logo

  3. #603
    *Unsichtbar* Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen

    Das ach so simple Kleidungsstück schafft Unsicherheiten, Berührungsängste... und nein, ich finde das für die Gesellschaft nicht gut, gar nicht..
    Diese Berührungsängste und Unsicherheiten könnte man aber doch völlig einfach durch Nachfragen aus der Welt schaffen. Wieso kommunizieren die Menschen denn nicht einfach miteinander..fragen nach, was der Mitmensch denkt und was ihm wichtig ist? Wieso kann man nicht statt Ablehnung diesen "andersartigen" Menschen gegenüber zu leben, schlichtes und einfaches Interesse an ihrem Leben haben?

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich finde es gefährlich, wenn etwas, das religiös konnotiert ist, automatisch respektiert werden soll. Das als Grundsatz. Ein Glaube verdient nicht per se "Respekt", nicht mehr als das Innehaben einer von vielen Weltanschauungen. Zu glauben ist keine Leistung. Glaube ist auch nicht angeboren wie die Hautfarbe. Wer meint, den Glauben über die sonstigen Regeln des Zusammenlebens stellen zu müssen, der wird mit den Folgen leben müssen..
    Völlig falscher Ansatz. Du sollst dem Glauben keinen Respekt entgegen bringen...sondern der Meinung/Überzeugung deines Mitmenschen und natürlich gilt das für jede Weltanschauung. Das ist teilweise schwer...sicherlich, vor allem wenn es nicht der eigenen Meinung entspricht. Respekt nur für Leistungen, ist eine Sichtweise die ich nicht nachvollziehen kann. Aber das ist ein anderes Thema.

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich finde es nicht in Ordnung, wenn sich die Menschen, die bisher die Mehrheit gebildet haben und sich ihre Welt weitgehend nach ihren Vorstellungen eingerichtet haben, dafür verantwortlich fühlen sollen, dass die Menschen, die meinen, sie müssten sich auf einem Kerngebiet - und das Verhältnis der Geschlechter, die Art und Weise ihrer Begegnung im öffentlichen Raum ist ein solches, völlig anders verhalten, oder zumindest den begründeten Eindruck erwecken, sie werden es tun, sich unter keinen Umständen "diskriminiert" fühlen sollen - selbst wenn sie es selbst sind, die die Unterschiede setzen und eine besondere Behandlung erwarten. Und in diesem Zusammenhang ist es mir egal, was sie dazu treibt, Kopftuch zutragen, und was sie damit "aussagen" wollen. Das ist in erster Linie deren Problem, nicht meines. Ich behalte mir aber vor, mit dem Wunsch nach Abstand zu reagieren.
    Hm....

  4. #604
    Jimmy-Gold Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Effi.Biest Beitrag anzeigen
    Fremdenhass ist braun. Und ob die Frau Deutsche ist, weiss ich nicht. Hat die TE das ernsthaft erfragt?
    "Kopftuchfeindlich" meinst du jetzt nicht ernst oder?
    "Nazi" ist ein Begriff, der ziemlich weit angewendet wird. Man kann ihn sich enger definieren um sich abzugrenzen. Das kann man mit allen obigen Begriffen tun.
    "Das ist nicht Hass, ich sag nur meine Meinung."

    Übrigens ist es ja ganz und gar nicht so, dass es in USA keine Nazis gäbe.

    Die TE ist m.W. (angeblich) US-Amerikanerin und wohl auch sehr stolz darauf.
    *Unsichtbar* gefällt dies

  5. #605
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von *Unsichtbar* Beitrag anzeigen
    Hm...ich sehe immer noch keinen besonderen Schutzstatus bei Muslimen. Ich sehe einen erhöhten gesellschaftlichen Druck auf Muslime....ein besonderes Augenmerk...eine gewisse Achtsamkeit gegenüber Muslimen.



    Das wundert mich jetzt.....ich kenne es eigentlich nur so, dass ICH als Frau immer bestimme, wem ich die Hand schütteln möchte und wem nicht und zwar völlig unabhängig vom Kopftuch oder der Religion. Einen Mann, der mir von sich aus die Hand hinstreckt...fände ich unhöflich. Ich weiß gerade gar nicht so genau warum...aber irgendwie hab ich das so gelernt.



    Hm...das lese ich jetzt hier schon zum wiederholten Male. Natürlich ist Religion keine Rasse...trotzdem kann die Ablehnung aufgrund einer Religion unter den Rassismusbegriff fallen. So starr, dass da unbedingt eine Rasse (der Begriff wird doch weitestgehend eh lieber vermieden) betroffen sein muss, ist es doch heute gar nicht mehr. (Stichwort: Rassismus ohne Rasse oder Kulturrassismus.) Davon ab, weiß ich auch nicht so wirklich, wo der qualitative Unterschied zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sein soll. Das Ergebnis ist eigentlich doch identisch.



    Ich denke ja, dass gerade dieses Kippen, dass sich heute gerne mal in ständiger Kritik, Ablehnung etc. spiegelt, EIN Grund dafür ist, dass viele Muslime sich in ihrer Religion zurückziehen. Wohin auch sonst....zu Deutschland gehören sie ja nicht. ("Io")



    *seufz* das mit der Schublade, hättest du dir irgendwie sparen können.



    Die offen zur Schau gestellte Andersartigkeit....hm.
    Zum ersten: Darf ich nur mal an die Auswüchse der "Schweinefleisch im Kindergarten" -Diskussion erinnern? Das ist ein vielleicht plumpes, aber anschauliches Beispiel. Um das Getue mit Befreiung von muslimischen Kindern für Schwimmunterricht, Klassenfahrten, Sexualkundeunterricht (Züge, auf die fundamentale Christen gern aufspringen, ich seh da auch gar keine so grundsätzlichen Unterschiede)?
    Ja, es gibt auch von der anderen Seite her Gegeifer, vielleicht zunehmend, so intensiv verfolge ich die einschlägigen Medien nicht. Hat für mich aber was von dem ins Gegenteil ausschlagenden Pendel.

    Zum zweiten Absatz: Ich kenne keine Regeln fürs Händeschütteln. Mal so, mal so. Wenn es welche gibt, sind sie entweder in meinem Umfeld nicht verbreitet, oder ich habe das noch nicht bemerkt.

    Dritter Absatz:

    Wenn Religion keine Rasse ist, warum sprechen wir dann im Zusammenhang damit überhaupt von Rassismus? Nach allem was ich weiß, ist der Begriff "Rasse" in Bezug auf Menschen wissenschaftlich nicht haltbar, dann wäre er sowieso grundsätzlich auf alle Formen der Ungleichbehandlung von Menschen nicht anwendbar. Wenn wir unter "Rasse" so was wie geographische Herkunft (der Vorfahren) und damit verbundene typische Körpermerkmale in Bezug auf Haarfarbe, Hautfarbe, Augenform... verstehen wollen - du darfst mir glauben, dass das nicht mein Problem ist.
    Auch unter diesen "Rassebegriff" fällt aber die Religion eines Menschen nicht. Sie ist nicht angeboren, auch wenn Religionsführer oder auch Gläubige das gerne so verstanden haben möchten. Es gibt keine muslimischen (oder jüdischen oder christlichen) Babys oder Kinder, nur Kinder von Eltern, die ihre Kinder nach den Kriterien einer bestimmten Religion erziehen. Die Taufe macht ein Baby nicht zum Christen und die Beschneidung einen Jungen nicht zum Juden oder Moslem - und ein Mädchen nicht das Kopftuch zur Muslima.
    Also - unter keinem Kriterium Rassismus. Wenn man Totschlagbegriffe wie Rassismus verwendet, sollte man sie kohärent verwenden. Religionskritik ist für mich Kritik an den Grundlagen einer Religion oder an einer bestimmten Form der Religionsausübung. Was ist daran rassistisch, wenn ich sie - wie jede Art seriöser Kritik- nicht als Rundumschlag gegen eine Menschengruppe einsetze, sondern mich informiert und mir eine Meinung gebildet habe?
    Was die Gleichsetzung mit Fremdenfeindlichkeit betrifft - die finde ich ultimativ dämlich. Ich habe ein Problem mit bestimmten offensiv ausgedrückten Inhalten einiger Religionen, die zu Unfrieden und Spaltung in einer Gesellschaft führen (Eine Zuwanderung streng orthodoxer Juden oder Zeugen Jehovas in größerer Anzahl würde mir z.B. auch Kopfzerbrechen bereiten). Es ist mir dabei egal, ob es um frisch Zugewanderte, 20 Jahre hier Ansässige, hier Geborene mit ausländischen Wurzeln oder deutsche Konvertiten handelt. Ich bin nicht fremdenfeindlich, ich bin religionskritisch. Ist das für dich wirklich identisch?

    Zum nächsten Absatz: Das kann sich gegenseitig hochschaukeln. ja. Mir macht das durchaus Angst, wenn ich an die Zukunft meiner Kinder in diesem Land denke.

    Nein, die Schublade spar ich mir nicht. Und wenn ich sehe, wie hier z.T. argumentiert wird (auch, aber das ist hier ja noch sehr zurückhaltend und gesittet) dann weiß ich auch wieder, warum ich sie mir nicht spare.

    Zum letzten Absatz: Ja, die "Andersartigkeit" ist ein missverständlicher Begriff, weil man ihn eben auch in Bezug auf biologische Gegebenheiten verstehen könnte. Das war nicht meine Absicht und ich denke auch, ich hätte ihn lieber nicht verwenden sollen. was ich meinte, ist: Die offen zur Schau getragene Nichtübereinstimmung mit grundlegenden Vorstellungen und Konzepten der Gesellschaft in der auch diese Menschen leben.
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  6. #606
    Fimbrethil ist gerade online Baumhuhn

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Effi.Biest Beitrag anzeigen
    Wenigstens kriegt die Kopftuchfrau im Baecker mindestens den Mindestlohn.

    Das ist auch so ein Ding in dieser Stoffstueckdebatte: wir sind uns alle im Klaren darueber, dass es in der Diskussion nicht um Kopftuecher geht. Kopftuecher sind ein Stueck Stoff, die tun niemandem etwas. Ebenso wie Miniroecke keine Vergewaltigungen verursachen. Es geht um das Kopftuch als "Symbol der Unterdrueckung der Frauen in bestimmten Gesellschaften". Fein. Frauen werden auch woanders unterdureckt, aber OK, reden wir jetzt ueber die mit den Tuechern.
    Wir sind alle gegen die Unterdrueckung von Frauen. Mit Kopftuechern haben wir eigentlich kein Problem.
    Und wenn dann so eine kopftuchtragende, moeglicherweise unterdueckte Frau daherkommt? Dann reden wir darueber das wir das doch bitte schoen nicht sehen wollen. Weil es uns daran erinnert, dass es einigen kopftuchtragenden Frauen schlecht geht.
    Geht's eigentlich noch?
    Was bringt es denn den Kopftuchtraegerinnen, wenn wir sie aus Arbeitsplatz und moeglicherweise Schule fernhalten, dadurch, dass wir uns von iohnen "gestoert" fuehlen? Man sollte doch meinen, dass man gerade diese Maedchen und Frauen so gut wie moeglich einbinden sollte, d.h. die Maedchen so lange wie moeglich in der Schule halten (schwer, wenn die Schule Kopftuch nicht erlaubt und die Eltern sie dann rausnehmen und verheiraten) und so gut wie moeglich auf eigene Beine stellen sollten (schwer, wenn die Baeckereinkunden die Aushilfe wieder rauseckeln).
    Warum regt einige eine kopftuchtragende Baeckereinaushilfe auf? Wollten die den Job? Warum, wenn es denen doch so um Unterdrueckung usw. geht, freuen die sich nicht, das wenigstens diese eine Perspektive auf ein selbstgestaltetes Leben hat. Dazu gehoert nunmal Schule und Beruf und ein eigenes Einkommen, auch wenn es nur ein Aushilfsjob ist. Jedes Kopftuch, das ich auf der Strasse sehe ist doch viel besser als ein Kopftuch, das ich nicht auf der Strasse sehe.
    Alles richtig.
    Nur könntest du genauso bei der Vollverschleierung argumentieren, und da würde ich streiken, und da streikt auch die Schulbehörde etc.

  7. #607
    Sascha ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Wobei es eigentlich natürlich andersrum ist - nicht der Rassismus ist braun, sondern die Braunen waren Rassisten.
    (Ich habe inzwischen extra gegoogelt, die Übertragung des Begriffs Rassismus auf Diskrimnierung auch aus religiösen o.ä. Gründen scheint nicht unüblich zu sein.)
    ja.
    Sascha
    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg


    Ostern mal anders:
    https://www.bilder-upload.eu/bild-a2...2880.jpeg.html

    https://www.youtube.com/watch?v=0Hiu...ature=emb_logo

  8. #608
    Avatar von Effi.Biest
    Effi.Biest ist offline Globulierungskritiker

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Jimmy-Gold Beitrag anzeigen
    Übrigens ist es ja ganz und gar nicht so, dass es in USA keine Nazis gäbe.

    Die TE ist m.W. (angeblich) US-Amerikanerin und wohl auch sehr stolz darauf.
    Die Nazis sind da einfach besser integriert. Die haben keine so sensitiven Rezeptoren fuer dieses Gedankengut, weil sie eben nicht unsere Geschichte haben, deshalb hoert man Aeusserungen, die in Deutschland nicht gehen wuerden dort einfach mal so in den Massenmedien. Wir haben da eine viel hoehere Hemmschwelle, weil wir sensibilisiert wurden.



  9. #609
    Fimbrethil ist gerade online Baumhuhn

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Inka Beitrag anzeigen
    ich würde da ansetzen, wo das Problem herkommt: Bei den Männern. Ganz klare Grenzen und Folgen, wenn die nicht eingehalten werden.
    Und wenn frau trotzdem Kopftuch tragen möchte, weil sie meint, dass ihr Glaube das so möchte?
    So wie Frauen christlicher Sekten keine Hosen tragen, weil das Männerkleidung ist, egal, was ihr Umfeld ihnen zugesteht?
    Oft sind bekanntlich die Frauen auch die viel schärferen Sittenwächter als Männer. Alte Jungfern waren früher dafür berüchtigt, junge Mädchen anzuschwärzen.

  10. #610
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Inka Beitrag anzeigen
    hier nochmal 2 ältere Artikel, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben:


    Seyran Ates: Das Kopftuch ist zur Waffe geworden | EMMA

    Kopftuch ist wie "ein metergroßes Kreuz um den Hals" (Archiv)

    Und wie tolerant konservative Muslime sind, sieht man am Polizeischutz für Frau Ates.
    Das Argument ist Käse. Polizeischutz bekommt man auch dann, wenn man nur von einer kleinen, nicht repräsentativen Gruppe bedroht wird.
    rastamamma gefällt dies

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