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Thema: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

  1. #1
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Die Lady, bei der ich meinen Hund kaufen möchte, ist leider etwas exzentrisch und der Kaufvertrag enthält mehrere merkwürdige Klauseln, z.B. dass der Hund wieder in den Besitz des Züchters übergeht, wenn die Käuferin zum Zeitpunkt des Hundekaufes schwanger war oder zeitnah danach schwanger wird, da mit Baby nicht genug Zeit für den Welpen da sei. Da bin ich mir sicher, dass das keiner Gerichtsverhandlung standhält, ist für mich aber ohnehin nicht relevant. Eine Klausel, die mich aber sehr wohl betrifft ist, dass sie sich vertraglich zusichern lässt, dass man Rüden kastrieren lässt. Es würde dann eine Strafzahlung fällig, sollte der Hund Junge zeugen und ihr das bekannt werden würde.
    Jetzt die Frage: ist das rechtlich bindend? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mir vertraglich vorschreiben kann, was ich mit meinem Hund mache oder nicht mache?

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Die Lady, bei der ich meinen Hund kaufen möchte, ist leider etwas exzentrisch und der Kaufvertrag enthält mehrere merkwürdige Klauseln, z.B. dass der Hund wieder in den Besitz des Züchters übergeht, wenn die Käuferin zum Zeitpunkt des Hundekaufes schwanger war oder zeitnah danach schwanger wird, da mit Baby nicht genug Zeit für den Welpen da sei. Da bin ich mir sicher, dass das keiner Gerichtsverhandlung standhält, ist für mich aber ohnehin nicht relevant. Eine Klausel, die mich aber sehr wohl betrifft ist, dass sie sich vertraglich zusichern lässt, dass man Rüden kastrieren lässt. Es würde dann eine Strafzahlung fällig, sollte der Hund Junge zeugen und ihr das bekannt werden würde.
    Jetzt die Frage: ist das rechtlich bindend? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mir vertraglich vorschreiben kann, was ich mit meinem Hund mache oder nicht mache?
    Grundsätzlich herrscht erst mal Vertragsfreiheit. Sicher kann dir das nur ein Anwalt sagen bzw. dir eine Einschätzung abgeben.

  3. #3
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Soweit ich weiß, ist ein "Kastrationszwang" rechtlich nicht haltbar, da eine grundlose Kastration ohne Indikation nach dem Tierschutzgesetz eh nicht erlaubt ist. Eine Strafzahlung, wenn der Hund Welpen zeugt, ist dagegen, glaube ich, schon möglich.

  4. #4
    Avatar von Zamara
    Zamara ist offline trying to be me
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Also die Nummer mit der Schwangerschaft ist zwar etwas strange, aber die Kastrationsverpflichtung ist bei Rassetieren doch durchaus üblich.Wir haben vor kurzem einen Kater gekauft und eine ähnliche Klausel im Vertrag. Find ich auch in Ordnung. Ich habe ein Liebhabertier und kein Zuchttier gekauft, was preislich schon mal einen Unterschied ausmacht. Auch der Stammbaum hat einen Zuchtsperrvermerk, d.h. wenn ich mit meinem Kater züchten würde, würde mir kein Zuchtverein für die Kitten Papiere ausstellen. Damit wäre ich kein Züchter, sondern nur ein "Vermehrer", und davon gibt es leider schon mehr als genug.
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    Meine zwei Jungs: J. (02/2009) und D. (02/2011).

  5. #5
    Avatar von Hundnas
    Hundnas ist offline Furry
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, ist ein "Kastrationszwang" rechtlich nicht haltbar, da eine grundlose Kastration ohne Indikation nach dem Tierschutzgesetz eh nicht erlaubt ist. Eine Strafzahlung, wenn der Hund Welpen zeugt, ist dagegen, glaube ich, schon möglich.
    Die genaue rechtliche Lage kenne ich auch nicht, aber die Tierschutzvereine bestehen in der Regel im Vertrag auf so eine Klausel. Meinen Erfahrungen nach sind die auch hinterher, dass das umgesetzt wird. Was allerdings passieren würde, wenn man sich weigert, weiß ich nicht, hab ich noch nie erlebt.

    @ Spex Mich würde so ein Vertrag nicht stören, die Frau wird wissen, warum sie das mit der Schwangerschaft reinschreibt Und dass Hunde zum Züchter zurück sollen, falls man eine Abgabe plant, ist usus, da würde ich keine zwei Gedanken dran verschwenden. Persönlich fände ich das auch höchst skeptisch, wenn ein Züchter kein Interesse an seinen Welpen hat und einen seiner Hunde in einer Notlage nicht wieder nehmen würde.
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  6. #6
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Die Lady, bei der ich meinen Hund kaufen möchte, ist leider etwas exzentrisch und der Kaufvertrag enthält mehrere merkwürdige Klauseln, z.B. dass der Hund wieder in den Besitz des Züchters übergeht, wenn die Käuferin zum Zeitpunkt des Hundekaufes schwanger war oder zeitnah danach schwanger wird, da mit Baby nicht genug Zeit für den Welpen da sei. Da bin ich mir sicher, dass das keiner Gerichtsverhandlung standhält, ist für mich aber ohnehin nicht relevant. Eine Klausel, die mich aber sehr wohl betrifft ist, dass sie sich vertraglich zusichern lässt, dass man Rüden kastrieren lässt. Es würde dann eine Strafzahlung fällig, sollte der Hund Junge zeugen und ihr das bekannt werden würde.
    Jetzt die Frage: ist das rechtlich bindend? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mir vertraglich vorschreiben kann, was ich mit meinem Hund mache oder nicht mache?
    Als ich meine Katze kaufen wollte, habe ich einen Vertrag bekommen bei dem auch solches bescheuertes "Tierschutzzeug" drinstand.

    Ich hatte weder Lust das bis ins Detail zu prüfen.
    Noch Lust darauf, dass die bei uns im Garten steht und das Tier mitnehmen will (stand drin, dass sie das Betretungsrecht hätte) und ich dann diskutieren muss.
    Ich habe vom Kauf Abstand genommen und bei einem normalen Menschen gekauft.
    Sascha, Fimbrethil, Mumpitz und 1 anderen gefällt dies.

  7. #7
    Avatar von Perla
    Perla ist offline 1. Liga
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Die Lady, bei der ich meinen Hund kaufen möchte, ist leider etwas exzentrisch und der Kaufvertrag enthält mehrere merkwürdige Klauseln, z.B. dass der Hund wieder in den Besitz des Züchters übergeht, wenn die Käuferin zum Zeitpunkt des Hundekaufes schwanger war oder zeitnah danach schwanger wird, da mit Baby nicht genug Zeit für den Welpen da sei. Da bin ich mir sicher, dass das keiner Gerichtsverhandlung standhält, ist für mich aber ohnehin nicht relevant. Eine Klausel, die mich aber sehr wohl betrifft ist, dass sie sich vertraglich zusichern lässt, dass man Rüden kastrieren lässt. Es würde dann eine Strafzahlung fällig, sollte der Hund Junge zeugen und ihr das bekannt werden würde.
    Jetzt die Frage: ist das rechtlich bindend? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mir vertraglich vorschreiben kann, was ich mit meinem Hund mache oder nicht mache?
    Soweit ich weiß sind diese "Schutzverträge" so gut wie nie rechtlich haltbar. Das Tier gehört nach dem Kauf dir und ich bin mir sicher, dass du nichts von dem Ganzen erfüllen oder der guten Frau mitteilen musst, du musst sie zu Kontrollen auch nicht reinlassen oder ihr gar etwaige Schwangerschaften mitteilen.
    Mumpitz gefällt dies

  8. #8
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, ist ein "Kastrationszwang" rechtlich nicht haltbar, da eine grundlose Kastration ohne Indikation nach dem Tierschutzgesetz eh nicht erlaubt ist. Eine Strafzahlung, wenn der Hund Welpen zeugt, ist dagegen, glaube ich, schon möglich.
    Da müsste ich mich tatsächlich nochmal schlau machen. Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen eine Kastration, aber ich würde mich einfach gerne gründlich informieren, Für und Wider abwägen und dann nach meinem Dafürhalten entscheiden. Und wenn man sich gegen Kastration entscheidet, kann man einen ungewollten Deckakt denn zu 100% verhindern? Wohl eher schwer, oder?

  9. #9
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Als ich meine Katze kaufen wollte, habe ich einen Vertrag bekommen bei dem auch solches bescheuertes "Tierschutzzeug" drinstand.

    Ich hatte weder Lust das bis ins Detail zu prüfen.
    Noch Lust darauf, dass die bei uns im Garten steht und das Tier mitnehmen will (stand drin, dass sie das Betretungsrecht hätte) und ich dann diskutieren muss.
    Ich habe vom Kauf Abstand genommen und bei einem normalen Menschen gekauft.
    Würde ich auch am liebsten, allerdings ist die Auswahl tatsächlich recht begrenzt. Und ich bin bereits schwer verliebt in den Kleinen

  10. #10
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Komische Klauseln in Kaufvertrag (Hund)

    Zitat Zitat von Hundnas Beitrag anzeigen
    Die genaue rechtliche Lage kenne ich auch nicht, aber die Tierschutzvereine bestehen in der Regel im Vertrag auf so eine Klausel. Meinen Erfahrungen nach sind die auch hinterher, dass das umgesetzt wird. Was allerdings passieren würde, wenn man sich weigert, weiß ich nicht, hab ich noch nie erlebt.

    @ Spex Mich würde so ein Vertrag nicht stören, die Frau wird wissen, warum sie das mit der Schwangerschaft reinschreibt Und dass Hunde zum Züchter zurück sollen, falls man eine Abgabe plant, ist usus, da würde ich keine zwei Gedanken dran verschwenden. Persönlich fände ich das auch höchst skeptisch, wenn ein Züchter kein Interesse an seinen Welpen hat und einen seiner Hunde in einer Notlage nicht wieder nehmen würde.
    Ja, aber mal ehrlich: das ist doch meine Sache, ob ich mir einen Welpen und ein Baby gleichzeitig zutraue. Wenn ich Zwillinge bekäme, dann muss ich das auch irgendwie gewuppt kriegen. Und Leute, die naiv im Schnellschussverfahren einen Welpen kaufen, weil der ja so niedlich ist, wird so eine Klausel vermutlich auch nicht abhalten, schätze ich.
    Dass der Züchter ein Vorkaufsrecht hat, wenn ein Welpe wieder abgegeben werden soll, finde ich allerdings auch absolut sinnvoll.

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