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Thema: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

  1. #821
    jellybean73 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Kommt auf die U-Bahn-Linie, genauer gesagt den Abschnitt, und die Tageszeit an.
    Hm......es ist auch etwas ambivalent.
    Wenn man bei uns auf der kärntner Straße auf und ab geht.....Kaum ein deutsches Wort. Das liegt an den Touris dort. Das erwartet man in der Innenstadt und es ist auch gar nicht befremdlich.

  2. #822
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Skippy ! Beitrag anzeigen
    Gibs zu, du bist Monarchistin und hättest die verlorenen Kronländer zu gerne wieder zurück. Und die Türkei hätte der kleine Prinz Eugen auch gleich erobern dürfen
    Und Bayern und Österreich werden ein Königreich bilden...


    jawoll!

  3. #823
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Hm......es ist auch etwas ambivalent.
    Wenn man bei uns auf der kärntner Straße auf und ab geht.....Kaum ein deutsches Wort. Das liegt an den Touris dort. Das erwartet man in der Innenstadt und es ist auch gar nicht befremdlich.
    Ach, Touristen sind eine andere Baustelle. Gefühlt. Für mich.

  4. #824
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Und Bayern und Österreich werden ein Königreich bilden...


    jawoll!
    Die Alpenrepublik, da ist sie wieder. Eine der wenigen guten Ideen unseres Alt-Ministerpräsidenten Streibl.
    Ich hätte ja nix dagegen *zugeb*

  5. #825
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von die blaue Frau Beitrag anzeigen
    Die Alpenrepublik, da ist sie wieder. Eine der wenigen guten Ideen unseres Alt-Ministerpräsidenten Streibl.
    Ich hätte ja nix dagegen *zugeb*
    Ach echt, der Streibl?
    Wusste ich gar nicht.
    Mir hat das vor 30 Jahren ein heftig anbaggernder und gut betankter Wiener verkündet.

    ich hab auch nichts dagegen!

  6. #826
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von MostlyHarmless Beitrag anzeigen
    Ich sag doch, es ist unklar, biologisch sowieso nicht haltbar und widersprüchlich. Also, warum verwendet man den Begriff dann?
    Sag mir einen andren, der genau das ausdrückt.

  7. #827
    Avatar von BigMama
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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Grade die älteren Leute kommen oft nicht sehr weit. ...Am gang oder im Innenhof bissel mit den mit Mietern reden ist für die oft die einzige Kommunikation.

    Ich finde , das darf auch gesagt werden mit der Sprache und dem sich fremd fühlen deswegen.
    Das liegt aber nicht am Ausländeranteil, sondern an der Bausubstanz - bei uns gibt es halt noch immer nicht sanierte Altbauten mit Substandardwohnungen, aus denen die Bewohner langsam raussterben - und keiner, der eine Chance auf was andres oder gar eine Gemeindewohnung hat, einzieht.
    Die GUT integrierten Migranten und Österreicher mit Migrationshintergrund gehen da auch nicht hin.

  8. #828
    opus ist gerade online Muddi h.c.

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von die blaue Frau Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das auch. Ich bin selbst auch irritiert/genervt/abwehrend/nichtbereichert (such dir was aus) wenn ich hier in der biederen Münchner Vorstadt zum Einkaufscenter fahre. Davor ist ein großer Platz, eine Anlage mit Spielplätzen, Bänken, Wiesen etc. Da stehen bei schönem Wetter eine Menge Leute, und gefühlte (oder reale?) 80 Prozent sprechen meine Sprache nicht, sondern eine, die ich nicht verstehe. Das Minderheitengefühl gefällt mir nicht, und ich will mich daran auch nicht gewöhnen. Ist so.
    Trotzdem ist es nicht das Kopftuch, das die Gesellschaft spaltet. Es ist mehr als ein Stück Stoff, ja, darüber haben wir hier im Thread ja schon ausgiebig geredet. Wir schreiben dem Kopftuch unterschiedliche Symboliken zu, die in der Summe alle ihre Berechtigung und ihren Wahrheitskern haben. Wir sind also mittendrin im Aushandeln.

    Zum Stichwort Herausforderung bewältigen/zweierlei Maß: Damit meine ich genau, was du schreibst - nämlich auf der einen Seite diesen dümmlichen vorauseilenden Gehorsam, der im übrigen auch rassistische Züge trägt (dort wo ich Menschen pauschal aufgrund ihrer ethnischen oder sonstigen Gruppenzugehörigkeit nicht zutraue, für sich allein entscheiden und die Folgen auch tragen zu können, diskriminiere ich sie auch, nur unter anderem Vorzeichen) und auf der anderen Seite die pauschale Ablehnung wie im Ausgangspost, die sich schlimmstenfalls in Gewalt äußert. Das Blöde ist, dass sich beide Haltungen gegenseitig bedingen und befördern (können). Und beide zusammen genommen können verstärken, dass sich der muslimische Gesellschaftsteil weiter in sich verschließt und schlimmstenfalls ebenfalls Gewalt produziert.


    Deswegen finde ich es so wichtig, die Balance zu halten und zu vergessen, dass man nie mit Gruppen, sondern immer nur mit einzelnen Menschen zu tun hat. Eine Bäckereiverkäuferin mit Kopftuch verkauft mir meine Semmeln ebenso wie eine mit einem Kreuz um den Hals. Bei einer Lehrerin habe ich sicherzustellen, dass sie die FDGO als Wert über ihre Konfessionszugehörigkeit stellt, sonst kann sie selbstverständlich nicht in den Staatsdienst. Und Situationen wie den verweigerten Händedruck: Dafür werden wir Reaktionsoptionen entwickeln, indem wir drüber sprechen. Keine Ahnung, was ich als Mann täte. Beim ersten Mal vielleicht bloß blöd schauen. Spätestens bim dritten Mal würde ich entnervt nachfragen, ob sie mir allen Ernstes den Händedruck verweigert, weil ich ein Mann bin, und dass sie sich möglicherweise in der Gesellschaftsform geirrt hat. Und dann dürfte sie gern beleidigt sein. Ich finde, solche Konfrontationen dürfen stattfinden. Davor muss man niemanden schützen. Und selbstverständlich würde ich die anderen Frauen im Raum begrüßen, wie ich das sonst auch tue.
    Das kann ich alles nur so unterstreichen.

    Es wird gerne vergessen, dass wir es nicht mit einer homogenen Gruppe von religiösen Menschen zu tun haben, sondern mit vielen Individuen. Ich habe im direkten Kollegenkreis relativ viele Leute aus dem molemischen Kulturkreis und überhaupt keine Probleme mit der Intergration, da ist nichts von der Bildungs- und Intergrationsunwilligkeit zu spüren, die Thilo Sarrazin einst menetekelte. Zwei junge Frauen aus Tunesien sind dabei, davon trägt eine Kopftuch, die andere nicht und trotzdem sind beide nett und aufgeschlossen und albern mit uns Männern (die wir noch die Mehrheit bilden) herum. Es sind alles Individuen. Die Welt ist bunt.

    Und doch gibt es auch die anderen, die sich mit unserer Gesellschaft schwertun.

    Ich denke, die Probleme mit der Intergration liegen weniger an der Unterschiedlichkeit der persönlichen Standpunkte, wenn klemmt es an der Unfähigkeit zu Kompromissen. Nur, zu denen gibt es keine Alternative, da kann man nicht jedem helfen, wie er es sich vielleicht vorstellt.

    Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, wir haben einfach viele unterschiedliche Kulturen hier auf engem Raum und die Welt wird zudem immer kleiner und durch die höhere Mobilität und den Informationsaustauch begegnen sich die Gruppen zwangsläufig immer weiter und müssen miteinander klarkommen. Sortenrein trennen, wie vor zwei Jahrtausenden im nahen Osten die paar Nomadenstämme, kann man da nichts mehr.

    Und das bedeutet zum einen, dass auch unsere multikulturelle Gesellschaft sich auf ihre Gesellschaftsordnung besinnt, die uneingeschränkt für alle gilt und damit auch allen kulturellen Unterideen eindeutig übergeordnet sein muss, im Zweifel auch den Religionen. Vor allem fordert das Zusammenleben zwingend Kompromisse von allen, sonst geht das nicht.

    Und Kompromisse, das heißt eben beispielsweise, dass man hier übliche und bewährte Begrüßungsrieten in diesen speziellen Fällen eben zumindest zur Kenntnis nimmt und nicht erwartet, dass alles sich fortan nach dem eigenen Weltbild zu verhalten hat. Man muss sich dem nicht fügen, wie du sagst, aber dann muss man die Konsequenzen halt tragen. Der Schwanz wird nicht mit dem Hund wedeln.

    Und ganz wichtig, unsere Gesellschaftsordnung, die sich hier herausgebildet hat, aus den Gegebenheiten dieser Welt und die sich vor allem auch bewährt hat, die unterliegt zwar auch einem permanenten Anpassungsprozess, aber eben nicht unbedingt zurück zu vergangenen Gesellschaftsmodellen früherer Epochen. Zu dieser Gesellschaftsordnung sollte man auch wirklich stehen und nicht daran herumdoktern, um jegliche Befindlichkeit einzelner Grüppchen noch zu befriedigen. Da würde ich mir ein festeres Standing der offiziellen Stellen wünschen.
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    Dem Philosoph ist nichts zu doof

  9. #829
    MostlyHarmless ist offline Irdisch

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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von BigMama Beitrag anzeigen
    Sag mir einen andren, der genau das ausdrückt.
    Das "genau das " ist ja das Problem. Wenn man jemandem seine Einstellung vorwerfen will, muss man schon erst wissen, was man genau kritisiert, bevor man ein passendes Etikett draufpappen kann.
    Also- wenn ich sage, dass ich in konservativen bis fundamentalistischen religiösen Strömungen ein Problem sehe, das zu sozialen Verwerfungen führen kann , und dass ich mir das für die Gesellschaft, in der ich lebe, nicht wünsche, dass ich mich im Gegenteil dafür einsetzen will, dass diese Strömungen keine breite gesellschaftliche Akzeptanz erhalten, dass ich generell einer zu starken Dominanz religiöser Vorstellungen sehr skeptisch gegenüberstehe - was bin ich dann?
    Rassistisch? Wirklich?
    Fremdenfeindlich? Auch wenn es die Einstellung der fundamentalistisch-freikirchlichen stockdeutschen Cousine ist, mit der ich ein Problem habe?

  10. #830
    Avatar von BigMama
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    Standard Re: Bäckerei Verkäuferin mit Kopftuch

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    im Kindergarten und Hort gab es hier ca 4mal die Woche Schweinefleisch! Und kein Auswahlessen, jetzt in der weiterführenden SChule gibt es immer 2 Essen, wovon eines schweinefleischfrei ist und zudem meist vegetarisch. Schwein gibt es ca 2 - 3mal die Woche.

    Wenn es bei euch anders ist, gilt das nicht überall.
    Pippi, die Diskussion hatten wir - und sehr viele berichteten von schweinefleischfreiem Mittagessen in Schule und Kindergarten.

    Da wird dann noch ein ernährungswissenschaftliches Deckmäntelchen drübergehängt und nur noch "gesundes" billiges Hühnerfleisch verwendet.
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