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Thema: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

  1. #681
    *Unsichtbar* Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich muss es nicht "ständig". Sorry, ich bin gerade von diesem speziellen Diskussionsteil etwas genervt und vereinfache zunehmend und deshalb hör ich jetzt auch auf, speziell mit Unsichtbar zu streiten. Das führt zu nichts.
    Wow...

  2. #682
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Das liegt allerdings auch an einer unterschiedlichen Nutzung des öffentlichen Raums.
    Ich könnte dich auch hier bei uns zu einer U-Bahn-Fahrt einladen. Nein, man tut mir nichts, aber ich fühle mich manchmal nicht mehr sehr heimisch.

  3. #683
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Das liegt allerdings auch an einer unterschiedlichen Nutzung des öffentlichen Raums.
    ja klar. Trotzdem ist es ein blödes Gefühl (finde ich).

  4. #684
    *Unsichtbar* Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir im Ansatz völlig zu.
    Ich glaube nur, wir haben eine unterschiedliche Toleranzschwelle, was die Prägung der Gesellschaft durch religiöse Vorstellungen betrifft. Aber darum - ja, da darf und muss eine Gesellschaft natürlich streiten.
    Sorry, aber irgendwie ist das doch widersprüchlich was du hier schreibst. Unsere Gesellschaft IST durch religiöse Vorstellungen geprägt. Unser Grundgesetz hat eine Präambel mit Gottesbezug, wir haben staatlich garantierten Religionsunterricht und Kirchensteuer die vom Staat eingetrieben wird, wir haben Feiertage in unserer Gesellschaft...die fast ausschließlich religiös begründet sind. Kirchtürme schmücken fast jede Landschaft, Kirchglocken gehören zur alltäglichen Geräuschkulisse.
    rastamamma gefällt dies

  5. #685
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich könnte dich auch hier bei uns zu einer U-Bahn-Fahrt einladen. Nein, man tut mir nichts, aber ich fühle mich manchmal nicht mehr sehr heimisch.
    Ich kenne Deine Ecke nicht - für meine kann ich es nicht bestätigen.

  6. #686
    Siberia Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Ich kenne Deine Ecke nicht - für meine kann ich es nicht bestätigen.
    Du fühlst Dich in der U6 heimisch?

  7. #687
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von *Unsichtbar* Beitrag anzeigen
    Wow...
    Weißt du, ich kämpfe mich argumentativ ab - und habe den Eindruck, du haust drauf ohne die Argumente überhaupt zu durchdenken. Du sagst, über bestimmte Dinge könne man nicht streiten. Ich sage, doch, muss man sogar.
    Bringt nicht viel. Müssen wir uns nur beide ärgern.

  8. #688
    Avatar von Buntnessel
    Buntnessel ist offline Stricklieschen

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von die blaue Frau Beitrag anzeigen
    Und Situationen wie den verweigerten Händedruck: Dafür werden wir Reaktionsoptionen entwickeln, indem wir drüber sprechen. Keine Ahnung, was ich als Mann täte. Beim ersten Mal vielleicht bloß blöd schauen. Spätestens bim dritten Mal würde ich entnervt nachfragen, ob sie mir allen Ernstes den Händedruck verweigert, weil ich ein Mann bin, und dass sie sich möglicherweise in der Gesellschaftsform geirrt hat. Und dann dürfte sie gern beleidigt sein. Ich finde, solche Konfrontationen dürfen stattfinden. Davor muss man niemanden schützen. Und selbstverständlich würde ich die anderen Frauen im Raum begrüßen, wie ich das sonst auch tue.
    Diese Situation gibt es übrigens auch umgekehrt.
    Dass mir als Frau von den muslimischen Männern der Händedruck, der Blickkontakt etc. verweigert wird.

    Im dienstlichen Umfeld war es bisherin der Regel so, dass diese Männer etwas von mir wollten. Sie hatten ein Anliegen, dass ich in meiner Funktion bearbeiten sollte.
    Und wer da der Meinung war, nicht mit mir sprechen oder mit mir allein im Raum sein zu können, den habe ich bei Bedarf auch direkt darauf hingewiesen, dass er sich in Deutschland an diese Situationen gewöhnen werden muss, wenn er Dinge regeln oder Hilfe haben möchte. Er muss nicht alles toll finden, aber er kann nicht erwarten, dass alles nach seiner Nase geht.
    Wenn ich in seiner Heimat wäre müsste ich auch die dort üblichen Verfahrensweisen hinnehmen.
    Es ist praktisch nie vorgekommen, dass einer unverrichteter Dinge gegangen ist.
    Allerdings habe ich manchmal bei Bedarf die Tür offenstehen lassen, wenn ich merkte, dass sie sich mit der Situation extrem unwohl fühlten. (Das kam gelegentlich bei älteren Männern vor.)

    Und im privaten Umfeld lasse ich mich einfach nicht davon beeindrucken.
    "Meine" syrischen Paten"kinder" hatten zum Glück nie ein Problem damit, dass ich eine Frau bin und oft auch mit mehreren Männern allein in einem Raum bin. Sie kommen aber auch überwiegend aus syrischen Großstädten, da lebte man sowieso anders als in den Dörfern.
    Ich wurde und werde auch immer freundlich mit Handschlag begrüßt und verabschiedet.
    Gelegentlich waren aber auch Besucher da, die bisher wenig Kontakt zu deutschen Frauen hatten und die sichtlich irritiert waren. Ich fühlte mich dann manchmal schon beobachtet, sie mussten erstmal herausfinden, was von mir zu halten war.
    Aber ich habe mich völlig entspannt und normal gegeben wie sonst auch immer und dann klappte das auch problemlos.
    Obwohl da gelegentlich schon einiges zusammenkam. Ich trug immer meine normale Kleidung, also auch knielanges Kleid oder Rock, ärmellose Shirts, kurze Hosen ...; ich bin geschieden und lebe seit Jahren mit einem Mann zusammen, ohne verheiratet zu sein; gebe meinen Töchtern ihre Freiheiten; glaube nicht an Gott etc. und mache kein Geheimnis daraus. Wir haben auch schon über Homosexualität diskutiert.
    Und ich habe auch immer wieder die hiesigen Gepflogenheiten erklärt.
    Sie müssen diese kennen- und verstehen lernen. Manches ist ihnen fremd, manches mögen sie nicht, manches irritiert einfach.
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    *** BITTE ZITIEREN! ***
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    Sachsen, 6. Oktober 2020

  9. #689
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Ich kenne Deine Ecke nicht - für meine kann ich es nicht bestätigen.
    Weißt du, wenn man mehrheitlich kein Wort versteht, und einem Rumänisch dann schon fast heimatlich vorkommt - ich finde es manchmal einfach nervig.

  10. #690
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Buntnessel Beitrag anzeigen
    Diese Situation gibt es übrigens auch umgekehrt.
    Dass mir als Frau von den muslimischen Männern der Händedruck, der Blickkontakt etc. verweigert wird.

    Im dienstlichen Umfeld war es bisherin der Regel so, dass diese Männer etwas von mir wollten. Sie hatten ein Anliegen, dass ich in meiner Funktion bearbeiten sollte.
    Und wer da der Meinung war, nicht mit mir sprechen oder mit mir allein im Raum sein zu können, den habe ich bei Bedarf auch direkt darauf hingewiesen, dass er sich in Deutschland an diese Situationen gewöhnen werden muss, wenn er Dinge regeln oder Hilfe haben möchte. Er muss nicht alles toll finden, aber er kann nicht erwarten, dass alles nach seiner Nase geht.
    Wenn ich in seiner heimat wäre müsste ich auch die dort üblichen Verfahrensweisen hinnehmen.
    Es ist praktisch nie vorgekommen, dass einer unverrichteter Dinge gegangen ist.

    Und im privaten Umfeld lasse ich mich einfach nicht davon beeindrucken.
    "Meine" syrischen Paten"kinder" hatten zum Glück nie ein Problem damit, dass ich eine Frau bin und oft auch mit mehreren Männern allein in einem Raum bin. Sie kommen aber auch überwiegend aus syrischen Großstädten, da lebte man sowieso anders als in den Dörfern.
    Ich wurde und werde auch immer freundlich mit Handschlag begrüßt und verabschiedet.
    Gelegentlich waren aber auch Besucher da, die bisher wenig Kontakt zu deutschen Frauen hatten und die sichtlich irritiert waren. Ich fühlte mich dann manchmal schon beobachtet, sie mussten erstmal herausfinden, was von mir zu halten war.
    Aber ich habe mich völlig entspannt und normal gegeben wie sonst auch immer und dann klappte das auch problemlos.
    Obwohl da gelegentlich schon einiges zusammenkam. Ich trug immer meine normale Kleidung, also auch knielanges Kleid oder Rock, ärmellose Shirts, kurze Hosen ...; ich bin geschieden und lebe seit Jahren mit einem Mann zusammen, ohne verheiratet zu sein; gebe meinen Töchtern ihre Freiheiten; glaube nicht an Gott etc. und mache kein Geheimnis daraus. Wir haben auch schon über Homosexualität diskutiert.
    Und ich habe auch immer wieder die hiesigen Gepflogenheiten erklärt.
    Sie müssen diese kennen- und verstehen lernen. Manches ist ihnen fremd, manches mögen sie nicht, manches irritiert einfach.
    Ich fände es schön, wenn das dazu führen würde, dass das Entstehen von Parallelgesellschaften verhindert wird. Ich weiß nur nicht, ob ich darauf hoffen kann. Je mehr kommen, desto weniger Druck besteht zur Integration.
    Leona68 gefällt dies

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