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Thema: Vertrauen und Zutrauen

  1. #1
    Avatar von rocksteady
    rocksteady ist offline Carpal Tunnel
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    3.696

    Standard Vertrauen und Zutrauen

    Der Riesenradthread bringt mich darauf. Und ich bin heute krank und hustend und verschnupft ans Haus gebunden. Und vorletzte Woche hatte ich der Schule Elternsprechtag, da ging es in vielen Gesprächen auch um Vertrauen und Zutrauen.

    Vertrauen = Zutrauen

    Mag sein, dass ich selbst da eine sehr pragmatisch-unemotionale Sicht zu einnehme. Aber ich finde es so wichtig, das Zutrauen der Kinder in ihre eignen Fähigkeiten zu unterstützen und - wenn nötig - durch entsprechende Maßnahmen, Aufgaben, Angebote auch zu stärken. Bei meinen eigenen Kindern mache ich das sehr intuitiv so. Für mich hängt das nämlich zusammen: Ich traue ihnen etwas zu, ja, manchmal mute ich ihnen vielleicht auch etwas zu, aber sie vertrauen mir und ihr Vertrauen in mich und ihr Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wird gestärkt. Vertrauen und Zutrauen gehört für mich also zusammen. - Daher wittere ich, ohne genauere Umstände zu kennen oder selbst Zeugin der Szene am/im Riesenrad gewesen zu sein, auch nicht unmittelbar Unheil in der beschriebenen Situation.


    Vertrauen versus Zutrauen


    Ich sehe aber immer wieder Eltern, die ihren Kindern m. E. nicht so viel zutrauen, Widerständen zu schnell nachgeben, ängstlich und/oder unsicher darin sind, Maßnahmen und Aufgaben zu geben, vielleicht noch Angebote machen, aber darüber hinaus wenig unterstützen. In meiner Klasse gibt es eine Reihe sozial auffälliger Kinder (möchte ich hier nicht weiter erläutern). In den Elterngesprächen ließen sich aber folgende Muster erkennen: Die meisten dieser Kinder haben kaum ausgeprägte Interessen, sie lassen sich extrem durch ihr Lustgefühl leiten, verlieren aber an den meisten Dingen/Aktivitäten schnell die Lust. Daher langweilen sie sich häufig, aber in einer Form der Langeweile, die nicht in Kreativität, sondern in Aggressivität und Destruktivität mündet. Und die Eltern wissen nicht, wie sie die Lust der Kinder auf Angebote verbessern können. "Ach, der hat schon dies und das ausprobiert, aber war nicht sein Ding."

    Das geht dann auch in schulischen Leistungsbereichen so. Ich erlebe oft Kinder, die es nicht gelernt haben, dass man sich auch mal anstrengen muss, auch mal etwas gegen einen inneren Widerstand zu tun, die viel zu schnell aufgeben und über keinerlei Stategien verfügen, sich auch mal durchzubeißen. Die fragen viel zu schnell nach, lassen sich aber nicht mit einem Hinweis abspeisen, sondern wollen die Lösung, sonst verweigern sie sich. Diesen Kindern Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu vermitteln, ist extrem schwierig bis unmöglich.

    So, und bevor es darauf reduziert wird: Ich glaube nicht, dass man Kinder ins Riesenrad zwingen muss, um ihre Leistungsbereitschaft und ihr Leistungsvertrauen zu entfalten. Mir geht es um ein generelles Muster, um eine grundsätzliche Haltung.

    Wie seht ihr das?
    salvadora gefällt dies

  2. #2
    Avatar von Vertigo
    Vertigo ist gerade online buntes etwas
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Die Grundidee teile ich absolut.

    Dennoch wittere ich z.B. in der Riesenradgeschichte Unheil, weil für mich auch dazugehört, dem Kind in seinen Entscheidungen zu vertrauen und es ernst zu nehmen.
    Ich traue zu, ermutige, aber den letzten Schritt, das Wollen, das sich selbst eine Situation zuzutrauen, überlasse ich dem Kind.

    Und das aus eigener Erfahrung, meine eigenen Ängste sind durch erzwungene Konfrontation nie verschwunden, im Gegenteil, die angstbeladenen Situationen haben sie verstärkt.
    Und in der Kindheit mein Vertrauen in meine Eltern belastet.

    Und immer dann, wenn ich in meinem eigenen Tempo, zu einem für mich richtigen Zeitpunkt in so eine Situation gegangen bin, hat es mich gestärkt.

  3. #3
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen

    Wie seht ihr das?
    So wie Du.

    Und ich sehe halt einen großen Unterschied zwischen "sich mal durchbeißen müssen und daran wachsen" und "das Kind zu etwas zwingen, was nicht nötig ist und damit im Grunde nur Macht zu demonstrieren".

    Ich finde es wichtig, Kindern etwas zuzutrauen, aber auch ebenso wichtig, deren Bedenken und Ängste ernst zu nehmen.
    Das Vertrauen ist nämlich auch schnell verspielt, wenn man das Zutrauen nicht mehr Zutrauen ist, sondern Zwang.

    Und....Kinder können sehr gut unterschieden zwischen echtem Zutrauen und "nur so dahersagen, dass etwas zugetraut wird" um etwas zu bewegen und weil es für die Eltern bequemer ist.
    Im ersten Fall kann das enorm stärken.
    Im zweiten Fall geht das Vertrauen flöten.

  4. #4
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    Der Riesenradthread bringt mich darauf. Und ich bin heute krank und hustend und verschnupft ans Haus gebunden. Und vorletzte Woche hatte ich der Schule Elternsprechtag, da ging es in vielen Gesprächen auch um Vertrauen und Zutrauen.

    Vertrauen = Zutrauen

    Mag sein, dass ich selbst da eine sehr pragmatisch-unemotionale Sicht zu einnehme. Aber ich finde es so wichtig, das Zutrauen der Kinder in ihre eignen Fähigkeiten zu unterstützen und - wenn nötig - durch entsprechende Maßnahmen, Aufgaben, Angebote auch zu stärken. Bei meinen eigenen Kindern mache ich das sehr intuitiv so. Für mich hängt das nämlich zusammen: Ich traue ihnen etwas zu, ja, manchmal mute ich ihnen vielleicht auch etwas zu, aber sie vertrauen mir und ihr Vertrauen in mich und ihr Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wird gestärkt. Vertrauen und Zutrauen gehört für mich also zusammen. - Daher wittere ich, ohne genauere Umstände zu kennen oder selbst Zeugin der Szene am/im Riesenrad gewesen zu sein, auch nicht unmittelbar Unheil in der beschriebenen Situation.


    Vertrauen versus Zutrauen


    Ich sehe aber immer wieder Eltern, die ihren Kindern m. E. nicht so viel zutrauen, Widerständen zu schnell nachgeben, ängstlich und/oder unsicher darin sind, Maßnahmen und Aufgaben zu geben, vielleicht noch Angebote machen, aber darüber hinaus wenig unterstützen. In meiner Klasse gibt es eine Reihe sozial auffälliger Kinder (möchte ich hier nicht weiter erläutern). In den Elterngesprächen ließen sich aber folgende Muster erkennen: Die meisten dieser Kinder haben kaum ausgeprägte Interessen, sie lassen sich extrem durch ihr Lustgefühl leiten, verlieren aber an den meisten Dingen/Aktivitäten schnell die Lust. Daher langweilen sie sich häufig, aber in einer Form der Langeweile, die nicht in Kreativität, sondern in Aggressivität und Destruktivität mündet. Und die Eltern wissen nicht, wie sie die Lust der Kinder auf Angebote verbessern können. "Ach, der hat schon dies und das ausprobiert, aber war nicht sein Ding."

    Das geht dann auch in schulischen Leistungsbereichen so. Ich erlebe oft Kinder, die es nicht gelernt haben, dass man sich auch mal anstrengen muss, auch mal etwas gegen einen inneren Widerstand zu tun, die viel zu schnell aufgeben und über keinerlei Stategien verfügen, sich auch mal durchzubeißen. Die fragen viel zu schnell nach, lassen sich aber nicht mit einem Hinweis abspeisen, sondern wollen die Lösung, sonst verweigern sie sich. Diesen Kindern Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu vermitteln, ist extrem schwierig bis unmöglich.

    So, und bevor es darauf reduziert wird: Ich glaube nicht, dass man Kinder ins Riesenrad zwingen muss, um ihre Leistungsbereitschaft und ihr Leistungsvertrauen zu entfalten. Mir geht es um ein generelles Muster, um eine grundsätzliche Haltung.

    Wie seht ihr das?
    Die Frage ist halt: Sind sie sozial auffällig durch irgendeine Erkrankung oder ist bei der Erziehung im Kleinkindalter schon einiges schief gelaufen. Im Schulalter ist der Zug vermutlich teilweise abgefahren, da kann man Kinder schlecht zu Aktivitäten zwingen, denen sie nun gar nichts abgewinnen können. Anstrengungsbereitschaft und die Fähigkeit, sich durchzubeißen, sind Charaktereigenschaften, die meiner Ansicht nach zumindest teilweise angeboren sind. Ich habe da bei 3 Kindern und vermutlich einigermaßen ähnlicher Erziehung recht starke Unterschiede.
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  5. #5
    Avatar von Diamant
    Diamant ist gerade online Sächsisches Angelhuhn
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Ich sehe einen Unterschied zwischen sich mal anstrengen, eigene Grenzen überwinden im Lern-/Lebensbereich oder eben im Spaßbereich.

    Nur weil ich mein Kind nicht auf das Risenrad zwinge, heißt es doch nicht, dass ich in schulischen Belangen ebenso nachgiebig bin.
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    LG STEINLINDA WHISKAS LIKORIA HUHN


  6. #6
    Zwutschgal ist offline Dauereditiererin
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    der Grundgedanke ist richtig.

    ich erleb manchmal Situationen, wo Kindern gesagt wird "das kannst du noch/eh nicht" also schon zu vermitteln, man traut ihm das nicht zu. sowas ist arg kontraproduktiv. ich kenne ein Kind, das hat das irgendwie übernommen. Da wird eine Sache einmal versucht und dann hingeschmissen mit den Worten "Ich kann's nicht". auch wenn man nur einen Schritt vom Ziel entfernt war. das find ich sehr schade.

    ich glaube, erzwingen ist da der falsche Weg. ich war im Gegenteil immer stolz, wenn ich Sachen geschafft habe, die vorher als schwierig galten und ich versuche auch mein Kind zu motivieren, einfach immer nochmal zu versuchen und nicht gleich aufzugeben. und gerade wenn sich dann ein Erfolg einstellt, ist die Begeisterung um so größer und die Motivation zum Weitermachen auch.
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  7. #7
    Avatar von Priesemut
    Priesemut ist offline Freund von Nulli
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von tigger Beitrag anzeigen
    So wie Du.

    Und ich sehe halt einen großen Unterschied zwischen "sich mal durchbeißen müssen und daran wachsen" und "das Kind zu etwas zwingen, was nicht nötig ist und damit im Grunde nur Macht zu demonstrieren".

    Ich finde es wichtig, Kindern etwas zuzutrauen, aber auch ebenso wichtig, deren Bedenken und Ängste ernst zu nehmen.
    Das Vertrauen ist nämlich auch schnell verspielt, wenn man das Zutrauen nicht mehr Zutrauen ist, sondern Zwang.

    Und....Kinder können sehr gut unterschieden zwischen echtem Zutrauen und "nur so dahersagen, dass etwas zugetraut wird" um etwas zu bewegen und weil es für die Eltern bequemer ist.
    Im ersten Fall kann das enorm stärken.
    Im zweiten Fall geht das Vertrauen flöten.
    Danke. Das trifft es sehr gut. Und ich finde gerade um Ängste egal welcher Art zu bewältigen, brauchen die Kinder sehr viel Vertrauen (in Dinge aber auch in Personen und vor allem in sich selbst) und da bin ich als Eltern zuständig das zu vermitteln und auch zu ermöglichen. Dazu gehört es aber für mich auch nicht, (Angst-)Probleme mit "ist eben so" einfach abzutun. Da würde mein Kleiner wohl inzwischen gar nichts mehr machen vor lauter Angst .
    Viele Grüße Schnubbi
    http://www.eltern.de/foren/image.html?type=sigpic&userid=156264&dateline=1506  008002

  8. #8
    Lleanora ist gerade online Legende
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    ...

    Wie seht ihr das?
    Ich sehe das grundsätzlich ähnlich und ich handhabe es auch ähnlich, aber versuche dabei dennoch möglichst keinen Druck oder Zwang auszuüben, sondern eher zu ermuntern zu bestärken.

    Ich weis wie ich mich fühle wenn ich zu etwas was ich nicht möchte gezwungen werde, ich mache es dann vielleicht aber bin innerlich schon so auf Kontra eingestellt dass es die ganze Situation so negativ belegen würde auch wenn es mir sonst vielleicht doch gefallen hätte und wenn es geschafft ist habe ich dann kein gutes Gefühl von wegen: Hey klasse, ich habe es geschafft, weil ich ja gar keine Wahl hatte.

  9. #9
    Sina75 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    Der Riesenradthread bringt mich darauf. Und ich bin heute krank und hustend und verschnupft ans Haus gebunden. Und vorletzte Woche hatte ich der Schule Elternsprechtag, da ging es in vielen Gesprächen auch um Vertrauen und Zutrauen.

    Vertrauen = Zutrauen

    Mag sein, dass ich selbst da eine sehr pragmatisch-unemotionale Sicht zu einnehme. Aber ich finde es so wichtig, das Zutrauen der Kinder in ihre eignen Fähigkeiten zu unterstützen und - wenn nötig - durch entsprechende Maßnahmen, Aufgaben, Angebote auch zu stärken. Bei meinen eigenen Kindern mache ich das sehr intuitiv so. Für mich hängt das nämlich zusammen: Ich traue ihnen etwas zu, ja, manchmal mute ich ihnen vielleicht auch etwas zu, aber sie vertrauen mir und ihr Vertrauen in mich und ihr Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wird gestärkt. Vertrauen und Zutrauen gehört für mich also zusammen. - Daher wittere ich, ohne genauere Umstände zu kennen oder selbst Zeugin der Szene am/im Riesenrad gewesen zu sein, auch nicht unmittelbar Unheil in der beschriebenen Situation.


    Vertrauen versus Zutrauen


    Ich sehe aber immer wieder Eltern, die ihren Kindern m. E. nicht so viel zutrauen, Widerständen zu schnell nachgeben, ängstlich und/oder unsicher darin sind, Maßnahmen und Aufgaben zu geben, vielleicht noch Angebote machen, aber darüber hinaus wenig unterstützen. In meiner Klasse gibt es eine Reihe sozial auffälliger Kinder (möchte ich hier nicht weiter erläutern). In den Elterngesprächen ließen sich aber folgende Muster erkennen: Die meisten dieser Kinder haben kaum ausgeprägte Interessen, sie lassen sich extrem durch ihr Lustgefühl leiten, verlieren aber an den meisten Dingen/Aktivitäten schnell die Lust. Daher langweilen sie sich häufig, aber in einer Form der Langeweile, die nicht in Kreativität, sondern in Aggressivität und Destruktivität mündet. Und die Eltern wissen nicht, wie sie die Lust der Kinder auf Angebote verbessern können. "Ach, der hat schon dies und das ausprobiert, aber war nicht sein Ding."

    Das geht dann auch in schulischen Leistungsbereichen so. Ich erlebe oft Kinder, die es nicht gelernt haben, dass man sich auch mal anstrengen muss, auch mal etwas gegen einen inneren Widerstand zu tun, die viel zu schnell aufgeben und über keinerlei Stategien verfügen, sich auch mal durchzubeißen. Die fragen viel zu schnell nach, lassen sich aber nicht mit einem Hinweis abspeisen, sondern wollen die Lösung, sonst verweigern sie sich. Diesen Kindern Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu vermitteln, ist extrem schwierig bis unmöglich.

    So, und bevor es darauf reduziert wird: Ich glaube nicht, dass man Kinder ins Riesenrad zwingen muss, um ihre Leistungsbereitschaft und ihr Leistungsvertrauen zu entfalten. Mir geht es um ein generelles Muster, um eine grundsätzliche Haltung.

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    Der Seppi ist jetzt in der sechsten, also kämpfe ich seit sechs Jahren. Aufstehen, hingehen, Hausaufgaben machen... alles ein Kampf. Den Ich versuche mit einer ruhigen Art zu kämpfen, aber ich verstehe die Eltern, die sagen: dann halt nicht
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    "Everybody’s Darling, Everybody’s Depp"

    Franz Josef Strauß

  10. #10
    Avatar von gurkentruppe
    gurkentruppe ist gerade online Mann ohne Eigenschaften
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    4.344

    Standard Re: Vertrauen und Zutrauen

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das?
    Manche Kinder lernen den Prozess des "Lernens" nicht als positiv kennen. Man möchte gut Fußball spielen können, möchte aber nicht trainieren. Also lernt man nicht, gut zu spielen und gibt wieder auf, weil Fußball 'nicht das Richtige ist'. Dieses Denk- und Haltungsmuster überträgt sich auf andere Lebensbereiche.

    Ich glaube, dass dieses Muster in frühester Kindheit geprägt wird und später sehr schwer überwunden werden kann. Vermutlich hat es sehr viel damit zu tun, wie wir als Kleinkinder lernen, Frust zu bewältigen. Da in der Erziehung Frustration ein großes Tabu zu sein scheint, wird Kindern oftmals aus guter Absicht Frust erspart. In der Folge lernen sie aber keine eigenen Strategien zur Frustbewältigung - mit entsprechenden Folgen. Während die einen Kinder dazu neigen aufzugeben, versuchen andere Kinder es noch einmal. Man braucht nicht viel Fantasie, welche Kinder als Erwachsene später leichter durch's Leben kommen.

    Bei der Riesenradgeschichte geht's um Ängste. Eine ganz andere Baustelle.

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